Frühsommerleben

Auf Facebook hatte ich Dich gefragt, welches Bild meines Ausflugs in die Oberlausitzer Natur ich zuerst bearbeiten soll. Die meisten Leser haben sich für den kleinen Schmetterling auf seiner Butterblume entschieden.

„Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu.“

Hans Christian Andersen (1805 – 1875), dänischer Märchendichter

Ich möchte dieses passende Zitat nutzen, um Dir ein bisschen zu erzählen, wie sich mein frühsommerliches Leben zur Zeit gestaltet.

Vormittags bis nachmittags arbeite ich als Berufsschullehrerin für Altenpflege. Hinterher widme ich mich unserem großen Garten. Da im Moment die Erntezeit beginnt, habe ich viel zu tun. Ich sammle die Früchte und mache daraus Marmelade, Chutneys und Liköre. Hier und hier habe ich Dir schon einmal Rezepte gezeigt.

Natürlich stehe ich nicht jeden Tag in der Küche. Die Pflanzen benötigen ja auch ihre Pflege. Beim Unkraut zupfen und gießen entdecke ich dann häufig hübsche Blüten und Insekten und „bewaffne“ mich mit meiner Kamera. Dabei entstehen viele Fotos. Zu viele! Ich schaffe sie gar nicht alle zu bearbeiten.

Abends sitze ich gerne mit meinem Partner vor dem Haus und genieße die Abendruhe. Ich liebe die Geräusche und Gerüsche lauer Sommernächte! Deswegen habe ich kaum Zeit für das entwickeln meiner Bilder und fürs bloggen. Im Winter vertreibe ich mir damit am Abend die Zeit.

Wie genießt Du die warme Jahreszeit?

 

 

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Der „Liebster Award“: 11 Fragen & Antworten

Ich wurde Von Nadine vom allimoblog für den „Liebster Award“ nominiert. Sie hat mir 11 Fragen gestellt, die ich nun beantworten möchte. Ich persönlich mag ja solche „Spielchen“. Man erfährt interessante Dinge von den Menschen hinter den Blogs.

Den Begriff „Liebster Award“ mag ich hingegen grammatikalisch nicht. Ist es der liebste Award? Ist es mein liebster Award? Und warum stellt man vor den englischen Begriff „Award“ ein deutsches „liebster“? Vielleicht bin ich auch einfach nur spitzfindig. Na ja, was solls?

Legen wir los!

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Was ist dein Lieblingsfilm? Unsere Mütter, unsere Väter. Es ist ein dreiteiliger Kriegsfilm. Er hat sowohl positive, als auch negative Kritiken bekommen. Ich finde ihn emotional fesselnd und sehr spannend. Ich schaue sehr gerne Krigsfilme und überhaupt Filme mit historischem Hintergrund. „Forrest Gump“ zum Beispiel ist auch klasse. Ein zweites Lieblingsgenre sind mehrteilige Thriller aus den skandinavischen Ländern, gerne mit mehreren Handlungssträngen. Allen voran „Kommissarin Lund“ und „Die Brücke“.

Was hast du diese Woche geschafft, was dich glücklich gemacht hat?
Ich habe mein 28 Tage Schreibprojekt beendet. Mein Blog ist ja noch ganz frisch. Zum Auftakt schloss ich mich einem Schreibprojekt an. Ich hatte im Februar zwei Wochen Urlaub und habe ziemlich viele Blogbeiträge geschrieben. Das hat großen Spaß gemacht.

Was bedeutet Erfolg für dich? Erfolg bedeutet für mich, dass man sich und seine Fähigkeiten und Interessen ausleben kann. Das führt zu einer hohen Lebenszufriedenheit. Ich bin erfolgreich in meinem Tun, wenn ich zufrieden damit bin.

Welches Lied hast du zuletzt gehört?
Anti-Flag mit American Attraction Ich habe zu Weihnachten ein Digitalradio geschenkt bekommen. Seitdem läuft ausnahmslos StarFM. Da gibt es nette Rockmusik. Das Gedudel der sächsischen Radiolandschaft hat nun bei mir Sendepause.

Ohne was gehst du nicht aus dem Haus? Der Haustürschlüssel und das Smartphone müssen immer mit! Die stopfe ich in meine Jacke. Ich hasse Handtaschen.

Was ist das letzte, was du machst, wenn du ins Bett gehst? Ich stecke das Handy ans Ladegerät und stelle den Wecker. Und ich schalte das Licht aus.

Wie lange bloggst du schon? Seit Mitte Januar 2018. Also noch nicht lange.

Warum hast du deinen Blog ins Leben gerufen? Die letzten Jahren war ich sehr aktiv auf meiner Fotofanpage bei Facebook. Dort kann man aber das Seitendesign nicht auf seine Wünsche anpassen. Außerdem wird es einem dort dank der Reichweitenbeschränkung immer schwerer gemacht, seine Follower zu erreichen. Auch hat man nur schlecht einen Überblick über seine alten Artikel. Die geraden sehr schnell in Vergessenheit. Hier kann man sie dank Archiv und Stichwortsuche viel besser wiederfinden. Ich wollte unabhängiger sein.

Was würdest du dir kaufen, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Über diese Frage musste ich tatsächlich am längsten nachdenken. Ich mache mein Glück nicht von materiellen Dingen abhängig. Wahrscheinlich würde ich mir einen sehr langen Urlaub in Dänemark gönnen. In einem Haus mit Pool. Bekannte/Verwandte denen es finanziell nicht so gut geht, würde ich mitnehmen. Und ich würde mich selbständig machen als Fotografin und/oder Social media Manager und im Online Marketing. Ich würde anderen Leuten dabei helfen, ihr Herzensunternehmen für die Außenwelt sichtbar zu machen. Natürlich müsste ich dafür noch mal studieren. Aber Du sagst ja, Geld spielt keine Rolle…

Wenn du irgendetwas aus deiner Vergangenheit ändern könntest, würdest du es ändern und wenn ja, wieso? Ich habe die tiefe Überzeugung, dass alles im Leben seinen Sinn hat und nichts durch Zufall passiert. Es ist alles gut so, wie es ist.

Welcher fiktionaler Charakter (egal ob Buch, Serie, Film) ist dir am ähnlichsten und warum? Da fällt mir jetzt nur „Bridget Jones“ ein. Pummelig und tollpatschig. Aber trotzdem ganz liebenswert. Haha.

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Ich nominiere:

TwinsiesBlog

Sarahhazelart

Heike Pohl

Kathsfotografie

Jürgenherschelmann

glubinadushi

spontanvernunft

Dirkderbaum

eisblumen1bclogosk

Meine 11 Fragen an Euch:

  1. Über welche Art von Humor kannst Du lachen? Hast Du einen Lieblings-Comedian?
  2. Was ist Dein bestes Foto und warum? Zeige es bitte!
  3. Warum bloggst Du?
  4. Was bedeutet Fotografie für Dich?
  5. Welches Gesetz würdest Du ändern oder auf den Weg bringen, wenn Du Politiker wärst?
  6. Social Media bedeutet für Dich…?
  7. Welche Stärken hast Du?
  8. Welche drei Tipps gibst Du Blogger-Anfängern?
  9. Würdest Du gerne den Beruf/das Studium wechseln? Wenn ja, was ist Deine Berufung?
  10. Welche Sehenswürdigkeit/welches Land/welche Stadt würdest Du gerne (noch einmal) bereisen und warum?
  11. Was würdest Du tun, wenn drei Tage am Stück der Strom ausfallen würde?

Ich bin schon ganz gespannt auf Eure Antworten!

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Die Regeln:

  • Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
  • Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  • Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen – oder benutze die gleichen Fragen, die du gestellt bekommen hast.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel.
  • Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Den Artikel habe ich mit ein paar Eisblumenbildern garniert.

 

Meine Fotografie-Biografie Teil 8

Dies ist der letzte Teil meiner Fotografie-Biografie. Hier geht es zu Teil 1.

Was habe ich nun die letzten Jahre bis heute gemacht? Viel gelesen, viel fotografiert und dabei viel neues gelernt.

Als (Hobby)fotograf wird man ständig zum kaufen verführt. Die einschlägigen Fotomagazine ähneln eher Werbebroschüren. Ein Kameratest jagt den nächsten Objektivvergleich. Ich habe mir schnell abgewöhnt, derlei Blättchen zu konsumieren.

Am meisten konnte ich tatsächlich aus Büchern lernen. Besonders die Exemplare aus dem Rheinwerk-Verlag sind sehr informativ und qualitativ hochwertig. Dann habe ich youtube Videos geschaut. Bewegte Bilder haben den Vorteil der guten Unterhaltung.

Ziemlich häufig wurde ich auf Facebook mit der Bildbearbeitung konfrontiert. Auch hier bleibt es nicht aus, dass man Presets, Overlays und Photoshopaktionen werbetechnisch hinterhergeschmissen bekommt. Gegen gute Bezahlung versteht sich. Irgendwie wurde mir das schnell zu viel. Ich bin ein sparsamer Mensch und empfand es zudem als seltsam, meine eigenen Bilder mit fremden Texturen zu verschlimmbessern. Außerdem war und sind für mich viele dieser kaufbaren Presets gar nicht nutzbar, da ich bis heute weder mit Lightroom noch mit Photoshop arbeite. Preiswerte Alternativen mussten her!

RAW oder Jpeg?

Lange Zeit hatte ich die höhere Qualität von RAW-Dateien nicht erkannt. Ich fotografierte im Format Jpeg. Mir gefielen meine Fotos und RAWs musste man ja ohnehin erst umwandeln. Wozu also der Aufwand? Ich hielt die Diskussionen der ambitionierten Fotografen mal wieder für Klugscheisserei. Bis die Neugier siegte…

Ich begann zu googlen. Ich wollte erst mal möglichst kostengünstig ein wenig herumprobieren. Also schieden die Programme Lightroom und Photoshop schon mal aus. Da entdeckte ich ein kostenloses Programm, es hieß „UFRaw“. Es hatte zwar eine sehr antiquierte Nutzeroberfläche und lud damit nicht gerade zu ausgedehnten „Bearbeitungssessions“ ein, aber es funktionierte. Ich konnte plötzlich RAW-Dateien entwickeln. Diese konnte ich danach wie gewohnt mit den Programmen „Gimp“ und Picmonkey weiter bearbeiten. Mein Interesse war geweckt und ich stolperte über ein Sonderangebot der Firma Franzis. Dort gab es den „Silky Pix Developer“. ein RAW-Konverter, der mir zu so manchen Aha-Erlebnis verhalf und alsbald das Programm UFRaw ersetzte.

Warum stieg ich bis heute nicht auf LR und PS um? Es ist nicht so, dass ich mit dieser Software auf Kriegsfuß stehe. Es hat sich bisher noch nicht ergeben. Ich habe einen Workflow mit den anderen Programmen entwickelt, mit dem ich mich wohlfühle. Das Verlangen ist einfach noch nicht da. Vielleicht bin ich irgendwann einmal neugierig auf LR und PS und probiere sie aus. Genauso, wie ich damals plötzlich neugierig wurde auf RAWs. Wer weiß?

Texturen und Overlays

Ich entdeckte, dass es gut aussah, wenn ich meine Makros von Zeit zu Zeit mit Overlays aufhübschte. Overlays sind (meist unscharfe) farbige Bokehs oder Lichtstimmungen. Diese legt man über ein Foto, um die Wirkung und die Farbgebung zu verändern. Aber auch Bilder mit Schneeflocken sind beispielsweise möglich. Es gibt kostenlose Overlays im Netz und natürlich auch welche, für die man bezahlen muss. Das sind dann meist die qualitativ höherwertigen. Ich bin recht schnell dazu übergegangen, diese Dateien selbst zu erstellen, indem ich bewusst unscharfe Fotos knippste. Ich habe mittlerweile eine riesige Sammlung auf einer externen Festplatte. Sie haben mich also nichts gekostet und sind genauso, wie ich sie haben möchte. Außerdem brauche ich mich nicht „mit fremden Federn schmücken“ und keine Nutzungsbeschränkungen und copyright-Vorgaben beachten.

Bildbearbeitung mit Overlays

Altglas

Ende 2015 hat mich das Altglasfieber gepackt. Ich begann auf Flohmärkten nach alten analogen Objektiven zu schauen. Diese lassen sich mit Adaptern meist ganz einfach an meine DSLR schrauben. Vorteil dieser alten Gläser sind die schönen Bokehs und Lens Flares, die sie erzeugen. Zudem sind sie preiswert. Nachteilig ist der fehlende Autofokus. Ich habe mittlerweile 17 solcher Objektive. Sogar Gläser aus Diaprojektoren sind darunter. Obwohl es immer schwieriger für mich wird „neue alte“ Objektive für mich zu finden, bin ich noch lange nicht am Ende meiner Sammelleidenschaft angekommen.

Hyazinthe mit Trioplan-Bokeh

Ausblick

Wie geht es nun weiter? Ganz ehrlich – ich lasse mich überraschen! Ein neues Kapitel meiner Fotografie-Biografie habe ich sicherlich mit diesem Blog hier begonnen. Ich werde mich weiterbilden und neugierig bleiben. Der Rest wird sich ergeben – genauso wie sich bisher alles gefügt hat…

Wenn Du Fragen hast, dann nur heraus damit! Ich habe in diesen acht Kapiteln natürlich viele Themen nur angerissen. Wenn Du etwas genauer wissen möchtest, dann schreibe mir das gerne.

Danke, dass Du mich auf der Reise in meine fotografische Vergangenheit begleitet hast!

(Übrigens sind alle Links persönliche Empfehlungen. Ich verdiene damit kein Geld und habe auch sonst keine Vorteile. Die Firmen wissen nichts von der Nennung.)

Meine Fotografie-Biografie Teil 7

Hier geht es zu Meine Fotografie-Biografie Teil 1.

Blende, Iso, Belichtungszeit

Wir schrieben das Jahr 2015. Ich hatte eine eigene Facebook-Fanpage gegründet und nutzte (und nutze) mittlerweile eine Canon 700d. Der Sensor meiner 350d war kaputt gegangen.

Ich hatte endlich meine Meinung abgelegt, dass die drei Säulen der manuellen Fotografie überflüssiger Schnickschnack sind. Bisher war ich mit meiner Vollautomatik gut zurecht gekommen. Warum sollte ich dann alles per Hand einstellen? Für mich kam das bisher einem Rückschritt gleich. Kein Mensch käme auf die Idee, jeden Programmpunkt seiner Waschmaschine selbständig einzustellen. Aber ausgerechnet beim Fotografieren sollte das Vorteile mit sich bringen?

Zudem bin ich ein ziemlich sturer Mensch. Was ich nicht kann, ist doof. Brauche ich nicht! Basta! *Schmollmund, verschränkte Arme und aufstampfen bitte denken*.

Auf der anderen Seite bin ich auch sehr neugierig und ehrgeizig. Es konnte doch nicht sein, dass so viele Menschen etwas wussten, was ich nicht beherrschte!

Also googelte ich nach Blende, Iso und Belichtungszeit und was die drei Komponenten miteinander zu tun hatten. Trotz der Fülle an Artikeln im World-wide-web fühlte ich mich erst einmal schlecht informiert. Ich hatte den Eindruck, die Fotoprofis erklärten das ganze Mysterium absichtlich viel zu kompliziert. Vielleicht wollte man unter sich bleiben?

Irgendwann hatte ich es dann doch geschnallt und seitdem steht bei mir bei 99% aller Bilder das Einstellrädchen meiner Kamera auf „M“. Irgendwann werde ich sicherlich auch einen Blogartikel zur manuellen Technik schreiben. Und zwar EINFACH erklärt. Das ist nämlich eigentlich alles pipileicht zu verstehen und wird nur verkompliziert. Um Bücher, Onlinekurse und co verkaufen zu können. Meine Meinung! Der beste Lehrmeister ist dabei übrigens die Kamera selbst. Die schnellsten Ergebnisse erzielt man, wenn man einfach Learning-by-doing macht. Nur vom passiven Konsumieren von Literatur (welcher Art auch immer), wird das nichts mit der Fotografiererei.

Hier zeige ich Dir mal einen Vergleich, den ich damals gemacht habe. Beide Fotos sind unbearbeitet. Es war ein sehr sonniger Tag. Die Automatik hat das Foto überbelichtet. Ich konnte mit der manuellen Einstellung ein besseres Ergebnis erzielen.

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Glaskugel-Fotografie und Landschaft

Ich begann mich neben meiner wohl nie endenten Leidenschaft für Makros, mit der Landschaftsfotografie anzufreunden. Gelegenheit für derlei Fotos gab es in unseren Urlauben in Dänemark und auf Ausflügen in die Oberlausitzer Natur. Zusätzlich kaufte ich mir eine Glaskugel, die sehr spannende Effekte in meine Fotos zauberte.

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Im letzten Teil meiner Fotografie-Biografie erfährst Du dann noch, wie sich meine Bildbearbeitung seit 2015 geändert hat und wie ich alte analoge Linsen für mich entdeckte.

 

Meine Fotografie-Biografie Teil 4

Du hast Interesse an den vorhergehenden Beiträgen? Hier geht es zu Teil 1.

Die erste „richtige“ Kamera – unser Baby

Wir kauften uns eine digitale Spiegelreflexkamera. Eine Canon 350d mit Kitobjektiv. Das war ein Einsteigermodell, dass keine Wünsche offen ließ. Enno hatte gründlich recherchiert. Darauf konnte ich mich verlassen. Wenn mich heute jemand fragt, ab wann ich fotografiere, nenne ich das Jahr 2006. Denn mit der neuen Kamera war unsere Fotoleidenschaft vollends entfacht. Wir fuhren bald darauf im Februar 2007 für ein paar Tage nach Prag. Wenn man so will war das unsere erste Fotoreise. Wir flitzten mit der U-Bahn durch die wunderschöne große Stadt und lichteten jede Sehenswürdigkeit ab. Und zwar aus jeder Perspektive. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie wir nachts auf der Karlsbrücke standen. Jede Statue fotografierten wir mit einer Langzeitbelichtung und Stativ. Es war stockdunkel. Es nieselte und es war kalt. Wir hielten durch. Wir kämpften mit dem Autofokus, dem es schwer fiel, die dunklen Steinfiguren in der Nacht zu finden. Jeder andere Partner wäre kopfschüttelnd in die nächste Kneipe gegangen. Da wir aber Hobby und Kamera teilten, gab es keinen Streit. Im Gegenteil – wir waren glücklich. Trotz ausschließlicher Nutzung der Vollautomatik fühlten wir uns wie Profis. Die Bearbeitung und Sichtung unserer 2000 Jpeg-Dateien erledigten wir nach der Rückkehr am heimischen PC. Wir nutzten dafür das kostenlose Programm „Gimp“ und ein Onlineprogramm, was es schon gar nicht mehr gibt.

 

 

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Unsere schönste Fotozeit begann. Wir lernten über flickr viele nette Gleichgesinnte kennen. Es entwickelten sich online-Freundschaften und oftmals gab es lange Dialoge unter den Bildern. Es hätte so schön bleiben können.

Ärger im Hause „flickr“

Leider verkündete flickr dann plötzlich, dass Aktfotografien zensiert werden würden. Was heute auch bei Facebook Gang und gebe ist, erzürnte damals die Community. Und zwar richtig! Man zeigte sich solidarisch mit den vielen Aktfotografen und verließ schließlich aus Protest die Plattform.

Doch wohin nun?

Hier geht es zu Meine Fotografie-Biografie Teil 5.

Meine Fotografie-Biografie Teil 3

Waidmannsheil!

Enno wurde Onkel. Da der Neffe nicht in unserer Nähe wohnte, ließen uns seine Eltern virtuell über Fotos am Gedeihen des Frischlings Prachtjungen teilhaben. Hochgeladen wurden die Bilder bei Flickr (einer Art social media Plattform für Fotografie). Auch wir legten uns dort einen Account zu und waren überwältigt von den Millionen Fotos, Fotogruppen und so weiter. Der erste Schritt in die unendlichen Weiten des World wide web und inbesondere in die schier unerschöpflichen Jagdgründe Bilderwelten war getan. Es lag natürlich nahe, dass auch wir unsere Werke hochluden. Wir besaßen keinen Fernseher und so wurde es ein netter Zeitvertreib, sich auf die Lauer zu legen nach Likes und Kommentaren. Als Köter legten wir unsere Fotos aus. Bald schon merkten wir allerdings, dass wir mit den Bildern unserer Digitalknipse keinen Zwölfender schossen wenig Aufmerksamkeit erhielten. Wir sahen die deutlich höherwertigen Werke der anderen Fotografen. Die hatten alle so schöne matschige Hintergründe unscharfe Bokehs. Das wollten wir auch. Die Digitalkamera hatte ausgedient. Ab jetzt schossen wir mit größerem Kaliber…

Wer neugierig ist, kann gerne mal auf den alten Flickr-Account schauen. Ich habe keine Ahnung vom Passwort. Deshalb habe ich keinerlei Zugriff mehr auf die Inhalte.

Hier geht es zu Teil 1 meiner Fotografie-Biografie und hier zum 4. Teil.

Meine Fotografie-Biografie Teil 1

Im Vorfeld des 28 Tage Schreibprojektes, von dem ich Dir im letzten Beitrag erzählte, wurden die Teilnehmer gebeten, ihre Schreibbiografie zu verfassen. Das brachte mich auf die Idee, mich mit meiner Fotografie-Biografie zu beschäftigen.

Mein erster Kontakt mit Fotos

Meine Mutter führte für mich und meine zwei Schwestern Fotoalben. Jedes Kind hatte ein eigenes dickes Buch mit schwarzen Seiten und Pergament dazwischen. Dort hinein wurde unsere Kindheit dokumentiert. Mit schwarz-weiß Bildern und liebevollen Illustrationen und Erklärungen. Zuerst kamen natürlich die Babybilder, dann „Fortschrittsbilder“ (das erste Mal sitzen, laufen usw.). Faschings-, Reise- und Schulanfangsfotos durften natürlich auch nicht fehlen. Später wurden die Fotos bunter und die Reiseziele dank Mauerfall exotischer. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie gespannt wir Mädchen immer waren, wenn wir meine Mutter mit Fotoecken und Buntstiften bewaffnet am Scheibtisch sitzen sahen. Dann gab es immer ein paar neue gefüllte Seiten zu bestaunen! Meine Mama (ich nenne sie tatsächlich heute noch so) schimpfte immer über den Aufwand. Aber es hat sich gelohnt. Ich bin ihr für die Mühen sehr dankbar. Zeigt es doch dokumentarisch mein frühes Leben. Als Kind hat man schließlich noch nicht das beste Erinnerungsvermögen.

Schon damals empfand ich das Festhalten von Augenblicken und die Fotos an sich als kostbar. Ich halte meine zwei Alben auch heute noch in Ehren.

Meine Fotografie-Biografie Teil 2

Erster Blogbeitrag

Hallo! Schön, dass Du meine Seite entdeckt hast.

Mein Name ist Steffi und ich wohne bei Löbau in Sachsen. Ich fotografiere als Hobby seit 2006. Das Fotografieren und die digitale Bildbearbeitung sind für mich Entspannung und Alltagsausgleich. Meine Hauptthemen sind Naturbilder und Makros, aber ich halte natürlich auch Sehenswürdigkeiten, Landschaften und Reiseerlebnisse bildlich fest. Ich fotografiere mit einer Canon 700d und ich liebe das „avaiable light“. Das bedeudet, ich nutze meist nur das Licht, was mir zur Verfügung steht, ohne künstlich mittels Blitz zu beleuchten. Ich habe einen kleinen Objektiv-Sammel-Tick. Ich nutze für meine Fotos moderne Objektive, aber auch alte manuelle Gläser vom Flohmarkt.