Fotoregeln kombinieren

Ich habe schon einige Artikel geschrieben, in denen ich Dir Fototipps gegeben habe. In diesem Beitrag erfährst Du, wie ich diese Regeln kombiniere. Die Ratschläge gelten besonders für die Naturfotografie und sind gut auf Makrofotos von Blüten und Insekten anwendbar.

1. Bestimme Deinen Bildausschnitt BEVOR das Insekt erscheint

In meinem Artikel Wollschweber an Lungenkraut habe ich Dir schon einmal erklärt, warum das sinnvoll ist. Du kannst Dein Bild schon „komponieren“ und einen Schärfebereich wählen, bevor ein Insekt angeflogen kommt. Das vermeidet Hektik und schont dadurch Deine Nerven.

2. Fokussiere auf die Augen

Im Beitrag 7 Fototipps für Blütenbilder habe ich Dir den Tipp gegeben, auf die Staubgefäße, also „das Gesicht“ von Blumen zu fokussieren. So ist es auch bei Menschen- und Tierportraits. Die Augen sollten immer der schärfste Bereich im Foto sein. Das schmeichelt unseren Sehgewohnheiten, die auf das fixieren des Gegenübers programmiert sind.

3. Beachte die Drittelregel

Wenn Du Dein Hauptmotiv mittig im Bild platzierst, wirkt das Foto oft langweilig. Positioniere Dein Objekt besser auf den gedachten Linien, die beim Dritteln des Bildes entstehen würden. Das erzeugt Interesse und Spannung. Es gibt Kameras, bei denen man diese Hilfslinien im Sucher einblenden kann. Vielleicht hilft das Dir?

4. Vordergrund macht Bild gesund

Das Hummelchen scheint in einem Meer von Blüten zu baden. Das sieht sehr malerisch aus. In meinem Artikel Wie verträumte Fotos schon in der Kamera entstehen… habe ich Dir aufgeschrieben, wie Du diesen Effekt ganz natürlich ohne künstlichen Weichzeichner in der Nachbearbeitung erzielst. Ich habe das Insekt durch Blüten hindurch fotografiert, die sich vor meiner „Hauptblume“ befanden. Du musst dazu eine große Blendenöffnung wählen (die Blendenzahl ist also klein) und manuell fokussieren, denn Deine Kamera wird immer auf den Vordergrund scharf stellen wollen.

Ich finde, wenn man mehrere Regeln der Fotografie miteinander kombiniert, ist das wie eine gut gewürzte Mahlzeit beim Kochen. Die einzelnen Geschmacksträger müssen sich untereinander verstärken und abrunden, damit der Gesamteindruck stimmig ist. Nur ein einzelnes Gewürz oder die Anwendung nur einer Fotoregel ist meist zu wenig. Zu viele verschiedene Komponenten verwirren aber den Gaumen oder das Auge.

Meine Tipps habe ich Dir noch einmal visuell dargestellt:

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Die Pflanze heißt übrigens Purpursonnenhut (Echinacea purpurea). Es ist eine blühfreudige winterharte Staude. Sie ist sehr beliebt bei Insekten. Ich mag die tolle Farbkombination aus lila und orange besonders gern.

Wie schon ganz oben geschrieben, gibt es auf meinem Blog ganz viele Fototipps zu entdecken. Schau sie Dir gerne an!

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Fast Food aus der Nordsee

Diese Collage beweist: Möwen brauchen keinen Sternekoch. Sie sind auch mit dem Speiseangebot der Nordsee sehr zufrieden und angeln sich ihre Sterne einfach selbst.

Ich fertige sehr selten Collagen aus meinen Fotos an. Hier hat es sich aber super angeboten, oder was sagst Du? Aus den zwei Bildern ist eine kleine Geschichte geworden.

Erstellt habe ich mein Werk mit der Online-Bildbearbeitungssoftware Picmonkey.

Warum ich meine Fotos verschenke

In diesem Artikel erfährst Du etwas über die Bilderseite Pixabay, Stockfotografie und Nutzungsrechte bei Fotos. Und natürlich, warum ich ein paar Fotos von mir verschenke.

Vorige Woche las ich einen Blogartikel mit dem Titel „Fotos: Meine Bilder gratis auf Pixabay – Bin ich jetzt endgültig verrückt?“ vom Blog-Pirat. Das machte mich neugierig.

Der Autor stellte die Bilderplattform Pixabay vor. Ich hatte in der Vergangenheit schon Kontakt mit dem Stockfotoportal fotolia, was eine ähnliche Fotoseite ist. Dort lud ich zwei Fotos hoch. Man konnte pro Download 2 Cent verdienen oder so. Ich verdiente vielleicht 4 Cent, die mir nie ausgezahlt wurden, weil die Summe zu gering war.

Was sind eigentlich Stockfotos?

Stockfotos sind massenkompatible Bilder, die man sich meist gegen ein geringes Entgelt herunterladen kann, um sie dann für sein eigenes Marketing verwenden zu können. Wenn also beispielsweise ein Eiscafe werben möchte, kann der Betreiber sich bei Stockfotoportalen ein paar nett lächelnde Menschenportraits und ein paar Bilder mit Eisbechern downloaden. Anschließend werden die Fotos dann für den Druck der Eiskarte und der Gestaltung der Webseite genutzt. Wenn man Bilder von solchen Fotobörsen kauft, kann man sich weitestgehend sicher sein, dass man keine Lizenzen verletzt, oder Bilderklau betreibt.

Toll, aber…

Es gibt auch viele Kritiker von solchen Portalen. Die Fotos sind häufig Massenware. Sie sind zwar technisch perfekt, aber seelenlos. Auch Berufsfotografen stehen Stockfotos oft ablehnend gegenüber. Fotos werden zu Ramschartikeln und drücken die Preise der Fotobranche nach unten.

Was gibt es für Nutzungslizenzen bei Fotos?

Vielleicht hast Du schon einmal von Creative Commons Lizenzen oder dem Copyright gehört. Man kann einem Bild verschiedene Nutzungsrechte einräumen. Die schärfste oder härteste Stufe ist das ©. Es bedeutet auch „all rights reserved“. Das Foto darf nicht anderweitig verbreitet werden. Bei Wikipedia kannst Du Dir alle möglichen Lizenzen zur Fotonutzung anschauen. Die schwächste oder offenste Rechtsform ist CC0. Sie räumt dem Nutzer die meisten Nutzungsmöglichkeiten ein. Diese Lizenz haben die Bilder der Fotoplattform Pixabay.

Was ist Pixabay?

Pixabay ist eine Mischung aus Foto Community und Stockfotoagentur. Man richtet sich einen Account ein und kann Bilder hochladen. Bildsichter und Mitglieder entscheiden dann, ob die Fotos den Ansprüchen genügen und auf der Webseite bleiben dürfen. Das sichert die Qualität. Wenn man Fotos hochläd, muss man sich allerdings im klaren sein, dass die Bilder gratis heruntergeladen und für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke von anderen genutzt werden dürfen. Dabei muss nicht mal der Name des Fotografen genannt werden. Wie oben beschrieben ist das die Lizenz CC0. Man verschenkt also seine Werke. Die Nutzer dürfen aber freiwillig spenden. Zusätzlich ist es möglich, anderen Fotografen bei pixabay zu folgen und deren Werke zu liken und zu kommentieren.

Warum mache ich da mit?

Ich muss doch verrückt sein! Vielleicht.

Ich fotografiere seit 2006. Es sind in dieser Zeit sehr viele Fotos entstanden. Die meisten fristen ihr Dasein im Festplattengrab. Warum soll ich sie dann nicht der Öffentlichkeit zugänglich machen? Das ist meiner Meinung nach besser, als sie ungenutzt zu lassen. Ich lade Bilder in hoher Qualität hoch (sonst würde man sie ablehnen), die die B-Seiten meiner Arbeit ausmachen, oder einfach als Stockbild oder Blogfoto taugen. Beispielsweise sind das Bilder mit viel freier Fläche zum Schrift einfügen.

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Oder Fotos, die schon alt sind und kaum ideellen Wert mehr für mich besitzen.

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Diese Bilder sind weniger wertvoll für mich, oder extra als Hintergrundbild fotografiert. Ich würde aber nie Fotos kostenlos zur Verfügung stellen, die mir sehr wichtig sind. Denn ehrlich gesagt…

Es tut ein bisschen weh!

Ich habe kein Problem damit, die Fotos gratis zugänglich zu machen. Meine bevorzugte Nutzungslizenz wäre aber die zwingende Nennung des Fotografen und das Ausschließen einer kommerziellen Verwendung. Auch eine weitere Bildbearbeitung sollte man unterbinden können. Kurz: die Lizenz

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by-nc-nd wäre meine erste Wahl. Übrigens haben wir in Deutschland noch das Urheberrecht, was man nicht abgeben kann. Das bedeutet, trotz freier Nutzbarkeit der Bilder, kann man mit meinen Fotos beispielsweise nicht an Fotowettbewerben teilnehmen.

Ich bin wie gesagt erst sehr kurz bei pixabay dabei. Ich bin gespannt, wozu andere Leute meine Bilder nutzen und wo sie so im Netz auftauchen. Mein erfolgreichstes Bild hat schon 731 Downloads und ist erst sechs Tage online.

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Zusätzlich bringt mir meine Aktivität bei Pixabay noch ein paar Klicks hier auf diesen Blog, da ich ihn auf meinem Pixabay-Profil verlinkt habe.

Wie stehst Du zu Stockfotos? Nutzt Du sie, oder stellst Du selbst Deine Bilder zur Verfügung? Oder findest Du, solche Agenturen schädigen die Fotobranche?

Fischerboote im Mondschein

… oder vom Blutmond, der keiner ist.

… oder wie der Weißabgleich die Bildstimmung beeinflusst.

Du siehst, ich hätte viele Titel für diesen Beitrag wählen können.

Die letzten zwei Wochen verbrachte ich meinen Urlaub in Dänemark. Genauer gesagt in der Jammerbucht in Norddänemark. Zum Jammern waren die Ferientage aber keinesfalls. Meine Familie und ich verbrachten eine wunderschöne Zeit in unserem Herzensland. Es war bereits der achte Urlaub in Dänemark.

Wir wohnten in Thorup Strand, einem kleinen Fischerort. Selbstverständlich bekam auch ich die Berichterstattung des Blutmond-Ereignisses durch die Medien mit. Ich hatte nicht vor, ihn zu fotografieren. Als ich am Abend vorher allerdings den Fast-Vollmond so wunderbar über den gestrandeten Booten aufgehen sah, war es um mich geschehen! Ich machte ein paar Probeschüsse und freute mich auf das „Event“ am nächsten Tag!

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… Aber Pustekuchen! Am besagten Blutmondtag erschien der Erdtrabent nicht, oder nur schemenhaft. Da es im Norden von Dänemark zur Ereigniszeit noch relativ hell war und der Mond durch die Verfinsterung viel schwächer als üblich leuchtete, konnte man ihn kaum erkennen. Zusätzlich gab es noch ein paar dünne Schleierwolken. Deshalb habe ich für Dich leider nur die Fast-Vollmondbilder vom Vortag.

Damit wäre die erste und die zweite Version der möglichen Titel geklärt.

… oder wie der Weißabgleich die Bildstimmung beeinflusst.

Was glaubst Du, wieviel Zeit zwischen den beiden Aufnahmen vergangen ist?

Keine! Beide Fotos entstanden um 22:18, direkt nach dem Sonnenuntergang. Eigentlich logisch, der Mond wäre ja sonst gewandert.

Was beide Bilder unterscheidet, ist der Weißabgleich. Im ersten Foto ist er kühl eingestellt, im zweiten Bild warm. Er beeinflusst maßgeblich die Wirkung eines Fotos und wird mit „WB“ für „White Balance“ abgekürzt. Dafür gibt es an der Kamera eine Taste, oder/und einen Menüpunkt. Im Normalfall erkennt Deine Kamera automatisch die Lichtstimmung. Deshalb ist der Weißabgleich meist voreingestellt. Natürlich kann der Fotograf ihn aber jederzeit ändern. So ist es z.B. möglich, die Stimmung des Lichtes zu unterstreichen, oder bewusst abzuändern. Auch im Nachhinein ist dies bei einer RAW-Datei während der Bearbeitung noch möglich. Bei der Bildbearbeitung von JPGs ist eine Änderung der Farben nur noch bedingt machbar.

Normalerweise ist das Licht zur blauen Stunde, also ca. eine Stunde nach Sonnenuntergang eher bläulich. Darum heißt diese Zeitspanne so. Zusätzlich ist blau eine kalte Farbe und nachts sinken die Temperaturen. Die kühle Blaufärbung im ersten Bild unterstreicht daher den Einbruch der Dunkelheit und passt besser zu einer Vollmondnacht.

Tatsächlich war die Sonne aber gerade erst am Horizont des Meeres untergegangen. Sie tauchte den Himmel und die Umgebung noch in ein rötliches Licht. Das zweite Foto kommt der wirklichen Farbstimmung also deutlich näher, als Bild Nummer eins.

Hier siehst Du den Strand und das Licht in der entgegengesetzten Richtung:

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Beide Fotos sind also fast identisch. Ich habe meinen Standpunkt nicht verändert. Trotzdem haben sie ganz unterschiedliche Wirkungen. Manchmal ist es also durchaus sinnvoll, seiner Kamera nicht alle Entscheidungen abzunehmen.

Nun bist Du gefragt. Welches der beiden Bootsbilder gefällt Dir besser? Ich bin sehr gespannt auf Deine Meinung, denn ich kann mich nicht entscheiden.

Aufgelesen

Diesen Blog gibt es nun schon über ein halbes Jahr. Es wird deshalb Zeit, einmal drei andere Blogs vorzustellen, denen ich folge. Dahinter stehen Menschen, die mich von Beginn an begleiten und denen ich damit danken möchte. Alle drei Seiten empfehle ich uneingeschränkt. Schaut doch bitte mal vorbei!

1. Nadine Merschmann

Ohne ihre Seite gäbe es meinen Blog wahrscheinlich gar nicht. Sie hat mich nämlich erst auf die Idee gebracht, ihn zu gründen. Nadines Blog nennt sich Allimoblog. Warum er so heißt, erklärt sie hier. In ihren Beiträgen geht es um Fotografie und um das Schreiben. Was ich besonders mag ist ihr persönlicher Schreibstil und ihre Fotos.

Nadine hat auch eine Facebookseite. Darüber folge ich ihr schon länger. Dort berichtete sie über ihre eigene Bloggründung und hat mich damit „angesteckt“.

Warum ich meinen Blog gegründet habe, erfährst Du hier.

2. Anna Koschinski

Annas Blog findest Du hier. Ganz kurz nachdem meine Seite online ging, wurde ich auf ein Projekt von ihr aufmerksam. Es ging damals darum, den Monat Februar 28 Tage lang jeden Tag etwas zu schreiben. Ziel war es nicht, 28 Blogbeiträge zu veröffentlichen, sondern einfach jeden Tag zu texten. Hier findest Du meine Februarbeiträge inklusive meiner Fotografie-Biografie. Ich war sehr fleißig, weil Anna gut motivieren kann. Zudem hatte ich Urlaub und damit viel Zeit.

Anna befasst sich mit dem Thema Text und allem was dazu gehört. Sie hat eine angenehme unaufdringliche Art, ihren großen Wissens- und Erfahrungsschatz zu teilen. Sie gibt immer wieder informativen Input rund ums Thema schreiben, bloggen und formulieren. Auch Anna ist bei Facebook vertreten. Hier ist ihre Seite.

3. Kay von Twistheadcats

Twistheadcats habe ich auch zuerst über die zugehörige Facebookseite entdeckt. Hinter diesem Blog steckt Kay. Sie hat keinen Nischenblog, sondern schreibt über viele verschiedene Dinge. In diesem Artikel beschreibt sie, wie sie zu dem originellen Blognamen kam. Besonders mag ich ihre Kolumnen zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen. Manchmal stellt sie auch Produkte vor und gibt Fitness- und Reisetipps. Ihre Beiträge sind informativ, sehr vielseitig und unterhaltsam zugleich. Ihr Blog ist eine Pralinenschachtel. Man weiß nie, was kommt.

Du siehst, ich lese Blogs mit ganz unterschiedlichen Themen. Gerade diese Vielfalt finde ich bereichernd. Es ist schön, mal über den Tellerrand zu schauen.

Ich habe vor, immer mal wieder gute Blogs und Social Media Seiten zu teilen.

Wem folgst Du besonders gerne? Ich freue mich über Deine Geheimtipps!

Der Fluch der Hobbyfotografie

In diesem Artikel habe ich Dir erzählt, was ich an meinem Hobby, der Fotografie, liebe.

Leider gibt es auch Dinge, die mich in den Wahnsinn treiben. Darüber möchte ich in diesem Beitrag berichten.

1. Ich bekomme nie genug davon

Es ist eine Sucht. Sobald man ein Bild im Kasten hat, wächst der Wunsch nach dem nächsten Schuss. Das Glücksgefühl weicht dem Begehren nach einem neuen Motiv. Besonders im Urlaub, wo man sich ja nur eine begrenzte Zeit an einem fernen Ort aufhält, möchte man möglichst viele Must-have-Fotospots ablichten. Und das dann noch bei perfektem Wetter und zur besten Tageszeit. Das Licht muss ja stimmen! Ich setze mich dann immer ziemlich unter Erfolgsdruck und kann die Reise zeitweise nicht richtig genießen, denn ich bin immer unzufrieden. Romantische Sonnenuntergänge nehme ich nur durch den Sucher wahr. Entspannende Erholung? Fehlanzeige!

2. Ich vergleiche mich mit anderen

Um besser zu werden, ist eine gewisse Selbstkritik ja sicherlich nicht verkehrt. Es gehört auch dazu, mal nach links und rechts zu schauen. Wenn man seine Bilder aber zu häufig mit den Werken anderer Fotografen vergleicht, kann das frustrieren.

Verstehe mich nicht falsch: Ich bin nicht neidisch auf die anderen. Ich fühle mich nur ziemlich schnell wie ein kleiner Dilettant.

Zur Zeit ist das mal wieder der Fall bei mir. Ich schaue meine Fotos sehr kritisch an und bin im Moment echt unzufrieden mit meinem Können. Da ich die Fotografie nur als Hobby betreibe, muss ich keine Leistung abliefern. Trotzdem setze ich mich unter Druck. Insbesondere meine Bildbearbeitung setzt mir momentan zu. Bei anderen sieht das besser aus.

3. Das Equipment kostet viel Geld

Ich bin kein Mensch, der jedes neue Objektiv braucht und mit Profikameras liebäugelt. Mein Fotozubehör kommt aber so langsam in die Jahre. Ich nutze teilweise Linsen, die ich vor über 10 Jahren gekauft habe. Damals legte ich noch nicht so viel Wert auf Lichtstärke. Auch Bildstabilisatoren habe ich nicht an jedem Objektiv. Mein Makroglas musste ich beispielsweise ersetzen, weil sich die Blende nicht mehr schließen ließ. Es war defekt. Kurz: Früher oder später wird es Zeit für was Neues! Die Ersatzinvestitionen kosten aber so einiges!

Trotz allem liebe ich die Fotografie natürlich sehr. Ich hoffe, dass Dich mein Jammerbeitrag nicht vergrault. Aber ich denke, alles im Leben hat zwei Seiten und es ist nicht immer alles nur super, prima und gigantisch toll. Deswegen gehört es für mich auch dazu, mal etwas negatives zu berichten.

Wie siehst Du das? Sollte man nur positive Blogbeiträge schreiben? Gibt es auch Dinge, die Dich an Deinem Hobby stören? Ich freue mich über Deine Gedanken.

Todsünden bei der Erntefotografie

Ich fotografiere unglaublich gerne landwirtschaftliche Fahrzeuge zur Erntezeit. Damit bin ich auch nicht alleine. Das ganze Jahr über wird so viel über die Landwirtschaft geschimpft. Aber wenn die Ernte eingefahren wird, gibt es viele interessierte Gäste am Feldrand.

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Zum Thema Erntefotografie habe ich aber kaum Beiträge im Netz gefunden. Darum möchte ich Dir in diesem Artikel ein paar Tipps für gute Erntebilder geben. Oder anders herum: Ich sage Dir, was Du unbedingt bei der Erntefotografie vermeiden solltest:

1. Du bringst Dich in Gefahr

Mähdrescher fahren recht langsam und ändern in der Regel nicht abrupt die Richtung. Du solltest Dich aber trotzdem nicht dazu verleiten lassen, den Fahrzeugen zu Nahe zu kommen. Die Fahrer rechnen nicht mit Fußgängern auf den Feldern. Außerdem gibt es oft noch andere landwirtschaftliche Fahrzeuge (zum Beispiel Abfahrer), die ebenfalls auf den Feldern herum fahren. Wenn Du durch den Sucher schaust, bist Du abgelenkt. Sie könnten Dich übersehen und Du merkst es zu spät. Bleibe deshalb unbedingt am Feldrand stehen. Sicher ist sicher.

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So nicht!

2. Du behinderst die Erntefahrzeuge

Die angrenzenden Feldwege werden von Traktoren befahren, die das Getreide abholen. Du solltest also weder im Weg rumstehen, noch Dein eigenes Auto darauf parken.

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3. Du musst das Objektiv wechseln

Ich kenne kaum einen staubigeren Ort, als Felder während der Ernte. Wenn Du dort Deine Kamera öffnest, um das Objektiv zu wechseln, sind Verschmutzungen im Inneren fast schon vorprogrammiert. Du wirst Sensorflecken auf Deinen Bildern sehen und Deine Kamera reinigen müssen.

Um das zu verhindern, nutze ich ein Telezoomobjektiv. Damit kann ich ohne Objektivwechsel sowohl nähere Aufnahmen machen, als auch entfernte Mähdrescher heranholen. Kleiner Nebeneffekt: ich brauche das Feld nicht betreten (siehe Punkt 1).

Wenn Du Dein Objektiv trotzdem wechseln möchtest, setze Dich dazu am besten ins Auto und verschließe Deine Fototasche gut, wenn Du sie mit raus nimmst.

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4. Du hast keine Zeit und Geduld

Nicht immer „passt“ alles auf Anhieb. Obwohl ich des öfteren die Möglichkeit habe Erntemaschinen zu fotografieren (An dieser Stelle danke ich meinem Partner. Er arbeitet in der Branche und nimmt mich immer mal mit), „läuft“ es manchmal nicht so gut.

Vielleicht hast Du dir eingebildet, den Sonnenuntergang mit auf das Bild zu bannen und Klärchen versteckt sich im entscheidenden Moment hinter den Wolken. Oder die Drescher machen soviel Staub, dass Du sie kaum sehen kannst. Manchmal leeren sie den Bunker auch gerade weit entfernt am anderen Feldrand. Oder die Luft flimmert durch die Hitze so stark, dass Du kein scharfes Bild bekommst.

Deshalb ist es besser, wenn Du viel Zeit mitbringst. Manchmal muss man auf DAS Bild einfach warten. Manchmal wartet man vergeblich. Schließlich sind die Bilder ja nicht gestellt.

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5. Du bist schlecht vorbereitet

Du stehst ohne Kopfbedeckung den ganzen Nachmittag in Deinem dunklen T-Shirt in der Sonne. Zu trinken hast Du vergessen. Kurz: Du kannst Deine Fotosafari gar nicht genießen. Wenn Du selbst unzufrieden und genervt bist, wirst Du auch keine Geduld für gute Fotos aufbringen und damit Punkt 4 nicht beachten können. So einfach das klingt: Denke nicht nur an Deine intakte Fotoausrüstung, sondern auch an Dich! Bequeme Kleidung, Sonnenschutz, Essen und Trinken und vielleicht sogar ein Mückenspray sind Pflicht!

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Wenn Du diese Basics beachtest, hast Du schon einmal die Grundlagen für gute Erntebilder geschaffen. Im nächsten Artikel gebe ich Dir bald noch ein paar Tipps, die Du bei der Motivwahl beachten solltest. Schau unbedingt rein!

Hummelschwärmer

Derzeit summt und brummt es nur so in der Natur und in meinem Garten. Nachdem letzte Woche ein kamerascheuer Schwalbenschwanz beim Anblick meines Fotoapparates das Weite suchte, hatte ich heute mehr Glück! Ein seltener Hummelschwärmer ließ genau drei schnelle Aufnahmen zu, bevor er verschwand. Hier ist ein Wikipedia-Link zum zu den Schmetterlingen gehörenden Insekt. Ich habe mich riesig über seinen Besuch gefreut. Siehst Du, wie transparent seine Flügel sind?

Wenn Dich ein schneller Tipp für gute Insektenfotos interessiert, lies bitte diesen Artikel von mir.

Warum die Fotografie ein großartiges Hobby ist

Melanie und Thomas vom Blog Reisen-Fotografie haben zu einer Blogparade aufgerufen. Sie möchten wissen, warum die Fotografie ein großartiges Hobby ist.

1. Ich kann Dinge entdecken und sichtbar machen, die man mit bloßem Auge gar nicht sehen kann.

Ich liebe die Makrofotografie. Dabei werden kleine Dinge wie Blüten und Insekten in einem Maßstab von mindesten 1:1 dargestellt. Dadurch kann man winzige Details besser und genauer betrachten, als das normal möglich ist. Ich liebe ebenfalls die Natur. Sie bietet soviel bewundernswertes. Mit Hilfe der Nahaufnahmen kann ich diese kleinen Wunder sichtbar machen. Oftmals gibt es Erstaunliches zu entdecken. Das möchte ich gerne zeigen.

Libelle
Libelle in der Abendsonne

2. Ich kann die Zeit anhalten oder verlängern

Ich mag es, mit den Belichtungszeiten zu spielen. Es ist mir möglich, Dinge darzustellen, die man ohne die Aufnahme gar nicht sehen könnte. Ich kann den Augenblick einfrieren:

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Bunker bei Agger, Dänemark

oder verlängern (hier sind es 65 Sekunden):

Vigsø
Bunker in Vigsø, Dänemark

3. Ich kann mit Licht malen

Ich bin kein sonderlich guter Maler. Mit Hilfe der Fotografie ist es trotzdem möglich, mich visuell auszudrücken. Sieht dieses Bild mit dem soften Hintergrund nicht aus, wie ein Gemälde von Monet?

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Nicht nur während der Aufnahme kann ich entspannen und mich ausleben. Ein wichtiger Baustein der Fotografie ist für mich ebenfalls die Bildbearbeitung. Warum ich meine Bilder gerne stark bearbeite, erfährst Du hier.

4. Ich kann Erinnerungen sammeln

Es gibt (dokumentarische) Bilder, die für mich einfach dazu gehören. Das sind Fotos, die mein Leben und das meiner Familie dokumentieren. (Verstorbene) Verwandte geraten nicht in Vergessenheit, wenn man sie auf alten Bildern betrachten kann. Entwicklungsschritte von Menschen, oftmals verbunden mit Ereignissen wie Geburtstagsfeiern, Schulanfang usw., sind dokumentiert. Das ist mir sehr wichtig. Es hilft, die Erinnerung daran frisch zu halten.

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5. Ich kann Dinge teilen, die mir wichtig sind

… und an denen ich mich selbst erfreue. Ich mag es zum Beispiel, Urlaubsfotos zu zeigen, Erntefotos und Bilder der Heimat. Es ist mir ein Anliegen, meine Freude über die schönen Landschaften zu teilen. Es gefällt mir, wenn ich Fotos von Insekten und Blüten zeigen kann. Vielleicht kann ich damit ja auch den einen oder anderen Betrachter auf die Schönheit der Natur aufmerksam machen?

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Fasanenschlösschen, Moritzburg

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6. Ich bin ortsunabhängig und kann mich ausprobieren

Es gibt viele Hobbys, die man entweder draußen machen kann (wie angeln). Oder drinnen (wie töpfern). Die Fotografie ist innen wie außen möglich. Bei schlechtem Wetter weiche ich einfach in die Wohnung aus. Durch diese räumliche Beschränkung habe ich dann häufig kreative Motivideen.

Kristall
Kristall, von zwei Lichtquellen beleuchtet, mit Diaprojektorobjektiv fotografiert
Pailletten
Pailletten in Öl/Wasser, auf einer CD

Sicherlich gibt es noch viele andere Gründe, warum die Fotografie ein großartiges Hobby ist. Ich bin schon ganz gespannt auf die Blogbeiträge der anderen.

Wenn Du wissen möchtest, wie sich mein Hobby entwickelt hat, lies meine Fotografie-Biografie.

Wie alles im Leben, hat auch mein Hobby eine Kehrseite der Medaille. Hier erfährst Du deshalb drei Dinge, die ich an der Fotografie NICHT mag.

 

 

 

 

 

 

Fototipps fürs Schmetterlingshaus

Im Mai ging es zum Betriebsausflug ins wunderschöne Schmetterlingshaus nach Jonsdorf. Ich konnte viele gute Fotos machen. Nun möchte ich gerne meine Erfahrungen, die ich an diesem Tag machen konnte, mit Dir teilen. In diesem Tropenhaus gibt es nicht nur Schmetterlinge, sondern auch Reptilien, Äffchen und Fische. Ich möchte mich in meinem Beitrag aber nur auf die Insekten fokussieren.

Tipp 1: Trage luftige, helle Kleidung!

In Schmetterlingshäusern herrschen tropische Temperaturen. Es ist feuchtwarm. Ziehe Dich also nicht zu warm an, schließlich möchtest Du Dich ja wohl fühlen und Deinen Besuch genießen können. Helle Kleidung reflektiert Licht, dunkle Kleidung schluckt es. Trage also helle Töne.

Schmetterlinge mögen übrigens rot. Da Du die kleinen Flatterer aber schlecht fotografieren kannst, wenn Sie auf Deinem Rücken sitzen, oder auf Deinem Arm, verzichte lieber auf diesen Farbton.

Tipp 2: Plane den Tag und die Uhrzeit Deines Besuchs!

Meide wenn möglich Zeiten, an denen viele Besucher die Location besuchen. Das zeigt teilweise auch Google an. Du hast dann einfach mehr Ruhe und musst keine Rücksicht auf andere Leute nehmen.  Besonders hoch frequentiert sind die Wochenenden, Feiertage und Schulferien. Da Du auf Blitzlicht verzichten musst, wähle einen sonnigen Tag für eine hohe Lichtausbeute.

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Tipp 3: Nimm Dir Zeit!

Das hat mehrere Gründe. Solltest Du an einem kühlen Tag das Schmetterlingshaus besuchen, wird Dein Objektiv erst einmal anlaufen. Du fotografierst also wie durch eine Nebelwand. Warte also erst einmal ab, bis sich Dein Equipment aklimatisiert hat.

In dieser Zeit kannst Du Dir gemütlich einen Überblick verschaffen. Wo sitzen die faszinierenden Insekten? Wo sind ihre Futterplätze? Wo gibt es schönes Licht und hübsche Pflanzen?

Du wirst weniger Erfolg haben, wenn Du selbst unter Zeitdruck stehst und hektisch umhergehst. Sicher scheuchst Du damit die sensiblen Tiere auf. Bringe also genügend Zeit mit, um die Schmetterlinge beobachten zu können und vermeide schnelle Bewegungen.

Tipp 4: Nehme Dir ein Tuch zum putzen des Objektivs mit!

Wie ich oben schon geschrieben habe, werden Deine Linsen eventuell durch die hohe Luftfeuchte anlaufen. Ein weiches und fusselfreies Reinigungstuch hilft ungemein beim säubern der Gläser.

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Tipp 5: Störe die Tiere nicht und vermeide Blitzlicht!

Du bist Gast im Lebensraum der Flatterer! Störe die Insekten bitte nicht. Versuche sie weder aufzuscheuchen, noch zu berühren. Wenn die Tiere vor Dir wegfliegen, bekommst Du ohnehin keine Gelegenheit, sie zu fotografieren. Auch das Blitzlicht irritiert die Schmetterlinge.

Tipp 6: Wähle das richtige Objektiv!

Ich hatte mein Makroobjektiv und mein Teleobjektiv dabei. Ein Teleobjektiv bietet Dir die Möglichkeit, Fotos von weiter entfernten Insekten zu machen, ohne sie zu stören. Manchmal wirst Du, da Du die Wege nicht verlassen darfst, dadurch unerreichbare Schmetterlinge vor die Linse bekommen. Das Makrobjektiv bietet sich für entspannte und in Deiner Nähe sitzende Tiere an. Ich würde Dir eher zu längeren Brennweiten ab 50 mm raten.

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Tipp 7: Fokussiere auf die Augen!

Wie auch bei Menschenportraits solltest Du den Fokus auf die Augen der Tiere legen. Unsere Sehgewohnheiten fixieren automatisch die Augen von Mensch und Tier. Sie sollten deshalb scharf abgebildet werden.

Tipp 8: Wähle die richtige Kombination von Blende, Belichtungszeit und Iso!

Die größte Schwierigkeit ist es, die richtigen Einstellungen Deiner Kamera zu wählen. Es empfiehlt sich eine höhere Blendenzahl zu wählen. Du möchtest ja so viel Schmetterling wie möglich scharf abgebildet haben. Je kleiner die Blende, desto größer der Schärfebereich.

Leider wird Dein Bild dadurch aber dunkler, weil weniger Licht auf den Sensor trifft. Du musst also die Belichtungszeit erhöhen. Das bedeutet aber wiederrum, dass Dein Fotomotiv möglichst still sitzen muss und Du selbst eine ruhige Hand haben musst. Sonst wird Dein Bild trotz richtigem Fokus matschig durch die Bewegungsunschärfe.

Deine eigene Unruhe kannst Du durch Nutzung eines Stativs verhindern. Allerdings bist Du damit sehr unflexibel. Wenn Du Dein Dreibein endlich richtig positioniert und eingestellt hast, ist der Schmetterling vielleicht schon wieder weggeflogen.

Bleibt noch der Iso. Wenn Du einen hohen Wert wählst, erhälst Du ein helleres Bild, trotz kleiner Blende und längerer Belichtungszeit. Problem? -Ja, richtig! Das Foto rauscht. Zumindest, wenn Du wie ich eine preiswerte Einsteigerkamera benutzt. Meine Canon 700d beginnt schon bei ISO 400 deutlich zu rauschen. Das stört mich sehr!

Du siehst also, es ist ein kleiner Drahtseilakt und Du musst eine Kompromisslösung für die optimale Kameraeinstellungen finden. Wenn Du die vorangehenden Tipps umsetzt, kannst Du Deine Ergebnisse aber günstig beeinflussen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Ausflug in ein Schmetterlingshaus. Wenn Dir der Artikel gefallen hat, empfehle ihn gern weiter!

Hier habe ich noch einen Tipp für Insektenfotos für Dich!

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Dieser Beitrag nimmt an einer Blogparade von Frau Schweizer zum Thema „Tipps“ teil.