Flieg Hummel, flieg!

In der Reihe „Geschichten übern Gartenzaun“ möchte ich ein paar Beobachtungen und Erfahrungen teilen, die ich bei meinen Streifzügen durch unser kleines Gartenparadies erlebt und gesehen habe.

Hummeln können nicht fliegen, sagt die Physik. Die Hummel weiß das nicht und fliegt trotzdem.

…vielleicht hast du diesen Spruch schon einmal gehört! Hier zeige ich Dir die Steigerung:

hummellogosk

Zur Zeit stehen die Rhododendren im Garten in voller Blüte. Umschwirrt werden sie von Hummeln und Bienen. Als ich sie letztens mit meiner Kamera beobachtete, fiel mir dieses Exemplar besonders ins Auge. Die Hummel war sehr groß und flog unbeiirt um die Blüten herum. Bei genauerem Hinsehen bemerkte ich ihre total ausgefransten Flügel.

Ich fand das so interessant und bewundernswert, dass ich sofort ein Foto machen musste!

Ein Flugzeug würde unter diesen Umständen niemals eine Starterlaubnis bekommen.

Übrigens können Hummeln trotz ihrem Missverhältnis zwischen Körpergröße und Flügelfläche fliegen, weil ihre Flügel sehr biegsam sind. Dadurch entstehen Wirbel, die ihnen Auftrieb geben. Bei meinem lädierten Model schien das sogar trotz Handicap zu funktionieren. Erstaunlich, oder?

Werbeanzeigen

Farben-Flower-Power

Ich hatte mal wieder Lust, ein typisches „Steflei-Fotografie“- Foto zu bearbeiten. Da wäre zum ersten meine Lieblingsfarbkombination. Ich mag das kühle Blau als Kontrast zum warmen kräftigen Pink! Zum zweiten siehst Du eines meiner liebsten Motive: Blümchen!

Nelkelogosk

Damit Du einen Vergleich zwischen dem unbearbeiteten Foto und dem Endergebnis hast, habe ich hier einen Link für Dich. Klick da unbedingt mal drauf!

Ich weiß, dass eine so kräftige Bildbearbeitung nicht jedem gefällt. Ich habe schon einmal einen Artikel geschrieben, warum ich meine Bilder gerne stark bearbeite…

Magst Du solche Vorher-Nachher-Vergleiche, oder interessiert Dich nur das Endergebnis?

Nimm immer Deine Kamera mit!

Heute habe ich einen kleinen aber elementaren Fototipp für Dich!

Gestern waren wir auf der Festung Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz. Als wir losfuhren hatten wir recht starken Schneeregen und dazu Nebel. Aus diesem Grund wollte ich eigentlich meine Kamera gar nicht mitnehmen. Wir wollten dort ein Abendessen genießen und waren sowieso nicht vorrangig zum Sightseeing aufgebrochen. Mein Partner meinte aber, ich würde mich ärgern, wenn ich die Kamera nicht mitnehmen würde. Also habe ich doch meinen Fotorucksack gepackt. Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt. Der Regen ließ nach und wir konnten eine super Aussicht von der Festung genießen! Die Sonne kam zwar nicht hervor, aber wann hat man schon einmal die Möglichkeit Rapsfelder und Nebelwolken gleichzeitig zu sehen?

Daher mein Tipp für Dich:

Nehme immer Deine Kamera mit! Im schlimmsten Fall hast Du sie umsonst getragen. Im besten Fall hast Du ein seltenes oder besonders schönes Motiv ablichten können. Stell Dir mal vor, ich hätte gestern meinen Fotorucksack daheim gelassen! Ich hätte mich unheimlich geärgert!

königstein und Lilienstein

Auf dem Foto siehst Du die Friedrichsburg, die Elbe und den Lilienstein.

Wie machst Du das? Nimmst Du immer Deine Kamera mit? Oder nutzt Du im Notfall „nur“ das Handy?

 

Overlays und Texturen selbst erstellen

Wer meine Art der Fotografie schon ein wenig verfolgt, dem wird aufgefallen sein, dass ich meine Bilder gerne verfremde. Ich bin kein Dokumentarfotograf und möchte das auch gar nicht sein. Ich habe auch schon einen Artikel über meine Bildbearbeitung geschrieben: Warum ich meine Bilder gerne stark bearbeite…

Manchmal nutze ich für meine Fotos sogenannte Overlays. Das sind Fotos mit Lichtstimmungen oder besonderen Bokehs und Farben. Diese lege ich mit den Bildbearbeitungsprogrammen „gimp“ oder „Picmonkey“ in einer zweiten Ebene über das Originalbild. So ist es mir möglich, das Ausgangsfoto in eine andere Atmosphäre zu versetzen.

10887365_716741501758169_7614993791645240348_o

Man kann diese Texturen und Overlays kaufen und manchmal auch gratis bekommen. Die kostenlosen Produkte haben aber häufig keine gute Qualität, oder man hat keine Lizenz zur Nutzung. Außerdem finde ich es immer besser, „was eigenes“ zu machen.

Ich möchte Dir deshalb in diesem Tutorial erklären, wie auch Du Deine persönlichen Overlays erstellen kannst.

Du benötigst:

• Einen sehr hellen Ort, am besten eine sonnige Stelle im Haus, eine Lampe geht natürlich auch
• Eure betriebsbereite Kamera
• Ein Makroobjektiv oder ein auf etwa 90 mm Brennweite „ausgefahrenes“ Zoomobjektiv
• Reflektierende, glitzernde bunte Folie (z.B. Bonbonpapier, die Verpackung vom Schokoweihnachtsmann- oder Osterhase…) oder bunte Gegenstände, über die Du zusammengeknüllte und wieder ein bisschen glatt gezogene transparente Folie (z.B. von einer Tüte oder die Blumenstraußverpackung) legst – lass Deiner Kreativität freien Lauf!
• Wenn Du eher flächige Farben ohne Glitzerreflektionen möchtest, dann legst Du Dir farbliche, matte Materialien zurecht (z.B. Kataloge, Zeitungen, Servietten, Tücher…)

Jetzt kann es losgehen!

So geht es:

• Ganz wichtig – Autofokus aus! Die Fotos dürfen, nein MÜSSEN unscharf werden.
• Blende weit öffnen, ISO niedrig halten (ich nehme maximal 200, das kommt aber auch sehr auf das Rauschverhalten Deiner Kamera an), kurze Belichtungszeit. Im Zweifelsfall lieber die Belichtungszeit etwas verlängern (verwackeln ist ja in diesem Fall ziemlich egal), aber den ISO-Wert gering halten, um ein Bildrauschen zu verhindern.
• Nun kannst Du, indem Du Dich auf Dein Objekt zu- oder wegbewegst, bzw. die Brennweite Deines Zoomobjektives variierst, einen passenden Bildausschnitt suchen. Nicht immer muss das Bild maximal verschwommen und unscharf sein – z.B. wenn man lieber schöne runde abgegrenzte Bokehkreise erhalten möchte.
Es ist außerdem sinnvoll, bei der Wahl des Bildausschnittes mit Bedacht vorzugehen. Wenn man beispielsweise seine Bilder normalerweise nach der Drittelregel ausrichtet, ist es gut, wenn man dies bei den Texturen auch macht. Das erleichtert das spätere Zusammenfügen Deiner Werke bei der Bildbearbeitung. So kann man zum Beispiel darauf achten, dass sich die Bokehkreise im goldenen Schnitt befinden und nicht in der Mitte. Oder dass sich zwei „Farbbreie“ in der Diagonale des Bildausschnittes treffen usw..
• Manchmal muss man sich oder die Objekte nur ganz wenig bewegen, um völlig verschiedene Bilder zu erhalten. Da hilft nur Ausprobieren!
• Übrigens kann man auch prima Holzmaserungen, Tapeten, Gardinen, den Himmel usw. scharf oder unscharf abfotografieren und als Textur verwenden! Dazu kann man auch ein Objektiv mit kleinerer Brennweite nehmen (z.B. das Kitobjektiv)

Gratis Overlays für Dich!

Dir ist die Tüftelei zu aufwendig, oder Du hast im Moment keine Zeit, Deine eigenen Dateien zu erstellen? Wenn Du trotzdem ein wenig mit Overlays herum experimentieren möchtest, dann klick doch mal auf folgenden Link: gratis Overlays. Dahinter verbergen sich 12 kostenlose Werke für Deine Bildbearbeitung. Wenn Du sie nutzt, freue ich mich über einen Link zu diesem Blogartikel hier. Das ist aber kein Muss.

So sehen die Overlays aus:

11021318_718389638260022_6840315674995718325_o

Hier siehst Du ein Beispielbild, in dem ich die Datei aus dem Kästchen links unten verwendet habe:

10996499_715509098548076_4464259752673540208_o

Sehr gerne kannst Du den Artikel teilen und mir Links zu Bildern Deiner entstandenen Werke in die Kommentare posten. Ich freue mich. Vielen Dank!

PS: Ich habe ergänzend noch einen Blogbeitrag gefunden, den Du Dir auch anschauen solltest. In diesem Blogbeitrag wird erklärt, wie Du Texturen aus Kies und Mustern erstellen kannst. Zusätzlich gibt es eine kleine Einführung, wie Du Deine Fotos in der Bildbearbeitungssoftware zusammen fügen kannst. Hier ist der Artikel: Texturen in der Fotografie.

Meine schönsten Frühlingsbilder

honigbienenlogosk

Letzte Woche veröffentlichten gleich zwei Blogs denen ich folge eine Blogparade mit ähnlichem Inhalt. Cornelia von den Silvertravellers ruft auf, die schönsten Frühlingsfotos zu zeigen. Pixelwo bittet darum, sich Gedanken zu machen, warum man den Frühling liebt. Da sich beide Themen ganz wunderbar ergänzen, gibt es nun einen Beitrag für beide Blogparaden von mir!

haselblütesklogo

Ich muss sagen, die Auswahl der Bilder fiel mir nicht leicht. Zum einen fotografiere ich im Frühling immer sehr viel, weil es auch ausreichend Motive gibt. Ich habe also die Qual der Wahl. Zum anderen gefallen mir einige „frühere Werke“ nicht mehr. Mein Geschmack und mein Anspruch haben sich scheinbar geändert.

weg_Buschwindröschenlogosk

Darum liebe ich den Frühling:

Alles ist im Aufbruch!

krokus makrologosk

Nach dem grauen, kargen Winter bin ich froh, wenn es wieder grünt und sprießt! Ich mag zwar jede Jahreszeit, der Frühling und der Sommer sind aber meine Favoriten! Ich liebe es, der Natur zuzuschauen. Wie sich die Pflanzen durch die Erde schieben, wie die Insekten wieder fliegen, wie die Vögel singen und ihre Nester bauen… Das löst in mir echte Glücksgefühle aus – auch wenn das sehr kitschig klingt! Ich beobachte dieses alljährliche Schauspiel immer mit großer Freude.

Ich liebe die Farben, Geräusche und Gerüche!

 

Landeskrone

Ich kann mich an den kräftig gelben Rapsfeldern kaum satt sehen. Der Duft von Veilchen und Holunderblüten ist unnachahmlich gut. Das Zwitschern der Vögel und Summen der Bienen weckt die Lebensgeister.  Kurz: alle Sinne sind auf Empfang und werden verwöhnt!

Die Tage werden heller und wärmer!

glaskugellogosk

Bei längeren trüben Zeitspannen werde ich schnell missmutig. Wenn ich wieder am Abend auf der Bank vorm Haus sitzen und Licht tanken kann, geht es mir gleich viel besser. Ein Frühlingsgefühl stellt sich ein und ich fühle mich wieder vitaler. Außerdem friere ich schnell. Gut, wenn man sich nach dem kalten Winter wieder aufwärmen kann!

252textsklogo

Gefallen Dir meine Frühlingsbilder? Wenn Du ein paar Tipps brauchst, um deine Fotografie zu verbessern, dann klicke gerne hier: Fototipps

 

 

So sieht ein Makrofotograf

Wenn man gerne fotografiert, entwickelt man automatisch ein Auge für besondere Motive. Sogar wenn ich meine Kamera nicht dabei habe, beobachte ich das Licht und mir fallen viele kleine Details auf. Insbsondere seit ich Makros mache, betrachte ich die Welt mit anderen Augen. Ich erblicke zum Beispiel schneller Insekten als andere und Pilze finde ich nach ästhetischen Gesichtspunkten. Mein Partner und mein Sohn sammeln die Essbaren und ich entdecke besonders hübsche oder klitzekleine Exemplare. Aber auch bei Pflanzen fallen mir schnell besondere Motive auf. Zum Beispiel Samenstände.

Hier zeige ich Dir meine neueste Entdeckung. Ein paar minikleine Sempervivum (Hauswurz) im blühenden Moos auf einem Stein. Zum Vergleich habe ich einen Euro daneben gelegt.

moos_stein

Ich habe mir also meine Kamera und das Makroobjektiv geschnappt und mich direkt neben den Stein gekniet. Hier siehst Du die entstandene Aufnahme:

sempervivum_und_moologosks

Ich freue mich immer wie ein Kind, wenn ich meine Entdeckungen mit Dir teilen kann. Mich faszinieren die kleinen Zauberwelten, die man sieht, wenn man Nahaufnahmen macht! Das macht mich sehr glücklich.

Flitterwochen in Dänemark

Weißt Du was eine Honeymoon-Zystitis ist?

Das ist eine durch häufigen Geschlechtsverkehr hervorgerufene Harnblasenentzündung bei der Frau. Da ich als Dozentin für Pflege auch Krankheitslehre unterrichte, war die theoretische Erläuterung dieser Erkrankung bisher mein einzigster Bezugspunkt zu den Flitterwochen. Da wir dieses Jahr heiraten, rückt nun diese erste Reise als verheiratetes Paar auch bei uns in den Fokus (Ich hoffe nicht die passende Krankheit dazu, hihi!).

Liane vom Blog Die Reiseeule veranstaltet eine Blogparade mit dem Titel Die schönsten Honeymoon- bzw. Flitterwochen Ziele. Ich möchte ihren Aufruf zum Anlass nehmen, über unsere Pläne zur Hochzeitsreise zu berichten!

Wir fahren nach Dänemark!

norrelogosk

Warum? Weil wir schon jahrelang begeistert unsere Urlaube an der dänischen Westküste verbringen. Wir lieben die (manchmal wilde) Nordsee, die Ruhe und die weiten einsamen Strände.

Für wen eignet sich dieses Land als Honeymoonziel besonders?

  • Für Liebhaber einsamer Strände, fernab von trubeligen Promenaden.
  • Für Paare mit Kindern und/oder Hunden.
  • Für Menschen mit Flugangst.
  • Für „Selbermacher“, die auf den typischen Hotelservice verzichten können. In Dänemark sind Ferienhäuser und Wohnmobile typisch.
  • Für Leute, die sich selbst beschäftigen können und es ruhig mögen.
  • Für Paare, die auch ohne tropische Temperaturen den Strand und das Meer lieben.
  • Für Naturliebhaber.

Bernstein am Strand der Nordsee

Nach der aufregenden und anstrengenden Hochzeit möchten viele Paare logischerweise eine entspannte Reise verbringen und ihr Zweisamkeit genießen. Da geht ganz fantastisch in warmen Urlaubsländern. Deshalb fallen vielen Menschen als erstes Ziele wie Bali und Teneriffa ein. Allerdings gibt es durchaus Gründe, die eine Reise zu solchen Orten ausschließen. Sei es die Flugangst, der Hund oder die Aussicht auf eine Unterbringung in einem lauten Hotel. Mein Tipp für alle, die deshalb nicht in ein exotisches Land reisen möchten: Dänemark! Dort kann man mit Kind und Kegel ganz fantastisch entspannen. Man darf sich nur nicht vor zu viel Ruhe und ein wenig mehr Do-it-yourself scheuen. Dann liegt einem naturnahen Reiseerlebnis nichts mehr im Wege. Übrigens ist es im Hochsommer dort durchaus schön warm, so dass man auch baden gehen kann. Und wer auf romantische Sonnenuntergänge steht, der ist an Dänemarks Stränden allemal bestens aufgehoben!

nordseesk

Warum ist Dänemark unser Lieblingsreiseland?

Wir haben weder Hunde, noch Flugangst. Trotzdem fahren wir jedes Jahr in unser Herzensland. Sobald wir in Dänemark sind, entspannen wir, als würde man einen Schalter umlegen. In dem Land ist vieles unkomplizierter als in Deutschland: Selbst an abgelegenen Strandzugängen findet man häufig saubere Toiletten. Parkgebühren zahlt man nur an besonders exponierten Stellen, wie Grenen. Supermärkte findet man auch in kleineren Gemeinden. Die Öffnungszeiten sind großzüzig gewählt. An den Straßen findet man immer wieder kleine Stände mit Gemüse, Brennholz und Marmelade. Dazu eine Kasse des Vertrauens. Am Strand gibt es kostenlose und ausreichende Parkplätze. An den Autostränden darf man sein Fahrzeug sogar mitbringen. Man liegt am Meer nicht Handtuch an Handtuch, sondern hat Platz zum Nachbarn… Das alles trägt sehr zu unserem Wohlgefühl bei. Ein zweiter Pluspunkt sind die liebevoll eingerichteten und sehr komfortablen Ferienhäuser. In Dänemark gibt es Häuschen, die findet man in Deutschland entweder gar nicht, oder kann sie sich nicht leisten. Wlan, Kamin und Whirlpool sind fast schon Standard. Manche Häuser warten sogar mit Pool, Sauna oder Tischfußball auf. Außerdem liegen die Siedlungen oft sehr strandnah. Wir lieben ausgiebige Strandspaziergänge und es ist einfach herrlich, wenn man dazu nicht erst kilometerweit fahren muss.

thorup

Du siehst, es gibt viele gute Gründe, in Dänemark Deinen Urlaub und Deine Flitterwochen zu verbringen. Ich habe mir fest vorgenommen, bei Gelegenheit einen kleinen Ratgeber mit Tipps für die Reise ins Land der Wikinger zu schreiben. Ich hoffe, ich habe Dir bis dahin ein wenig Lust auf Dänemark gemacht!

lyngvig sk

Wo hast du Deine Flitterwochen verbracht? Oder welche Reiseziele hast Du dieses Jahr?

Tipps für Makros von Insekten

Eines der häufigsten Motive von Makrofotografen sind Insekten und Spinnentiere. Die kleinen Krabbler und Flieger sind faszinierend. Nahaufnahmen von ihnen erlauben es uns, sie in Ruhe betrachten zu können. Durch die Vergrößerung erkennen wir kleine Details, die uns sonst verborgen bleiben. Durch ihre Schnelligkeit und Winzigkeit ist es eine besondere Herausforderung, eine scharfe Aufnahme von Insekten zu erhalten. Diese Schwierigkeit macht die Makrofotografie umso spannender und reizvoller.

Im Frühling sind Bilder der ersten Bienen an den Frühblühern zurecht ein beliebtes Motiv für jeden Fotografen. Zwei schöne Dinge kommen hier quasi zusammen. Hübsche Blüten und interessante Tiere. Auch mich hält es kaum im Haus, wenn die Saison endlich wieder los geht. Es gibt zwar immer irgend etwas zu fotografieren, aber das Frühjahr und der Sommer haben nach der langen Winterzeit ihren ganz besonderen Zauber!

In meinem Beitrag Wollschweber an Lungenkraut habe ich Dir schon einen ultimativen Ratschlag gegeben, wie Du besonders entspannt zu tollen Makros von Insekten kommst. Falls Du den Artikel noch nicht gelesen hast, hole das bitte unbedingt nach!

Nun möchte ich Dir noch ein paar neue Tipps geben, die Dir helfen, Deine Ausbeute an brauchbaren Makros zu erhöhen:

1. Begib dich auf Augenhöhe!

Wenn Du Insekten auf niedrig wachsenden Blumen fotografieren möchtest, ist es sinnvoll, sie aus ihrer Höhe zu fotografieren, oder Dich zumindest nah nach unten zu bewegen. Lichtest Du Bienen oder Hummeln an blühenden Bäumen und Sträuchern ab, begebe Dich ebenfalls auf den gleichen Blickwinkel wie sie. Du möchtest die Tiere ja möglichst groß abbilden. Außerdem ist diese Perspektive besonders reizvoll, weil sie nicht alltäglich ist. Normalerweise sehen wir ja Blumen meist von oben, weil wir stehen.

makro_Biene_Krokuslogosk

2. Nimm eine kleinere Blende!

Ja kleiner Du die Blende wählst (Merke: Die Blendenzahl muss dann größer werden), desto größer ist der Schärfebereich. Sicherlich möchtest Du möglichst viel des Insekts scharf abbilden. Auch kleinere Verwackler fallen so weniger ins Gewicht. Aber Achtung: Je kleiner Du die Blende wählst, desto dunkler wird Dein Foto, weil weniger Licht auf den Sensor fällt. Du musst also parallel dazu die Belichtungszeit etwas verlängern. Die Kunst dabei ist, das du sie natürlich nicht zu lang wählen darfst. Dein Insekt bewegt sich meist, oder der Wind weht und es kommt zu Bewegungsunschärfe bei zu ausgiebiger Belichtungszeit. Da du Insekten aber in der Regel an hellen Tagen fotografierst, weil dann die Blüten geöffnet sind und besonders viele Tiere unterwegs sind, brauchst du meist keine zu lange Zeit.

hummelschwärmerlogosk

3. Fokussiere auf die Augen!

Ich finde, ein Foto von Tieren wir erst dann als richtig scharf wahrgenommen, wenn der Fokus, also der schärfste Punkt des Bildes, auf den Augen sitzt. Das ist -zugegeben- nicht immer ganz einfach. Gerade bei Makros hilft Dir dann häufig nicht mehr der Autofokus Deiner Kamera. Stelle ihn am besten ab und fokussiere manuell. Entweder Du stellst am Objektivring Dein Bild scharf, oder du bewegst leicht Deinen Körper hin und her, um scharfe Augen zu erwischen. Bei letzterem kannst Du natürlich nicht mit dem Stativ arbeiten. Übrigens: Wenn Du ein Insekt von der Seite fotografierst, befindet sich besonders viel des Tieres im Schärfebereich.

Prachtlibellelogosk

4. Nutze die Serienbildfunktion!

Du kannst an Deiner Kamera einstellen, ob sie einmal auslösen soll, oder kurz hintereinander mehrmals. Die Ausbeute an scharfen Bildern ist höher, wenn Du das sich schnell bewegende Insekt im minimalen Abstand häufiger fotografierst. Irgendwann wird der kleine Flieger oder Krabbler zufällig in den Schärfebereich gelangen. Ich selbst halte aber von der Methode nicht viel, da man zwangsläufig auch viel Ausschuss produziert.

bläuling

Hast Du noch Fragen, oder weitere Tipps? Dann lass es mich wissen!

Du möchtest lieber Blumen und Blüten fotografieren? Dann empfehle ich Dir den Artikel 7 Fototipps für Blütenbilder. Auch lesenswert: Fototipps fürs Schmetterlingshaus.

Automatik oder manueller Modus?

Ich möchte Dir in diesem Beitrag zeigen, dass es sich lohnt, den Automatikmodus Deiner Kamera zu verlassen. Du wirst sehen, dass Du mit manuellen Einstellungen das Ergebnis Deines Fotos viel besser nach Deinen Wünschen gestalten kannst. 

Ich möchte mich weder über die „Automatik-Knipser“ (wie sie in bestimmten Foren gerne genannt werden) lustig machen, noch jemanden belehren. Jeder hat einmal klein angefangen und ich habe selbst sehr lange Zeit nur mit den Automatikprogrammen gearbeitet. Unter bestimmten Umständen (zum Beispiel wenn es schnell gehen muss), nutze ich die Automatik auch heute noch. Warum auch nicht? Dafür ist sie doch da! Die zwei Fotos sollen lediglich demonstrieren, dass es lohnt, sich einmal eingehender mit seiner Kamera zu beschäftigen, da man dadurch die Bilder optimieren kann und sie besser nach seinen Vorstellungen gestalten kann.

demosk

Beide Fotos sind unbearbeitete JPGs. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen war es sonnig. Beim oberen Foto hatte ich das Programmrädchen auf „Makro“ gestellt. Die Kamera nahm folgende Einstellungen vor: Blende F/5.6, Belichtungszeit 1/125 Sek., Iso 200. Das Foto ist scharf geworden und sieht ganz gut aus. Durch die Helligkeit wirkt die Distel sehr zart und filigran. Aber: Die Kamera hat die Blüte und die Blätter überbelichtet. In den überstrahlten Bereichen ist keine Zeichnung mehr vorhanden. Zudem wirken die Farben flau. Das untere Foto habe ich gleich im Anschluss im manuellen Modus „M“ gemacht. Ich nahm folgende Einstellungen vor: Blende F/10, Belichtungszeit 1/320 Sek., Iso 100. Auch dieses Foto ist scharf. Die Blende habe ich relativ weit geschlossen, damit möglichst ein großer Bereich der Blüte scharf wird. Die Aufnahme ist aber nicht überbelichtet und hat deutlich kräftigere Farben. Ich habe eine kürzere Belichtungszeit gewählt, weil es windig war und den Iso-Wert so niedrig wie möglich gestellt, um das Rauschen des Bildes zu minimieren.

Ich habe mal den Vergleich von einer Kamera und einem Messer gelesen. Man kann mit einem Messer ein Stück Brot abschneiden, aber auch filigrane Sachen schnitzen. Es kommt immer auf die Hand an, die es führt. Genau so ein Werkzeug ist Deine Kamera. Du kannst sicherlich auch mit der Automatik passable Bilder schießen. Mit der Wahl eigener Einstellungen hast Du aber mehr Möglichkeiten, das Optimum aus Deinen Motiven heraus zu holen. Die Kamera konnte in meinem Foto zum Beispiel nicht wissen, dass es windig ist und eine kurze Belichtungszeit besser ist.

Jetzt bin ich natürlich mega neugierig! Wie ist das bei Dir? Welche Programme nutzt Du am liebsten und warum?

Hier findest Du alle meine bisher erschienenen Fototipps.

Nahaufnahmen von Perlen und Spitze

Seit ich mein Brautkleid letzten Donnerstag gekauft habe, bin ich vollends im Vorfreudemodus auf unsere Hochzeit. Das Kleid ist noch im Laden. Aber den Bolero habe ich schon Zuhause. Und was macht man damit? Richtig! Fotos! 🙂 Ich habe mir meine Kamera und das Makroobjektiv geschnappt und Nahaufnahmen der Perlenblumen und der Spitzendetails  auf dem Jäckchen gemacht. Sind sie nicht hübsch?

Bolerologosk

spitzelogosk

Eigentlich bin ich ja so gar nicht die typische Prinzessin. Am liebsten trage ich Jeans. Aber irgendwie habe ich mich in diese Mädchensachen verliebt!

Rosa Deko wird es auf unserer Hochzeit aber trotzdem nicht geben. Keine Angst! So weit geht mein Sinn für weibliche Romantik dann doch nicht ;-).