Ich schenke Dir ein Foto!

Im Garten blühen die Obstbäume. Bei meinem Streifzug durch den Frühling habe ich ein Foto mit viel satten blauen Himmel fotografiert. Durch den Freiraum eignet es sich super als Blogfoto für Deine Beiträge. Ich schenke es Dir! Klicke einfach auf den Link zur Dropbox und lade es gratis herunter. Du kannst es nach Lust und Laune bearbeiten. Bitte verlinke meinen Blog bei Benutzung https://stefleifotografie.wordpress.com/. Du hast keinen Blog, möchtest mein Foto aber zum Beispiel als Titelbild bei Facebook nutzen, oder als Desktopfoto? Kein Problem. Du darfst es natürlich auch kostenlos downloaden. Die Datei darf nicht weiter verkauft werden und es dürfen mit dem Foto keine kommerziellen Druckerzeugnisse erstellt werden.

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So findest Du Deinen Fotografie-Stil

Irgendwann fragt sich fast jeder Hobbyfotograf: „Was ist eigentlich mein Stil?“ Ich habe schon viele Diskussionen in Fotografiegruppen darüber gelesen. Es scheint also ein ziemlich wichtiges Thema zu sein.

Möchtest Du auch Deinen Stil finden?

Ich habe mir irgendwann auch die Frage gestellt, ob ich einen Stil habe und wie er denn nun aussieht.

Aber was ist damit eigentlich gemeint?

Ich denke, der eigene Fotografie-Stil ist der Charakter der Bilder. Etwas, dass sie unverwechselbar macht. Wenn man einen Stapel unbeschrifteter Fotos von verschiedenen Fotografen hätte, könnte man die Bilder den jeweiligen Künstlern zuordnen. Es ist ein Stück weit die persönliche Handschrift.

Wozu braucht man ihn?

Ich bin der Meinung, diese Frage ist ein Phänomen der Neuzeit. Früher galt die Fotografie als Handwerk. Individualität hatte keinen so hohen Stellenwert wie heute. Die Qualität musste stimmen. Natürlich gab es auch damals schon Ikonen, die sich abhebten. Heutzutage hat man aber vielfältigere Möglichkeiten mit der digitalen Bildbearbeitung. Das gibt viel Raum für den künstlerischen Aspekt.

Hinzu kommt der Marketing-Singsang diverser Social media- und Fotografiegurus: „Du musst Dich abheben! Du musst Deine Nische finden! Sei unverwechselbar!“

Dritter Grund ist der geradewegs inflationäre Einsatz von Presets. Presets sind Voreinstellungspakete in Lightroom und Photoshop, die einen bestimmten Look ganz schnell auf viele Bilder anwendbar machen. Wenn man sich dann die Fotostreams der Presetnutzer anschaut, ähneln die Bilder sich stark. Sie fallen zum Beispiel durch eine gleiche Tonung auf, haben immer den gleichen Kontrast und so weiter.

Fotografen verkaufen solche Presets gerne und werben damit. Der Stil wird damit zur Handelsware und wird als wichtig angepriesen. Das erhöht den Druck auf Fotografieneulinge. Prima! Das hilft beim verkaufen! Und Zack – schon ist das Produkt im Warenkorb. Man will ja, dass seine Fotos genauso aussehen, wie die vom Idol. Voll individuell. Genauso individuell wie die Fotos der 20.000 anderen Käufer des gleichen Presets. …Merkst Du was? Mit dem Stil lässt sich Geld verdienen. Die Werbung hat den Zweck, Bedürfnisse zu wecken, die man vorher gar nicht kannte.

Ist der Fotografie-Stil also etwas schlechtes?

Nein, natürlich nicht. Im Gegenteil. Ein Stück weit ist es sogar gut, sein eigenes Markenzeichen zu entwickeln. Gerade Berufsfotografen sollten eine eigene Fotografie-Handschrift haben. Deren Kunden möchten verlässlich wissen, wie die zukünftigen Bilder in etwa aussehen werden. Auch für Hobbyfotografen ist es nicht schlecht, einen Wiedererkennungswert zu haben. Schließlich gibt es ja eine große Masse von ihnen. Aber es ist wirklich wichtig, seinen EIGENEN Stil zu verfolgen und nicht einfach einen anderen zu kopieren.

Wie finde ich meinen eigenen Stil?

Vermutlich hast Du ihn schon. Du weißt es nur noch nicht. Deshalb möchte ich Dir ein paar Tipps geben. Sie sollen Dir dabei helfen, Deinen eigenen Stil zu erkennen und zu definieren. Los geht´s!

Tipp 1: Betrachte Deine Werke!

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Suche Dir 8 bis 12 Fotos aus Deinem Archiv aus, die Dir richtig gut gefallen. Schau sie Dir genau an und nimm Dir dabei Zeit. Entweder Du legst Sie Dir in gedruckter Form zurecht, oder Du fasst Sie auf dem Bildschirm zusammen. Wichtig ist, dass Du sie gleichzeitig betrachten kannst. Notiere Dir zu den folgenden Punkten Deine Beobachtungen. Findest Du Ähnlichkeiten?

Was sind Deine Hauptmotive? Hast Du Dir Portraits heraus gesucht, oder Landschaften? Magst Du lieber Blumenmakros, oder Tierfotos? Sind Deine Fotos vielleicht abstrakt, oder fotografierst Du Architektur?

Hast Du Lieblingsfarben und Farbkombinationen, die sich wiederholen? Sind Deine Bilder eher knallig bunt, pastellig oder schwarz-weiß? Magst Du bestimmte Farben überhaupt nicht?

Verfolgst Du einen bestimmten Bildaufbau? Befindet sich das Hauptmotiv eher in der Mitte, oder im goldenen Schnitt? Haben Deine Bilder klar definierte Bereiche? Legst Du beispielsweise Wert auf einen Vordergrund? Oder nimmt der Hintergrund viel Platz ein? Hast Du viel Raum um Deine Hauptmotive, oder beschneidest Du sie stark? Bevorzugst Du Composings?

-Wie kontrastreich und scharf sind Deine Werke? Legst Du viel Wert auf Schärfe, oder ist Dir das nicht so wichtig? Magst Du eher softe Schattierungen, oder hebt sich Dein Hauptmotiv stark vom Hintergrund ab?

Welches Format nutzt Du am meisten? Hoch- oder Querformat? Nutzt Du lieber Panoramen oder das Quadrat? Setzt Du Rahmen ein? Gestaltest Du gerne Collagen?

Was möchtest Du mit Deinen Werken ausdrücken? Bist Du ein Dokumentarfotograf, der wach rütteln möchte? Sind Deine Fotos eher beruhigend? Möchtest Du die Betrachter zum Staunen bringen?

Was gibt es sonst noch für Gemeinsamkeiten? Hast Du vielleicht eine Lieblingsperspektive? Benutzt Du bestimmte Bearbeitungsschritte/Presets/Overlays? Magst Du lieber Offenblende mit softem Bokeh, oder sind Deine Bilder von vorne bis hinten scharf? Sind Deine Bilder perfekt inszeniert, oder retuschierst Du sehr viel?

-Wenn Dir zu den Punkten nichts mehr einfällt, dann lehne Dich noch einmal zurück. Schaue Deine Bilder an und versetze Dich in die Lage eines fremden Betrachters. Was würde er spontan für Gemeinsamkeiten entdecken? Was würde er fühlen, beim Betrachten Deiner Bilder?

Du hast jetzt zu allen acht Punkten Deine Beobachtungen notiert. Nimm nun einen Stift und markiere Dir fünf bis acht Wörter oder Stichpunkte, auf die Du bei Deinen Bildern nicht verzichten möchtest? Was ist Dir besonders wichtig?

Bilde ein bis vier kurze Sätze, die Deine markierten Worte beinhalten. (Beispiel: Ich fotografiere am liebsten Kopfportraits in Polaroidrahmen. Am liebsten mag ich hübsche weibliche Models. Sie müssen perfekt geschminkt sein und ich lege viel Wert auf blasse Farben.)

Hier kannst Du Dir zum Tipp 1 ein kostenloses Worksheet herunterladen.

Tipp 2: Frage Deine Community, wie sie Deinen Stil beschreiben würde!

Sicherlich bist Du bei irgendeiner Fotoplattform oder bei einem Social-Media-Dienst angemeldet. Frage doch Deine Fans einmal, wie sie Deine Fotos beschreiben würden! Welche Gemeinsamkeiten fallen ihnen bei Deinen Bildern auf? Sicherlich helfen sie Dir gerne bei Deiner Suche!

Tipp 3: Schaue Dir die Bilder Deiner Lieblingsfotografen an!

Du kennst bestimmt viele verschiedene Fotografen im world-wide-web. Tendenziell folgt man eher Menschen mit ähnlichen Interessen. Sieh Dir ihre Bilder an! In welchen Bereichen ähneln sie Deinen Fotos? Warum bewunderst Du sie? Vielleicht gelingt es Dir, über diesen Umweg Deinen Stil zu definieren.

Extratipp, wenn Du Deinen Stil bis jetzt noch nicht gefunden hast

Warst Du schon einmal im Wald Pilze suchen? Um welche finden zu können, müssen logischerweise erst einmal welche gewachsen sein. Genauso ist es mit Deinem Fotografie-Stil. Wenn Du ihn noch gar nicht entwickelt hast, kannst Du ihn auch nicht finden. Dir haben meine drei Tipps nicht geholfen? Es kann sein, dass sich Dein persönlicher Stil ganz einfach noch nicht ausgeprägt hat. Ja, richtig! Er prägt sich von ganz alleine aus.

Und wann macht er das?

Wenn Du loslässt. Ich habe lange Zeit keinen eigenen Stil gehabt. Das hat mich geärgert. Ich bewunderte insgeheim die vielen Fotografen, deren Fotos so unverwechselbar waren. Bis ich verstand, dass ich mich einfach noch auf einer langen und spannenden Entdeckungsreise befand. Mit jedem Fotoexperiment und jedem neuen Bearbeitungstrick den ich anwendete und übernahm, entwickelte sich mein Stil. Er kristallisierte sich erst heraus, als ich mir keinen Druck mehr machte und ihn unbedingt finden wollte. Diese Beobachtung teilen im übrigen auch andere Fotografen, die ich auf meiner Facebookseite befragte. Druck und Zwang hemmen Deine Kreativität. Du kopierst vielleicht sogar den Fotografie- Stil von anderen, nur um schneller mit Deiner Suche fertig zu werden. Aber es gibt keine Abkürzung! Habe Spaß an Deinem Hobby. Sei geduldig mit Dir. Probiere Dich aus. Du wirst von ganz alleine Vorlieben entdecken, die Du beibehältst. Aus diesen Gewohnheiten wird sich dann Dein eigener Fotografie-Stil entwickeln. Ganz bestimmt!

Übrigens…

Ich habe 2006 mit dem fotografieren begonnen. Mein Stil hat sich so ungefähr im Jahr 2015 herausgebildet.

Blogfoto gratis

Die nächsten Tage soll es noch mal so richtig frostig werden in Deutschland. Der Winter möchte es noch mal wissen! Ich habe heute früh mein vereistes Fenster im Schlafzimmer fotografiert. Vielleicht möchtestst Du das Foto für Deinen Blog nutzen?

Die Datei ist in Originalgröße und natürlich ohne die Aufschriften. Du kannst sie also nach Deinen Vorstellungen anpassen. Viel Spaß! Hier ist der Link.

Gerne darfst Du meinen Blog https://stefleifotografie.wordpress.com/ als Quelle verlinken. Das ist aber kein Muss.