Mein Nicht-Fotografie-Gefühl

„Du fotografierst ja gar nicht mehr!“, mahnte mich meine innere Stimme. Woran liegt das bloß?

Ich muss sagen, ich genieße dieses Jahr den Frühling im Garten sehr intensiv. Jahrelang nahm ich die Natur quasi nur durch den Sucher wahr. Immer wenn ich mir Zeit nahm, durch den Garten zu streifen, hatte ich auch die Kamera in der Hand. Ich „dachte“ in Bildern. Wenn ich eine Blüte sah, fragte ich mich sofort, ob sie fotogen genug ist. Und wenn ja, von welcher Seite sie wohl am besten abzulichten sei. Über die flinken Bienchen ärgerte ich mich oft, wenn ich es nicht schaffte, schnell genug abzudrücken.

Dieses Jahr ist das anders. Ich hatte gar kein Verlangen, die wunderschönen lilafarbenen Krokusse zu fotografieren. Ich bestaunte sie einfach nur. Ich lasse die Natur und die Motive auf mich wirken, ohne sie in fotografierenswert oder belanglos einzuteilen.

Obwohl für mich die Fotografie der Entspannung diente, bin ich jetzt nicht unentspannter. Im Gegenteil. Das Fotografieren hat in mir auch Druck aufgebaut. Du MUSST mal wieder ein wirklich außergewönliches Foto machen. Du MUSST mal wieder die neuen Fotos auf der Speicherkarte bearbeiten. Du MUSST mal wieder einen neuen Blogartikel schreiben.

All das habe ich im Moment abgelegt. Ich fühle mich freier. Mir ist es auch egal, dass dadurch die Zugriffszahlen auf diesem Blog hier nicht mehr wachsen. Ich bin sehr froh, dass ich mich von diesem Druck lösen konnte.

Vorgestern allerdings hatte ich echte Lust, die Kamera zur Hand zu nehmen. Ich liebe Buschwindröschen. Dieses Jahr gibt es besonders viele davon in meinem Garten. Also fotografierte ich sie. Gestern hatte ich dann auch spontan Freude daran, die beste Aufnahme zu bearbeiten.

TADAA! Hier ist mein neuestes Foto!

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Zur Bearbeitung habe ich ein selbst erstelltes Overlay genutzt, um das Blümchen zarter wirken zu lassen. In einem älteren Artikel hatte ich schon mal beschrieben, wie Du Overlays und Texturen selbst erstellen kannst. Dort findest Du auch einen Link zu Overlays und Texturen von mir, die Du gerne nutzen kannst.

So sah das Bild ohne Bearbeitung aus:

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Benötigst Du noch Tipps, für die Blütenfotografie? Hier findest Du zwei Beiträge dazu:

7 Fototipps für Blütenbilder und Helle Blumen fotografieren

Lass es dir gut gehen und genieße den Frühling. Ich hoffe, dass Dir das trotz der derzeitigen Beschränkungen gelingt!

Fotografierst Du derzeit intensiv, oder lässt Du es auch ruhiger angehen?

Kurzurlaub in Bad Sulza

Mein Mann hatte mir zu Weihnachten eine Reise in die Toskana Therme Bad Sulza in Thüringen geschenkt. Damit hat er, ohne es zu wissen, einen Wunsch meiner Bucket List erfüllt.

Wir waren vom 14.02. bis zum 16.02.2020 dort und es hat uns sehr gefallen. Da wir direkt an Ort und Stelle im Hotel gewohnt haben, konnten wir uns schon im Zimmer in die Badesachen schmeißen und benötigten keine Umkleidekabinen. Das war äußerst praktisch und komfortabel. Bademantel drüber und gut! Das Baden in der Therme war sehr entspannend. In allen Becken fünfunddreißig Grad Wassertemperatur und Unterwassermusik. Das Solewasser gab starken Auftrieb. Absaufen unmöglich! So ließen wir uns zwei Tage im wahrsten Sinne des Wortes treiben.

Zwischendurch war natürlich auch ein wenig Sightseeing angesagt! Am Samstag erkundeten wir das Stadtmuseum und eine Privatsammlung alter Rundfunktechnik direkt im Bahnhof.

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Vom Außenpool aus sahen wir schon am Freitag eine Burg, die wir ebenfalls näher erkundeten. Die Sonnenburg thront über Bad Sulza. Sonderlich historisch ist sie allerdings nicht. Sie wurde 1908 erbaut und beherbergt ein Restaurant. Wir waren etwas enttäuscht, dass wir trotz Mittagessen pro Person drei Euro für die Begehung der Aussichtsterasse bezahlen sollten. Irgendwie machte das Lokal trotz seiner hübschen Einrichtung einen lieblosen Eindruck. Da fehlte die Leidenschaft für Gastronomie.

Auf dem Heimweg von unserem Kurzurlaub kamen wir an einem Waldstück im Ort Kaatschen-Weichau vorbei. Der gesamte Waldboden war voll mit Märzenbechern. Der Waldboden war sehr feucht und wir mussten sehr aufpassen, dass wir keines der zarten Frühlingsboten zertraten. Ich konnte deshalb nicht mein Makroobjektiv nutzen, da ich nicht nah genug an die Blütenpracht herankam. Aber ich denke, auch mit meinem Zoomobjektiv konnte ich hübsche Bilder machen. Zumindest kann man sich so ein wenig vorstellen, wir der Blumenteppich aussah:

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Wenn du ein paar Tipps für die Fotografie weißer Blüten suchst, wirst Du hier fündig: Helle Blumen fotografieren

Gehst du gerne in Thermen oder Erlebnisbäder? Welche kannst Du mir empfehlen?

 

 

Nimm immer Deine Kamera mit!

Heute habe ich einen kleinen aber elementaren Fototipp für Dich!

Gestern waren wir auf der Festung Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz. Als wir losfuhren hatten wir recht starken Schneeregen und dazu Nebel. Aus diesem Grund wollte ich eigentlich meine Kamera gar nicht mitnehmen. Wir wollten dort ein Abendessen genießen und waren sowieso nicht vorrangig zum Sightseeing aufgebrochen. Mein Partner meinte aber, ich würde mich ärgern, wenn ich die Kamera nicht mitnehmen würde. Also habe ich doch meinen Fotorucksack gepackt. Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt. Der Regen ließ nach und wir konnten eine super Aussicht von der Festung genießen! Die Sonne kam zwar nicht hervor, aber wann hat man schon einmal die Möglichkeit Rapsfelder und Nebelwolken gleichzeitig zu sehen?

Daher mein Tipp für Dich:

Nehme immer Deine Kamera mit! Im schlimmsten Fall hast Du sie umsonst getragen. Im besten Fall hast Du ein seltenes oder besonders schönes Motiv ablichten können. Stell Dir mal vor, ich hätte gestern meinen Fotorucksack daheim gelassen! Ich hätte mich unheimlich geärgert!

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Auf dem Foto siehst Du die Friedrichsburg, die Elbe und den Lilienstein.

Wie machst Du das? Nimmst Du immer Deine Kamera mit? Oder nutzt Du im Notfall „nur“ das Handy?

 

Meine schönsten Frühlingsbilder

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Letzte Woche veröffentlichten gleich zwei Blogs denen ich folge eine Blogparade mit ähnlichem Inhalt. Cornelia von den Silvertravellers ruft auf, die schönsten Frühlingsfotos zu zeigen. Pixelwo bittet darum, sich Gedanken zu machen, warum man den Frühling liebt. Da sich beide Themen ganz wunderbar ergänzen, gibt es nun einen Beitrag für beide Blogparaden von mir!

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Ich muss sagen, die Auswahl der Bilder fiel mir nicht leicht. Zum einen fotografiere ich im Frühling immer sehr viel, weil es auch ausreichend Motive gibt. Ich habe also die Qual der Wahl. Zum anderen gefallen mir einige „frühere Werke“ nicht mehr. Mein Geschmack und mein Anspruch haben sich scheinbar geändert.

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Darum liebe ich den Frühling:

Alles ist im Aufbruch!

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Nach dem grauen, kargen Winter bin ich froh, wenn es wieder grünt und sprießt! Ich mag zwar jede Jahreszeit, der Frühling und der Sommer sind aber meine Favoriten! Ich liebe es, der Natur zuzuschauen. Wie sich die Pflanzen durch die Erde schieben, wie die Insekten wieder fliegen, wie die Vögel singen und ihre Nester bauen… Das löst in mir echte Glücksgefühle aus – auch wenn das sehr kitschig klingt! Ich beobachte dieses alljährliche Schauspiel immer mit großer Freude.

Ich liebe die Farben, Geräusche und Gerüche!

 

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Ich kann mich an den kräftig gelben Rapsfeldern kaum satt sehen. Der Duft von Veilchen und Holunderblüten ist unnachahmlich gut. Das Zwitschern der Vögel und Summen der Bienen weckt die Lebensgeister.  Kurz: alle Sinne sind auf Empfang und werden verwöhnt!

Die Tage werden heller und wärmer!

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Bei längeren trüben Zeitspannen werde ich schnell missmutig. Wenn ich wieder am Abend auf der Bank vorm Haus sitzen und Licht tanken kann, geht es mir gleich viel besser. Ein Frühlingsgefühl stellt sich ein und ich fühle mich wieder vitaler. Außerdem friere ich schnell. Gut, wenn man sich nach dem kalten Winter wieder aufwärmen kann!

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Gefallen Dir meine Frühlingsbilder? Wenn Du ein paar Tipps brauchst, um deine Fotografie zu verbessern, dann klicke gerne hier: Fototipps

 

 

Der perfekte Hintergrund für Dein Fotomotiv

Wie Du vielleicht schon gemerkt hast, mag ich leicht umzusetzende Fototipps aus dem Low Budget Bereich. Heute habe ich mal wieder einen kleinen Quicktipp für Deine Fotografie.

Auf dem Beitragsfoto siehst Du das Makro einer Traubenhyazinthe. Und wie ist der Hintergrund entstanden?

Ganz einfach:

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In diesem Making of siehst du, dass ich das Fotomotiv ganz einfach vor den Bildschirm meines Laptops gestellt habe. Im Hintergrund habe ich ein von mir selbst erstelltes Bokeh-Overlay aufgerufen. Das geht natürlich mit allen farbigen Flächen und Mustern, die Du im Internet findest. Wenn sich Dein gewählter Backround nur teilweise und unscharf abzeichnet, sollte es auch keine Probleme mit dem Urheberrecht geben. Der Vorteil: Du kannst ganz gezielt beeinflussen, wie Dein Hintergrund aussehen wird. Beispielsweise kannst Du Deine persönlichen Corporate Design Farben wählen, falls Du einen Blog oder ein Unternehmen hast. Dieser Fototipp eignet sich auch sehr gut für Produktfotos.

Warum der passende Hintergrund für Dein Foto sehr wichtig ist, erfährst Du in meinem Fototipp: Nutze den Hintergrund bewusst! Du möchtest lieber wissen, wie man einen verträumten Vordergrund in ein Bild zaubert? Dann schau Dir diesen Fototipp an.

Ist denn schon wieder Herbst?

Überall im Netz kann man schon wieder wunderschöne Fotos von Krokussen und Schneeglöckchen bestaunen. Auch ich hatte gestern große Lust, Nahaufnahmen von Frühblühern zu machen. Wir hatten warmen Sonnenschein und der Frühling lag in der Luft. Leider gab es noch keine Blumen im Garten. Also mussten die alten Samenstände der Echinacea herhalten. Ich fotografierte sie voriges Jahr in voller Blüte.

Meine Bearbeitung geschah wieder nach Lust und Laune und mutet etwas herbstlich an. Es fehlte noch das frische Grün.

Das erste Bild habe ich mit einem Objektiv von einem alten Diaprojektor gemacht. Ich habe es einfach vor den Body meiner Kamera gehalten. Alte Linsen mögen vielleicht nicht die Schärfe von modernen Gläsern besitzen. Aber sie zaubern in die Bilder einen Effekt, der aussieht wie gemalt, oder?

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Hier ist ein Vorher/Nachher-Vergleich für Dich.

Das zweite Foto habe ich mit meinem Makroobjektiv gemacht. Ich besitze das Tamron 90mm 2.8. Irgendwie hat mich die verblühte Blume an eine Rakete erinnert. Dem Hintergrund habe ich deswegen ein wenig „Sternenstaub“ hinzugefügt.

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Ich weiß, meine Art der Bildbearbeitung hat viele Fans, aber auch Kritiker. Zu diesem Thema habe ich schon einmal einen Artikel geschrieben: Warum ich meine Bilder gerne stark bearbeite….

Ich finde, diese welken Schönheiten haben durchaus ihren Reiz, oder was meinst Du? Auf alle Fälle sieht man Fotos von Samenständen nicht so oft. Schon alleine deshalb sind sie ein Hingucker!

Rapslandschaft

 

Gestern konnten wir die herrliche Natur der Oberlausitz genießen. Ich bin jedes Jahr aufs Neue überrascht, WIE gelb der Raps ist! Ein verschwenderischer Griff in den Farbtopf, der mich glücklich macht. Die gelben Teppiche strahlten mit der Sonne um die Wette. Der Berg Landeskrone bei Görlitz sieht aus, wie aus einem Märchen. Klar, dass ich davon unbedingt ein Foto machen musste!

Ich schenke Dir ein Foto!

Im Garten blühen die Obstbäume. Bei meinem Streifzug durch den Frühling habe ich ein Foto mit viel satten blauen Himmel fotografiert. Durch den Freiraum eignet es sich super als Blogfoto für Deine Beiträge. Ich schenke es Dir! Klicke einfach auf den Link zur Dropbox und lade es gratis herunter. Du kannst es nach Lust und Laune bearbeiten. Bitte verlinke meinen Blog bei Benutzung https://stefleifotografie.wordpress.com/. Du hast keinen Blog, möchtest mein Foto aber zum Beispiel als Titelbild bei Facebook nutzen, oder als Desktopfoto? Kein Problem. Du darfst es natürlich auch kostenlos downloaden. Die Datei darf nicht weiter verkauft werden und es dürfen mit dem Foto keine kommerziellen Druckerzeugnisse erstellt werden.