Fototipps fürs Schmetterlingshaus

Im Mai ging es zum Betriebsausflug ins wunderschöne Schmetterlingshaus nach Jonsdorf. Ich konnte viele gute Fotos machen. Nun möchte ich gerne meine Erfahrungen, die ich an diesem Tag machen konnte, mit Dir teilen. In diesem Tropenhaus gibt es nicht nur Schmetterlinge, sondern auch Reptilien, Äffchen und Fische. Ich möchte mich in meinem Beitrag aber nur auf die Insekten fokussieren.

Tipp 1: Trage luftige, helle Kleidung!

In Schmetterlingshäusern herrschen tropische Temperaturen. Es ist feuchtwarm. Ziehe Dich also nicht zu warm an, schließlich möchtest Du Dich ja wohl fühlen und Deinen Besuch genießen können. Helle Kleidung reflektiert Licht, dunkle Kleidung schluckt es. Trage also helle Töne.

Schmetterlinge mögen übrigens rot. Da Du die kleinen Flatterer aber schlecht fotografieren kannst, wenn Sie auf Deinem Rücken sitzen, oder auf Deinem Arm, verzichte lieber auf diesen Farbton.

Tipp 2: Plane den Tag und die Uhrzeit Deines Besuchs!

Meide wenn möglich Zeiten, an denen viele Besucher die Location besuchen. Das zeigt teilweise auch Google an. Du hast dann einfach mehr Ruhe und musst keine Rücksicht auf andere Leute nehmen.  Besonders hoch frequentiert sind die Wochenenden, Feiertage und Schulferien. Da Du auf Blitzlicht verzichten musst, wähle einen sonnigen Tag für eine hohe Lichtausbeute.

jonsdorf2logosk

Tipp 3: Nimm Dir Zeit!

Das hat mehrere Gründe. Solltest Du an einem kühlen Tag das Schmetterlingshaus besuchen, wird Dein Objektiv erst einmal anlaufen. Du fotografierst also wie durch eine Nebelwand. Warte also erst einmal ab, bis sich Dein Equipment aklimatisiert hat.

In dieser Zeit kannst Du Dir gemütlich einen Überblick verschaffen. Wo sitzen die faszinierenden Insekten? Wo sind ihre Futterplätze? Wo gibt es schönes Licht und hübsche Pflanzen?

Du wirst weniger Erfolg haben, wenn Du selbst unter Zeitdruck stehst und hektisch umhergehst. Sicher scheuchst Du damit die sensiblen Tiere auf. Bringe also genügend Zeit mit, um die Schmetterlinge beobachten zu können und vermeide schnelle Bewegungen.

Tipp 4: Nehme Dir ein Tuch zum putzen des Objektivs mit!

Wie ich oben schon geschrieben habe, werden Deine Linsen eventuell durch die hohe Luftfeuchte anlaufen. Ein weiches und fusselfreies Reinigungstuch hilft ungemein beim säubern der Gläser.

jonsdorf5logosk

Tipp 5: Störe die Tiere nicht und vermeide Blitzlicht!

Du bist Gast im Lebensraum der Flatterer! Störe die Insekten bitte nicht. Versuche sie weder aufzuscheuchen, noch zu berühren. Wenn die Tiere vor Dir wegfliegen, bekommst Du ohnehin keine Gelegenheit, sie zu fotografieren. Auch das Blitzlicht irritiert die Schmetterlinge.

Tipp 6: Wähle das richtige Objektiv!

Ich hatte mein Makroobjektiv und mein Teleobjektiv dabei. Ein Teleobjektiv bietet Dir die Möglichkeit, Fotos von weiter entfernten Insekten zu machen, ohne sie zu stören. Manchmal wirst Du, da Du die Wege nicht verlassen darfst, dadurch unerreichbare Schmetterlinge vor die Linse bekommen. Das Makrobjektiv bietet sich für entspannte und in Deiner Nähe sitzende Tiere an. Ich würde Dir eher zu längeren Brennweiten ab 50 mm raten.

schmetterling1logosk(1)

Tipp 7: Fokussiere auf die Augen!

Wie auch bei Menschenportraits solltest Du den Fokus auf die Augen der Tiere legen. Unsere Sehgewohnheiten fixieren automatisch die Augen von Mensch und Tier. Sie sollten deshalb scharf abgebildet werden.

Tipp 8: Wähle die richtige Kombination von Blende, Belichtungszeit und Iso!

Die größte Schwierigkeit ist es, die richtigen Einstellungen Deiner Kamera zu wählen. Es empfiehlt sich eine höhere Blendenzahl zu wählen. Du möchtest ja so viel Schmetterling wie möglich scharf abgebildet haben. Je kleiner die Blende, desto größer der Schärfebereich.

Leider wird Dein Bild dadurch aber dunkler, weil weniger Licht auf den Sensor trifft. Du musst also die Belichtungszeit erhöhen. Das bedeutet aber wiederrum, dass Dein Fotomotiv möglichst still sitzen muss und Du selbst eine ruhige Hand haben musst. Sonst wird Dein Bild trotz richtigem Fokus matschig durch die Bewegungsunschärfe.

Deine eigene Unruhe kannst Du durch Nutzung eines Stativs verhindern. Allerdings bist Du damit sehr unflexibel. Wenn Du Dein Dreibein endlich richtig positioniert und eingestellt hast, ist der Schmetterling vielleicht schon wieder weggeflogen.

Bleibt noch der Iso. Wenn Du einen hohen Wert wählst, erhälst Du ein helleres Bild, trotz kleiner Blende und längerer Belichtungszeit. Problem? -Ja, richtig! Das Foto rauscht. Zumindest, wenn Du wie ich eine preiswerte Einsteigerkamera benutzt. Meine Canon 700d beginnt schon bei ISO 400 deutlich zu rauschen. Das stört mich sehr!

Du siehst also, es ist ein kleiner Drahtseilakt und Du musst eine Kompromisslösung für die optimale Kameraeinstellungen finden. Wenn Du die vorangehenden Tipps umsetzt, kannst Du Deine Ergebnisse aber günstig beeinflussen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Ausflug in ein Schmetterlingshaus. Wenn Dir der Artikel gefallen hat, empfehle ihn gern weiter!

Hier habe ich noch einen Tipp für Insektenfotos für Dich!

Jonsdorf4logosk

Dieser Beitrag nimmt an einer Blogparade von Frau Schweizer zum Thema „Tipps“ teil.

 

 

 

 

Advertisements

7 Fototipps für Blütenbilder

Dies ist der Beitrag zu meiner Blogparade Mein Bild – Deine Bearbeitung.

Für die Gärtner unter Euch: Die Pflanze heißt Geum „Tequila Sunrise“. Zu deutsch: Nelkenwurz.

Ich möchte das Bild gleich nutzen, um Dir ein paar Tipps zu geben, die Deine Blütenbilder verbessern können. Diese Tricks sind mit jeder Kamera anwendbar. Sie sind leicht umsetzbar und auch für Anfänger geeignet. Du brauchst dafür kein Grundwissen zu Blende, Belichtungszeit und co. Los geht´s!

1. Begebe Dich mit der Blüte auf Augenhöhe!

Blumen wachsen am Boden. Zumindest wenn sie sich nicht in einem Balkonkasten oder dergleichen befinden. Wir sehen sie also normalerweise von oben. Diese Perspektive führt daher nicht zum gewünschten Aha-Effekt, denn sie ist alltäglich. Begebe Dich also auf die Knie, setze Dich auf die Erde oder lege Dich sogar auf den Bauch. Du erhälst so einen außergewöhnlichen Blickwinkel, der Interesse weckt.

2. Fokusiere auf den Blütenstempel und die Pollen!

In der Portraitfotografie von Mensch und Tier sollte man die Kamera auf die Augen scharf stellen. Für mich sind die Staubgefäße die Augen der Blüte. Es irritiert mich meist, wenn auf Blumenfotos die Blütenblätter scharf abgebildet sind und der „Kern“der Pflanze im Unscharfen versinkt. Nur Ausnahmen bestätigen diese Regel.

3. Achte auf die Bildkomposition!

Ich nehme eine Blüte gerne seitlich auf. In jedem Fall sollte die Blume aber „ins Bild schauen“. Im Beitragsbild siehst Du sehr gut, was ich meine. Es ist dabei egal, ob die Pflanze links oder rechts im Bild ist. Die Hauptsache ist, sie schaut nicht zum Rand. Oft ist es auch vorteilhaft, wenn die Blüte nicht mittig im Bild ist, sondern hauptsächlich in einem der zwei äußeren Bilddrittel. Das erzeugt Spannung. Und noch ein Tipp: Meist ist es von Vorteil, wenn die gesamte Blüte auf dem Bild ist. Schneide also keine Blütenblätter fotografisch ab.

4. Gestalte die Bildumgebung bewusst!

Dein Hauptmotiv ist die Blume. Es sollte nichts davon ablenken. Ein unruhiger Hintergrund lenkt die Augen des Betrachters von Deiner hübschen Blüte weg. Manchmal reicht es schon, wenn Du im Hintergrund ein bisschen aufräumst (weil dort vielleicht das Sandspielzeug im Garten steht, oder Du wartest, bis Menschen mit auffälliger Kleidung aus dem Bild gelaufen sind. Vielleicht kannst Du Dich auch einfach ein bisschen nach links oder rechts bewegen, um eine ablenkungsärmere Perspektive zu erhalten. Liegen unfotogene Dinge im Bild (das können beispielsweise auch welke Blätter sein), dann entferne sie.

5. Gehe nah ran!

Je näher Du die Blüte fotografierst, desto mehr verschwimmt der Hintergrund. Das funktioniert sogar mit Handykameras. Wenn Du eine Blüte formatfüllend aufnimmst, ist außerdem die Gefahr geringer, dass irgend etwas von der Blume ablenkt. Aber Vorsicht: Wenn Du die Naheinstellgrenze Deines Objektivs oder Deines Handys unterschreitest, wir Dein Bild unscharf. Übertreibe es also nicht!

6. Vermeide Wind!

Wind ist Dein Feind! Zu leicht wird das Foto durch die wackelnde Blume unscharf. Du kannst aber ein wenig tricksen, indem Du Dein Objekt zum Beispiel durch einen Schirm vor dem Wind schützt. Oder Du nutzt eine kleine Blumenklemme, die man normalerweise zur Fixierung von Orchideen nimmt. Damit kannst Du die Pflanze eventuell an einem anderen Stengel ein wenig abstützen.

7. Nutze Wasser zum besprühen!

Ein besonders schöner und romantischer Effekt entsteht, wenn Du Deine Blüte zusätzlich mit Wassertropfen betonst. Das ist ein Hingucker. Du kannst entweder warten, bis es regnet, oder Du nimmst dazu eine Sprühflasche. Vielleicht entstehen sogar ein paar Glitzereffekte, wenn das Sonnenlicht auf die Tröpfchen fällt?

Wenn Du noch ein paar Tipps benötigst, wie Du weiße Blüten besser fotografieren kannst und was es beim Licht zu beachten gibt, dann lies gerne hier weiter. Wie Du einen verträumten Look ganz ohne Bildbearbeitung zauberst, erfährst Du hier. Warum Du den Hintergrund bewusst wählen solltest, habe ich hier noch einmal genauer erklärt.

Hat Dir der Beitrag geholfen und gefallen? Empfehle ihn gerne weiter! Vielen Dank!

Auswertung der Blogparade „Meine besten Fotografie-Tipps“ Teil 2

Ende März hatte ich zu einer Blogparade aufgerufen. Ich suchte Deine besten Fotografie-Tipps. An dieser Challenge beteiligten sich 13 Fotografen. Das freut mich außerordentlich! Ich danke Euch vielmals! Ich möchte Dir die Blogbeiträge der Teilnehmer nun im einzelnen vorstellen. Die Artikel sind sehr verschieden, aber alle bereichernd. Von allgemeinen Tipps, über Tricks bei der Food-Fotografie bis hin zu Kniffen, wie man am besten ein Auto fotografiert und sogar aus einem fahrenden Wagen heraus knippst, ist so einiges dabei! Ich bin der Meinung, man kann noch so manches lernen. Jeder ist Fachmann auf seinem (Foto)gebiet und hat seine Tipps aufgeschrieben, um Dir als Leser weiter zu helfen. Ist das nicht großartig? Ich wünsche Dir viel Spaß beim stöbern!

Hier geht es zum Teil 1. Dort findet ihr die ersten sieben Beiträge der Blogbeiträge! Dies hier ist Teil 2.

8. 5 Tipps für bessere Fotos

Zu Sabine gehört der Blog Ferngeweht. Bei ihr geht es wieder um die Reisefotografie. Sie hat Dir 5 Tipps aufgeschrieben, wie Du ganz easy die häufigsten Anfängerfehler bei Deinen Fotos vermeiden kannst. Man findet diese Fehler sehr häufig, obwohl sie eigentlich einfach abzustellen sind. Man muss nur daran denken!

9. Foto-Tipp: Besser Querformat oder Hochformat?

Karin und Markus schreiben auf ihrem Blog Fotonomaden. Unterlegt mit anschaulichen Bildern beantworten sie Dir die Frage nach dem Bildformat. Sie stellen die einzelnen Fortmate vor und geben Tipps, wann welches Format die beste Bildwirkung erzielt. Dabei gehen sie aber nicht nur auf das Quer- und das Hochformat ein, sondern stellen Dir auch Panoramen und quadratische Fotos vor.

10. Auto fotografieren: Wie Du in 4 Schritten tolle Fotos von Autos machst

Alexander ist Autor des Blogs Vecartec. Er geht in seinem informativen Beitrag der Frage nach, wie man fotogene Aufnahmen von seinem Auto macht. Seine Tipps sind kurz und gut umsetzbar. Wenn Du also Autos fotografieren möchtest, bist Du mit Alexanders Beitrag bestens vorbereitet.

11. Meine Fünf besten Fototipps

Eigentlich lohnt es sich ja schon, nur wegen den tollen Fotos Gunther Dihlmans Blog zu besuchen. Er nennt sich Kamera und Foto Zubehör. In seinem Beitrag gibt es wieder Anfängertipps. Der Artikel bietet einen Rundumschlag. Er klärt die Frage JPEG oder Raw, reißt Regen zum Bildaufbau an und vieles mehr. Ein echter Impulsgeber!

12. Fotografie-Tipps für Landschaftsfotografie

Silvia ist eine Abenteuerin, Wanderin und Reisende. Sie gestaltet den Blog Abenteuerzeilen. Ihr Artikel beschäftigt sich mit der Landschaftsfotografie, Bildbearbeitung und allgemeinen Tipps für Anfänger. Dazwischen gestreut hat sie wirklich spektakuläre Fotos ihrer Reisen. Wenn Du dieses Jahr eine Reise planst, solltest Du Dir vorher ihren Beitrag durchlesen!

13. Meine besten Fotografie-Tipps

Ich habe natürlich auch einen Beitrag für Dich! Ich habe vier allgemeine Tipps für Anfänger in der Fotografie, die sehr wichtig sind. Ich erzähle Dir beispielsweise, wie und wo Du ehrliche Fotokritiker findest und warum Du Dich bei Deinem Hobby nicht unter Druck setzen solltest.

Ich bedanke mich noch einmal bei allen Mitwirkenden für die interessanten Beiträge.

Bitte schau Dich in Ruhe auf den verlinkten Blogs um. Es lohnt sich!

Wollschweber an Lungenkraut

Jedes Jahr im Frühjahr kann man Wollschweber beobachten. Sie sehen aus wie Hummeln, gehören aber zu den Fliegen. Sie sind geschickte Insekten und haben einen langen Rüssel. Mit dem sammeln sie Nektar.

Schon seit vielen Jahren versuche ich diese Tiere zu fotografieren. Jedes Jahr von Neuem bin ich erstaunt und überrumpelt, wie flink und emsig sie von Blüte zu Blüte summseln. Kaum hat man einen Wollschweber entdeckt und die Kamera im Anschlag, ist er auch schon wieder fort. Ein scharfes Makro? Fehlanzeige!

Dieses Jahr habe ich es anders gemacht…

Es war ein sehr reges Treiben auch von anderen fliegenden Nahrungssuchern. Ich fokusierte einfach das Blümchen an und wartete, bis sich Bombylius major kurz niederließ. Eine klassische Photobomb sozusagen. Vielleicht wird er ja deshalb im lateinischen so bezeichnet? 😉

Mein kleiner Quicktipp…

… für nervenschonende Insektenfotos ist also folgender: Fokussiere erst in Ruhe eine umschwirrte Blüte an. Du kannst sogar ein Stativ nutzen und gemütlich Deine Kameraeinstellungen überprüfen. Mach ruhig ein paar Probeaufnahmen, dann siehst Du, ob Deine Belichtung stimmt. Nun kannst Du in Ruhe und mit Geduld auf ein Insekt warten. Setzt es sich nieder, drücke entspannt auf den Auslöser!

Die Pflanze heißt übrigens geflecktes Lungenkraut oder Pulmonaria officinalis. Ich mag sie sehr. Sie hat hübsch gemusterte und behaarte Blätter und die Blüten sind oft zweifarbig. Rosa- und lilafarbene Blüten wachsen gleichzeitig an einer Pflanze. Sie wurde früher als Heilkraut bei Lungenerkrankungen angewandt.

Fototipp: Nutze den Hintergrund bewusst!

Ein häufiger Anfängerfehler: Du bist so mit dem Hauptmotiv beschäftigt, dass Du den Vorder- und den Hintergrund außer acht lässt und gar nicht so richtig wahr nimmst. Manchmal findet man vielleicht auch ein tolles Motiv, aber die Umgebung stört.

Mein Tipp: Spiele mit dem Hintergrund! Baue ihn bewusst als gestaltendes Element ins Bild mit ein!

Das Problem

Ein gutes Beispiel liefert dieses Bild hier. Ich fotografierte die Narzisse in meinem Garten. Hinter der Pflanze befand sich eine dunkle Hecke. Dahinter stand das Auto des Nachbarn. Sein Rücklicht wurde von der Sonne bestrahlt und leuchtete dadurch rot. Ich hätte mich jetzt ärgern können über den unnatürlichen Lichtfleck. Oder ich hätte ihn in der Nachbearbeitung aus dem Bild entfernen können.

Die Lösung

Ich öffnete die Blende (großes „Loch“ gleich kleiner Blendenwert gleich kleiner Schärfebereich) und positionierte mich mit der Kamera so, dass sich der nun entstandene rote Bokehkreis genau hinter der Blüte befand. Die Narzisse wurde nun quasi vom Hintergrund zusätzlich betont. Der Lichtkringel ist mein gestalterisches Mittel, um das Foto interessanter zu machen. Die weit geöffnete Blende lässt das Auto verschwinden. Ohne den Lichtkreis wäre das Bild ein ganz normales Blumenfoto. Schön, aber nichts besonderes.

Probiere es mal aus. Du wirst sehen: Man kann auch in der Fotografie aus der Not eine Tugend machen!

Hier geht es zu einem anderen Fototipp.

 

Warum Du niemals mit der Hobbyfotografie erfolgreich sein wirst!

1. Du denkst, den manuellen Modus verstehst Du sowieso nie…

… weil Du Dich einschüchtern lässt! Blende, Belichtungszeit und Iso sind für Dich rote Tücher. Du hast zwar schon viele fortgeschrittenene Fotografen darüber fachsimpeln gehört und vielleicht sogar schon einmal versucht, die Theorie zu verstehen. Aber eigentlich denkst Du, Du wirst das nie kapieren und stehst Dir damit selber im Weg.

2. Du konsumierst passiv und handelst nicht aktiv.

Du liest das halbe Internet durch und weißt theoretisch, was der goldene Schnitt bedeutet. Du folgst vielen Fotografen und bewunderst ihre Bilder, aber Du fragst sie nie um Rat. Du hast Dir schon oft vorgenommen, endlich mal Dein Wissen umzusetzen. Aber Du tust es nicht. Vor dem Smartphone oder Rechner ist es ja auch viel gemütlicher.

3. Du findest die Bildbearbeitung doof.

Aber nur, weil Du Dich noch nie richtig damit auseinander gesetzt hast. In Wirklichkeit bist Du zu faul, Bildbearbeitung zu erlernen. Vielleicht hast Du auch Angst davor. Damit entgeht Dir aber viel!

4. Du hast ständig Ausreden, warum Du Dich der Fotografie nicht genug widmen kannst.

Du hast kein Geld für eine gute Kamera und das Bildbearbeitungsprogramm. Du hast keine Zeit für die Fotografie. Du weißt nicht, wie man am effektivsten im Internet recherchiert. Das Wetter ist zu schlecht, um Fotos zu machen. Der manuelle Modus und RAWs sind was für Angeber. Bearbeitete Fotos sehen viel zu unnatürlich aus…

Dabei vergisst Du, dass man nicht unbedingt eine Profiausrüstung braucht. Du glaubst, andere Leute haben viel mehr Zeit als Du. Du verstehst nicht, dass ein Hobby mit Lernen und echter Arbeit verbunden ist. Das Einzige was Dir wirklich fehlt, ist die Leidenschaft! Das möchtest Du aber nicht wahrhaben!

5. Du kannst nicht mit Kritik umgehen.

Du hast schon einmal ein Foto online gestellt und negatives Feedback bekommen? Du hast daraufhin entweder das Bild gelöscht, oder geantwortet, dass Du Deine Bearbeitung genau so beabsichtigt hast? In jedem Fall hast Du Dich sehr darüber geärgert. Aber nichts daraus gelernt.

Wahrscheinlich hat Dich dieser Artikel hier sehr getroffen und geärgert. Aber nicht, weil er absoluter Bullshit ist. Sondern weil Du Dir eingestehen musst, dass ich in einigen Punkten recht habe.

Vielleicht habe ich ja doch nicht recht, denn Du möchtest Dich aktiv weiter entwickeln?

Wenn Du wissen möchtest, wie Du Deine Fotografie verbessern kannst, lese diesen Artikel.

Wenn Du Feedback zu Deinen Fotos und Input zur Fotografie bekommen möchtest, trete auf Facebook meiner Gruppe bei und bringe Dich dort aktiv ein!

Was bedeutet Erfolg in der Hobbyfotografie für mich? Lies hier!

Facebook-Gruppe „Fotografie – Tipps (nicht nur) für Anfänger“

Wie Du vielleicht schon gemerkt hast, liebe ich Fotografie-Tipps und gebe auch gerne welche. Ich mag den Austausch mit anderen Fotografen. Das inspiriert mich, mich selbst zu verbessern und neue Motive zu finden. Gleichzeitig mag ich auch den Kontakt mit Anfängern der Fotografie.

Für diese Zwecke gibt es jetzt eine Fotografie-Gruppe bei Facebook. Sie nennt sich „Fotografie – Tipps (nicht nur) für Anfänger“ und ist hier zu finden.

Ich freue mich, wenn Du dieser Gruppe beitrittst und ich Dich bei Facebook begrüßen darf!

Gleichzeitig möchte ich Dich an die Blogparade – Meine besten Fotografie-Tipps erinnern, die noch bis zum 01.05.2018 läuft. Vielleicht möchtest Du den ein oder anderen Fotografietipp teilen? Dann freue ich mich über Deinen Beitrag!

So findest Du Deinen Fotografie-Stil

Irgendwann fragt sich fast jeder Hobbyfotograf: „Was ist eigentlich mein Stil?“ Ich habe schon viele Diskussionen in Fotografiegruppen darüber gelesen. Es scheint also ein ziemlich wichtiges Thema zu sein.

Möchtest Du auch Deinen Stil finden?

Ich habe mir irgendwann auch die Frage gestellt, ob ich einen Stil habe und wie er denn nun aussieht.

Aber was ist damit eigentlich gemeint?

Ich denke, der eigene Fotografie-Stil ist der Charakter der Bilder. Etwas, dass sie unverwechselbar macht. Wenn man einen Stapel unbeschrifteter Fotos von verschiedenen Fotografen hätte, könnte man die Bilder den jeweiligen Künstlern zuordnen. Es ist ein Stück weit die persönliche Handschrift.

Wozu braucht man ihn?

Ich bin der Meinung, diese Frage ist ein Phänomen der Neuzeit. Früher galt die Fotografie als Handwerk. Individualität hatte keinen so hohen Stellenwert wie heute. Die Qualität musste stimmen. Natürlich gab es auch damals schon Ikonen, die sich abhebten. Heutzutage hat man aber vielfältigere Möglichkeiten mit der digitalen Bildbearbeitung. Das gibt viel Raum für den künstlerischen Aspekt.

Hinzu kommt der Marketing-Singsang diverser Social media- und Fotografiegurus: „Du musst Dich abheben! Du musst Deine Nische finden! Sei unverwechselbar!“

Dritter Grund ist der geradewegs inflationäre Einsatz von Presets. Presets sind Voreinstellungspakete in Lightroom und Photoshop, die einen bestimmten Look ganz schnell auf viele Bilder anwendbar machen. Wenn man sich dann die Fotostreams der Presetnutzer anschaut, ähneln die Bilder sich stark. Sie fallen zum Beispiel durch eine gleiche Tonung auf, haben immer den gleichen Kontrast und so weiter.

Fotografen verkaufen solche Presets gerne und werben damit. Der Stil wird damit zur Handelsware und wird als wichtig angepriesen. Das erhöht den Druck auf Fotografieneulinge. Prima! Das hilft beim verkaufen! Und Zack – schon ist das Produkt im Warenkorb. Man will ja, dass seine Fotos genauso aussehen, wie die vom Idol. Voll individuell. Genauso individuell wie die Fotos der 20.000 anderen Käufer des gleichen Presets. …Merkst Du was? Mit dem Stil lässt sich Geld verdienen. Die Werbung hat den Zweck, Bedürfnisse zu wecken, die man vorher gar nicht kannte.

Ist der Fotografie-Stil also etwas schlechtes?

Nein, natürlich nicht. Im Gegenteil. Ein Stück weit ist es sogar gut, sein eigenes Markenzeichen zu entwickeln. Gerade Berufsfotografen sollten eine eigene Fotografie-Handschrift haben. Deren Kunden möchten verlässlich wissen, wie die zukünftigen Bilder in etwa aussehen werden. Auch für Hobbyfotografen ist es nicht schlecht, einen Wiedererkennungswert zu haben. Schließlich gibt es ja eine große Masse von ihnen. Aber es ist wirklich wichtig, seinen EIGENEN Stil zu verfolgen und nicht einfach einen anderen zu kopieren.

Wie finde ich meinen eigenen Stil?

Vermutlich hast Du ihn schon. Du weißt es nur noch nicht. Deshalb möchte ich Dir ein paar Tipps geben. Sie sollen Dir dabei helfen, Deinen eigenen Stil zu erkennen und zu definieren. Los geht´s!

Tipp 1: Betrachte Deine Werke!

postcardslogosk

Suche Dir 8 bis 12 Fotos aus Deinem Archiv aus, die Dir richtig gut gefallen. Schau sie Dir genau an und nimm Dir dabei Zeit. Entweder Du legst Sie Dir in gedruckter Form zurecht, oder Du fasst Sie auf dem Bildschirm zusammen. Wichtig ist, dass Du sie gleichzeitig betrachten kannst. Notiere Dir zu den folgenden Punkten Deine Beobachtungen. Findest Du Ähnlichkeiten?

Was sind Deine Hauptmotive? Hast Du Dir Portraits heraus gesucht, oder Landschaften? Magst Du lieber Blumenmakros, oder Tierfotos? Sind Deine Fotos vielleicht abstrakt, oder fotografierst Du Architektur?

Hast Du Lieblingsfarben und Farbkombinationen, die sich wiederholen? Sind Deine Bilder eher knallig bunt, pastellig oder schwarz-weiß? Magst Du bestimmte Farben überhaupt nicht?

Verfolgst Du einen bestimmten Bildaufbau? Befindet sich das Hauptmotiv eher in der Mitte, oder im goldenen Schnitt? Haben Deine Bilder klar definierte Bereiche? Legst Du beispielsweise Wert auf einen Vordergrund? Oder nimmt der Hintergrund viel Platz ein? Hast Du viel Raum um Deine Hauptmotive, oder beschneidest Du sie stark? Bevorzugst Du Composings?

-Wie kontrastreich und scharf sind Deine Werke? Legst Du viel Wert auf Schärfe, oder ist Dir das nicht so wichtig? Magst Du eher softe Schattierungen, oder hebt sich Dein Hauptmotiv stark vom Hintergrund ab?

Welches Format nutzt Du am meisten? Hoch- oder Querformat? Nutzt Du lieber Panoramen oder das Quadrat? Setzt Du Rahmen ein? Gestaltest Du gerne Collagen?

Was möchtest Du mit Deinen Werken ausdrücken? Bist Du ein Dokumentarfotograf, der wach rütteln möchte? Sind Deine Fotos eher beruhigend? Möchtest Du die Betrachter zum Staunen bringen?

Was gibt es sonst noch für Gemeinsamkeiten? Hast Du vielleicht eine Lieblingsperspektive? Benutzt Du bestimmte Bearbeitungsschritte/Presets/Overlays? Magst Du lieber Offenblende mit softem Bokeh, oder sind Deine Bilder von vorne bis hinten scharf? Sind Deine Bilder perfekt inszeniert, oder retuschierst Du sehr viel?

-Wenn Dir zu den Punkten nichts mehr einfällt, dann lehne Dich noch einmal zurück. Schaue Deine Bilder an und versetze Dich in die Lage eines fremden Betrachters. Was würde er spontan für Gemeinsamkeiten entdecken? Was würde er fühlen, beim Betrachten Deiner Bilder?

Du hast jetzt zu allen acht Punkten Deine Beobachtungen notiert. Nimm nun einen Stift und markiere Dir fünf bis acht Wörter oder Stichpunkte, auf die Du bei Deinen Bildern nicht verzichten möchtest? Was ist Dir besonders wichtig?

Bilde ein bis vier kurze Sätze, die Deine markierten Worte beinhalten. (Beispiel: Ich fotografiere am liebsten Kopfportraits in Polaroidrahmen. Am liebsten mag ich hübsche weibliche Models. Sie müssen perfekt geschminkt sein und ich lege viel Wert auf blasse Farben.)

Hier kannst Du Dir zum Tipp 1 ein kostenloses Worksheet herunterladen.

Tipp 2: Frage Deine Community, wie sie Deinen Stil beschreiben würde!

Sicherlich bist Du bei irgendeiner Fotoplattform oder bei einem Social-Media-Dienst angemeldet. Frage doch Deine Fans einmal, wie sie Deine Fotos beschreiben würden! Welche Gemeinsamkeiten fallen ihnen bei Deinen Bildern auf? Sicherlich helfen sie Dir gerne bei Deiner Suche!

Tipp 3: Schaue Dir die Bilder Deiner Lieblingsfotografen an!

Du kennst bestimmt viele verschiedene Fotografen im world-wide-web. Tendenziell folgt man eher Menschen mit ähnlichen Interessen. Sieh Dir ihre Bilder an! In welchen Bereichen ähneln sie Deinen Fotos? Warum bewunderst Du sie? Vielleicht gelingt es Dir, über diesen Umweg Deinen Stil zu definieren.

Extratipp, wenn Du Deinen Stil bis jetzt noch nicht gefunden hast

Warst Du schon einmal im Wald Pilze suchen? Um welche finden zu können, müssen logischerweise erst einmal welche gewachsen sein. Genauso ist es mit Deinem Fotografie-Stil. Wenn Du ihn noch gar nicht entwickelt hast, kannst Du ihn auch nicht finden. Dir haben meine drei Tipps nicht geholfen? Es kann sein, dass sich Dein persönlicher Stil ganz einfach noch nicht ausgeprägt hat. Ja, richtig! Er prägt sich von ganz alleine aus.

Und wann macht er das?

Wenn Du loslässt. Ich habe lange Zeit keinen eigenen Stil gehabt. Das hat mich geärgert. Ich bewunderte insgeheim die vielen Fotografen, deren Fotos so unverwechselbar waren. Bis ich verstand, dass ich mich einfach noch auf einer langen und spannenden Entdeckungsreise befand. Mit jedem Fotoexperiment und jedem neuen Bearbeitungstrick den ich anwendete und übernahm, entwickelte sich mein Stil. Er kristallisierte sich erst heraus, als ich mir keinen Druck mehr machte und ihn unbedingt finden wollte. Diese Beobachtung teilen im übrigen auch andere Fotografen, die ich auf meiner Facebookseite befragte. Druck und Zwang hemmen Deine Kreativität. Du kopierst vielleicht sogar den Fotografie- Stil von anderen, nur um schneller mit Deiner Suche fertig zu werden. Aber es gibt keine Abkürzung! Habe Spaß an Deinem Hobby. Sei geduldig mit Dir. Probiere Dich aus. Du wirst von ganz alleine Vorlieben entdecken, die Du beibehältst. Aus diesen Gewohnheiten wird sich dann Dein eigener Fotografie-Stil entwickeln. Ganz bestimmt!

Übrigens…

Ich habe 2006 mit dem fotografieren begonnen. Mein Stil hat sich so ungefähr im Jahr 2015 herausgebildet.

Meine besten Fotografie-Tipps

Noch bis zum 01.05.2018 läuft meine Blogparade rund um Deine besten Fotografie-Tipps. Ich freue mich über Deinen Beitrag!

Natürlich möchte auch ich es nicht versäumen, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Mein Tipps richten sich an Fotografie-Anfänger und sind allgemeiner Natur. Trotzdem sind sie sehr wichtig.

Tipp 1 – Suche Dir ehrliche Kritiker!

Deine Freunde und Deine Familienmitglieder finden Deine Bilder toll? Prima. freue Dich über ihre Komplimente! Suche Dir aber unbedingt auch unparteiische Kritiker. Warum? Ganz einfach – Deine Familie kennt Dich als Person und möchte Dich nicht verletzen. Sie findet Deine Fotos vermutlich schon alleine deswegen besser, als sie sind. Wenn Du Dich wirklich weiter entwickeln möchtest, solltest Du Gleichgesinnte fragen, die sich mit der Fotografie auskennen. Sie können Dir gezielte Fragen beantworten und sehen Bildfehler, die einem Laien gar nicht auffallen. Ganz wichtig dabei: Du solltest bei berechtigter negativer Kritik nicht beleidigt sein, sondern daraus lernen.

Wo finde ich ehrliche Kritiker?

Vielleicht hast Du es schon gemerkt. Wenn Du ein Bild auf den Social media Plattformen hochlädst, bekommst Du Likes und Kommentare wie: „Schön!“ „Ich habe auch einen Hund/Ich war dort auch schon“ und so weiter. Kommentare die Dir zeigen, dass Dein Bild gesehen und beachtet wird. Das ist gut. Sie sagen aber eigentlich nichts aus. Erntest Du negative Kritik, kommt sie oft von Menschen, die noch schlechtere Fotos machen als Du.

Wo findest Du nun ehrliche Kritiker? Ich gebe zu, das ist gar nicht so einfach. Hilfreiche Kritik bekommst Du am besten, wenn Du direkte Fragen stellst. Suche Dir Fotografie-Gruppen bei Facebook  (zum Beipiel diese) oder stelle gezielte Fragen unter Dein Bild bei instagram. Falls Du bei reinen Fotoplattformen wie flickr oder der fotocommunity registriert bist, findest Du viele Gleichgesinnte. Dort gibt es extra Kritikgruppen, wo Du Dein Werk zur Diskussion stellen kannst.

Ein weiterer Weg, ehrliche Hilfe und Hinweise zu bekommen, ist der direkte Kontakt. Vielleicht gibt es in Deinem Wohnort einen Fotostammtisch oder einen Fotoclub? Oder Du bewunderst einen bestimmten Fotografen, dem Du einfach mal eine liebe E-Mail schreibst?

Welche Fragen könnte ich stellen?

-Warum ist mein Bild zu unscharf/zu dunkel/zu verwirrend…? Wenn Du selbst schon die Bildfehler erkennst, aber nicht weißt, warum sie Dir passiert sind.

-Was könnte ich an meinem Foto verbessern?

-Gefällt Dir das Foto? Warum oder warum nicht?

Du kannst natürlich auch einfach eine Aufforderung formulieren. „Ich bitte um ehrliche Kritik!“

WICHTIG! Unter Umständen bekommst Du richtig harte Meinungen. Darüber solltest Du Dir schon vorher bewusst sein. Die Kritik betrifft Dein Foto und ist keine Kritik an Deiner Person. Solltest Du doch einmal fiese persönliche Kommentare ernten, dann blende sie aus.

Tipp 2 – Lass Dich nicht verführen!

Um gute Fotos zu machen, brauchst Du nicht unbedingt eine Topkamera. Bezeihungsweise: Man kann auch mit einer Profikamera richtig schlechte Bilder machen!

Die Werbung unterbreitet Dir ständig Angebote, die Du unbedingt nicht wirklich brauchst. Das Must-have-Objektiv, der tollste Ringblitz, das stabilste Stativ, der geräumigste Fotorucksack und die sexyste Bildbearbeitungs-DVD. Lass Dich nicht verführen! Du brauchst den ganzen Kram erst einmal nicht. Lerne die Basics der Bildgestaltung. Mache Dich mit Deiner Einsteigerkamera vertraut! Wenn Du Deine Fähigkeiten ausgelotet hast, wirst Du von alleine merken, welches Equipment Du benötigst. Gehe dabei Step-by-step vor und kaufe nicht den ganzen Laden oder das ganze Internet leer! Ich spreche da aus Erfahrung. Ich kaufte zum Beispiel Fotolampen und ein kleines Homestudiozelt. Die Dinge habe ich noch nie genutzt.

Tipp 3 – Fotografiere!

Na klar, wirst Du denken. Ist ja logisch! Ohne zu fotografieren, kann man das Fotografieren nicht lernen!

Aber: Wie lange konsumierst Du Fotografievideos auf youtube? Wie viele Stunden klickst Du Dich durch die Fotostreams und Facebookstreams anderer Fotografen? Wie viele Rezensionen zu Fotografieprodukten liest Du im World-wide-web?

Noch nie war es so einfach, sich hilfreiche Informationen zu beschaffen. Es gibt an jeder Ecke Tutorials, Leitfäden und inspiriernde Bilder zu bestaunen. Diese Ressourcen sollte man auch nutzen. Aber Du darfst nicht vergessen, Deine neu gewonnenen Erkenntnisse auch umzusetzen! Genauso wenig wie man schlank wird, wenn man sich Sportsendungen im Fernsehen anschaut, lernt man das Fotografieren vom bloßen zusehen.

Du hast Dich zur Theorie von Blende, Belichtungszeit und ISO belesen? Prima! Fotografiere ein Objekt mit verschiedenen Blenden und schaue, was passiert! Du hast ein Video geschaut, was Dir den goldenen Schnitt erklärt? Super! Fotografiere einen Gegenstand einmal mittig und einmal im goldenen Schnitt und überlege, welches Bild Dir besser gefällt!

Die digitalen Speichermedien geben uns die Möglichkeit, verschwenderisch oft auf den Auslöser zu drücken. Das ist großartig, denn so kann man vergleichende Studien erstellen. Es ist nicht schlimm, wenn ein Bild verwackelt, oder zu dunkel ist. Man kann es ja löschen. Ich habe früher sehr viel experimentiert, bis ich den manuellen Modus meiner Kamera sicher beherrschte. Und ich habe Blumen aus sämtlichen Perspektiven und Richtungen fotografiert, um mir dann später am Rechner das beste Foto heraus suchen zu können. Nur so lernt man die Technik und den „fotografischen Blick“.

Tipp 4  – Setze Dich nicht unter Druck!

Es ist DEIN Hobby! An Hobbys sollte man Spaß haben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es leider fortgeschrittene Fotografen gibt, die sich über Anfänger lustig machen. Es gibt zum Beispiel das HDR und den color-key. Beides sind Fototechniken, die unter Anfängern beliebt sind und von „Profis“ belächelt werden. Ich bin der Meinung, dass fast jeder Hobbyfotograf Experimentierphasen hat. Und das ist gut so. Sonst findet keine Weiterentwicklung statt. Du bist also kein schlechter Hobbyfotograf, wenn Du Dinge ausprobierst. Aus Fehlern lernt man. Wenn Du mal daneben haust und Dein Bild von anderen Fotografen nieder gemacht wird, dann lass Dich nicht beirren. Jeder hat mal klein angefangen.

Folgst Du Fotografen, die ähnlich lange wie Du fotografieren? Wirken deren Fotos schon viel professioneller als Deine? Freue Dich mit ihnen und lerne von ihnen! Sei nicht neidisch. Vielleicht haben sie viel mehr Zeit für ihr Hobby? Oder einen guten Mentor? Vielleicht sind sie talentierter als Du? Das sollte Dich anspornen. Mehr aber auch nicht. Die Fotografie ist kein Sport. Es gibt nichts zu gewinnen!

Ein weiterer Punkt, der Druck erzeugen kann: Die Followerzahlen! Vergleichst Du Deine Like- und Fanzahlen mit denen der anderen? Lass das! 1. Kann man Follower heutzutage kaufen. Und 2. sagt diese Zahl nichts über die tatsächliche Qualität der Community aus. Meine Facebook-Seite hat derzeit 1111 Fans. Sie wächst recht langsam. Dafür habe ich wunderbare kommunikative Follower. Es gibt viele größere Seiten als meine. Wenn man dann aber mal schaut, wie wenig dort kommentiert wird, kommt die Ernüchterung.

Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst und vergleiche Dich nicht zu sehr mit den anderen. Es ist viel wichtiger, dass Du den Spaß an der Fotografie behälst, als das Du in Schallgeschwindigkeit zum Profi mutierst!

Das waren meine vier Tipps für Fotografieanfänger. Hast Du ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Schreibe es mir gerne! Hat Dir dieser Beitrag weiter geholfen? Empfehle ihn bitte weiter. Vielen Dank!

 

 

 

Fototipp #1

Neben meiner Rubrik Evergreens – Bilder mit Bedeutung möchte ich Dir auch in loser Folge Fototipps geben. Das ein oder andere ausführliche Tutorial wird sicherlich auch darunter sein. Ich liebe es, low-budget-Dinge bei meinen Bildern einzusetzen, die meist auch ganz schnell umzusetzen sind. Los gehts…

Fototipp #1 ~natürlicher Filter~

Für das untere Foto der Collage habe ich einfach ein oranges Tuch ganz nah seitlich vor die Linse gehalten – und schwupps – fertig ist die Sonnenuntergangsstimmung völlig ohne Bildbearbeitung, Lightroom-Preset, oder irgendein overlay. Die Fotos sind tatsächlich out of cam. Es macht Spaß mit solchen einfachen Dingen tolle Effekte zu erzielen. Natürlich kann man auch andere Dinge vor die Linse halten – zum Beispiel farbiges Papier.

Du hast den Tipp ausprobiert? Zeige mir gerne Dein Werk oder andere Tricks für tolle Fotos! Ich freue mich darüber!

Fototipp
natürlicher Filter, ganz ohne Bildbearbeitung