Das Bild meines Sommers 2018

Nico und Ina vom Blog Mit Kind im Rucksack haben zu einer Blogparade aufgerufen. Sie suchen Das Bild deines Sommers 2018. Eine schwierige Aufgabe! Ich habe im Sommer viele Fotos gemacht. Makros von Blumen und Insekten, Erntefotos und natürlich Urlaubsfotos. Noch sind die Bilder unserer Dänemarkreise gar nicht alle bearbeitet! Trotzdem habe ich ein Foto heraus gesucht! Gefällt es Euch?

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Es zeigt Fischerboote am Strand von Thorup in der Jammerbucht in Norddänemark. Das besondere dort ist, dass die Kutter nicht im Hafen liegen, sondern mittels eines Bulldozers aus dem Wasser auf den Sand geschleppt werden. An dem Abend, als das Foto entstand, hatten wir ein wunderbares Licht. Ein kleines Gewitter war gerade abgezogen. Du kannst noch die dunklen Wolken und den Regenbogen sehen. Die Sonne stand schon sehr tief am Horizont und tauchte die Boote in goldenes Licht. Was für ein Schauspiel!

Für mich sind Regenbögen etwas ganz besonderes. Sie strahlen Hoffnung aus. Als Schülerin habe ich in die Poesiealben und Freundschaftsbücher häufig den Spruch „Nach Regen kommt Sonnenschein“ geschrieben. Auch heute noch denke ich an dieses Zitat, wenn ich einen schlechten Tag habe. Wenn ich solche Wetterphänomene wie oben sehe, erinnere ich mich ebenfalls daran. Schön, wenn man solch eine Erscheinung vor einer tollen Kulisse mit der Kamera „konservieren“ kann.

 

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Grenen – magischer Ort oder überlaufener Fotospot?

Wir waren dieses Jahr zum wiederholten Mal im Urlaub in Dänemark. Grenen, die nördlichste Spitze dieses wunderschönen Landes, sollte dieses Mal ein Ausflugsziel von uns werden. Skagerrak und Kattegat, also Nord- und Ostsee treffen dort aufeinander. Auf diversen Webseiten hatte ich gelesen, dass man diesen magischen Ort als Norddänemark-Tourist unbedingt gesehen haben muss. Das Naturschauspiel wäre überaus faszinierend. Also nichts wie hin!

Ich bin Mitglied in verschiedenen Dänemark-Gruppen auf Facebook und war daher vorgewarnt, dass diese magische Landzunge ein sehr beliebter Ort bei Touristen ist. Dementsprechend wusste ich, dass dort viel Trubel herrscht. Trotzdem hat man, nicht zuletzt von tollen Fotos aus Hochglanzmagazinen und Werbebroschüren, gewisse romantisierte Vorstellungen.

Das Bild im Kopf und im Herzen VOR dem Besuch

Wir fahren gerne nach Dänemark. Hauptgrund dafür ist die Einamkeit und Ruhe, die man in diesem entschleunigten Land erleben kann. Dänemark hat so viele Kilometer Strand zu bieten und ist so dünn besiedelt, dass man auch in der Hauptsaison die Natur alleine genießen kann. Wir lieben zudem, dass man kaum irgendwo Parkgebühren zahlen muss. Saubere öffentliche Toiletten und genügend Parkplätze findet man fast überall. Das trägt maßgeblich zum unbeschwerten Urlaubsfeeling bei.

Auch dieses Jahr waren wir die ersten Ferientage wieder ordentlich mit Einsamkeit verwöhnt worden. Gespannt machten wir uns auf den Weg an den nördlichsten Punkt von Dänemark. Wir konnten uns schon gar nicht mehr vorstellen, wie es ist, auf eine Vielzahl von Artgenossen zu treffen. Es würde schon nicht so schlimm werden!

Das Bild, was uns suggeriert wird…

… ist geprägt von einsamen Stränden

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und dem dazugehörigen Leuchtturm.

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Von Ferne hört man das Rauschen der Wellen und das Tuckern des Linientraktors „Sandormen“, der gemächlich über den verlassenen, ruhigen Strand fährt.

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Schließlich sieht man den faszinierenden Zusammenschluss von Nord- und Ostsee direkt zu seinen Füßen. Was für ein magischer Ort!

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Wie es wirklich ist

Zum ersten Mal stießen wir in Dänemark auf Parkautomaten. Das fanden wir nicht schlimm, es erstaunte uns nur. Das doofe war aber: Die Parkautomaten akzeptierten ausschließlich Kreditkarten. Hatten wir nicht! Wir stellten uns dann kostenfrei an den Straßenrand der langen Zufahrtsstrecke. Problem gelöst!

Der Weg entlang der Ostsee zum Ende der Landzunge war nicht einsam. Ganz im Gegenteil. Wir wurden zum Teil einer nicht enden wollenden Karawane von Touristen.

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Am allernördlichsten Zipfel stoppte der Menschenzug. Das folgende Foto entstand nach einer 180° Drehung vom Bild mit den zusammentreffenden Wellen oben:

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Es herrschte ein ziemlicher Trubel und Lärm und es war gar nicht so einfach, die Reisefotos ohne Menschenmassen zu realisieren. Der Clou war jedoch ein Pärchen, dessen Hund sein großes Geschäft direkt an der Wasserkante verrichtete. Die Wellen verstreuten die Würstchen großflächig. Mehrere Leute liefen barfuss hindurch. Die Krönung war jedoch eine Mutter, die ihr Kleinkind, was gerade stehen konnte direkt in so ein Häufchen hinein stellte, um es zu fotografieren. Ein wahrlich magischer Ort!

Fazit

Grenen gehört zu den wenigen Orten in Dänemark, die wir sicherlich nicht noch einmal besuchen werden. So spektakulär wie es einen suggeriert wird, ist das Zusammentreffen der beiden Meere nicht. Die Menschenmassen tragen auch nicht gerade zum Wohlgefühl bei. Magisch und faszinierend ist der Ort zumindest in der Hochsaison keinesfalls!

Über die Fotos

Es gibt nicht die eine Realität. Alle Bilder sind real. Auch bei den oberen Fotos habe ich keine Personen heraus retuschiert. Die Bildausschnitte und Blickwinkel sind nur so gewählt, dass sie die typischen Reisefotos widerspiegeln. So möchte man den Ort gerne in Erinnerung behalten. Bilder für das Album eben. Fotos, für die man im Internet gelobt wird, weil sie die Betrachter als schön empfinden.

Die unteren Fotos haben dokumentarischen Charakter. Die „reale Realität“ sozusagen. Solche Bilder mache ich normalerweise nicht. Ich hatte im Vorfeld unseres Ausflugs allerdings von der Blogparade: Die schönsten Fotospots der Welt – und die Wahrheit dahinter gelesen. Dies ist mein Beitrag dazu. Nur deshalb fanden die Bilder einen Platz auf meiner Speicherkarte.

Schau gerne einmal bei dieser Fotoparade vorbei. Es gibt noch andere Fotospots zu entdecken!

Ich freue mich sehr über Feedback und Deine Gedanken zu dem Thema. Warst Du schon einmal in Grenen? Wie hast Du diesen Ort empfunden? Versuchst Du auch Postkartenfotos zu machen, oder fotografierst Du eher dokumentarisch? Schreibe es gerne in die Kommentare!

Fischerboote im Mondschein

… oder vom Blutmond, der keiner ist.

… oder wie der Weißabgleich die Bildstimmung beeinflusst.

Du siehst, ich hätte viele Titel für diesen Beitrag wählen können.

Die letzten zwei Wochen verbrachte ich meinen Urlaub in Dänemark. Genauer gesagt in der Jammerbucht in Norddänemark. Zum Jammern waren die Ferientage aber keinesfalls. Meine Familie und ich verbrachten eine wunderschöne Zeit in unserem Herzensland. Es war bereits der achte Urlaub in Dänemark.

Wir wohnten in Thorup Strand, einem kleinen Fischerort. Selbstverständlich bekam auch ich die Berichterstattung des Blutmond-Ereignisses durch die Medien mit. Ich hatte nicht vor, ihn zu fotografieren. Als ich am Abend vorher allerdings den Fast-Vollmond so wunderbar über den gestrandeten Booten aufgehen sah, war es um mich geschehen! Ich machte ein paar Probeschüsse und freute mich auf das „Event“ am nächsten Tag!

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… Aber Pustekuchen! Am besagten Blutmondtag erschien der Erdtrabent nicht, oder nur schemenhaft. Da es im Norden von Dänemark zur Ereigniszeit noch relativ hell war und der Mond durch die Verfinsterung viel schwächer als üblich leuchtete, konnte man ihn kaum erkennen. Zusätzlich gab es noch ein paar dünne Schleierwolken. Deshalb habe ich für Dich leider nur die Fast-Vollmondbilder vom Vortag.

Damit wäre die erste und die zweite Version der möglichen Titel geklärt.

… oder wie der Weißabgleich die Bildstimmung beeinflusst.

Was glaubst Du, wieviel Zeit zwischen den beiden Aufnahmen vergangen ist?

Keine! Beide Fotos entstanden um 22:18, direkt nach dem Sonnenuntergang. Eigentlich logisch, der Mond wäre ja sonst gewandert.

Was beide Bilder unterscheidet, ist der Weißabgleich. Im ersten Foto ist er kühl eingestellt, im zweiten Bild warm. Er beeinflusst maßgeblich die Wirkung eines Fotos und wird mit „WB“ für „White Balance“ abgekürzt. Dafür gibt es an der Kamera eine Taste, oder/und einen Menüpunkt. Im Normalfall erkennt Deine Kamera automatisch die Lichtstimmung. Deshalb ist der Weißabgleich meist voreingestellt. Natürlich kann der Fotograf ihn aber jederzeit ändern. So ist es z.B. möglich, die Stimmung des Lichtes zu unterstreichen, oder bewusst abzuändern. Auch im Nachhinein ist dies bei einer RAW-Datei während der Bearbeitung noch möglich. Bei der Bildbearbeitung von JPGs ist eine Änderung der Farben nur noch bedingt machbar.

Normalerweise ist das Licht zur blauen Stunde, also ca. eine Stunde nach Sonnenuntergang eher bläulich. Darum heißt diese Zeitspanne so. Zusätzlich ist blau eine kalte Farbe und nachts sinken die Temperaturen. Die kühle Blaufärbung im ersten Bild unterstreicht daher den Einbruch der Dunkelheit und passt besser zu einer Vollmondnacht.

Tatsächlich war die Sonne aber gerade erst am Horizont des Meeres untergegangen. Sie tauchte den Himmel und die Umgebung noch in ein rötliches Licht. Das zweite Foto kommt der wirklichen Farbstimmung also deutlich näher, als Bild Nummer eins.

Hier siehst Du den Strand und das Licht in der entgegengesetzten Richtung:

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Beide Fotos sind also fast identisch. Ich habe meinen Standpunkt nicht verändert. Trotzdem haben sie ganz unterschiedliche Wirkungen. Manchmal ist es also durchaus sinnvoll, seiner Kamera nicht alle Entscheidungen abzunehmen.

Nun bist Du gefragt. Welches der beiden Bootsbilder gefällt Dir besser? Ich bin sehr gespannt auf Deine Meinung, denn ich kann mich nicht entscheiden.

Albrechtsburg Meissen zur blauen Stunde

Vor zwei Wochen habe ich ein Wochenende in Meissen und Umgebung verbracht. Es war einfach toll. Ich bin froh, dass ich keine weite Anreise zu diesen wunderbaren Sehenswürdigkeiten habe! Freu Dich in den nächsten Tagen also auf ein paar Fotos von Meissen, Moritzburg und vielleicht auch Dresden.

Derzeit habe ich viel im Garten zu tun. Die Bäume hängen voller Kirschen. Die wollen geerntet und verarbeitet werden.Trotzdem hoffe ich, auch ein paar Stunden Zeit für die Bildbearbeitung zu finden.

Blogparade Fotobearbeitungs-Challenge

Kürzlich bin ich über den Blog von Melanie und Thomas gestolpert. Bei ihnen dreht sich alles um das das Reisen und die Fotografie. Schau doch dort mal vorbei!

Sie haben eine RAW-Datei hochgeladen und dazu aufgerufen, das Foto zu bearbeiten. Darauf zu sehen ist ein sehr idyllischer Hafen von der Insel Malta. Ich war dort selbst einmal als Jugendliche.

Das Foto war leider nicht optimal belichtet. Es war sehr dunkel. Aber es hat sich trotzdem gelohnt, es zu bearbeiten. Ich bin schon ganz gespannt, was andere Teilnehmer der Blogparade daraus gezaubert haben.

Danke für die Möglichkeit, Melanie und Thomas!

Meine Fotografie-Biografie Teil 4

Du hast Interesse an den vorhergehenden Beiträgen? Hier geht es zu Teil 1.

Die erste „richtige“ Kamera – unser Baby

Wir kauften uns eine digitale Spiegelreflexkamera. Eine Canon 350d mit Kitobjektiv. Das war ein Einsteigermodell, dass keine Wünsche offen ließ. Enno hatte gründlich recherchiert. Darauf konnte ich mich verlassen. Wenn mich heute jemand fragt, ab wann ich fotografiere, nenne ich das Jahr 2006. Denn mit der neuen Kamera war unsere Fotoleidenschaft vollends entfacht. Wir fuhren bald darauf im Februar 2007 für ein paar Tage nach Prag. Wenn man so will war das unsere erste Fotoreise. Wir flitzten mit der U-Bahn durch die wunderschöne große Stadt und lichteten jede Sehenswürdigkeit ab. Und zwar aus jeder Perspektive. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie wir nachts auf der Karlsbrücke standen. Jede Statue fotografierten wir mit einer Langzeitbelichtung und Stativ. Es war stockdunkel. Es nieselte und es war kalt. Wir hielten durch. Wir kämpften mit dem Autofokus, dem es schwer fiel, die dunklen Steinfiguren in der Nacht zu finden. Jeder andere Partner wäre kopfschüttelnd in die nächste Kneipe gegangen. Da wir aber Hobby und Kamera teilten, gab es keinen Streit. Im Gegenteil – wir waren glücklich. Trotz ausschließlicher Nutzung der Vollautomatik fühlten wir uns wie Profis. Die Bearbeitung und Sichtung unserer 2000 Jpeg-Dateien erledigten wir nach der Rückkehr am heimischen PC. Wir nutzten dafür das kostenlose Programm „Gimp“ und ein Onlineprogramm, was es schon gar nicht mehr gibt.

 

 

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Unsere schönste Fotozeit begann. Wir lernten über flickr viele nette Gleichgesinnte kennen. Es entwickelten sich online-Freundschaften und oftmals gab es lange Dialoge unter den Bildern. Es hätte so schön bleiben können.

Ärger im Hause „flickr“

Leider verkündete flickr dann plötzlich, dass Aktfotografien zensiert werden würden. Was heute auch bei Facebook Gang und gebe ist, erzürnte damals die Community. Und zwar richtig! Man zeigte sich solidarisch mit den vielen Aktfotografen und verließ schließlich aus Protest die Plattform.

Doch wohin nun?

Hier geht es zu Meine Fotografie-Biografie Teil 5.

Evergreens – Bilder mit Bedeutung #1

In der Reihe „Evergreens“ zeige ich Fotos von mir, die schon älter sind. Sie haben eine tiefere Bedeutung für mich, oder sind mit einer Geschichte verbunden, die ich Dir gerne erzählen möchte.

doppelt Glück gehabt

Das Foto entstand Anfang Januar 2014 in Dänemark. Mein Partner fand ein Jahr zuvor diesen großen Bernstein am Nordseestrand in Dänemark. Wir waren sehr stolz darauf, weil es das erste und bisher einzigste Mal war, dass wir ein echtes Bernsteinstück entdeckten. 2014 nahmen wir es noch einmal mit in den Urlaub, weil ich es am Strand fotografieren wollte. Ich steckte den Bernstein in meine Tasche und verlor ihn leider irgendwie. Wir suchten einen ganzen Tag, stellten dabei das ganze Ferienhaus auf den Kopf und waren sehr traurig, weil er weg war. Es war zwar „nur“ ein Stück versteinertes Harz, aber uns war es wichtig! Am übernächsten Tag nach seinem Verschwinden fand ich den Bernstein auf dem Weg vom Ferienhaus zum Strand wieder. Er lag am Wegrand und muss mir wohl einfach zwei Tage vorher aus der Tasche gefallen sein! Das Glück ist oft in den kleinen Dingen verborgen – wir hatten doppeltes Glück!

Bernstein am Strand der Nordsee

Hat Dir die Geschichte gefallen? Im zweiten Evergreen geht es um die Liebe!