Fotos auf Holz

Vor kurzem zeigte ich Dir eine sehr persönliche Geschenkidee mit eigenen Fotos. In diesem Artikel gibt es einen weiteren Geschenktipp für Dich!

11091232_738431576255828_3715190411250154857_n

Ich habe Fotos von mir auf (liebevoll ausgesuchtes, gesägtes und geschleiftes) Holz geklebt und diese dann noch zum Schutz mit einer Lackschicht versehen. Auf die Vorderseiten habe ich jahreszeitliche Makromotive geklebt, für die Rückseiten habe ich verschiedene Wege aus den vier Jahreszeiten ausgesucht. Die Blöcke sind standfest und sehen prima auf einem Regal aus. Aber auch als Bücherstützen oder Briefbeschwerer sind sie nützlich und dekorativ.

Ich finde solche sehr persönlichen und selbstgebastelten Dinge wunderschön und kreativ. Wie findet Ihr die Idee?

Mein zweiter Bloggeburtstag

Hoch soll er leben!

Heute wird dieser Blog zwei Jahre alt. Die Zeit verging wie im Fluge. Das Bloggen fühlt sich für mich immer noch neu an. Ich fülle den Blog nach wie vor gerne mit neuen Beiträgen.

Da das neue Jahr noch jung ist, möchte ich den Anlass nutzen, um Rückschau zu halten auf 2019.

Persönlich

Für mich persönlich war das Jahr ein sehr positives. Es gab viele tolle Dinge, die 2019 passiert sind.

Ich hatte zusammen mit meinem Mann eine wunderschöne Hochzeit. Wir hatten eine große Feier, die ganz nach unseren Vorstellungen verlaufen ist. Hier kannst Du gerne unsere Chronik von der Planung bis zum großen Tag nachlesen.

_28A1940aswsk

Wie hatten wundervolle Flitterwochen in Dänemark. Hier erkläre ich Dir, warum sich dieses Land aus meiner Sicht prima für den Honeymoon eignet.

verwischt

Unsere Familie erweiterte sich um zwei Katzen. Hildegard und Gertrud bereichern unseren Alltag und machen unser Zuhause noch heimeliger.

Hildegard2(1)

Ein Wochenende mit Freunden in Rostock, wo wir ein Konzert von Dritte Wahl besuchten, an der Ostsee waren und Karls Erdbeerhof anschauten, stand 2019 auch auf dem Plan.

Unser Sohn wechselte von der Grund- auf die Oberschule und hat sich dort sehr gut eingelebt.

Das war mein wichtigstes Bild 2019.

Und dieses Foto mit der vereisten Ringelblume hat mir am besten gefallen:

Ringelblume2logosk

Das beste am vergangenen Jahr war aber, dass wir gesund geblieben sind!

Das zweite Lebensjahr meines Blogs

Ein wenig Statistik: 2019 entstanden 45 Beiträge und damit genau die Hälfte von 2018. Trotzdem konnte ich die Aufrufe von Artikeln um 9 Prozent steigern. Insgesamt konnte ich über 100.000 Aufrufe zählen, wenn man beide Jahre zusammen rechnet. Besucher hatte ich 34 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Likes und Kommentare unter den einzelnen Artikeln stiegen ebenfalls etwas an. Auch die durchschnittliche Länge der einzelnen Beiträge erhöhte sich leicht. Die meisten Besucher finden mich übrigens über Pinterest. Der Blog hat 262 Follower, die mir über wordpress oder E-mail folgen.

Die Top 5 meiner diesjährigen Artikel

Die folgenden Beiträge wurden im letzten Blogjahr von Dir am häufigsten gelesen:

Platz 5: Tipps für Makros von Insekten

Platz 4: So sieht ein Makrofotograf

Platz 3: Automatik oder manueller Modus?

Platz 2: Der Wischeffekt

And the winner is: Die Basics der Nachtfotografie

Wie Du siehst, sind alle fünf Artikel Beiträge mit Fototipps. Das ist ja auch das hauptsächliche Thema meines Blogs. Mein „Kerngeschäft“ sozusagen. Schön, dass wir da auf dem gleichen Level sind und Dir diese Artikel auch gefallen.

Welcher Artikel hat Dich im letzten Jahr besonders interessiert?

Ausblick

Ich lasse mich treiben. Die meisten Einfälle für neue Beiträge habe ich ganz spontan. Ich fotografiere oder entdecke etwas und dann habe ich den Wunsch, darüber einen Artikel zu schreiben.

Einziges To-do, was ich dieses Jahr schon geplant habe ist die 28 Tage Content – Challenge von Anna Koschinski. Schon in den letzten beiden Jahren rief sie auf, im Februar jeden Tag etwas für den Blog zu tun. Auch diesen Februar möchte ich besonders produktiv sein.

Wenn du Fragen oder Anregungen für neue Blogposts hast, teile sie mir gerne mit! Ich möchte auch weiterhin Artikel schreiben, die Dir weiterhelfen und/oder Dich unterhalten.

Danke!

Ich danke Dir sehr für Deine Treue, Dein Interesse und Deine Rückmeldungen in Form von Likes und Kommentaren. Ich mag den Austausch. Es freut mich auch immer, wenn Du meine Artikel oder meinen Blog weiter empfiehlst.

Möge auch das dritte Bloggerjahr so schön werden!

Deine Steffi

PS: Die Zusammenfassung des ersten Blogjahres inklusive der beliebtesten Beiträge 2018 ist natürlich auch noch online und lädt zum Schmökern ein: Heute ist mein erster Bloggeburtstag!

 

 

Auswertung der Blogparade zur Bildbearbeitung

Mitte November 2019 gab ich Dir eine Originaldatei zur Bildbearbeitung.

Stefleifotografie_Ringelblumesk
Originaldatei

Darauf abgebildet: eine frostige Ringelblume, die ich früh morgens im Garten fotografiert hatte.

Ich freue mich sehr, dass so viele meinem Aufruf gefolgt sind und dieses Foto nach ihren Vorstellungen bearbeitet haben. Die unterschiedlichsten Bildbearbeitungskreationen sind entstanden. Natürlich lasse ich es mir nicht nehmen, diese hier auszustellen!

Das sind die Ergebnisse:

Zuerst möchte ich die Werke zeigen, die von anderen Bloggern erstellt wurden und die ihre Bearbeitungen auf ihren Blogs vorgestellt haben.

Er wollte das Foto insgesamt dunkler haben, ohne auf das restliche gelb der Herbstblätter im Hintergrund zu verzichten.

Das Ergebnis ist eine Art color-key. Grautöne mit orangen Akzenten. Die farbige Blüte wird durch seine Bearbeitung toll betont. Ich selbst hätte das Foto so nie bearbeitet. Trotzdem finde ich es gelungen. Prädikat: Interessanter Eyecatcher!

ringelblume royusch(1)

Hier ist sein Ergebnis:

ringelblume Motorprosa(1)

Er hat das Foto ein wenig beschnitten und die Spinnwebe bei den Blättern entfernt. Die frostige Blüte liegt nun mehr im goldenen Schnitt. Auch Jürgens Version ist recht dunkel. Die Morgensonne, die der Raureif fängt, kommt dabei besonders gut zur Geltung. Prädikat: Dezentes Fineart!

Das ist sein Werk:

ringelblume burkhard

Burkhards Version konzentriert sich durch den starken Beschnitt ganz auf die Blüte. Hier gefällt mir besonders, dass der Stengel nun aus der rechten unteren Ecke ragt. Das hat immer etwas dynamisches. Prädikat: das Wesentliche auf den Punkt gebracht!

Schau Dir gerne die ausführlichen Bildbesprechungen der drei Blogs an! Ich finde die Herangehensweisen sehr lesenswert!

Weitere Einsendungen erreichten mich per E-Mail.

  • Foto eins ist von Karina. Auch ihre Version der gefrorenen Ringelblume konzentriert sich ausschließlich auf die Blüte. Sie hat das Foto gedreht, so dass die Blume trotzdem nach der Drittelregel ausgerichtet ist. die Farben wirken recht kräftig. Prädikat: Herbstliche Stimmung genau getroffen!

ringelblume karina(1)

  • Kathleen Ahrens hat das Foto so ähnlich wie Jürgen bearbeitet. Ihr Werk geht allerdings im Hintergrund mehr ins bräunliche. Ich finde die Version sehr fein und ruhig. Das herbstliche Thema wird toll unterstrichen! Prädikat: Mein Favorit aller Einsendungen!

ringelblume kathleen ahrens(1)

  • Mariola hat mir gleich zwei Versionen per Mail geschickt. Sie konnte sich zwischen ihrer frostigen und wärmeren Bearbeitung nicht entscheiden. Mir persönlich gefällt die kühlere Variante besser, da ich ein Fan starker Kontraste bin und selbst ein kühles Endfoto erstellt habe. Zusätzlich hat sie Strahlen eingefügt. Prädikat: Extravaganz fällt auf!

ringelblume2 mariola

ringelblume mariola

Zwei Einsendungen erreichten mich über meine Social Media Kanäle.

  • Michael Maas nahm über Facebook teil. Seine Ringelblume sieht aus, wie dem Sonnenaufgang entsprungen. Das wollte er mit der warmen Tonung bezwecken. Im Kontrast dazu steht das kühle blau im Hintergrund. Zusätzlich fällt eine Vignette auf, die die Blüte zum Strahlen bringt. Prädikat: Ein leuchtendes Beispiel!

ringelblume michaelmaas(1)

  • Die letzte Aufnahme erreichte mich über instagram vom _bildermacher_. Seine Version ist wieder eine stark beschnittene Variante. Besonders auffällig: die Grüntöne und die Weichzeichnung. Prädikat: Wie aus einem Traum!

IMG_20191227_132117_106.jpg

Ich habe mich natürlich auch an die Aufnahme gewagt! Meine Bearbeitung entstand unter Beobachtung und Beratung meines Sohnes. Ich wollte die Kühle des Morgens besonders unterstreichen. Deshalb die Blautonung. Da es an diesem Tag durch den Raureif überall funkelte, verstärkte ich diesen Effekt noch mit einem dezenten Glitzeroverlay. Die kleine Spinnwebe entfernte ich ebenfalls.

ringelbealogosk(1)

Fazit

Ich danke allen Teilnehmern vielmals für ihre Einsendungen! Solch eine Fotoparade ist immer eine Wundertüte. Macht überhaupt jemand mit? Welche Bearbeitungen werden wohl entstehen und wann erreicht mich eine Nachricht?

Es hat mir großen Spaß gemacht, die Werke zu betrachten und diese Zusammenfassung hier zu schreiben! Ist es nicht interessant, die völlig verschiedenen Versionen ein und des selben Bildes zu sehen?

Welches Bild gefällt Dir am besten und warum?

Geschenktipp Shadow Box

Nicht mehr lange und das Weihnachtsfest ist da! Und damit die Frage: „Was soll ich bloß schenken?“

Als (Hobby)fotograf hast Du beste Voraussetzungen, für schöne und vor allem persönliche Präsente.
Die Beschenkten freuen sich über selbst erstellte Dinge oft mehr, als über das fünfte Parfüm oder über das zehnte Paar Socken.

Der „Rohstoff“- nämlich das Foto ist also da. Was fehlt ist manchmal noch eine Idee, wie die Bilddatei überreicht werden soll.

Auf den Webseiten der einschlägig bekannten Druckanbieter werden viele Geschenkideen mit eigenen Fotos angeboten. Da gibt es Memorys, Puzzles, Tassen, Duschgel und so weiter. Alles hübsch personalisierbar.

Ich habe noch einen ganz anderen Vorschlag für Dich, der sogar NOCH persönlicher ist: Wie wäre es denn mit einer Shadowbox?

Das sind kleine Vitrinen zum an die Wand hängen oder aufstellen. Quasi ein tiefer Bilderrahmen mit Glaskasten davor. In dieser Shadowbox kommt Dein Foto toll zur Geltung. Und das beste: Du kannst davor sogar noch kleinere Erinnerungsstücke oder Dekoartikel arrangieren.

Mein erstes Beispiel ist unsere Erinnerungsvitrine von unserer Hochzeit dieses Jahr. Hinten sind zwei Fotos von uns und davor ist mein Kopfschmuck, Polterscherben und der Anstecker vom Anzug meines Mannes. Diese Shadowbox hängt bei uns im Flur und ist ein echter Hingucker.

shadowboxsk

Beispiel zwei macht Sehnsucht nach Meer. Unser Lieblingsreiseziel ist Dänemark. Natürlich sammeln wir im Urlaub auch immer viel Strandgut. Schade, wenn diese Fundstücke dann einfach irgendwo rumliegen und nicht genutzt werden!
Mit ein wenig Sand und ein paar Steinen oder Muscheln wird ein Urlaubsbild schnell zu einem ganz besonderen Fernwehwecker. Und die gesammelten Werke erhalten einen würdigen Platz.

shadowbox2sk(2)

Mit ein wenig Kreativität fallen Dir bestimmt noch viele weitere Ideen ein, wie man solche Präsentationsrahmen gestalten kann. Denkbar wäre zum Beispiel ein Waldbild, hübsch gestaltet mit Bucheckern und Holzpilzen. Oder ein Foto vom Ausflug mit der besten Freundin und Tickets der besuchten Veranstaltung.
Wenn die Shadowbox in einer dunkleren Ecke Deiner Wohnung einen Platz erhält, kannst Du sie sogar beleuchten und damit toll in Szene setzen! Es gibt kleine LED-Lichterketten. Die kannst Du in Dein Bild hängen. Bohre dazu ein kleines Loch in die Rückseite des Rahmens für das Kabel. Den Schalter kannst Du an die Außenseite kleben.

Wie findest Du diese persönliche Geschenkidee, bei der Du Deine eigenen Fotos nutzen kannst? Hast Du vielleicht sogar schon einmal solch eine kleine Erinnerungsvitrine erstellt? Schenkst du gerne selbstgemachtes? Erzähle es mir gerne in den Kommentaren!

Gewinnspiel zum 2. Advent

Wie versprochen geht auch heute wieder ein Türchen vom Aventskalender für Dich auf.

Letzte Woche wollten sieben Teilnehmer die Blütenpostkarten gewinnen. Gewonnen hat Andrea. Leider habe ich Deine Adresse nicht bekommen. Bitte schicke sie mir!


Diesmal wird es maritim. Ich verlose zum zweiten Advent drei Postkarten mit Motiven aus Dänemark. Ich hoffe natürlich wieder auf Deine rege Teilnahme und ich wünsche Dir viel Glück!

karten meer

Und so nimmst Du teil:

Schreibe mir bitte bis Mittwoch, dem 11.12.19 um 16:00 Uhr unter diesen Beitrag einen Kommentar. Verrate mir, ob Du schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen hast, oder noch besorgen musst.

Anschließend werde ich bei Instagram einen Gewinner ziehen. Natürlich werde ich den Glückspilz auch hier in den Kommentaren anschreiben. Der Gewinner muss mir dann seine Adresse an meine E-Mail-Adresse mitteilen, damit ich ihm den Gewinn zuschicken kann.

Der Rechtweg ist ausgeschlossen. Das Gewinnspiel wird durch mich organisiert. Es steht in keinem Zusammenhang mit Facebook oder Instagram. Teilnahneberechtigt sind alle über 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.

Raureif am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

„Draußen ist alles kandiert. Wunderschön sieht das aus!“

Mit diesen Worten weckte mich mein Mann am Sonntag vor zwei Wochen.
Toll! Da kann man schon mal ausschlafen und dann bekommt man früh um sieben Uhr solche Infos!
Ich bin Langschläferin. Normalerweise macht es mich wütend, wenn man mich wegen solcher Nebensächlichkeiten aus dem Traumland holt. Da ich aber neugierig war, riskierte ich einen Blick aus dem Schlafzimmerfenster.
Ok. Er hatte recht! Und wie recht er hatte!

Ich beschloss, Fotos zu machen. Jetzt war ich ja ohnehin wach…

Was folgte waren zwei wunderschöne Stunden im Garten bei Morgensonne. Herrlich! Nur ich, meine Kamera und die erwachende Natur. Es glitzerte an allen Ecken und Enden. Das Gras, die Hagebutten, die Blätter und sogar die verbliebenen Ringelblumen aus der Blühmischung für die Bienen waren weiß glassiert. Was für eine Pracht! Was für eine Ruhe!
Die Ergebnisse meines morgendlichen Gartenrundgangs kannst Du Dir nun besehen.

SenfsamenlogoskRingelblume2logoskHagebutten3logoskFrostschwanzlogoskfrostblumelogosk

Und nun kommst Du ins Spiel!

Möchtest Du mir helfen? Ich habe so viele Fotos gemacht, dass ich es gar nicht schaffe, alle Bilder zeitnah zu entwickeln.
Ich zeige Dir deshalb noch drei unbearbeitete Fotos. Schreibe mir doch bitte einen Kommentar, welches Motiv Du gerne in einer Blogparade bearbeiten würdest.
Die meist genannte Aufnahme werde ich Dir dann als RAW-Datei zur Verfügung stellen und Du kannst sie nach Deinem eigenen Geschmack gestalten. Danke!

Auswahl Dateien

PS: Ich habe bei Facebook ein kleines Video hochgeladen mit allen sehenswerten und unbearbeiteten Fotos, die an diesem Morgen entstanden sind. Es ist nicht perfekt, aber trotzdem ganz schick. Hier ist der Link zum Film.

Bildbearbeitungs-Challenge schottisches Schloss

Der Reisen Fotografie Blog hat ein Foto des schottischen Eilean Donan Castle zur Verfügung gestellt. Es soll von anderen Fotonarren nach Lust und Laune bearbeitet werden. Da ich diese Sehenswürdigkeit schon öfter auf Fotos gesehen habe, erweckte in mir das Interesse, bei dieser Aktion mitzumachen. Hier findest Du den Originalbeitrag. Wenn du Lust hast, kannst Du bei dieser Challenge auch gerne teilnehmen.

Das Originalbild

Was fiel mir auf?

Das Foto ist tolles Ausgangsmaterial. Es ist scharf, gut belichtet (vielleicht ein wenig zu dunkel, aber das macht nichts) und hat einen schönen Bildaufbau. Das Wetter ist jetzt nicht der Burner, aber halt typisch schottisch. die tolle Wolkenformation wollte ich unbedingt erhalten!

Auf den zweiten Blick störte mich der eklige Algenbewuchs im Vordergrund des Bildes und die rote Jacke der Touristin unten links neben der Brücke. Ich machte mich also an die Arbeit!

Meine Bearbeitung

Nach der RAW-Entwicklung mit dem Silkypix Developer entfernte ich mit dem Klonen-Werkzeug in Gimp die rot bejackte Person. Die anderen Menschen ließ ich im Bild. Wenn es mein eigenes Foto gewesen wäre, hätte ich alle Leute entfernt. Ich liebe Postkartenmotive und da stören die Touristen einfach. Vielleicht hätte ich auch eine Langzeitbelichtung gemacht, um die Menschen gleich von vorn herein gar nicht mit aufs Bild zu kriegen.

Danach nutzte ich die Online-Anwendung picmonkey. Dort begradigte ich das Foto etwas und schnitt unten den Algenbewuchs ab. Das Bauwerk rutschte nun zwar ein wenig zu vel in die Mitte, die hübsche Brücke wollte ich aber zum Ausgleich nicht auch noch opfern. Das Schloss schärfte ich ein wenig nach und erhielt dieses Ergebnis:

schloss_reisensk

Trotzdem störte mich das braune Geglibber am Ufer weiterhin. Deshalb entschied ich mich dazu, ein schwarz-weiß-Foto daraus zu machen.

schloss_reisenswsk

Du siehst also, dass die Bildbearbeitung bei mir ein Prozess ist. Hätte ich vorher gewusst, dass meine Endversion farblos wird, hätte ich die rote Jacke auch nicht entfernen müssen. Auch nutze ich mehrere Programme. Das ist einfach so „gewachsen“. Jede Anwendung hat für mich Vorteile, die ich gerne kombiniere.

Welche meiner beiden Versionen gefällt Dir besser? Schreibe es mir gerne in die Kommentare.

Pilze fotografieren – aber richtig!

Letzten Sonntag waren wir Pilze sammeln im Wald. Während mein Mann und mein Sohn die Körbe voll hatten, fand ich nicht wirklich viele essbare Exemplare.

Das lag an meiner Kamera! Ich hielt eher Ausschau nach fotogenen Motiven und beschäftigte mich daher nicht so intensiv mit der Nahrungsbeschaffung!

Plötzlich entdeckte mein Mann (der Glückspilz) einen riesigen Steinpilz und rief mich zu sich. Den musste ich natürlich auf den Sensor bannen!

Während der Fotografie dieses Prachtexemplars lernte ich folgende Dinge:

  1. Nutze die Froschperspektive!

Ein Pilzportrait ist am spannendsten, wenn Du es wirklich aus der Froschperspektive machst. Am besten sieht es aus, wenn Du Deine Kamera vor den Pilz auf den Boden legst. Unter Umständen nutze eine Rettungsdecke oder eine andere Unterlage, um Deine Kleidung und Deine Ausrüstung vor dem feuchten Waldboden zu schützen. Wenn du nicht den Live-View nutzt, wirst Du Dich nämlich auf den Boden legen müssen. Das klingt erst einmal furchtbar umständlich. Aber glaube mir: in diesem Fall entscheidet wirklich die Kameraperspektive über Top oder Flop!

Hier ist der Beweis:

steinpilzunbeaobenlogosk
unbearbeitetes Foto aus höherer Perspektive

Für das erste Foto kniete ich am Boden. Der Kamerastandpunkt war also auch schon recht niedrig. Trotzdem habe ich damit nur eine seitliche Draufsicht erzielt. Dem Foto fehlt das gewisse Etwas. Es wirkt dokumentarisch.

2. Nutze einen hellen Tag!

Ich habe festgestellt, dass die Mittagszeit, die man ja sonst aufgrund der harten Schatten nicht für Fotoshootings nutzt, sehr gut für Pilzfotos geeignet ist. Auch der frühe Nachmittag ist noch gut geeignet. Durch die Bäume ist es ja recht dunkel im Wald und sie werfen auch große Schatten. Deshalb ist hier der Sonnenuntergang gefühlt viel eher. Wenn du dann Pilze am Waldboden fotografieren möchtest, wird es schnell zu dunkel für Deine Bilder! Wenn Du die Kamera auf die Erde legst, kannst du die Belichtungszeit verlängern, ohne zu verwackeln. So erhälst Du trotzdem helle Aufnahmen. Gerade an trüben Tagen ist das ein guter Tipp!

2. Räume die Umgebung auf!

Natürlich braucht der Waldboden nicht lupenrein sauber zu sein. Im Gegenteil. Du fotografierst in der Natur. Kleinere Zweige oder Grashalme stören meines Erachtens das Foto nicht. Man kann dem Bild ruhig ansehen, dass es nicht im Studio entstanden ist. Wenn aber beispielsweise Tannenzapfen im Vordergrund liegen, oder größere Zweige den Pilzstiel verdecken, dann räume diese Störer lieber für einen Moment beiseite. Diese Dinge können auf Deiner Aufnahme den Blick vom Hauptmotiv ablenken. Du ersparst Dir natürlich auch viel Zeit bei der Nachbearbeitung.

steinpilzunbealogosk
Pilz aus der Froschperspektive, unbearbeitet

Das zweite Foto ist die Aufnahme, die ich im Endeffekt für die weitere Bildbearbeitung ausgewählt habe. Ich lag dazu auf dem Boden. Aufgrund der niedrigen Kameraperspektive konnte ich sogar ein wenig Vordergrund erzielen. Durch das Gras erscheint eine ganz natürliche Weichzeichnung. Der dreischichtige Bildaufbau aus verschwommenen Vordergrund, scharfen Hauptmotiv und unscharfen Hintergrund schmeichelt dem Auge. Das Foto wirkt doch gleich ganz anders, oder?

Du kannst außerdem deutlich sehen, dass ich um den Stiel herum ein wenig das Gras entfernt habe.

steinpilzlogosk(2)(1)

Die Nachbearbeitung

Was habe ich hautsächlich gemacht? Wie Du sehen kannst, habe ich noch den ein oder anderen Grashalm entfernt. Quasi digitales Pilze putzen ;-). Die „Fehler“ auf dem Hut retuschierte ich. Den linken Bildrand habe ich etwas beschnitten, um das Hauptmotiv noch ein wenig mehr aus der Mitte zu rucken. Zusätzlich zeichnete ich dort das Gras weicher. Es lenkte mich vom Hauptmotiv ab. Zum Schluss gestaltete ich den Bildlook wärmer als im Original. Während der Aufnahme kitzelten mich tatsächlich warme Sonnenstrahlen!

Wie gefällt Dir meine Bearbeitung? Hättest Du es anders gemacht? Oder hast du noch weitere Pilzfoto-Tipps?

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, empfehle ihn gerne weiter! Dich könnte ebenfalls mein Blogpost Fast Foto – der Quicktipp interessieren. Darin beschreibe ich, wie Du eine Rettungsdecke in der Fotografie einsetzen kannst. Auch der Artikel Fotoregeln kombinieren passt zu diesem Artikel hier. Darin gehe ich noch einmal genauer auf die Bildgestaltung ein.

 

 

Meine schönsten Fotos 2019 – die große Fotoparade!

Es ist wieder soweit! Michael vom Blog Erkunde die Welt ruft auf zur Fotoparade. Und sicherlich werden seiner Bitte wieder weit über 100 Blogger folgen. Ich freue mich schon darauf, viele neue Blogs zu entdecken!

Ich bin mit dem folgenden Beitrag auch mit dabei und möchte Dir jetzt meine schönsten Fotos aus dem Jahr 2019 zeigen.

Du willst auch mit machen? Dann lies Dir bitte folgenden Beitrag durch!

Michael hat sechs Kategorien gewählt. Folgende Aufnahmen habe ich dazu für Dich heraus gesucht:

Stadtbild oder Landschaft?

wettrennenlogosk

Land(wirt)schaft! Ich habe es dieses Jahr wieder geschafft, mit meinem Mann aufs Feld zu fahren und ein paar Mähdrescher zu fotografieren. Ich wohne auf dem Land und habe dieses Jahr kaum Gelegenheit gehabt, Stadtansichten aufzunehmen. Aber das Jahr ist ja auch noch nicht zu Ende. Vielleicht wird das ja noch…

Tier oder Pflanze?

hummel

Beides! Ein Insekt auf einer Blüte. Ich liebe es, durch meinen Garten zu streifen und Nahaufnahmen von Blumen und Insekten zu machen. Dabei ist dieses Foto entstanden. Siehst Du ihre zerfransten Flügel? Trotzdem flog die dicke Hummel emsig herum. Erstaunlich, oder?

Tipps für Makros von Insekten gibt es natürlich auch!

Berge oder Meer?

verwischt

Ganz klare Antwort: Meer! Wir waren dieses Jahr wie immer in Norddänemark und haben die Nordsee genossen! Vielleicht wunderst Du Dich über das unscharfe Foto!?

Ich habe verwischte Kunst produziert. Mein Beitrag Der Wischeffekt erklärt Dir die Hintergründe!

Fremdländisch oder einheimisch?

königstein und Lilienstein

Na gut! Ich war nicht nur in Norddänemark! Dies ist eine einheimische Aufnahme mit Blick auf den Lilienstein in der sächsischen Schweiz, von der Festung Königstein aus gesehen. Ich mag den Kontrast zwischen dem strahlenden Gelb des Rapses und den dicken Regenwolken ganz besonders!

Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?

Olsenbandelogosk

Ich bin ein Morgenmuffel durch und durch! Ich weiß, dass man wunderschöne Sonnenaufgangsfotos machen kann und dass es wunderschön ist, wenn der Tag erwacht. Die Vögel beginnen zu singen, es wird langsam wärmer…

Trotzdem bin ich ein echter Langschläfer. Deshalb gibt es auch keinen 2019er Sonnenaufgang von mir! Dafür habe ich diese drei Männer fotografiert, als sie mir durchs Bild liefen. Erinnern sie Dich auch an die Olsenbande?

Schwarz-Weiß oder bunt?

Hildegard2(1)

Darf ich vorstellen? Die wilde Hilde! Unser neues Haustier bereichert unseren Alltag. Sie ist eine echte Schmusekatze. Aber sie liebt es auch, wenn man mit ihr spielt.

hirtshalslogosk

Im Hafen von Hirtshals liegen die Fischerboote bereit für ihren nächsten Einsatz. Der Leuchtturm wird sie leiten!

hagebutten grün rot

Natürlich darf auch Farbe nicht fehlen! Bei einem Ausflug mit einem analogen Flohmarktobjektiv habe ich verschiedene Aufnahmen in meinem Garten gemacht. Unter anderem von diesen Hagebutten.

Mein schönstes Foto 2019

Ringe aus dänischen Münzen

Wir haben geheiratet. In den Flitterwochen in Dänemark habe ich unsere Ringe fotografiert. Sie wurden aus dänischen Kronen gefertigt. Das Foto ist mein Bild des Jahres 2019, weil es für mich eine starke Symbolwirkung hat.

Zugabe! Zugabe! Zugabe!

Jaja! Geht ja schon los! 😉

Zu Beginn des neuen Jahres war ich im Pillnitzer Park. Dort wurde das Schloss anlässlich des „Christmas Garden“ sehr schön angestrahlt. Ich habe dieses Spektakel zum Anlass genommen, einen Artikel mit Tipps für die Nachtfotografie zu schreiben.

Schloss Pillnitz bei Nacht
Brennweite: 18mm, Iso: 100, Blende: F/10, Belichtungszeit: 6 Sek.

Christmas Garden
Brennweite: 28mm, Iso: 100, Blende: F/7.1, Belichtungszeit: 15 Sek.

Hat Dir meine kleine Reise durchs bisherige Jahr 2019 gefallen? Welches Bild magst Du am liebsten? Schreibe es mir gerne!

Hier sind übrigens noch meine zwei Artikel von 2018: Fotoparade 1-2018 – meine schönsten Reisefotos und Meine schönsten Bilder aus dem 2. Halbjahr 2018

Ich freue mich jetzt auf die Fotos der anderen Blogger. Die schönsten Beiträge werde ich hier fortlaufend verlinken:

 

 

 

Begrenze Deine Möglichkeiten und werde kreativ!

Manchmal stelle ich mir selbst kleine Fotoaufgaben. Das macht Spaß und weckt die Kreativität. Gestern war mal wieder so ein Tag. Das warme Herbstlicht schien durch die lichter werdenden Bäume. Ich bekam Lust auf einen Gartenrundgang. Ich schnappte mir die Kamera und erlegte mir folgende Limitationen auf: meine Fotos sollten alle mit einem einzigen Objektiv mit Festbrennweite bei Offenblende erstellt werden und ich durfte den Garten nicht verlassen. Ein Zeitlimit gab ich mir nicht, aber meine Challenge sollte nicht all zu lange dauern. Es war schon recht spät und ich musste noch das Abendbrot vorbereiten. Wahllos griff ich in meine Vitrine mit den alten analogen Flohmarktobjektiven. Das Domiplan 2.8 50mm bekam ich zuerst in die Finger.
Mit dem Handy habe ich es Dir mal abgelichtet.

20190919_174648.jpg

Es passt natürlich normalerweise nicht an meine Canonkamera, denn es ist ein altes DDR- Objektiv. Ich weiß gar nicht mehr, wieviel es gekostet hat. Mehr als 50 Euro bestimmt nicht. Um es auf meine Kamera schrauben zu können, habe ich mir einen Adapter aus Metall gekauft, den ich einfach zwischen Body und Altglas anbringe. So sieht dieser Ring aus:

20190919_174539.jpg

Los ging es! Zuerst viel mir eine Sonnenblume ins Auge. Sie wiegte sich im Wind und ich fotografierte sie gegen das Licht. Sie sollte ihrem Namen alle Ehre machen. Das hübsche kreisförmige Bokeh des Domiplan kommt bei Gegenlichtaufnahmen besonders gut zur Geltung.

Sonnenblumelogosk

Dann entdeckte ich die Hagebutten. Auch hier durfte das Obi zeigen, was es konnte. Bubbles ohne Ende!

hagebutten_domilogosk

Doch auch im Schatten zeigten sich die roten Samenstände von ihrer schönsten Seite. Ich rahmte sie grün ein, indem ich durch die belaubten Zweige hindurch fotografierte.

hagegrünlogosk

Dann leuchteten mich zwei Birnen an. Im Hintergrund brach wieder das Sonnenlicht durch einen anderen Baum. Dahingetupfte Bokehkreise schmücken deshalb das Obst.

Birnenlogosk

Weiter ging es mit dicht stehenden ,verblühten Senf. Ich fokussierte auf eine Pflanze. Der Rest versank dank fehlender Streulichtblende in der Sonne.

senflogosk

Mein letztes Motiv waren noch einmal Hagebutten. Dieser Strauch besaß besonders viele rote Früchtchen. Ich nahm bewusst zwei Störer im Vordergrund mit ins Bild. Sie rahmen die scharfen Hagebutten ein und lassen das Bild dadurch räumlicher wirken.

hagelogoskjpg

Innerhalb von ungefähr 20 Minuten hatte ich so viele hübsche Motive gefunden. Meine selbst auferlegten Begrenzungen hatten mich umdenken lassen. Ich durfte nicht das Objektiv wechseln und war gezwungen, dass beste daraus zu machen. So konnte ich mich besser auf die Bildgestaltung konzentrieren. Cool oder? Probiere es doch selbst einmal aus, Deine Möglichkeiten bewusst einzuschränken!

Wie gefallen Dir die Fotos? Magst Du solche kleinen Challenges? Hast Du vielleicht sogar Bock auf eine Blogparade, bei der ich uns eine kleine Fotoaufgabe stelle? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

Hier findest Du meine anderen Beiträge mit Fototipps.