Meine Fotografie – Biografie Teil 6

Zu Meine Fotografie-Biografie Teil 1 geht es hier entlang.

Im Jahr 2011 änderte sich etwas gravierendes. Aus „unserem Hobby“ wurde „mein Hobby“. Mein Partner Enno verstarb leider. Die Änderungen, die sein viel zu früher Tod mit sich brachten, berührten auch die Fotografie. Er war es, der bisher fast alle Landschaftsfotos gemacht hatte. Ich finde mich bis heute noch nicht sonderlich talentiert in diesem Genre. Er war es, der tagelang Produkttests und Rezensionen zu Kamera, Objektiven und Stativen durchforstete und sich um die „Hardware“ kümmerte. Er war es, der ein Händchen für kreative Bildtitel hatte und witzige Fotos mittels Stofftieren, Kiwis, Eiern und was-weiß-ich noch-alles erfand.

Mein jetziger Partner unterstützte mich von Anfang an bei der Fotografie, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Er hat Verständnis und Geduld, wenn es bei mir mal wieder länger dauert, bis ein Bild im Kasten ist. Er begleitet mich bei Ausflügen. Er montiert mir alte Objektive aus Flohmarkt-Kameras. Und nicht zuletzt weiß er berufsbedingt immer, wo im Sommer die Mähdrescher fahren, die ich so gerne ablichte.

Trotz des Wandels blieb mein Vorgehen in der Fotografie erst einmal gleich. Ich knipste nach wie vor mit den Automatikprogrammen und im Format Jpeg. Ich vermisste nichts und kannte es nicht anders. Erfolgreiche Teilnahmen an Fotowettbewerben bestätigten mir, dass die Qualität meiner Bilder so schlecht nicht sein konnte.

Die Ära „Facebook“ beginnt…

Ich meldete mich bei facebook an. Was mir dort für Leute begegneten! Besonders amüsant fand ich Männer der Spezies „ambitionierter Hobbyfotograf“. Sie tummeln sich in unendlich vielen Fotogruppen und präsentieren ihre Werke. Stolz wie die Gockel. Sie strafen Kritik an ihren Bildern. Denn sie sind nun mal Meister ihres Fachs. Und NUR sie! Anfängerfragen beantworten sie grundsätzlich mit „Kannst Du nicht googeln?“. Über Bilder von Frischlingen wird sich lustig gemacht. Ihre Götter heißen „RAW“, „Vollformat“, „LR und PS“ und „manueller Modus“. Das wird sehr oft betont und erwähnt. Andere Foto-Religionen werden nicht geduldet und Anhänger dieser werden versucht zu bekehren. Sie sind quasi die Vegetarier unter den Fotokonsumenten.

Natürlich beeinflusste mich ihr Tun. Zu Beginn fand ich das stolze Kokettieren der Fotogockel noch lustig. Ich lehnte ihre Götter ab und suchte auch immer wieder Gründe, warum das ganze Bla-Bla von wegen Aufnahmetechnik, Bildbearbeitung und co völlig übertrieben war. Später änderten sich meine Gefühle hin zu Wut und vielleicht auch zu Neid. Warum machte man so ein Geheimnis um das Zusammenspiel von ISO, Blende und Belichtungszeit? Es konnte doch nicht sooo schwierig sein, diese drei Komponenten zu beherrschen…

Hier geht es zu Meine Fotografie-Biografie Teil 7.

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Ein Gedanke zu “Meine Fotografie – Biografie Teil 6

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