Farben-Flower-Power

Ich hatte mal wieder Lust, ein typisches „Steflei-Fotografie“- Foto zu bearbeiten. Da wäre zum ersten meine Lieblingsfarbkombination. Ich mag das kühle Blau als Kontrast zum warmen kräftigen Pink! Zum zweiten siehst Du eines meiner liebsten Motive: Blümchen!

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Damit Du einen Vergleich zwischen dem unbearbeiteten Foto und dem Endergebnis hast, habe ich hier einen Link für Dich. Klick da unbedingt mal drauf!

Ich weiß, dass eine so kräftige Bildbearbeitung nicht jedem gefällt. Ich habe schon einmal einen Artikel geschrieben, warum ich meine Bilder gerne stark bearbeite…

Magst Du solche Vorher-Nachher-Vergleiche, oder interessiert Dich nur das Endergebnis?

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Ist denn schon wieder Herbst?

Überall im Netz kann man schon wieder wunderschöne Fotos von Krokussen und Schneeglöckchen bestaunen. Auch ich hatte gestern große Lust, Nahaufnahmen von Frühblühern zu machen. Wir hatten warmen Sonnenschein und der Frühling lag in der Luft. Leider gab es noch keine Blumen im Garten. Also mussten die alten Samenstände der Echinacea herhalten. Ich fotografierte sie voriges Jahr in voller Blüte.

Meine Bearbeitung geschah wieder nach Lust und Laune und mutet etwas herbstlich an. Es fehlte noch das frische Grün.

Das erste Bild habe ich mit einem Objektiv von einem alten Diaprojektor gemacht. Ich habe es einfach vor den Body meiner Kamera gehalten. Alte Linsen mögen vielleicht nicht die Schärfe von modernen Gläsern besitzen. Aber sie zaubern in die Bilder einen Effekt, der aussieht wie gemalt, oder?

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Hier ist ein Vorher/Nachher-Vergleich für Dich.

Das zweite Foto habe ich mit meinem Makroobjektiv gemacht. Ich besitze das Tamron 90mm 2.8. Irgendwie hat mich die verblühte Blume an eine Rakete erinnert. Dem Hintergrund habe ich deswegen ein wenig „Sternenstaub“ hinzugefügt.

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Ich weiß, meine Art der Bildbearbeitung hat viele Fans, aber auch Kritiker. Zu diesem Thema habe ich schon einmal einen Artikel geschrieben: Warum ich meine Bilder gerne stark bearbeite….

Ich finde, diese welken Schönheiten haben durchaus ihren Reiz, oder was meinst Du? Auf alle Fälle sieht man Fotos von Samenständen nicht so oft. Schon alleine deshalb sind sie ein Hingucker!

Ich schenke Dir ein Foto!

Im Garten blühen die Obstbäume. Bei meinem Streifzug durch den Frühling habe ich ein Foto mit viel satten blauen Himmel fotografiert. Durch den Freiraum eignet es sich super als Blogfoto für Deine Beiträge. Ich schenke es Dir! Klicke einfach auf den Link zur Dropbox und lade es gratis herunter. Du kannst es nach Lust und Laune bearbeiten. Bitte verlinke meinen Blog bei Benutzung https://stefleifotografie.wordpress.com/. Du hast keinen Blog, möchtest mein Foto aber zum Beispiel als Titelbild bei Facebook nutzen, oder als Desktopfoto? Kein Problem. Du darfst es natürlich auch kostenlos downloaden. Die Datei darf nicht weiter verkauft werden und es dürfen mit dem Foto keine kommerziellen Druckerzeugnisse erstellt werden.

Helle Blumen fotografieren

In den letzten Tagen habe ich viele Fotos mit Buschwindröschen gesehen. Zur Zeit bilden sie wieder an manchen Orten wunderschöne weiße Blumenteppiche. Was mir bei den Bildern häufig auffällt: Die zarten Blütenblätter sind einfach nur weiß. Sie strahlen flächig und ohne Zeichnung. Wenn man die Köpfchen der Blumen jedoch von Nahen besieht, erkennt man eine zarte, filigrane Struktur. Sie sind ganz fein geädert.

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Das Problem

Buschwindröschen schließen ihre Blüten im Schatten. Möchte man sie im geöffneten Zustand fotografieren, muss man sie in der Sonne ablichten. Da die schneeweißen Blütenblätter aber das Licht stark reflektieren, überstrahlt es dann oft in den hellen Bereichen des Fotos. Die Blüten sind ohne Struktur und Zeichnung. Das gleiche Problem hat man natürlich auch bei anderen sehr hellen Blüten und Gegenständen. Auch Hochzeitsfotografen haben oft ihre liebe Not mit den hübsch verzierten Brautkleidern. Sie wirken auch gerne flächig weiß neben den dunklen Anzügen der Bräutigame.

Die Lösung

Viele Wege führen nach Rom. Und viele Möglichkeiten führen zu einem gut belichteten und nicht zu hellen Buschwindröschen.

1. Nutze eine kurze Belichtungszeit!

Unsere lieblichen Blümelein stehen auf einem sehr dünnen Stengel. Dadurch schwanken sie recht schnell im Wind. Es ist also angebracht, mit einer sehr kurzen Belichtungszeit zu fotografiern. Das vermindert zu einem die Bewegungsunschärfe durch das Wanken und die zitternde Hand des Fotografen. Zum anderen fällt dadurch weniger Licht auf den Sensor der Kamera, da die Lichteinfallszeit ja nur kurz ist. Das Foto wird dunkler und damit auch unsere überstrahlten Blütenblätter.

2. Nimm eine höhere Blendenzahl!

In der Regel fotografiert man kleine Blumen mit einem Makroobjektiv. Diese sind meist sehr lichtstark. Nutzt man die Offenblende (also z.B. f=2.8), fällt viel Licht auf den Sensor, das das Loch (die Blende) sehr weit geöffnet ist. Man erhält also wieder ein sehr helles Bild. Zudem ist der Schärfebereich sehr klein. Schließt man die Blende (Blendzahl wird größer), wird das Foto dunkler und der scharfe Bereich größer. Da Du ja bestimmt nicht nur ein Staubgefäß deutlich abbilden möchtest, sondern einen Großteil der Blüte, ist eine etwas geschlossene Blende also besser. Durch den größeren Schärfebereich werden auch wieder kleinere Verwacklungen besser toleriert.

3. Meide die Mittagszeit zum fotografieren!

In den Mittagsstunden steht die Sonne am höchsten. Sie strahlt am hellsten. Weiße Flächen reflektieren das Licht besonders stark. Es blendet und das Foto wird überbelichtet. Nutze zum Fotografieren also die frühen Morgenstunden oder die Zeit kurz vor Sonnenuntergang, wenn die letzten Strahlen den Boden berühren. Aber beeile Dich! Buschwindröschen schließen bei fehlendem Licht schnell ihre Blüten.

4. Schatte die Blume leicht ab!

Du hast nur mittags Zeit? Auch kein Problem. Besorge Dir ein helles dünnes Tuch oder ein T-shirt und dämpfe damit das Sonnenlicht. Buschwindröschen wachsen gerne unter Bäumen. Vielleicht kannst Du Deinen Sonnenschutz sogar mit ein paar Wäscheklammern an den Zweigen befestigen?! Wenn Du nun das Gefühl hast, die grünen Blätter der Pflanze werden zu dunkel wenn Du die weiße Blüte korrekt belichtest, dann helle die Blätter auf. Dies erreichst Du beispielweise mit einem Stück Alufolie, einer Rettungsdecke oder einem Blatt Papier. Probiere, wie Du diese Dinge als Reflektoren einsetzen kannst! Helle damit punktuell die Blätter auf, während die Blüte im Schatten bleibt.

Wenn Du die grünen Pflanzenteile nicht vor Ort aufhellen möchtest oder kannst, ist es auch nicht so schlimm. Während der digitalen Bildbearbeitung ist es auch später noch möglich, die Tiefen aufzuhellen. Das geht besser, als ausgebrannte überbelichtete Stellen nachträglich abzudunkeln. Eine kleine Unterbelichtung ist also besser korrigierbar, als eine Überbelichtung.

5. Fotografiere auf Augenhöhe!

Runter auf die Knie, oder auf den Bauch! Fotografiere die Blumen nicht von oben. Sie wirken platt und reflektieren die Sonne besonders stark. Nimmst Du sie von der Seite auf, entsteht eine interessante Perspektive. Die Blüte wird räumlicher. Vielleicht schimmern sogar die Staubgefäße durch die dünnen Blütenblätter?

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Je nach Deinen Vorrausetzungen kannst Du natürlich auch mehrere Tipps gleichzeitig anwenden, um ein korrekt belichtetes Blümchenfoto zu erhalten. Probiere es doch einfach mal aus!

Hat Dir dieser Artikel weiter geholfen? Empfehle ihn gerne weiter. Ich freue mich auch über Kommentare und Links zu Deinen Bildern von hellen Blüten.

Hier gibt es noch mehr Fototipps für Blütenbilder!

Hier findest Du alle meine Artikel mit Tipps zur Fotografie.