Digitales Leben – Sucht oder Reichtum?

Nóirín Lyra vom Blog yvprysm.blogspot.com rief zu einer Blogparade auf, die ein spannendes Thema hat: die digitale Medien- und social media Nutzung. Sie stellt in ihrem Einleitungsbeitrag viele interessante Fragen, über die es sich nachzudenken lohnt. Ich habe mir zu einem Teil dieser Fragen ein paar Gedanken gemacht.

Ist die Suche nach digitaler Anerkennung in Form von Likes und Kommentaren eine Sucht? Sind wir so darauf fixiert, dass wir unser reales Leben danach ausrichten, ob eine Unternehmung oder ein Verhalten von uns „postbar“ ist?

Trinken wir beispielsweise lieber einen selbst gemachten Smoothie, als uns einen Burger einzuschmeißen, weil gesundes Essen trendy ist?

Passen wir unseren Fotografie-/Koch- und Ernährungsstil etc. der neuesten Mode an, in der Hoffnung, das bringt uns mehr Likes bei facebook und instagram?

Was haben wir überhaupt von dieser Form der Anerkennung?

Schauen wir uns einmal die Bedürfnispyramide von Maslow an. Dies ist ein Modell, wie der Mensch zufrieden wird. Nach was strebt er, um sich bestmöglich zu entwickeln? Ganz unten an der Basis sind Grundbedürfnisse. Sicherheit, Nahrung und so weiter. Erst wenn ein Mensch diese einfachen, aber überlebenswichtigen Dinge befriedigen kann, erwächst in ihm der dringende Wunsch nach nachgeordneten Bedürfnissen im oberen Teil der Pyramide.

Wir leben zum Glück in einem sicheren Land ohne Hunger und Krieg. Unsere Grundbedürfnisse sind also befriedigt. Deshalb ist es uns wichtig, uns selbst verwirklichen zu können, Erfolg zu haben und Anerkennung von unseren Mitmenschen zu bekommen. Wir sind ja soziale Wesen, die gerne beliebt und geschätzt werden möchten.

Einer Mutter im Kriegsgebiet wäre es wahrscheinlich wichtiger, etwas zu essen für ihre Familie zu finden, anstatt das neueste Rezept auf ihrem Blog zu teilen.

Meine These zum Thema „digitale Sucht nach Anerkennung“

Auch vor dem Zeitalter des Internets ging es uns materiell und gesellschaftlich nicht sonderlich schlecht. Unsere Grundbedürfnisse waren in der jüngeren Geschichte befriedigt. Sicherlich gab es in den Wendejahren und danach Unsicherheiten und eine höhere Arbeitslosigkeit. Trotzdem musste man nicht verhungern.

Auch damals schon freute man sich über Anerkennung. Die erhielt man aber nicht im Internet, sondern offline. Sitzt man heute bequem am Laptop und vergleicht seine Followerzahl mit der von anderen Usern, so maß man sich früher beim Skatabend am Stammtisch, im Kegelverein, oder in der Rassekaninchenzucht.

Durch den einfachen Zugang zum Internet lässt sich Anerkennung bequemer und einfacher generieren als früher. Es findet also meiner Meinung nach nur eine Verlagerung statt. Zudem erreicht man heute über das Internet mehr Menschen wie damals. Regionale Schranken verschwinden. Es wird uns auch leichter gemacht, uns zu vergleichen. Benötigte man in der Vergangenheit einen Linienrichter oder eine Jury, so zählt man heute ganz einfach Likes. Dass man diese manipulieren kann und in den Algorithmus der diversen social media Communitys kaum eingreifen kann, vergisst man dabei leider.

Mit der künstlichen Verknappung durch die Reichweitenbeschränkung wird sogar Geld verdient. Man zahlt eine Summe, um mehr Menschen zu erreichen und dadurch potentiell mehr Anerkennung zu bekommen. Ein ganzer Wirtschaftszweig lebt auf Kosten unserer Gier nach Likes und Followern. Ich habe übrigens noch nie die Bezahlfunktion bei facebook und co genutzt.

Meine Einstellung zum Thema digitale Anerkennung

Ich liebe Likes und Kommentare. Ich nehme auch häufig das Handy zur Hand, um zu schauen, „ob sich wieder was getan hat“. Wenn mir die digitale Anerkennung nichts bedeuten würde, könnte ich diesen Blog privat führen und für die Außenwelt unsichtbar machen. Ich nutze facebook, instagram, flickr und pinterest, um durch das Teilen meiner Fotos möglichst viele Menschen zu erreichen.

ABER: Ich lasse mich von diesen Plattformen nicht übermäßig beeinflussen. Es gibt zum Beispiel Empfehlungen für die besten Postingzeiten. Diese variieren auch noch von Community zu Community. Wenn man beispielsweise abends bei Facebook einen Beitrag hochläd, sehen ihn mehr User, als wenn man ihn mittags zeigt. Logisch. Abends sind einfach mehr Besucher online, weil viele mittags auf Arbeit sind.

Dieses Theater mache ich nicht mit. Wenn bei mir nachts ein Blogbeitrag fertig wird, lade ich ihn auch hoch. Basta!

Ich habe schon seit Monaten um die 200 Follower bei instagram. Es werden nicht mehr. Na und? Es stört mich nicht. Ich müsste „instagramkonformer“ posten, um dort meine Reichweite weiter auszubauen. Es wir geraten, einen einheitlichen Feed zu gestalten. Den erreicht man, wenn man alle Fotos farblich aufeinander abstimmt. Aber meine Fotos sind nun einmal kunterbunt und quer durch den Gemüsegarten. Ich müsste mich verbiegen, um eine Vereinheitlichung zu erreichen. Will ich das? NEIN!

Wer sich für meine Beiträge wirklich interessiert, wird sie auch finden.

…Natürlich freue ich mich, wenn das viele Menschen tun. Und mir ist schon klar, dass ein breites Streuen meiner Beiträge auch zu einer hohen Sichtbarkeit und damit zu neuen potentiellen Lesern und Followern führt. Aber ich möchte mich nicht zu sehr von den einzelnen Social Media Plattformen abhängig machen, oder gar meine Art der Fotografie und Bearbeitung davon beeinflussen lassen.

Als ich damals mit dem Rauchen aufgehört habe, tat ich dies, weil ich mir nicht mehr von den Glimmstengeln mein Leben diktieren lassen wollte:

  • Wie oft lief ich trotz Kälte auf den Balkon, um noch eine Zigarette zu rauchen? -Obwohl ich dabei fror?
  • Wie oft geriet ich fast in Panik, als meine Zigarettenschachtel Sonntag Abend alle war und ich auch kein Kleingeld für den Automaten fand? -Um dann noch einmal zur Tankstelle zu fahren?

Das wollte ich nicht mehr!

Wir sind sowieso schon von so vielen extrinsischen Faktoren (Chef, Deadline, Einkommen…), also Dingen von außen beinflusst. Da muss man sich doch nicht noch freiwillig von Drogen oder eben social Media abhängig machen lassen, oder?

Kann Social Media zur Sucht werden?

Vielleicht sollte ich erst einmal nachschauen, wie man Sucht überhaupt definiert. Laut Wikipedia kommt für unseren Fall eine substanzungebundene Abhängigkeit in Frage:

„Als substanzungebundene Abhängigkeit bezeichnen Psychologie und Psychotherapie jene Formen psychischer Zwänge und Abhängigkeiten, die nicht an die Einnahme von psychoaktiven Substanzen (wie z. B. Alkohol, Nikotin oder anderer Drogen) gebunden sind.

Sie ist durch wiederholte Handlungen ohne vernünftige Motivation gekennzeichnet, die nicht kontrolliert werden können und die meist die Interessen des betroffenen Patienten oder anderer Menschen schädigen. Betroffene berichten von impulshaftem Verhalten. Die Abhängigkeit kann die Lebensführung beherrschen und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen führen.“

Zweifelsohne gibt es eine Computerspielsucht, bei der die Betroffenen den Kontakt zur realen Welt verlieren. Sie vernachlässigen ihre Arbeit, ihre Familie und sich selbst, um pausenlos vor dem PC zu sitzen.

Meiner Meinung nach kann das bei social media deutlich schwerer geschehen. Man benötigt nämlich reale Geschichten und Erlebnisse, die man digital weitergeben kann. Bestenfalls macht man sogar reale Dinge, die einem gut tun, um damit Anerkennung zu bekommen. Ich denke da zum Beispiel an eine gesunde Lebensweise, Reisen, Naturschutz, Bücherrezensionen etc.. All diese Themen sind derzeit trendy. Idealer Inhalt, um damit likes zu sammeln. Ich weiß natürlich, dass in derlei Beiträgen auch viele Dinge „geschönt“ werden. Trotzdem bewegt es bestimmt den einen oder anderen zum Überdenken seines Lebensstils. Das Internet gilt nicht umsonst in Bloggerkreisen als Impulsgeber und Inspirationsquelle.

Apropos Bücher! Würde man einen Vielleser als süchtig benennen? Lesen gilt als positiv. Man spricht also liebevoll von Bücherwürmern und Leseeulen. Und was macht man im Internet? Richtig! Man schreibt und liest!

Nichtdestotrotz ist es natürlich wichtig, seine social Media Gewohnheiten zu reflektieren. Tut mir gut, was ich da mache? Wie fühle ich mich, wenn ich mal nichts zu posten habe? Habe ich auch genügend echte Freunde, oder vernachlässige ich meine realen Pflichten? Inwieweit lasse ich mich von Social Media beeinflussen?

Fazit

Früher schrieb man Tagebuch. Heute lässt man die Außenwelt an seinem Leben teilnehmen. Für mich bedeutet das digitale Leben einen immateriellen Reichtum. Es gibt genügend Menschen (Influencer und Coaches z.B.), die aus social media sogar finanziellen Reichtum ziehen. Ich gehöre nicht dazu.

Das Internet ermöglicht es uns, Anerkennung zu erhalten. Jeder Mensch freut sich über ein Lob. Er strebt sogar danach, denn es macht ihn zufrieden. Diese positive Aufmerksamkeit ist mein Reichtum. Dafür danke ich Dir als Leser!

Da das digitale Leben durch Content (Inhalt) aus dem real life gespeist wird, ist die Suchtgefahr meiner Meinung nach nicht so hoch, wie bei anderen Drogen. Man kann sich weniger leicht darin „verlieren“, wie beispielsweise beim Computerspiel. Trotzdem ist ein wenig Vorsicht nicht verkehrt. Man sollte überlegen, welchen Stellenwert social media im Leben einnimmt und ob einem das Ganze noch gut tut.

Vielleicht sollte man sich auch überlegen, ob man Anerkennung nicht auch offline bekommen kann? Zum Beispiel durch ein Ehrenamt?

Wie stehst Du zu social media? Stimmst Du meinen Gedanken zu, oder hast Du eine ganz andere Meinung? Lass es mich gerne wissen! Ich finde das Thema nämlich sehr spannend und vielschichtig. Vielleicht magst Du auch an der oben verlinkten Blogparade teilnehmen?

Mein Blogfoto habe ich übrigens farblich in Anlehnung des Ausgangsbeitrags gestaltet. Ich liebe die Motivideen und Farbkombinationen von Nóirín Lyra.

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So findest Du Deinen Fotografie-Stil

Irgendwann fragt sich fast jeder Hobbyfotograf: „Was ist eigentlich mein Stil?“ Ich habe schon viele Diskussionen in Fotografiegruppen darüber gelesen. Es scheint also ein ziemlich wichtiges Thema zu sein.

Möchtest Du auch Deinen Stil finden?

Ich habe mir irgendwann auch die Frage gestellt, ob ich einen Stil habe und wie er denn nun aussieht.

Aber was ist damit eigentlich gemeint?

Ich denke, der eigene Fotografie-Stil ist der Charakter der Bilder. Etwas, dass sie unverwechselbar macht. Wenn man einen Stapel unbeschrifteter Fotos von verschiedenen Fotografen hätte, könnte man die Bilder den jeweiligen Künstlern zuordnen. Es ist ein Stück weit die persönliche Handschrift.

Wozu braucht man ihn?

Ich bin der Meinung, diese Frage ist ein Phänomen der Neuzeit. Früher galt die Fotografie als Handwerk. Individualität hatte keinen so hohen Stellenwert wie heute. Die Qualität musste stimmen. Natürlich gab es auch damals schon Ikonen, die sich abhebten. Heutzutage hat man aber vielfältigere Möglichkeiten mit der digitalen Bildbearbeitung. Das gibt viel Raum für den künstlerischen Aspekt.

Hinzu kommt der Marketing-Singsang diverser Social media- und Fotografiegurus: „Du musst Dich abheben! Du musst Deine Nische finden! Sei unverwechselbar!“

Dritter Grund ist der geradewegs inflationäre Einsatz von Presets. Presets sind Voreinstellungspakete in Lightroom und Photoshop, die einen bestimmten Look ganz schnell auf viele Bilder anwendbar machen. Wenn man sich dann die Fotostreams der Presetnutzer anschaut, ähneln die Bilder sich stark. Sie fallen zum Beispiel durch eine gleiche Tonung auf, haben immer den gleichen Kontrast und so weiter.

Fotografen verkaufen solche Presets gerne und werben damit. Der Stil wird damit zur Handelsware und wird als wichtig angepriesen. Das erhöht den Druck auf Fotografieneulinge. Prima! Das hilft beim verkaufen! Und Zack – schon ist das Produkt im Warenkorb. Man will ja, dass seine Fotos genauso aussehen, wie die vom Idol. Voll individuell. Genauso individuell wie die Fotos der 20.000 anderen Käufer des gleichen Presets. …Merkst Du was? Mit dem Stil lässt sich Geld verdienen. Die Werbung hat den Zweck, Bedürfnisse zu wecken, die man vorher gar nicht kannte.

Ist der Fotografie-Stil also etwas schlechtes?

Nein, natürlich nicht. Im Gegenteil. Ein Stück weit ist es sogar gut, sein eigenes Markenzeichen zu entwickeln. Gerade Berufsfotografen sollten eine eigene Fotografie-Handschrift haben. Deren Kunden möchten verlässlich wissen, wie die zukünftigen Bilder in etwa aussehen werden. Auch für Hobbyfotografen ist es nicht schlecht, einen Wiedererkennungswert zu haben. Schließlich gibt es ja eine große Masse von ihnen. Aber es ist wirklich wichtig, seinen EIGENEN Stil zu verfolgen und nicht einfach einen anderen zu kopieren.

Wie finde ich meinen eigenen Stil?

Vermutlich hast Du ihn schon. Du weißt es nur noch nicht. Deshalb möchte ich Dir ein paar Tipps geben. Sie sollen Dir dabei helfen, Deinen eigenen Stil zu erkennen und zu definieren. Los geht´s!

Tipp 1: Betrachte Deine Werke!

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Suche Dir 8 bis 12 Fotos aus Deinem Archiv aus, die Dir richtig gut gefallen. Schau sie Dir genau an und nimm Dir dabei Zeit. Entweder Du legst Sie Dir in gedruckter Form zurecht, oder Du fasst Sie auf dem Bildschirm zusammen. Wichtig ist, dass Du sie gleichzeitig betrachten kannst. Notiere Dir zu den folgenden Punkten Deine Beobachtungen. Findest Du Ähnlichkeiten?

Was sind Deine Hauptmotive? Hast Du Dir Portraits heraus gesucht, oder Landschaften? Magst Du lieber Blumenmakros, oder Tierfotos? Sind Deine Fotos vielleicht abstrakt, oder fotografierst Du Architektur?

Hast Du Lieblingsfarben und Farbkombinationen, die sich wiederholen? Sind Deine Bilder eher knallig bunt, pastellig oder schwarz-weiß? Magst Du bestimmte Farben überhaupt nicht?

Verfolgst Du einen bestimmten Bildaufbau? Befindet sich das Hauptmotiv eher in der Mitte, oder im goldenen Schnitt? Haben Deine Bilder klar definierte Bereiche? Legst Du beispielsweise Wert auf einen Vordergrund? Oder nimmt der Hintergrund viel Platz ein? Hast Du viel Raum um Deine Hauptmotive, oder beschneidest Du sie stark? Bevorzugst Du Composings?

-Wie kontrastreich und scharf sind Deine Werke? Legst Du viel Wert auf Schärfe, oder ist Dir das nicht so wichtig? Magst Du eher softe Schattierungen, oder hebt sich Dein Hauptmotiv stark vom Hintergrund ab?

Welches Format nutzt Du am meisten? Hoch- oder Querformat? Nutzt Du lieber Panoramen oder das Quadrat? Setzt Du Rahmen ein? Gestaltest Du gerne Collagen?

Was möchtest Du mit Deinen Werken ausdrücken? Bist Du ein Dokumentarfotograf, der wach rütteln möchte? Sind Deine Fotos eher beruhigend? Möchtest Du die Betrachter zum Staunen bringen?

Was gibt es sonst noch für Gemeinsamkeiten? Hast Du vielleicht eine Lieblingsperspektive? Benutzt Du bestimmte Bearbeitungsschritte/Presets/Overlays? Magst Du lieber Offenblende mit softem Bokeh, oder sind Deine Bilder von vorne bis hinten scharf? Sind Deine Bilder perfekt inszeniert, oder retuschierst Du sehr viel?

-Wenn Dir zu den Punkten nichts mehr einfällt, dann lehne Dich noch einmal zurück. Schaue Deine Bilder an und versetze Dich in die Lage eines fremden Betrachters. Was würde er spontan für Gemeinsamkeiten entdecken? Was würde er fühlen, beim Betrachten Deiner Bilder?

Du hast jetzt zu allen acht Punkten Deine Beobachtungen notiert. Nimm nun einen Stift und markiere Dir fünf bis acht Wörter oder Stichpunkte, auf die Du bei Deinen Bildern nicht verzichten möchtest? Was ist Dir besonders wichtig?

Bilde ein bis vier kurze Sätze, die Deine markierten Worte beinhalten. (Beispiel: Ich fotografiere am liebsten Kopfportraits in Polaroidrahmen. Am liebsten mag ich hübsche weibliche Models. Sie müssen perfekt geschminkt sein und ich lege viel Wert auf blasse Farben.)

Hier kannst Du Dir zum Tipp 1 ein kostenloses Worksheet herunterladen.

Tipp 2: Frage Deine Community, wie sie Deinen Stil beschreiben würde!

Sicherlich bist Du bei irgendeiner Fotoplattform oder bei einem Social-Media-Dienst angemeldet. Frage doch Deine Fans einmal, wie sie Deine Fotos beschreiben würden! Welche Gemeinsamkeiten fallen ihnen bei Deinen Bildern auf? Sicherlich helfen sie Dir gerne bei Deiner Suche!

Tipp 3: Schaue Dir die Bilder Deiner Lieblingsfotografen an!

Du kennst bestimmt viele verschiedene Fotografen im world-wide-web. Tendenziell folgt man eher Menschen mit ähnlichen Interessen. Sieh Dir ihre Bilder an! In welchen Bereichen ähneln sie Deinen Fotos? Warum bewunderst Du sie? Vielleicht gelingt es Dir, über diesen Umweg Deinen Stil zu definieren.

Extratipp, wenn Du Deinen Stil bis jetzt noch nicht gefunden hast

Warst Du schon einmal im Wald Pilze suchen? Um welche finden zu können, müssen logischerweise erst einmal welche gewachsen sein. Genauso ist es mit Deinem Fotografie-Stil. Wenn Du ihn noch gar nicht entwickelt hast, kannst Du ihn auch nicht finden. Dir haben meine drei Tipps nicht geholfen? Es kann sein, dass sich Dein persönlicher Stil ganz einfach noch nicht ausgeprägt hat. Ja, richtig! Er prägt sich von ganz alleine aus.

Und wann macht er das?

Wenn Du loslässt. Ich habe lange Zeit keinen eigenen Stil gehabt. Das hat mich geärgert. Ich bewunderte insgeheim die vielen Fotografen, deren Fotos so unverwechselbar waren. Bis ich verstand, dass ich mich einfach noch auf einer langen und spannenden Entdeckungsreise befand. Mit jedem Fotoexperiment und jedem neuen Bearbeitungstrick den ich anwendete und übernahm, entwickelte sich mein Stil. Er kristallisierte sich erst heraus, als ich mir keinen Druck mehr machte und ihn unbedingt finden wollte. Diese Beobachtung teilen im übrigen auch andere Fotografen, die ich auf meiner Facebookseite befragte. Druck und Zwang hemmen Deine Kreativität. Du kopierst vielleicht sogar den Fotografie- Stil von anderen, nur um schneller mit Deiner Suche fertig zu werden. Aber es gibt keine Abkürzung! Habe Spaß an Deinem Hobby. Sei geduldig mit Dir. Probiere Dich aus. Du wirst von ganz alleine Vorlieben entdecken, die Du beibehältst. Aus diesen Gewohnheiten wird sich dann Dein eigener Fotografie-Stil entwickeln. Ganz bestimmt!

Übrigens…

Ich habe 2006 mit dem fotografieren begonnen. Mein Stil hat sich so ungefähr im Jahr 2015 herausgebildet.

28 Tage Schreibprojekt – mein Re­sü­mee

Den Februar über lief das „28 Tage Content“ Schreibprojekt von Anna Livia Koschinski, an dem ich teilnahm. Nun ist schon März und ich möchte Dir erzählen, wie es mir damit ergangen ist.

Es war ein guter Monat für diesen Blog. Als ich am 1. Februar begann, war er erst drei Wochen alt. Im vergangenen Monat habe ich 17 Beiträge veröffentlicht. Aber auch an den anderen Tagen war ich nicht tatenlos. Ich überarbeitete beispielsweise meine Über mich-Seite, bearbeitete Fotos und machte mich ein wenig mit Pinterest vertraut.

Mir hat es sehr gefallen, wie Anna diesen Monat begleitet hat. Es gab regen Austausch in einer eigens dafür angelegten Facebook-Gruppe. Außerdem versorgte uns Anna mit gut umsetzbaren Tipps rund um das Schreiben. Ich hatte im Februar zwei Wochen Urlaub. Natürlich konnte ich deshalb die Zeit auch optimal nutzen und hatte gute „Wettkampfbedingungen“ und stressfreie Tage. Mich hat der Monat gut voran gebracht und es hat mir sehr viel Spaß gemacht!

Diese Beiträge kamen bei Dir besonders gut an:

Das Herzstück des Monats ist meine insgesamt achtteilige Fotografie-Biografie. Sie stellt meinen fotografischen Werdegang dar und ist mit vielen Fotos bestückt. Darin steht zum Beispiel geschrieben, wie sich meine Leidenschaft entwickelte, mit welcher Technik ich fotografiere und warum ich bis heute ohne Photoshop auskomme (obwohl ich meine Bilder trotzdem bearbeite). Es freut mich sehr, dass diese acht Beiträge schon viele Leser erreicht haben. Falls Du meine Fotografie-Biografie (nochmal) lesen möchtest – hier findest Du Teil 1.

Ein anderer Artikel, der mir sehr am Herzen liegt, ist mein erster Fototipp. Ich erkläre in diesem Beitrag, wie Du ganz einfach in Dein Foto eine Lichtstimmung zaubern kannst. Das Ganze geht super einfach und funktioniert ohne Bildbearbeitung. Hier geht es zum Fototipp #1.

Falls Du bloggst, aber nicht so viel fotografierst, kennst Du die leidige Frage: Woher bekommt man gute Blogfotos und/oder Hintergründe für Pinterest-Grafiken? Anlässlich der frostigen Temperaturen habe ich ein Bild für Dich zur Verfügung gestellt, dass Du nach Herzenslust dafür nutzen darfst. Zum Foto geht es hier entlang.

Der Artikel mit den meisten Klicks handelt von der neuesten Social-Media-App „Vero“. Ich stelle sie kurz vor und erkläre, warum ich mich dort erst einmal nicht anmelde. Hier kannst Du den Beitrag lesen.

Natürlich sind auch meine anderen Beiträge mit viel Liebe geschrieben. Ich freue mich, wenn Du sie liest und mir Feedback gibst.

Das Foto zeigt im übrigen ein paaar verblühte Ballonblüten in meinem Garten. Sie leuchten so schön blau. Ich habe sie extra im Herbst stehen gelassen, um sie im Winter fotografieren zu können.

 

 

 

 

Warum ich vorerst nicht zu „Vero“ gehe…

Heute bin ich schon über drei Beiträge gestolpert, die sich mit Vero beschäftigen. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe mal nachgeschaut, was das ist.

Was ist Vero?

Vero ist eine neue social media Plattform. Sie kann als App aufs Handy geladen werden. Sie wird mit instagram verglichen. Man kann dort Bilder teilen und dabei seine Follower in enge Freunde, Freunde und Bekannte einstufen. Man legt also fest, wer welche Inhalte sieht. Die ersten eine Millionen Nutzer der Community sollen ihren Account lebenslang kostenlos nutzen dürfen. Wieviel es für alle Nachzügler kosten soll, ist nicht ersichtlich. Vorteil ist, dass es derzeit keine Reichweitenbeschränkung gibt. Das klingt erst mal gut.

Also nix wie hin?

Warum ich vorerst nicht zu Vero gehe – meine Gründe

Ich liebe social media. Und ich gebe zu, im ersten Moment reizte mich die Anmeldung. Ich habe es aber dann doch nicht getan. Das hat folgende Gründe:

1. Schon wieder eine App!

Der erste Grund ist ganz pragmatischer Natur: Ich habe schon so viele Apps auf meinem Smartphone, dass Vero einfach nicht mehr darauf passt. Zumindest nicht so ohne weiteres. Die Apps, die ich derzeit nutze (facebook, whattsapp, instagram, pinterest, flickr, wordpress…) möchte ich aber auch nicht löschen.

2. Vero wird bestimmt nicht kostenlos und werbefrei bleiben

Derzeit werden neue User von Vero angelockt. Klar, dass man die App erst einmal kostenlos und werbefrei anbietet. Und dann? Von irgend etwas müssen die Entwickler ja leben. Also wird es entweder Werbung geben, oder die Nutzung wird Geld kosten. Früher oder später wird es Beschränkungen geben. Da bin ich mir sicher.

3. Die Reichweite wird bestimmt in Zukunft beschränkt werden

Sollte Vero so erfolgreich wie facebook oder instagram werden, wird es eine Beschränkung der Reichweite geben MÜSSEN. Wie soll das anders gehen? Die Timeline würde unendlich lang werden. Wenn man sich dann nach ein paar Stunden einloggt und vielen Menschen folgt, würde man den Überblick verlieren, oder unwichtige Beiträge würden wichtigere Posts nach hinten verschieben.

4. Ich bin schon auf vielen Plattformen aktiv

Ich habe schon so viel ausprobiert. Kannst Du Dich noch an studiVZ oder meinVZ erinnern? Damit fing alles an. Es folgte stayfriends. Darüber redet heute keiner mehr. Wir sind zu digitalen Nomaden geworden. Sobald man irgendwo heimisch ist, zieht die Karawane weiter. Und jede neue social media Seite offenbart früher oder später ihre Tücken. Bei instagram müssen hashtags gesetzt werden, bei pinterest sind hochformatige Bilder besser, und bei facebook darf die Größe der Datei nicht über 500kb sein… Du kennst das! Wie sehr machen wir uns abhängig von den Vorgaben dieser Communitys?!

Wer mich sucht, der findet mich! Ich nutze derzeit schon viele Accounts. Wer also echtes Interesse an mir und meinen Bildern hat, der hat genügend Möglichkeiten, sich mit mir zu verbinden. Dies sind die Links, wo ich derzeit aktiv bin:

wordpress

Facebook

instagram

flickr

500px

pinterest

Du darfst mir gerne folgen. Ich freue mich über alte und neue Kontakte!

Fazit

Ich liebe social media und stehe neuen Dingen offen gegenüber. Trotzdem lasse ich erst einmal die Finger von Vero. Die Betonung liegt auf „erst einmal“. Sollten sich meine Zweifel hinsichtlich Reichweitenbeschränkung und Kostenpflicht zerstreuen, oder sollte ich in Zugzwang kommen, weil alle Welt dorthin abwandert, werde ich es mir natürlich auch mal anschauen. Vorerst findet man mich in den einschlägigen Netzwerken.

Und DU?

Wie ist Deine Meinung zu Vero? Bist Du schon dort? Oder wartest Du auch lieber ab?

vero
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