Regen ist der Glitzer der Natur

Ein kleiner Gruß aus meinem Garten. Hab ein schönes Wochenende! Vielleicht nutzt Du die Zeit ja zum Schreiben Deiner Blogbiografie? Oder machst Du lieber Fotos? Du weißt ja, Fotomotive gibt es bei jedem Wetter!

 

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Hummelschwärmer

Derzeit summt und brummt es nur so in der Natur und in meinem Garten. Nachdem letzte Woche ein kamerascheuer Schwalbenschwanz beim Anblick meines Fotoapparates das Weite suchte, hatte ich heute mehr Glück! Ein seltener Hummelschwärmer ließ genau drei schnelle Aufnahmen zu, bevor er verschwand. Hier ist ein Wikipedia-Link zum zu den Schmetterlingen gehörenden Insekt. Ich habe mich riesig über seinen Besuch gefreut. Siehst Du, wie transparent seine Flügel sind?

Wenn Dich ein schneller Tipp für gute Insektenfotos interessiert, lies bitte diesen Artikel von mir.

Fototipps fürs Schmetterlingshaus

Im Mai ging es zum Betriebsausflug ins wunderschöne Schmetterlingshaus nach Jonsdorf. Ich konnte viele gute Fotos machen. Nun möchte ich gerne meine Erfahrungen, die ich an diesem Tag machen konnte, mit Dir teilen. In diesem Tropenhaus gibt es nicht nur Schmetterlinge, sondern auch Reptilien, Äffchen und Fische. Ich möchte mich in meinem Beitrag aber nur auf die Insekten fokussieren.

Tipp 1: Trage luftige, helle Kleidung!

In Schmetterlingshäusern herrschen tropische Temperaturen. Es ist feuchtwarm. Ziehe Dich also nicht zu warm an, schließlich möchtest Du Dich ja wohl fühlen und Deinen Besuch genießen können. Helle Kleidung reflektiert Licht, dunkle Kleidung schluckt es. Trage also helle Töne.

Schmetterlinge mögen übrigens rot. Da Du die kleinen Flatterer aber schlecht fotografieren kannst, wenn Sie auf Deinem Rücken sitzen, oder auf Deinem Arm, verzichte lieber auf diesen Farbton.

Tipp 2: Plane den Tag und die Uhrzeit Deines Besuchs!

Meide wenn möglich Zeiten, an denen viele Besucher die Location besuchen. Das zeigt teilweise auch Google an. Du hast dann einfach mehr Ruhe und musst keine Rücksicht auf andere Leute nehmen.  Besonders hoch frequentiert sind die Wochenenden, Feiertage und Schulferien. Da Du auf Blitzlicht verzichten musst, wähle einen sonnigen Tag für eine hohe Lichtausbeute.

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Tipp 3: Nimm Dir Zeit!

Das hat mehrere Gründe. Solltest Du an einem kühlen Tag das Schmetterlingshaus besuchen, wird Dein Objektiv erst einmal anlaufen. Du fotografierst also wie durch eine Nebelwand. Warte also erst einmal ab, bis sich Dein Equipment aklimatisiert hat.

In dieser Zeit kannst Du Dir gemütlich einen Überblick verschaffen. Wo sitzen die faszinierenden Insekten? Wo sind ihre Futterplätze? Wo gibt es schönes Licht und hübsche Pflanzen?

Du wirst weniger Erfolg haben, wenn Du selbst unter Zeitdruck stehst und hektisch umhergehst. Sicher scheuchst Du damit die sensiblen Tiere auf. Bringe also genügend Zeit mit, um die Schmetterlinge beobachten zu können und vermeide schnelle Bewegungen.

Tipp 4: Nehme Dir ein Tuch zum putzen des Objektivs mit!

Wie ich oben schon geschrieben habe, werden Deine Linsen eventuell durch die hohe Luftfeuchte anlaufen. Ein weiches und fusselfreies Reinigungstuch hilft ungemein beim säubern der Gläser.

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Tipp 5: Störe die Tiere nicht und vermeide Blitzlicht!

Du bist Gast im Lebensraum der Flatterer! Störe die Insekten bitte nicht. Versuche sie weder aufzuscheuchen, noch zu berühren. Wenn die Tiere vor Dir wegfliegen, bekommst Du ohnehin keine Gelegenheit, sie zu fotografieren. Auch das Blitzlicht irritiert die Schmetterlinge.

Tipp 6: Wähle das richtige Objektiv!

Ich hatte mein Makroobjektiv und mein Teleobjektiv dabei. Ein Teleobjektiv bietet Dir die Möglichkeit, Fotos von weiter entfernten Insekten zu machen, ohne sie zu stören. Manchmal wirst Du, da Du die Wege nicht verlassen darfst, dadurch unerreichbare Schmetterlinge vor die Linse bekommen. Das Makrobjektiv bietet sich für entspannte und in Deiner Nähe sitzende Tiere an. Ich würde Dir eher zu längeren Brennweiten ab 50 mm raten.

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Tipp 7: Fokussiere auf die Augen!

Wie auch bei Menschenportraits solltest Du den Fokus auf die Augen der Tiere legen. Unsere Sehgewohnheiten fixieren automatisch die Augen von Mensch und Tier. Sie sollten deshalb scharf abgebildet werden.

Tipp 8: Wähle die richtige Kombination von Blende, Belichtungszeit und Iso!

Die größte Schwierigkeit ist es, die richtigen Einstellungen Deiner Kamera zu wählen. Es empfiehlt sich eine höhere Blendenzahl zu wählen. Du möchtest ja so viel Schmetterling wie möglich scharf abgebildet haben. Je kleiner die Blende, desto größer der Schärfebereich.

Leider wird Dein Bild dadurch aber dunkler, weil weniger Licht auf den Sensor trifft. Du musst also die Belichtungszeit erhöhen. Das bedeutet aber wiederrum, dass Dein Fotomotiv möglichst still sitzen muss und Du selbst eine ruhige Hand haben musst. Sonst wird Dein Bild trotz richtigem Fokus matschig durch die Bewegungsunschärfe.

Deine eigene Unruhe kannst Du durch Nutzung eines Stativs verhindern. Allerdings bist Du damit sehr unflexibel. Wenn Du Dein Dreibein endlich richtig positioniert und eingestellt hast, ist der Schmetterling vielleicht schon wieder weggeflogen.

Bleibt noch der Iso. Wenn Du einen hohen Wert wählst, erhälst Du ein helleres Bild, trotz kleiner Blende und längerer Belichtungszeit. Problem? -Ja, richtig! Das Foto rauscht. Zumindest, wenn Du wie ich eine preiswerte Einsteigerkamera benutzt. Meine Canon 700d beginnt schon bei ISO 400 deutlich zu rauschen. Das stört mich sehr!

Du siehst also, es ist ein kleiner Drahtseilakt und Du musst eine Kompromisslösung für die optimale Kameraeinstellungen finden. Wenn Du die vorangehenden Tipps umsetzt, kannst Du Deine Ergebnisse aber günstig beeinflussen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Ausflug in ein Schmetterlingshaus. Wenn Dir der Artikel gefallen hat, empfehle ihn gern weiter!

Hier habe ich noch einen Tipp für Insektenfotos für Dich!

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Dieser Beitrag nimmt an einer Blogparade von Frau Schweizer zum Thema „Tipps“ teil.

 

 

 

 

Frühsommerleben

Auf Facebook hatte ich Dich gefragt, welches Bild meines Ausflugs in die Oberlausitzer Natur ich zuerst bearbeiten soll. Die meisten Leser haben sich für den kleinen Schmetterling auf seiner Butterblume entschieden.

„Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling, Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu.“

Hans Christian Andersen (1805 – 1875), dänischer Märchendichter

Ich möchte dieses passende Zitat nutzen, um Dir ein bisschen zu erzählen, wie sich mein frühsommerliches Leben zur Zeit gestaltet.

Vormittags bis nachmittags arbeite ich als Berufsschullehrerin für Altenpflege. Hinterher widme ich mich unserem großen Garten. Da im Moment die Erntezeit beginnt, habe ich viel zu tun. Ich sammle die Früchte und mache daraus Marmelade, Chutneys und Liköre. Hier und hier habe ich Dir schon einmal Rezepte gezeigt.

Natürlich stehe ich nicht jeden Tag in der Küche. Die Pflanzen benötigen ja auch ihre Pflege. Beim Unkraut zupfen und gießen entdecke ich dann häufig hübsche Blüten und Insekten und „bewaffne“ mich mit meiner Kamera. Dabei entstehen viele Fotos. Zu viele! Ich schaffe sie gar nicht alle zu bearbeiten.

Abends sitze ich gerne mit meinem Partner vor dem Haus und genieße die Abendruhe. Ich liebe die Geräusche und Gerüsche lauer Sommernächte! Deswegen habe ich kaum Zeit für das entwickeln meiner Bilder und fürs bloggen. Im Winter vertreibe ich mir damit am Abend die Zeit.

Wie genießt Du die warme Jahreszeit?

 

 

Warum ich meine Bilder gerne stark bearbeite…

Kürzlich erhielt ich per E-Mail folgende Frage, die sich auf mein letztes Foto bezog. Ich möchte auf diese Frage gerne antworten.

„Frage, warum machst du das Foto so „hart“ Starke Konturen und kalte Farben. Du kannst so toll fotografieren, da brauchst du meiner Meinung nach gar nicht immer soviel bearbeiten. Sicher ist Geschmackssache, aber ich dachte ich darf dir das mal sagen 😉“

Danke erst einmal für das Lob. Wenn man gesagt bekommt, dass man toll fotografieren kann, freut man sich sehr. Tatsächlich bearbeite ich meine Bilder nicht, weil sie größere Mängel aufweisen, die ich mittels digitaler Pinselei ausbügeln muss. Oder anders gesagt: Aus einem schlechten Bild wird auch durch Retusche und Bastelei kein Meisterwerk.

Ich bearbeite meine Fotos, weil sie mir im Original zu blass und unscheinbar vorkommen. Selbst wenn ich wöllte, könnte ich die Bilder nicht natürlicher belassen, denn ich wäre am Ende unzufrieden mit ihnen. Ich kann einfach nicht aufhören damit! Pro Bild arbeite ich circa zwei Stunden am PC. Es ist für mich sehr entspannend. Eine prima Abendbeschäftigung, bei der ich nicht viel denken muss. Ein toller Ausgleich zum Tagesgeschäft! Wenn ich meine Fotos bearbeite, werden sie in jedem Schritt kontrastreicher und farbenfroher. Das macht meinen Stil aus. Ich mag bunte Farben, Schärfe und Kontrast.

Es gibt viele hervorragende Fotografen, die ihre Bilder natürlicher belassen. Auch das kann sehr schön aussehen. Ich folge über die Social media Kanäle vielen Nah-am-Original-Fotografen, weil mir deren Bilder gefallen. Für mich persönlich sind diese fast schon dokumentarischen Aufnahmen aber nichts. Ich mag es lieber pompöser.

Gerade diese unterschiedlichen Betrachtungsweisen empfinde ich als sehr spannend und bereichernd. Ich mag die Vielfalt und das Zusammenspiel unterschiedlicher Fotografie-Stile.

Wenn Du mehr über die Stilfindung in der Fotografie erfahren möchtest, lies bitte diesen Artikel.

Unbeachtete Schönheiten

Ich liebe den Frühling. Alles ist in Aufbruchstimmung. Es gibt Blüten und Blumen im Überfluss. Besonders die Obstbäume tragen eine spektakuläre Tracht.

Ganz versteckt und bescheiden blühen auch die Beerensträucher. Nur bei näherem Hinsehen erkennt man die faszinierende Schönheit der kleinen und wenig bunt gefärbten Blüten. Ich habe sie bei meinem Streifzug durch den heimischen Garten entdeckt. Sie stehen bei genauer Betrachtung den üppig blühenden Obstbäumen in nichts nach.

Rätsel

Weißt Du, welche Blüten zu welchen Beeren gehören? Tipp: Auf den drei Bildern blühen rote und schwarze Johannisbeeren und Stachelbeeren. Welches Bild gehört zu welchem Strauch? Am Ende des Artikels findest Du die richtige Lösung.

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Darum liebe ich die Makrofotografie

Ich mag die Makrofotografie. Damit sind Nahaufnahmen gemeint, die mindestens im Maßstab 1:1 abgebildet werden. Man kann dabei kleine Dinge also relativ groß darstellen. Das eröffnet dem Betrachter Ansichten, die er sonst gar nicht wahrgenommen hätte. Ich bin immer wieder erstaunt, was es in der Natur alles kleines zu entdecken gibt. An meinem Staunen lasse ich Dich gerne teilhaben. Ich erfreue mich daran, wenn ich Dir meine kleinen großen Entdeckungen zeigen kann und Du ebenso fasziniert bist wie ich.

Oder hast Du blühende Beerensträucher schon einmal so betrachtet?

Die Lösung des Rätsels

Auf dem Titelbild sind Stachelbeerblüten. Auf dem zweiten Bild ist eine Blüte der schwarzen Johannisbeere und auf dem untersten Bild eine Rispe der roten Johannisbeere. Hast Du es gewusst?

 

Wollschweber an Lungenkraut

Jedes Jahr im Frühjahr kann man Wollschweber beobachten. Sie sehen aus wie Hummeln, gehören aber zu den Fliegen. Sie sind geschickte Insekten und haben einen langen Rüssel. Mit dem sammeln sie Nektar.

Schon seit vielen Jahren versuche ich diese Tiere zu fotografieren. Jedes Jahr von Neuem bin ich erstaunt und überrumpelt, wie flink und emsig sie von Blüte zu Blüte summseln. Kaum hat man einen Wollschweber entdeckt und die Kamera im Anschlag, ist er auch schon wieder fort. Ein scharfes Makro? Fehlanzeige!

Dieses Jahr habe ich es anders gemacht…

Es war ein sehr reges Treiben auch von anderen fliegenden Nahrungssuchern. Ich fokusierte einfach das Blümchen an und wartete, bis sich Bombylius major kurz niederließ. Eine klassische Photobomb sozusagen. Vielleicht wird er ja deshalb im lateinischen so bezeichnet? 😉

Mein kleiner Quicktipp…

… für nervenschonende Insektenfotos ist also folgender: Fokussiere erst in Ruhe eine umschwirrte Blüte an. Du kannst sogar ein Stativ nutzen und gemütlich Deine Kameraeinstellungen überprüfen. Mach ruhig ein paar Probeaufnahmen, dann siehst Du, ob Deine Belichtung stimmt. Nun kannst Du in Ruhe und mit Geduld auf ein Insekt warten. Setzt es sich nieder, drücke entspannt auf den Auslöser!

Wie Du diesen Fototipp mit anderen Regeln der Fotografie verbinden kannst, erfährst Du in meinem Blogbeitrag Fotoregeln kombinieren.

Die Pflanze heißt übrigens geflecktes Lungenkraut oder Pulmonaria officinalis. Ich mag sie sehr. Sie hat hübsch gemusterte und behaarte Blätter und die Blüten sind oft zweifarbig. Rosa- und lilafarbene Blüten wachsen gleichzeitig an einer Pflanze. Sie wurde früher als Heilkraut bei Lungenerkrankungen angewandt.

Helle Blumen fotografieren

In den letzten Tagen habe ich viele Fotos mit Buschwindröschen gesehen. Zur Zeit bilden sie wieder an manchen Orten wunderschöne weiße Blumenteppiche. Was mir bei den Bildern häufig auffällt: Die zarten Blütenblätter sind einfach nur weiß. Sie strahlen flächig und ohne Zeichnung. Wenn man die Köpfchen der Blumen jedoch von Nahen besieht, erkennt man eine zarte, filigrane Struktur. Sie sind ganz fein geädert.

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Das Problem

Buschwindröschen schließen ihre Blüten im Schatten. Möchte man sie im geöffneten Zustand fotografieren, muss man sie in der Sonne ablichten. Da die schneeweißen Blütenblätter aber das Licht stark reflektieren, überstrahlt es dann oft in den hellen Bereichen des Fotos. Die Blüten sind ohne Struktur und Zeichnung. Das gleiche Problem hat man natürlich auch bei anderen sehr hellen Blüten und Gegenständen. Auch Hochzeitsfotografen haben oft ihre liebe Not mit den hübsch verzierten Brautkleidern. Sie wirken auch gerne flächig weiß neben den dunklen Anzügen der Bräutigame.

Die Lösung

Viele Wege führen nach Rom. Und viele Möglichkeiten führen zu einem gut belichteten und nicht zu hellen Buschwindröschen.

1. Nutze eine kurze Belichtungszeit!

Unsere lieblichen Blümelein stehen auf einem sehr dünnen Stengel. Dadurch schwanken sie recht schnell im Wind. Es ist also angebracht, mit einer sehr kurzen Belichtungszeit zu fotografiern. Das vermindert zu einem die Bewegungsunschärfe durch das Wanken und die zitternde Hand des Fotografen. Zum anderen fällt dadurch weniger Licht auf den Sensor der Kamera, da die Lichteinfallszeit ja nur kurz ist. Das Foto wird dunkler und damit auch unsere überstrahlten Blütenblätter.

2. Nimm eine höhere Blendenzahl!

In der Regel fotografiert man kleine Blumen mit einem Makroobjektiv. Diese sind meist sehr lichtstark. Nutzt man die Offenblende (also z.B. f=2.8), fällt viel Licht auf den Sensor, das das Loch (die Blende) sehr weit geöffnet ist. Man erhält also wieder ein sehr helles Bild. Zudem ist der Schärfebereich sehr klein. Schließt man die Blende (Blendzahl wird größer), wird das Foto dunkler und der scharfe Bereich größer. Da Du ja bestimmt nicht nur ein Staubgefäß deutlich abbilden möchtest, sondern einen Großteil der Blüte, ist eine etwas geschlossene Blende also besser. Durch den größeren Schärfebereich werden auch wieder kleinere Verwacklungen besser toleriert.

3. Meide die Mittagszeit zum fotografieren!

In den Mittagsstunden steht die Sonne am höchsten. Sie strahlt am hellsten. Weiße Flächen reflektieren das Licht besonders stark. Es blendet und das Foto wird überbelichtet. Nutze zum Fotografieren also die frühen Morgenstunden oder die Zeit kurz vor Sonnenuntergang, wenn die letzten Strahlen den Boden berühren. Aber beeile Dich! Buschwindröschen schließen bei fehlendem Licht schnell ihre Blüten.

4. Schatte die Blume leicht ab!

Du hast nur mittags Zeit? Auch kein Problem. Besorge Dir ein helles dünnes Tuch oder ein T-shirt und dämpfe damit das Sonnenlicht. Buschwindröschen wachsen gerne unter Bäumen. Vielleicht kannst Du Deinen Sonnenschutz sogar mit ein paar Wäscheklammern an den Zweigen befestigen?! Wenn Du nun das Gefühl hast, die grünen Blätter der Pflanze werden zu dunkel wenn Du die weiße Blüte korrekt belichtest, dann helle die Blätter auf. Dies erreichst Du beispielweise mit einem Stück Alufolie, einer Rettungsdecke oder einem Blatt Papier. Probiere, wie Du diese Dinge als Reflektoren einsetzen kannst! Helle damit punktuell die Blätter auf, während die Blüte im Schatten bleibt.

Wenn Du die grünen Pflanzenteile nicht vor Ort aufhellen möchtest oder kannst, ist es auch nicht so schlimm. Während der digitalen Bildbearbeitung ist es auch später noch möglich, die Tiefen aufzuhellen. Das geht besser, als ausgebrannte überbelichtete Stellen nachträglich abzudunkeln. Eine kleine Unterbelichtung ist also besser korrigierbar, als eine Überbelichtung.

5. Fotografiere auf Augenhöhe!

Runter auf die Knie, oder auf den Bauch! Fotografiere die Blumen nicht von oben. Sie wirken platt und reflektieren die Sonne besonders stark. Nimmst Du sie von der Seite auf, entsteht eine interessante Perspektive. Die Blüte wird räumlicher. Vielleicht schimmern sogar die Staubgefäße durch die dünnen Blütenblätter?

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Je nach Deinen Vorrausetzungen kannst Du natürlich auch mehrere Tipps gleichzeitig anwenden, um ein korrekt belichtetes Blümchenfoto zu erhalten. Probiere es doch einfach mal aus!

Hat Dir dieser Artikel weiter geholfen? Empfehle ihn gerne weiter. Ich freue mich auch über Kommentare und Links zu Deinen Bildern von hellen Blüten.

Du möchtest noch mehr Blütenfoto-Tipps, die leicht umzusetzen sind? Hier entlang!

Hier findest Du alle meine Artikel mit Tipps zur Fotografie.

Fototipp: Nutze den Hintergrund bewusst!

Ein häufiger Anfängerfehler: Du bist so mit dem Hauptmotiv beschäftigt, dass Du den Vorder- und den Hintergrund außer acht lässt und gar nicht so richtig wahr nimmst. Manchmal findet man vielleicht auch ein tolles Motiv, aber die Umgebung stört.

Mein Tipp: Spiele mit dem Hintergrund! Baue ihn bewusst als gestaltendes Element ins Bild mit ein!

Das Problem

Ein gutes Beispiel liefert dieses Bild hier. Ich fotografierte die Narzisse in meinem Garten. Hinter der Pflanze befand sich eine dunkle Hecke. Dahinter stand das Auto des Nachbarn. Sein Rücklicht wurde von der Sonne bestrahlt und leuchtete dadurch rot. Ich hätte mich jetzt ärgern können über den unnatürlichen Lichtfleck. Oder ich hätte ihn in der Nachbearbeitung aus dem Bild entfernen können.

Die Lösung

Ich öffnete die Blende (großes „Loch“ gleich kleiner Blendenwert gleich kleiner Schärfebereich) und positionierte mich mit der Kamera so, dass sich der nun entstandene rote Bokehkreis genau hinter der Blüte befand. Die Narzisse wurde nun quasi vom Hintergrund zusätzlich betont. Der Lichtkringel ist mein gestalterisches Mittel, um das Foto interessanter zu machen. Die weit geöffnete Blende lässt das Auto verschwinden. Ohne den Lichtkreis wäre das Bild ein ganz normales Blumenfoto. Schön, aber nichts besonderes.

Probiere es mal aus. Du wirst sehen: Man kann auch in der Fotografie aus der Not eine Tugend machen!

Hier geht es zu einem anderen Fototipp.