Jahresrückblick 2021: Coronafluch und Kindersegen

Mein Jahr 2021 war gleichzeitig ereignisarm und ereignisreich. Ich kann weder über tolle Reisen und berufliche Erfolge berichten, noch habe ich einen tollen Selbstfindungskurs absolviert, oder lebe jetzt vegan. Wenn du also einen Jahresrückblick erwartest, der vor neuen Selbsterkenntnissen strotzt, oder dich dazu inspiriert, dein eigenes Leben auf ein neues Level zu heben (ja – es gibt solche Floskeln im Internet zuhauf), dann bist du hier falsch.

Warum solltest du dann trotzdem meinen Jahresbericht lesen? Weil mein Jahr 2021 keineswegs langweilig war! Es ist viel passiert zwischen den Zeilen. Es gab wenige, dafür aber intensive Erlebnisse.


Homeschooling und Homeoffice gleichzeitig

Der Anfang des Jahres war geprägt von Homeoffice für mich und Homeschooling für meinen großen Sohn. Wir wohnen auf dem Land und sind zum Glück trotzdem mit schnellen und vor allem störungsarmen Internet ausgestattet. Ein Segen! Die Videobeschulung meines Sohnes lief schleppend an. Er hatte eher Arbeitsblattunterricht. Ich unterrichte von Zuhause aus und musste nur noch 15 Stunden arbeiten. Mein Chef erteilte mir aufgrund der Schwangerschaft ein Teilbeschäftigungsverbot. Wer jetzt denkt, die 15 Wochenstunde waren ja ein Klacks, der irrt. Aufgaben mussten durchdacht und erstellt werden. Arbeitsblätter wurden konstruiert. Erledigte Aufgaben der Schüler mussten korrigiert werden. Manchmal machte ich Videounterricht. Kurz: die 15 Stunden reichten nicht! Beklagen möchte ich mich trotzdem nicht. Ich hatte was zu tun und -wenn auch nur virtuell- ein paar Sozialkontakte mit meinen Schülern.

Viel anspruchsvoller war da die ständige Motivation meines Großen. Er hatte wenig Lust auf seine Homeschooling-Aufgaben. Ich verteilte mit ihm immer Montags die Aufgaben für die gesamte Woche. Oft schaffte er sein Pensum nicht, weil er sehr langsam arbeitete. Zudem bekam er kaum Feedback seitens seiner Lehrer. Das trug nicht unbedingt zu einer Beschleunigung des Arbeitstempos oder gar zur Lust auf Homeschooling bei. Verständlicherweise! Es war sehr mühsam für mich, den pupertierenden Sprössling immer und immer wieder dazu zu bewegen, seine Aufgaben zu erledigen. Teilweise hatte er auch Übungen, die ich ihm erklären musste. Dann musste ich wieder meine Arbeit unterbrechen, um mich in seine Schulaufgaben hinein zu denken. Wenn ich auf diese Zeit zurück blicke, spüre ich immer noch eine schwere Last auf meiner Brust. Ich weiß nicht, wie ich diese trostlosen und zähen Wochen überstanden hätte, wenn ich nicht gleichzeitig die Vorfreude auf unser Baby gehabt hätte. Und ich weiß nicht, wie mein großer Sohn schulisch ohne mich zurecht gekommen wäre, wenn ich nicht die Möglichkeit des Home Office gehabt hätte. Alles hat sich trotz der Widrigkeiten positiv gefügt.

Home Office plus Home Schooling. Nicht immer einfach. Diese Botschaft schrieb mir mein Sohn während eines Zoom-Meetings.

Corona zu Ostern

Kurz vor Ostern 2021. Brrr, brrr vibrierte mein Handy. Eine WhatsApp-Nachricht vom Ehemann. Es war ein Foto mit einem positiven Coronatest. Ich hoffte, er würde mich nur verschaukeln. Aber der Test war tatsächlich von ihm. Mir wurde heiß und kalt gleichzeitig! Mein Mann hatte sich noch recht gesund gefühlt und war auf Arbeit gefahren. Dort ging es ihm dann ganz plötzlich stündlich schlechter und mittags machte er jenen positiven Test. Für uns hieß das 14 Tage Quarantäne. Da verbringst du nun als schwangere Frau mit einem coronakranken Mann das Osterfest zuhause! Ich hätte mir nichts schöneres vorstellen können! *Ironie off
Meine Mission war klar: meinen großen Sohn, meinen ungeborenen Sohn und mich vor einer Ansteckung schützen und gleichzeitig den erkrankten Göttergatten versorgen.

Zum Glück haben wir im Haus ein Gästezimmer mit eigener Dusche und WC. Dort verbrachte mein Mann die darauf folgenden 12 Tage. Das Essen stellte ich ihm vor die Tür. Die ersten Tage ging es ihm sehr schlecht. Mattigkeit, Fieber, Kopfschmerzen und Husten. Ich machte mir große Sorgen um ihn. 2011 verlor ich meinen langjährigen Partner. Er verstarb ganz plötzlich. Seitdem sorge ich mich extrem um die Gesundheit meiner Lieben!

Als es ihm wieder besser ging, vertrat er sich immer mal die Beine im Garten. Den Hausflur durchquerte er mit FFP2-Maske und ich desinfizierte hinterher die Türklinken. Wenn wir uns unterhalten wollten, sprachen wir durch die geschlossene Gästezimmertür. Wollten wir uns sehen, trafen wir uns mit Abstand im Garten. Sogar ein gemeinsames Kaffeetrinken konnte so stattfinden. Wir waren so dankbar, einen Garten zu haben und dachten an die vielen Familien mit Mietwohnungen, denen es unter Coronabedingungen nicht möglich war, nach draußen zu gehen. Den Einkauf erledigten meine Schwiegereltern. Sie brachten uns auch ein Osteressen vorbei.
Was mich in der Quarantäne neben der Krankheit meines Mann noch stark belastete, war die Tatsache, dass man bei mir kurz vorher einen Schwangerschaftsdiabetes festgestellt hatte. Als gesunde Kontaktperson wurde mir die ärztliche Behandlung verwehrt. Ich bekam meinen ersten Termin bei der Diabetologin erst drei Wochen nach der Diagnosestellung.

Die Schwangerschaft

Ich war so gerne schwanger! Ich liebte meine Murmel und ich freute mich über jeden einzelnen Tritt vom Baby gegen die Bauchdecke. Ich konnte meine Schwangerschaft genießen. Im Homeoffice musste ich mich weder sorgen, dass ich mich mit Corona infizieren würde (mal abgesehen davon, dass ich ja über Ostern mit einem erkrankten Mann unter einem Dach lebte), noch hatte ich den typischen Bürostress. Auch von Schwangerschaftsbeschwerden wie Sodbrennen, dicken Beinen, Übelkeit und so weiter wurde ich weitestgehend verschont.

Es gab kein Wunschgeschlecht. Das Baby war herzlich Willkommen!


In der 20. Schwangerschaftswoche gab es Sorgen. Das Köpfchen erschien beim Ultraschall recht klein. Der nächste Ultraschall fiel aber dann besser aus.
Leider wurde bei mir ein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt. Die Werte waren grenzwertig erhöht. Eine Ernährungsumstellung genügte, um meine Blutzuckerwerte in den Normalbereich zu bekommen. Da der Kleine in meinem Bauch ein niedriges Gewicht hatte, durfte ich nach ein paar Wochen wieder alles essen und brauchte den Blutzucker nicht mehr messen. Natürlich waren die Diabetessorgen schon eine Belastung für mich. Andererseits war das Ganze auch ein kleines Abenteuer. Als Lehrerin für Altenpflege redete ich häufiger über das Krankheitsbild des Diabetes und dessen Therapie. Nun konnte ich diese Krankheit salopp gesagt mal „ausprobieren“ und durch eigene Erfahrungswerte noch besser verstehen.

Blutzuckermessen war bei mir wochenlang vier Mal täglich an der Tagesordnung


Was mich am meisten belastete waren die coronabedingten Einschränkungen. Ich war stolz auf mein wachsendes Bäuchlein und konnte es kaum zeigen. Ausgedehnte Shoppingtouren für Babyklamotten mussten entfallen, da lange Zeit Lockdown war. Ich war schwanger im stillen Kämmerlein und konnte meine Freude außer mit meiner Familie mit niemanden teilen. Mir fehlten ebenfalls die Sozialkontakte zu Gleichgesinnten. Schwangerenschwimmen? Fehlanzeige! Geburtsvorbereitungskurs? Als Onlineveranstaltung! Vieles was eine Schwangerschaft schöner macht, entfiel dank Corona. Ich habe ein Pandemiebaby. Ein gruseliger Ausdruck. Sicherlich werden wir später mal gefragt, warum wir ausgerechnet in solchen unsicheren Krisenzeiten ein Kind bekommen haben. Ich werde antworten, dass wir aufgrund unseres Alters nicht länger warten konnten. Ein Kinderwunsch lässt sich nicht so einfach verschieben oder gar abstellen.

Kurz vor der Geburt. Ich liebte meine Kugel.

Die Geburt unseres zweiten Kindes am 29.06.2021

Die gesamte Schwangerschaft über wankten meine Gedanken bezüglich der Geburt zwischen „das wird eine schöne natürliche Geburt“ und „bestimmt geht wieder alles schief wie bei der Geburt beim Großen“. Damals hatte ich einen Notkaiserschnitt nach vielen Stunden Wehen. Das Thema Geburt kostete mich so manche schlaflose Nacht. Ich hatte viel Angst davor. Ich hörte stundenlang beim Spazieren gehen Podcasts über Hypnobirthing, selbstbestimmte Geburten und so weiter. Mir gaben diese Informationen Kraft. Ich war dann doch irgendwann gut vorbereitet und zuversichtlich. Als es dann tatsächlich los ging und einen Tag nach dem errechneten Geburtstermin die Wehen einsetzten, fühlte sich das Ganze wie ein Abenteuer an. Vorfreude kam auf! Bis zu den Presswehen veratmete ich die Wellen im Stehen und Laufen. Die junge Hebamme ließ uns machen (mein Mann war natürlich auch dabei). Ich fühlte mich trotz Schmerzen wohl und stark. Schließlich konnte ich diesmal aktiv was tun. Als dann die Presswehen einsetzten wurde es aber doch ungemütlich😳. Der Kleine hatte die Nabelschnur um die Schultern gelegt und es ging plötzlich nicht mehr vorwärts. Die Schmerzen waren die Hölle! Mit vereinter Kraft (eine Ärztin, eine Kinderärztin, drei Hebammen und plötzlich ganz viel Hektik) war es aber dann doch vollbracht. Im Ganzen war ich nur 2 Stunden im Kreißsaal bis zum ersten Schrei. Da die erste Geburt so ewig ging, konnte ich es für den Bruchteil einer Sekunde gar nicht begreifen, als man mir dieses leichte, pfirsischhäutige Baby auf den Bauch legte. Es war wirklich überwältigend, dieses Erlebnis. Die Gewissheit, dass ich dieses Wunder mit eigener Kraft auf die Welt gebracht hatte, trug mich durch die ersten Tage und fast schlaflosen Nächte im Krankenhaus. Unser Sohn wog zur Geburt 3050g und war 48cm kurz.

Sind so kleine Füßchen…

Das Wochenbett

Das Wochenbett war eine Achterbahnfahrt. Ich glaube, wer so eine intensive Zeit selbst (noch) nicht erlebt hat, wird nicht verstehen, was da abgeht! Der eigene Körper muss heilen. Das Baby will umsorgt sein und kennt kein Erbarmen. Die Milch soll fließen. Du hast einen riesigen Schlafmangel und deine Hormone machen das Treiben noch verrückt. Ausnahmezustand! Und gleichzeitig ist da so viel Liebe. Obwohl du die Augen kaum offen halten kannst, musst du dieses liebreizende, zarte Wesen anschauen. Du kannst dein Glück kaum fassen. Trotz Augenringen, Schmerzen und Überforderung. Ich habe 24 Stunden am Tag alle zwei Stunden gestillt und zusätzlich alle drei Stunden abgepumpt, weil meine Milch nicht reichte. Ich zweifelte oft, ob das Stillen jemals gelingen würde, aber ich wollte es unbedingt. In Endeffekt hat sich der Aufwand gelohnt. Wir stillen voll und genießen es beide! Meine Hebamme hatte ganze Arbeit geleistet und mich toll unterstützt.

Zu Beginn war unser kleiner Schatz bis zu 21 Stunden wach und nahm stetig ab. Unserer Hebamme gefiel das gar nicht. Sie schickte uns zum Osteopathen. Der Wichtel war in der Schulter und im Becken zur Geburt gestaucht worden. Er konnte nicht entspannen und war sehr starr und überreizt. Das hatte zur Folge, dass er so schlecht zur Ruhe kam und Verdauungsprobleme hatte. Der Osteopath konnte ihm sehr einfühlsam helfen.

Nachdem sich alles immer besser eingespielt hatte, kamen die nächsten Sorgen. Der Kleine nahm schlecht zu und seiner Kinderärztin gefiel sein zu geringer Kopfumfang nicht. Das brachte uns erst einen Kontrolltermin im örtlichen Krankenhaus ein und schließlich sogar einen Besuch in der Uniklinik in Dresden. Dort wurde Entwarnung gegeben. Der Kopf ist zwar sehr klein, aber er wird noch wachsen. Ich glaube, ich muss nicht erwähnen, was man sich da als Eltern für Sorgen macht!

Die Herbstmonate hatten es ebenfalls in sich. Mein Mann musste sehr viel arbeiten. Demzufolge fühlte ich mich oft wie eine alleinbetreuende Mutter. Man erzieht ja noch nicht. Ich fühlte mich ausgelaugt und allein. Vielleicht kommt ja da der Ausdruck „mutterseelenallein“ her? Ich war eine einsame Mutterseele! So schön wie so ein wundersames Zauberwesen ist – mir fehlten und fehlen die Sozialkontakte. Mein Tag bestand aus putzen, stillen, Baby bespaßen. Das einzige Highlight war der tägliche Spaziergang. Aber selbst da quengelte der Kleine oft. Der große Sohn war auch oft nicht greifbar. Entweder er war in der Schule und zum Fußball, oder er verschwand in seinem Zimmer. Es gab dank Corona weder Babyschwimmen, noch Krabbelgruppe. Selbst der Rückbildungskurs fand online statt. Mir war nicht langweilig. Arbeit gab es mit Haus und Baby genug. Trotzdem erfüllte mich eine stupide Trostlosigkeit und Leere. Ich hatte kaum Zeit für mich und das triste Wetter im November trug ebenfalls nicht zum Wohlbefinden bei. Ich reagierte oft gereizt und meine Rettung nahte gerade noch rechtzeitig am 29. November. Der erste Tag der Elternzeit meines Mannes! Endlich ist es mir mal wieder möglich, ein längeres Bad zu nehmen. Endlich habe ich wieder jemanden zum erzählen! Sogar Zeit für diesen Jahresrückblick ist plötzlich da! So könnte es immer bleiben. Kann mal bitte jemand die Zeit anhalten?

Die Defekthexe

Selten ist in bei uns so viel gleichzeitig kaputt gegangen wie im vergangenen Jahr. Anfang des Jahres machten das Auto, die Geschirrspülmaschine, die Kaffeemaschine und die Heizung schlapp. Die Heizung konnte repariert werden. Der Rest musste ersetzt werden. So ein dämlicher und kostenintensiver Zufall!

Fußball

Der große Junge trainiert seit Juli zwei mal wöchentlich im Fußballverein. Ich freue mich darüber. So hat er soziale Kontakte in einer Teamsportart und tut gleichzeitig noch was für seine Gesundheit, weil er sich bewegt. Ansonsten ist er nämlich ein typischer Teenager, der viel vor dem PC und am Handy rumhängt. Bei einigen Spielen, die meistens Sonnabend vormittags stattfinden, haben wir ihm schon zugesehen. Es ist echt spannend, wenn die Mannschaft des eigenen Sohnes spielt. Ich habe jedesmal richtig mitgefiebert.

Prioritäten ändern sich und damit auch Freundschaften

Eine weniger schöner Erfahrung, die ich so noch nie machen musste: eine Freundschaft ist zerbrochen. Bisher war es so, dass man sich im Freundeskreis auseinander lebte. Das geschah meistens durch einen Umzug. Man sah sich viel seltener, telefonierte immer weniger und irgendwann brach der Kontakt ab. Allerdings habe ich auch Freunde, bei denen kann man sich nach Monaten mal wieder melden, und man quatscht wie früher.

Diesmal war das anders. Mein Leben änderte sich mit der Schwangerschaft und der Kontakt endete abrupt. Das ging soweit, dass mich die Freundin sogar bei WhatsApp blockierte. Ich denke fast täglich darüber nach, was ich falsch gemacht habe und finde keinen Grund. Ich könnte sie danach fragen, vielleicht erhielte ich sogar eine Antwort. Aber die Enttäuschung sitzt bei mir zu tief. Ich kann nicht über meinen Schatten springen. Es war ja auch nicht ich, die den Kontakt abbrach. Wie heißt es so schön? Reisende soll man nicht aufhalten. Die Traurigkeit darüber bleibt.


Was ich mir 2021 vorgenommen hatte

1. Ein gesundes Kind ohne Kaiserschnitt auf die Welt bringen.
Hat geklappt! Und dafür bin ich dankbar ohne Ende!

2. Meine Schwangerschaft zelebrieren mit täglichen Spaziergängen, ausgedehnten Shoppingtouren und Kontaktknüpfung zu anderen werdenden Mamas.
Regelmäßige Spaziergänge habe ich gemacht. Ich denke, dass hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich trotz fortgeschrittenem Alter eine relativ gesunde Schwangerschaft hatte. Ausgedehnte Shoppingtouren habe ich nicht gemacht. Erst war lange Zeit Lockdown und dann hatte ich keine Lust mehr. Allerdings waren wir auch noch sehr gut ausgestattet. Wir hatten viel vom großen Sohn aufgehoben. Mit dem Knüpfen von Kontakten war es ebenfalls so eine Sache! Der Geburtsvorbereitungskurs fand online statt. Kurz: es war eine sehr einsame Schwangerschaft.

3. Voll stillen
Hat geklappt. ABER: es war so extrem schwierig, genug Milch zu produzieren, dass ich fast aufgegeben hätte.

4. Mit meinem Neugeborenen im Garten abhängen und das Wochenbett genießen.
Der Kleine liegt in einer geknüpften Hängematte am alten Apfelbaum. Darüber ein Moskitonetz. Wärmende Sonne und lauer Wind…
Realität: wir haben weder eine Hängematte, noch ein Moskitonetz. Wärmende Sohne schien auch eher spärlich. Stattdessen verbrachte ich die Tage an der Milchpumpe und dauerstillend im Bett.

5. Ich wollte viele Fotos von Sprössling machen, diese auch gleich bearbeiten, ausdrucken und sie in ein Old School Fotoalbum kleben. Ergebnis: ich habe eine moderate Anzahl an Bildern gemacht. Die schlummern nun unangetastet auf der Festplatte.

6. Mein Plan: direkt nach dem Wochenbett wieder mit langen, flotten Spaziergängen beginnen. Ich hatte vor der Schwangerschaft 35 Kilo abgenommen und wollte auch schnell wieder zurück zur schlanken Linie.
Tatsächlich mag der Kleine den Kinderwagen nicht sonderlich. Eine halbe Stunde laufen ist die absolute Obergrenze. Dann mag der Kleine nicht mehr. Meinen Frust darüber schlucke ich mit Unmengen Schokolade herunter. Du kannst dir bestimmt denken, was das bei mir gewichtstechnisch macht! Die alte Weisheit „vom Stillen nimmt man ab“, stimmt jedenfalls definitiv nicht.

7. Ich hatte mir eine aktive Babyzeit vorgenommen. Mit Babyschwimmen und Krabbelgruppe. Dank Pandemie ist es bei diesem Wunsch geblieben.

Das habe ich 2021 gelernt

  1. Es kommt immer darauf an, an wen du gerätst. Was, wenn eine andere Hebamme nicht erkannt hätte, dass es dem Kleinen in den ersten Tagen nicht gut ging? Oder der Osteopath nicht so gut hätte helfen können? Was, wenn eine andere Hebamme nicht so stillfreundlich gewesen wäre?
  2. Du bist deines eigenen Glückes Schmied und für dich selbst verantwortlich. Das habe ich gelernt, als ich zuhause in Quarantäne saß. Da kommt niemand vorbei und erklärt dir, wie du dich am besten vor kranken Familienmitgliedern schützt. Und meinen unbehandelten Schwangerschaftsdiabetes habe ich quasi mit einer Ernährungsumstellung auch erst einmal selbst therapiert.
  3. Ein weiteres (neudeutsch) Learning ist die Tatsache, dass es unglaublich die Hirnwindungen in Gang bringt, wenn man einen Jahresrückblick schreibt. Ohne Judith Peters wäre ich auch nicht auf die Idee gekommen. Und obwohl ich dieses Jahr, wie eingangs schon geschrieben, relativ wenig bahnbrechende Erlebnisse hatte, ist man doch wieder ein Stück gewachsen. Ich habe so viele Erfahrungen sammeln dürfen. Dies zu reflektieren ist ein wunderschöner Jahresabschluss. Man sollte das wirklich jedes Jahr machen. Man vergisst sonst einfach so viel im Laufe der Zeit.

Erkenntnis des Jahres

Ich habe viele Interessen und lerne gerne Neues. Einige Dinge und Hobbys gebe ich nach einiger Zeit wieder auf, andere dürfen bleiben.
Beispielweise habe ich einige Zeit Postcrossing betrieben. Das ist eine Art Briefreundschaft mit Postkarten ohne festen Schreibpartner. Ich mag es nach wie vor. Aber es reißt mich nicht so sehr vom Hocker, dass ich es noch aktiv betreibe. Was nicht heißt, dass ich es nie wieder tun werde.

Im Frühling entdeckte ich ein paar Instagramprofile mit tollen Stickvorlagen. Obwohl ich Nadelarbeit in der Grundschule gehasst hatte, wollte ich es umbedingt einmal ausprobieren. Ich wünschte mir zwei Tischdecken mit vorgedruckten Kreuzstichmotiven zum Geburtstag. Hier machte mir allerdings meine Ungeduld einen Strich durch die Rechnung. Ich brauche schnelle Erfolge, um dran zu bleiben. Ich stickte und stickte, aber es wurde keine Decke fertig. Das nervte mich derart, dass die Tischdecken inklusive Garn, Stickrahmen und Nadeln im Schrank verschwanden. Vermutlich sehen sie nie wieder das Tageslicht🙈.

Gescheiterte Aktivität: Sticken

Ich ärgerte mich. Kann ich auch mal was zuende führen? Warum habe ich überhaupt so viele Interessen? Ich fühlte mich wie eine Versagerin.

Eines Tages im Sommer stieß ich beim Stillen und gleichzeitigen Surfen auf dem Handy über einen Artikel, der mir die Augen öffnete. Ich bin eine Scannerpersönlichkeit. Und ich bin nicht allein! Es gibt noch mehrere Leite von meiner Sorte. Ich habe viele Interessen und bin dankbarerweise zusätzlich mit einer schnellen Auffassungsgabe gesegnet. Eine Portion Neugierde und eine Prise Kreativität sorgen bei mir für den Drang, Neues auszuprobieren, wo andere vielleicht denken: „och, das liegt mir betimmt nicht, keine Lust, mich da erst einzulesen und rumzuprobieren.“

Plötzlich kam ich mir nicht mehr naiv oder zu begeisterungsfähig vor, sondern gesegnet. Vom Sticken einmal abgesehen, verfolge ich nämlich meine Interessen mehr oder weniger langfristig und bin darin recht gut. Was ich derzeit mache und wo ich auch Verknüpfungspunkte finde:

●Marmeladen und Liköre machen
●Malen
●Fotografieren und Bilder bearbeiten
●Texten/Bloggen
●Grafiken erstellen
●Social Media betreiben
●dazulernen im Bereich Marketing und Branding

Gerne möchte ich an diesen Dingen dranbleiben. Es ist nicht schlimm, wenn man mehrere Hobbys hat und sich viel ausprobiert und weiterentwickelt. So wird man nicht zum Fachidioten. Ich darf mehrere Interessen gleichzeitig haben und ich darf auch Dinge aufgeben, die mich doch nicht so fesseln, wie anfangs gedacht. Deswegen habe ich nicht versagt, sondern auf mich gehört. Das ist mein Erkenntnis des Jahres.


Mein Jahr 2021 in Zahlen

Instagram-Follower: 474

Abonennten dieses Blogs via wordpress: 239

E-Mail Follower dieses Blogs: 50

Blogbeiträge: 6 dieses Jahr, gesamt: 151

Views auf dem Blog: 194.816 gesamt

Anzahl Amazonpäckchen: 146

Gelesene Bücher: 1 (Bluttänzer von Eva Fürst)

Geschaute Serien: 5 (Charite Staffel 3, Die Toten von Marnow, White Sands, Kommissar Bäckström, Chernobyl)

Tage Schwangerschaft: 179

Tage mit Baby: 186


Mein Motto 2021

Rückblickend war mein Leitsatz im zu Ende gehenden Jahr:

Alles fügt sich!

2021 war für mich das Jahr der Unbekannten. Es gab so viele Stolpersteine und so viele Fragen, die auftraten. Das Handling mit Corona und Schwangerschaftsdiabetes, die Geburt, die Stillprobleme…

Im Endeffekt gab es für alles eine Lösung zur richtigen Zeit. Es ergab sich ganz viel und geschah einfach. Es hat sich alles zum Guten gewendet. Mein Jahr 2021 war trotz der massiven Einschränkungen durch Covid-19 schön. Wir haben ein gesundes kleines Wunder in die Welt gesetzt und sind finanziell und größtenteils auch gesundheitlich vom bösen C. verschont geblieben.


Vorausblick auf das Jahr 2022

Der Blick in die Glaskugel. Was wird das neue Jahr wohl bringen?

Was habe ich 2022 vor?

Ich bin keine Frau großer Pläne. Tatsächlich fallen mir die besten Neujahrsvorsätze auch immer erst in der ersten Januarwoche ein. Es scheint, als bräuchte ich wirklich erst den Sivester als kalendarischen und mentalen Abschluss, um einen frischen Geist und damit auch neue Ideen denken zu können.

Es gibt aber ein paar Dinge, die ich gerne im Jahr 2022 haben möchte:

● Gesundheit für meine Lieben und mich
● viele schöne und unbeschwerte Stunden als Familie
Das Jahr wird spannend! Der große Sohn rutscht immer tiefer in die Pubertät und der kleine Wichtel wird im Juni 2022 ein Jahr jung. Es gibt also bei beiden viele Entwicklungsschritte zu beobachten.
● endlich mal wieder einen Urlaub
Dieses Jahr waren wir nicht fort, da das Baby Ende Juni auf die Welt kam. Nächstes Jahr brauche ich dringend einen Tapetenwechsel.
● eine nebenberufliche Selbstständigkeit
Ich war noch nie selbstständig und es ist auch in meiner Familie absolut unüblich. Wir sind ein Clan von Angestellten! Die Betonung liegt bei mir deshalb auf NEBENBERUFLICH. Ich bin neugierig , ob es mir gelingt, eine Kleinunternehmerin zu sein. Und es gibt dabei viele Herausforderungen zu meistern. Ich habe beispielsweise keinen blassen Schimmer vom Thema Steuern. Und natürlich kann ich mich immer nur kurzzeitig damit beschäftigen, weil ich in erster Linie Mutter eines Kleinstkindes bin. Ich möchte mich gerne im Bereich Grafikdesign, Branding und Social Media Management selbstständig machen.

Mein Motto für 2022 ist deshalb: Kleine Schritte führen zum Ziel! Dieser Satz vereint für mich die Betreuung meines kleinfüßigen Kindes und die vielen Schritte, die es auf dem Weg zum eigenen Gewerbe zu bewältigen gilt.

Ansonsten gibt es 2022 noch einen kleinen Meilenstein: ich werde im März 40 Jahre alt und mich gruselt etwas davor. Ich fühle mich im Kopf deutlich jünger und habe Angst vor „Humini“. Eine sächsicher Ausdruck für „Hudelei mitm Nischel“. Also eine Art grübelnder Zustand oder auch melancholische/depressive Verstimmung. Wer altert schon gerne?


Jetzt bist du dran: Wie hat dir mein Jahresrückblick gefallen? Hast du auch einen geschrieben? Verlinke ihn mir gerne in den Kommentaren!

Blogparade Bildbearbeitung

Im letzten Blogpost fragte ich Dich, welches Foto du gerne einmal bearbeiten möchtest. Drei Bilder gab es zur Auswahl:

Auswahl Dateien

Gleichzeitig stellte ich die gleiche Frage auf meinem Instagram-Account. Gewonnen hat Bild c, also die Ringelblume. Danke an alle Abstimmer!

Hier ist das frostige Blümchen noch mal in groß als unbearbeitetes JPG:

Stefleifotografie_Ringelblumesk

Damit das ganze ein wenig in geordneten Bahnen verläuft, werde ich Dir nun gerne die Möglichkeit geben, das Foto im Rahmen einer Blogparade nach Herzenslust zu bearbeiten.

So nimmst du an meiner Blogparade teil:

  1. Lade Dir das Bild als RAW-Datei oder als JPG herunter. (edit: Links entfernt, Aktion vorbei)
  2. Bearbeite das Motiv, wie es Dir gefällt.
  3. Schreibe einen Blogartikel. Dort kannst du Dein Kunstwerk zeigen. Natürlich darfst Du auch gerne Deine Bearbeitungsschritte erläutern.
  4. Verlinke in Deinem Beitrag diesen Beitrag hier.
  5. Setze den Link zu Deinem Beitrag unter diesen Artikel, damit ich Dein bearbeitetes Bild auch finde.

Wenn Du keinen Blog hast, aber trotzdem mitmachen möchtest, dann lade Dir das Foto trotzdem herunter. Schicke mir Deine Endversion als E-Mail an folgende Adresse: steffi.fleischer@gmx.net.

Wenn Du das Bild bei Instagram oder Facebook veröffentlichst, schicke mir bitte ebenfalls den Link oder kommentiere ihn hier unter diesen Beitrag. Vergiss nicht, meinen IG- oder FB-Account zu verlinken.

Einsendeschluss ist der 26.12.2019. Ich werde danach alle entstandenen Beiträge noch einmal in einem neuen Blogpost vorstellen.

Ich wünsche Dir viel Spaß und freue mich über eine rege Teilnahme!

 

Warum habe ich mit dem Bloggen angefangen?

… und wie hat sich meine Einstellung zum Bloggen seitdem verändert? Gab es überhaupt eine Entwicklung?

Das Jahr neigt sich dem Ende. Fast zeitgleich jährt sich meine Bloggründung zum ersten Mal. Da liegt es nahe, ein kleines Resümee zu ziehen. Zufälligerweise hat Anna Livia Koschinski zu einer Blogparade aufgerufen. Thema: Warum hast Du mit dem Bloggen angefangen? Anna hat auch ein paar Leitfragen gestellt, die ich gerne beantworten möchte.

Dein Warum: Was war der ausschlaggebende Grund, deinen Blog zu starten?

Zu dieser Frage kann ich auf einen meiner ersten Blogartikel verlinken: 4 Gründe für einen eigenen Blog. Ich gebe gerne mein Wissen weiter. Mit einem Blog kann ich viele Menschen erreichen. Meine Erfahrungen (nicht nur) zum Thema Fotografie kann ich damit gut teilen und jederzeit wieder aufrufen.

Welche Motivation hat dich getrieben, das Projekt umzusetzen?

Ich glaube, es war der Reiz des Neuen und der Aufbruchszauber, den der Beginn eines neuen Jahres so mit sich bringt. Und der glückliche Umstand, dass Anna gerade ihr Projekt 28 Tage Content – ein Schreibprojekt ins Leben rief. Es ging darum, jeden Tag zu texten. Das motivierte mich natürlich und brachte meinen Blog voran!

Welche Bedenken hattest du, welche Hürden gab es zu überwinden?

Ich bin ein Mensch, der schnelle Erfolge braucht. Geduld ist ein Fremdwort für mich. Ich wollte einfach loslegen. Eine Hürde für mich war die Wahl der technischen Grundlage. WordPress.com oder wordpress.org? Selbst hosten oder nicht? Oder doch lieber eine eigene Seite bei einem Anbieter dieser Website-Baukastensysteme wie Jimdo und co? Ich habe mich viel belesen müssen. Das hat mich so richtig genervt. Da will man anfangen und drauf-los-schreiben und muss sich mit solchem Schei* befassen 😉 ! Schlussendlich bin ich erst einmal den Weg des geringsten Aufwands gegangen. Bisher fühlt es sich richtig an.

Ich hatte außerdem Bedenken, dass mir die Themen für Blogartikel ausgehen würden. Bisher ist das noch nicht eingetreten.

Hattest du konkret geplant oder einfach losgelegt?

Es war eine spontane Eingebung, mit dem Bloggen zu beginnen. Ich hatte schon viele schöne Beispiele gesehen und wollte das auch probieren. Also habe ich einfach losgelegt.

Welche Ziele hattest du dir gesteckt? Welche Pläne hattest du mit deinem Blog?

Ich wollte meine Fototipps und meine schönsten Bilder teilen. Mehr nicht. Ziele hatte ich mir keine gesteckt, außer natürlich zu wachsen und Leser zu gewinnen.

Gab es eine zeitliche Dimension, in der du gedacht und geplant hast? Hast du dir eine Frist gesetzt, in der du erste Meilensteine erreicht haben wolltest?

Es gab keine Meilensteine. Ich wollte den Blog zeitlich unbegrenzt führen und steigende Besucherzahlen erreichen. Konkrete Vorstellungen hatte ich aber nicht. Die Hauptsache: ein sichtbares Wachstum war zu verzeichnen.

Wie wolltest du deinen Blog aufbauen? Wie regelmäßig schreiben?

Ich wollte einen bis zwei Artikel in der Woche schreiben. Es hat sich jetzt auf einen Wochenbeitrag eingepegelt. Wenn ich weniger „schaffe“, bin ich unzufrieden.

Wen wolltest du erreichen?

Meine Zielgruppe sind und waren Anfänger in der Fotografie. ich veröffentliche hauptsächlich einfach zu verstehende und umzusetzende Fototipps. Ich möchte den Beginnern zeigen, dass die Fotografie ein wunderschönes Hobby ist. Sie sollen sich nicht erschlagen fühlen von Technik-Blabla. Ich kenne einige Leute, die möchten zum Beispiel den Automatik-Modus ihrer Kamera nicht verlassen, weil sie die fortgeschrittenen Funktionen für zu kompliziert halten. So schwierig ist das aber gar nicht. Natürlich sind auch alle anderen Leser ganz herzlich willkommen!

Was wolltest du für dich? Welche Blogger-Persönlichkeit wolltest du sein?

Eine entspannte und einfach zu verstehende Person, die Spaß am schreiben hat und ohne Druck arbeitet.

Welche Werte waren und sind dir wichtig? Für dich selbst, dein Schreiben und deinen Blog?

Selbstreflektion und Toleranz. Ich bin weder allwissend, noch maße ich es mir an, über andere Meinungen die Fotografie betreffend negativ zu urteilen. Außerdem möchte ich nicht arrogant rüberkommen. Ich will nicht mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen, nach dem Motto: „So und nicht anders musst Du es machen!“ Ich sehe mich eher als Impulsgeberin. Das schließt ein, dass ich manche Dinge nicht bis ins kleinste Detail beschreibe. Der mündige Leser meines Blogs sollte schon in der Lage sein, Dinge die er nicht versteht auch einmal nachzugooglen. Natürlich kann er auch nachfragen.

Was wolltest du auf keinen Fall?

…noch so einen technikaffinen Expertenblog mit Fachartikeln, die keiner versteht. Ich mag es nicht, Dinge zu verkomplizieren. In meiner Hobbyfotografenlaufbahn bin ich über viele Seiten gestolpert, die ein wahres Mysterium um Blende, Iso und Belichtungszeit machten. So etwas wollte ich auf keinen Fall!

Wie ging es dir damit, als du deine ersten Artikel veröffentlicht hast?

Sehr gut! Ich war aufgeregt und checkte ständig die Zugriffszahlen.

Wie haben sich deine Einstellungen und deine Arbeitsweise zum Bloggen im Lauf der Zeit verändert?

Den Blog gibt es ja noch nicht einmal ein Jahr. Daher kann ich noch keine Entwicklung erkennen. Zu Beginn schrieb ich meine Artikel in der Badewanne über das Smartphone. Jetzt meistens mit dem Laptop auf dem Schoß im Bett. Ich bin nach wie vor hochmotiviert. Mittlerweile hab ich mir allerdings ein Ziel gesetzt: Ich möchte am 10. Januar, meinem ersten Bloggeburtstag, 200 Abonnenten erreicht haben. Bisher habe ich 187 Follower. Es könnte also knapp werden.

Hat sich die Zielgruppe verändert oder deine Ausrichtung?

Jein. Es heißt ja immer so schön: „Finde Deine Nische! Halte sie möglichst klein!“ Die Fotografieanfänger sind nach wie vor meine Hauptzielgruppe. Aber ich habe mein Beitragsspektrum erweitert und damit meine Zielgruppe ausgebaut. Ich möchte gerne auch gleichgesinnte, also fortgeschrittenere Fotografen erreichen. Da ich mich auch sehr gerne mit dem Thema Social Media beschäftige, sind mittlerweile auch Bloggeranfänger und andere Blogger meine Zielgruppe. Ich habe zum Beispiel notiert, welche „Marketingstrategie“ ich mit meinem Blog habe und freue mich über Austausch mit anderen.

Da dieser Blog mein Hobby ist, kann ich es mir erlauben, auch über andere Themen als die Fotografie und das Bloggen zu schreiben. Ganz neue Wege gehe ich mit der Planung unserer Hochzeit. Die Zielgruppe „zukünftige Braut“ wird aber nach unserem großen Tag sicherlich wieder verschwinden.

Wer mir „nur“ folgt, weil ihm oder ihr meine Fotos gefallen, ist natürlich auch ein gern gesehener Gast.

Wie hat sich dein Schreiben mit der Zeit entwickelt?

Ich denke, es geht mir etwas schneller von der Hand. Es fließt quasi aus mir heraus. Mein Schreibstil hat sich glaube ich nicht verändert. Oder?

Hast du deine Motivation und deine Ziele auf dem Weg beibehalten oder bist du mal vom Weg abgekommen?

Nö. Ich bin nach wie vor sehr motiviert. Da ich kaum Ziele habe und ziemlich planlos vorgehe, kann ich sie auch nicht aus den Augen verlieren 😉 . Wie gesagt: Ich mache das hier alles ohne Druck. Mein Blog ist neben der Fotografie mein Hobby. Es soll Spaß machen.

Hattest du Phasen, in denen du gezweifelt hast? Gab es Krisen, in denen du gern hingeschmissen hättest?

Ja. Als das Thema DSGVO hochkam, habe ich kurz überlegt, ob ich das Projekt „Blog“ wieder einstampfe. Ich war noch ganz neu dabei. Und dann kam da so ein großer Stein auf mich zu gerollt. Ich musste mich wieder belesen und war wieder genervt. Wie ganz am Anfang. Ich habe dann für mich entschieden, dass Thema zwar Ernst zu nehmen, aber mich nicht der allgemeinen Panikmache anzuschließen.

Liebe Anna! Vielen Dank für Deine Blogparade und die vielen interessanten Fragen. Es hat Spaß gemacht, sie zu beantworten!

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Vom #Novemberglück

Der November wird von allen Monaten am wenigsten gemocht. Zumindest hat er den Ruf des grauen Monats inne. Der November ist weder Fisch noch Fleisch. Vorbei sind die goldenen Herbsttage (zumindest in „normalen“ Jahren) mit bunter Laubfärbung und braunen, glänzenden Kastanien. Aber der knackig kalte Winter ist auch noch nicht in Sicht. Bäh-Wetter mit Tristesse und Nebel sind an der Tagesordnung. Der November-Blues setzt ein!

Lutz vom Blog Zwetschgenmann hat zu einer Blogparade aufgerufen. Titel: #Novemberglück! Da bin ich doch gerne dabei. Ich kann dem trüben Jammermonat nämlich durchaus auch Gutes abgewinnen:

Brockenblick_sk

Das mag ich am November

1. Die Abende werden gemütlicher

Es wird eher dunkel und man kann sich ohne schlechtes Gewissen Abends eine warme Wanne einlassen, ein Buch lesen, Bilder bearbeiten und so weiter. Draußen wird es kalt, innen umso heimeliger.

2. Endlich Zeit zusammen verbringen

Mein Partner arbeitet im Sommer meist lange. Ab November ist auch er Abends zu „normalen“ Zeiten zu Hause und am Wochenende muss er auch nicht auf Arbeit. So nutzen wir diese Zeit gerne, um gemeinsam zu kochen. Das macht immer viel Spaß und wir haben uns nebenbei viel zu erzählen. Aber auch die Zeit der Gesellschaftsspiele beginnt. Das Kind ist „näher bei mir“, weil es nicht irgendwo im Garten tobt, oder draußen unterwegs ist.

3. Die Natur holt Luft – die Menschen auch!

Wenn es draußen grau in grau ist, hat man nicht wirklich viel Lust auf Ausflüge und dergleichen. Man ist aber auch noch nicht im Weihnachtsstress. Zeit, inne zu halten! Man „muss“ mal nichts machen!

4. Vorfreude auf die Adventszeit

Ich liebe die Vorweihnachtszeit mit den schönen Wehnachtsmärkten, dem geschäftigen Treiben und dem ganz besonderen Flair der Düfte und Lichter im Advent. Dummerweise ist sie meist so schnell vorbei, dass man sie gar nicht richtig genießen konnte. Im November rückt diese besondere Stimmung in greifbare Nähe, aber man kann sich noch darauf freuen, denn die gesamte Advents- und Weihnachtszeit steht erst noch bevor.

5. Zeit für Nebelbilder

Die reduzierten Farben und die Nebelschleier lassen eine ganz neue Sicht auf die Landschaft zu. Wenn die Natur nicht mehr so bunt ist, treten Muster und Kontraste viel mehr in den Vordergrund. Fotografen können interessante Fotos machen, fernab der typischen Postkartenmotive. Auch ich mache deswegen in diesem Monat gerne Bilder.

 

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Ich möchte den November nicht missen. Er ist für mich durch seine Ruhe fast besinnlicher, als der hektische Dezember.

Wie siehst Du das? Magst Du den November, oder bist Du froh, wenn er um ist?

 

 

Schreib doch mal die Biografie Deines Blogthemas – Die Auswertung

Anfang September hatte ich einen Artikel zum Thema Blogbiografie geschrieben. Ich ging darin auf die Vorteile ein und gab Tipps, was man bei diesem Vorhaben beachten sollte. Anschließend rief ich zu einer Blogparade auf, der sieben Teilnehmer folgten. Herzlichen Dank dafür!

Ich möchte es mir natürlich nicht nehmen lassen, Dir die entstandenen Beiträge näher vorzustellen. Die direkten Links zu den Artikeln findest Du jeweils in den Überschriften. Schau gerne bei den Blogs vorbei! Du wirst viel Neues entdecken. Mir ging es jedenfalls so!

1. https://rechnungswesenlehrer.de/das-leben-ist-lernen-meine-blogthemenbiographie/

Den ersten Beitrag hat Alexander Meneikis geschrieben. Er führt den Blog Rechnungswesenlehrer. Er hat ein paar meiner Impulsfragen sehr interessant und kurzweilig beantwortet. Enstanden ist quasi ein Interview, in dem er erklärt, wie sich seine Laufbahn entwickelt hat. Insbesondere geht er darauf ein, wie er (negative) Erfahrungen für sich nutzte, um ein erfolgreicher Dozent für Rechnungswesen und co zu werden.

2. https://essen-sport-gesundheit.de/warum-ich-einen-blog-zum-theme-essen-sport-gesundheit-erstellt-habe-blogparade/

Auf dem Blog Essen-Sport-Gesundheit dreht sich alles um den Body und wie man ihn in Bezug auf Nahrung und Sport optimiert. Josef schreibt in seinem Beitrag, welche Ernährunsformen er bereits probiert hat und wie sich sein Trainingplan gestaltet. Er verspricht, auch in Zukunft weiter zu experimentieren und Dich an seinen Erfahrungen teilhaben zu lassen.

3.  https://prinz-von-moabit.blogspot.com/2018/09/prinz-von-moabit-meine-blogthemenbiografie.html

Der Prinz von Moabit ist ein derzeit Dreijähriger, dessen Protokollantin über Anekdoten des Söhnchens berichtet. Entstanden ist der Blog im Januar 2018. Er ist also genau so alt wie meiner. Ihre „Ambition war und ist es, Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, die Welt mit Kinderaugen zu sehen und neu zu entdecken“. Entstanden ist der Blog ursprünglich aus Briefen zu Geburtstagen der lieben Verwandschaft.

4. https://www.flutes-for-friends.de/ueber-mich/

Meinen Aufruf nahm Miriam vom Blog https://www.flutes-for-friends.de/ zum Anlass, ihre Über-mich-Seite zu überarbeiten. Dort erfährst Du ihren Weg von der kleinen Blockflötenschülerin über die Ausbildung zur Holzblasinstrumentenmacherin, dem Studium der Wirtschaftswissenschaften und zurück zu ihrer Liebe, der Querflöte.

5. https://teacuppic.wordpress.com/2018/10/21/meine-blogthemenbiografie/

Der Blog Tea-cup-pic hat die Fotografie zum Thema. Du erfährst den Werdegang von der ersten Digicam bishin zu Fotoexperimenten mit einer Spiegelreflexkamera. Erkunde die Welt vom Freelnsing, Bokehs und kreativen Motivideen!

6. https://queerdurchdiemedien.com/2018/10/22/blogparade-meine-blogthemenbiografie/

Anja setzt sich auf ihrem Blog Queer durch die Medien „für eine buntere Welt ohne Vorurteile“ ein. Sie befasst sich mit queeren Medienformaten und Charakteren in der Film- und Buchwelt. Ihr Blog ist noch recht jung. Sie beschreibt in ihrem Blogbeitrag, warum ihr das Thema Gleichgeschlechtlichkeit und LGBT, beziehungsweise das Reden darüber, so wichtig ist.

7. https://zeitsparen.co/blogbiographie/

Ein Thema was uns alle angeht: Zeitsparen und Produktivität! Das ist Carmens Steckenpferd. Auf ihrem Blog Zeitsparen teilt sie ihr Wissen mit Dir. In ihrem Blogbeitrag erfährst Du, dass Carmen früher eine Chaotin war und was sie dann später mit ihrem verbesserten Zeitmanagement alles errreicht hat.

8. Meine Fotografie-Biografie Teil 1

Ich habe natürlich auch meine Blogbiografie aufgeschrieben! Sie gliedert sich in acht Teile. Du erfährst darin, wie ich zur Fotografie gekommen bin und was ich schon alles auf meinem Weg ausprobiert und erfahren habe.

Nochmal vielen lieben Dank an alle fürs Mitmachen. Eure Beiträge sind sehr interessant und Ihr habt es geschafft, dass ich mal wieder über den Tellerrand hinaus geschaut habe!

 

 

Schreib doch mal die Biografie Deines Blogthemas!

Hallo Blogger!

Schreibst Du über Reisen, Nähen, Rezepte, Fotografie, Texten, Modellbau, Lettering oder ganz was anderes? Sicherlich ist Dein Blogthema oder Deine Leidenschaft etwas, was Du besonders gut kannst. Deine Fähigkeiten entwickelten sich bestimmt über einen längeren Zeitraum, oder? Prima!

Hast Du schon einmal aufgeschrieben, wie Du zu Deiner Nische, deiner Fähigkeit, deinem Hobby oder Beruf gekommen bist? Nein?

Dann ist jetzt die Zeit gekommen 😉

Die Vorteile Deiner Biografiearbeit

1. Du erschaffst Content

Manchmal fällt einem vielleicht nicht so recht ein, was man mal wieder schreiben könnte. Irgendwie wurde irgendwo schon alles aufgeschrieben. Bei der Biografie Deiner Leidenschaft ist das anders. Denn die hast ja nur Du erlebt! Du erschaffst also etwas ganz neues. Falls Du schon viel zu Deinem Thema erlebt hast, kannst Du Deine Biografie sogar in Etappen unterteilen. Und damit hast Du sogar „Stoff“ für mehre Blogartikel!

2. Du zeigst Persönlichkeit

Es gibt zu vielen Themen unendlich viele Blogs. Deine Follower folgen aber Dir! Das tun sie, weil sie Dich als Person und/oder Deinen Schreibstil mögen. Deine Biografie ist etwas ganz individuelles. Hier kannst Du soviel wie Du möchtest von Dir Preis geben und die Leser können Dich besser kennenlernen. Das lässt sie vielleicht sogar zu Stammlesern (und Kunden, falls das Dein Ziel ist) werden. Stichwort: Storytelling!

3. Du zeigst, dass Du Experte bist

Erkläre Deinen Lesern, wie Du mit Deinen Aufgaben gewachsen bist und was Du alles erreicht hast. So kannst Du zeigen, dass Du Dir über die Zeit ein hohes Wissen aneignen konntest. Das schafft Vertrauen in Deine Fähigkeiten.

4. Es ergeben sich neue Themen für später folgende Blogartikel

Sicherlich kannst Du in Deiner themenbezogenen Biografie nicht alle Deine Etappen bis ins kleinste Detail erklären. Das macht aber nichts. Bestimmt stolperst Du während Du Deine Geschichte aufschreibst über Anekdoten oder Techniken, die Du in später erscheinenden Blogartikeln genau beleuchten kannst. So geht Dir nie das „Futter“ für Deinen Blog aus.

5. Du kannst interne Backlinks sammeln

In Deinen späteren Artikeln kannst Du immer wieder auf Deine Biografie verweisen. Auch innerhalb Deiner in mehrere Teile geschnittenen Biografie kannst Du die verschiedenen Berichte untereinander verlinken. Das hält Deine Leser lange auf Deinem Blog! Und das ist ja bekanntlich wieder gut für den Erfolg Deines „Babys“. Falls Du an Affiliate-Programmen teilnimmst, kannst Du dezent erzählen, welche Produkte Du besonders schätzen gelernt hast.

6. Du schaffst einen Mehrwert für Deine Leser

Wenn du Deine Erfahrungen teilst und auch erzählst, was Du aus Deinen Fehlern gelernt hast, ist das eine gute Information für Anfänger. Du als alter Hase kannst Beginner so vor manchem Missgeschick bewahren.

7. Du kannst Dich vernetzen

Gibt es andere Blogger oder Online-Angebote, die Dich auf Deinem Weg begleitet haben? Vielleicht magst Du sie ja nennen und sie verlinken? Sharing is caring!

Haben Dich diese sieben Punkte überzeugt?

Dann mal los!

Das musst Du beachten

A) Chronologische Reihenfolge

Besonders wenn Du Deiner Leidenschaft schon lange frönst, solltest Du Dir einen Überblick verschaffen. Zeichne Dir am besten einen Zeitstrahl mit den wichtigsten Etappen auf, damit Du Deinen Beitrag oder Deine Beiträge in der richtigen Reihenfolge planen kannst. Am logischsten ist es natürlich, wenn Du mit dem zurückliegendsten Ereignis beginnst und Dich dann nach vorn arbeitest.

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B) Spannende Beiträge

Insbesondere, wenn Du einen sehr langen Beitrag planst, oder eine lange Serie von Artikeln, ist es wichtig, die Spannung zu halten!

Es ist nicht wichtig, WAS Du erlebt hast, sondern WIE Du es erlebt hast.

Deine Leser mögen Geschichten und Gefühle. Du solltest also nicht nur wie in einem Lebenslauf die Stationen Deiner Entwicklung aneinander reihen. Erzähle, was Du empfunden hast, als Du Deine erste Tasche genäht hast. Beschreibe, wie sauer Du warst, als Deine erste selbst gekochte Mahlzeit anbrannte. Wie war das, als Du bei einem Wettbewerb die Nase vorn hattest?

Untermale Deine Berichte unbedingt mit anschaulichen Fotos.

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Falls Du die Biografie Deiner Leidenschaft in mehrere Teile teilst, dann gebe auch immer einen kleinen Ausblick auf die nächste Folge, um Deine Leser neugierig zu machen.

C) Kennzeichnung und Verlinkung

Wenn Du mehrere Artikel schreibst, ist es wichtig, die Beiträge zu nummerieren und untereinander zu verlinken. Am Anfang von jedem Beitrag schreibst Du einen Verweis zu Folge 1. Am Ende eines jeden Beitrags verlinkst Du zum nächsten Teil.

Mögliche Fragen, die Du in Deiner Biografie beantworten könntest:

Warum fesselt Dich ausgerechnet Dein Thema? Wie bist Du dazu gekommen? Welche Erlebnisse und Erfahrungen (gut und schlecht) haben Dich besonders geprägt? Welches Equipment und welche Techniken haben Dich besonders voran gebracht/zurück geworfen? Wo und wie hast Du besonders viel über Deine Leidenschaft gelernt? Was machst du heute anders wie früher? Von und mit wem hast Du viel gelernt? Was würdest Du heute nicht mehr machen? Welche Steine lagen Dir im Weg? Welche Schritte würdest Du heute überspringen? Wie hat sich Deine Leidenschaft Punkt für Punkt entwickelt? Warum betreibst Du Deine Leidenschaft heute so, und nicht anders? Wo willst Du hin?…

Blogparade

Um Dich noch ein wenig zu motivieren, schlage ich vor, wir machen eine Blogparade daraus!

Wie kannst Du mitmachen?

  1. Schreibe bis zum 01.11.2018 einen oder mehrere Artikel zum Thema „Meine Blogthemenbiografie“.
  2. Verlinke diesen Beitrag hier in Deinem Text.
  3. Verlinke Deinen Artikel (oder den ersten, solltest Du mehrere Teile schreiben) in einem Kommentar unter meinem Beitrag hier.

Wie geht es weiter?

Ich werde zum Abschluss in einem gesonderten Artikel alle Beiträge verlinken und besonders informative Texte hervorheben.

Ich freue mich sehr auf Deine Teilnahme und bin schon sehr gespannt darauf!

Ich habe natürlich auch eine Biografie aufgeschrieben. Meine Leidenschaft ist die Fotografie: Meine Fotografie-Biografie Teil 1

Bisher erschienene Artikel der Teilnehmer:

https://rechnungswesenlehrer.de/das-leben-ist-lernen-meine-blogthemenbiographie/

https://prinz-von-moabit.blogspot.com/2018/09/prinz-von-moabit-meine-blogthemenbiografie.html

https://essen-sport-gesundheit.de/warum-ich-einen-blog-zum-theme-essen-sport-gesundheit-erstellt-habe-blogparade/

https://www.flutes-for-friends.de/ueber-mich/

https://teacuppic.wordpress.com/2018/10/21/meine-blogthemenbiografie/

https://queerdurchdiemedien.com/2018/10/22/blogparade-meine-blogthemenbiografie/

https://zeitsparen.co/blogbiographie

 

 

 

 

Das Bild meines Sommers 2018

Nico und Ina vom Blog Mit Kind im Rucksack haben zu einer Blogparade aufgerufen. Sie suchen Das Bild deines Sommers 2018. Eine schwierige Aufgabe! Ich habe im Sommer viele Fotos gemacht. Makros von Blumen und Insekten, Erntefotos und natürlich Urlaubsfotos. Noch sind die Bilder unserer Dänemarkreise gar nicht alle bearbeitet! Trotzdem habe ich ein Foto heraus gesucht! Gefällt es Euch?

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Es zeigt Fischerboote am Strand von Thorup in der Jammerbucht in Norddänemark. Das besondere dort ist, dass die Kutter nicht im Hafen liegen, sondern mittels eines Bulldozers aus dem Wasser auf den Sand geschleppt werden. An dem Abend, als das Foto entstand, hatten wir ein wunderbares Licht. Ein kleines Gewitter war gerade abgezogen. Du kannst noch die dunklen Wolken und den Regenbogen sehen. Die Sonne stand schon sehr tief am Horizont und tauchte die Boote in goldenes Licht. Was für ein Schauspiel!

Für mich sind Regenbögen etwas ganz besonderes. Sie strahlen Hoffnung aus. Als Schülerin habe ich in die Poesiealben und Freundschaftsbücher häufig den Spruch „Nach Regen kommt Sonnenschein“ geschrieben. Auch heute noch denke ich an dieses Zitat, wenn ich einen schlechten Tag habe. Wenn ich solche Wetterphänomene wie oben sehe, erinnere ich mich ebenfalls daran. Schön, wenn man solch eine Erscheinung vor einer tollen Kulisse mit der Kamera „konservieren“ kann.

 

Grenen – magischer Ort oder überlaufener Fotospot?

Wir waren dieses Jahr zum wiederholten Mal im Urlaub in Dänemark. Grenen, die nördlichste Spitze dieses wunderschönen Landes, sollte dieses Mal ein Ausflugsziel von uns werden. Skagerrak und Kattegat, also Nord- und Ostsee treffen dort aufeinander. Auf diversen Webseiten hatte ich gelesen, dass man diesen magischen Ort als Norddänemark-Tourist unbedingt gesehen haben muss. Das Naturschauspiel wäre überaus faszinierend. Also nichts wie hin!

Ich bin Mitglied in verschiedenen Dänemark-Gruppen auf Facebook und war daher vorgewarnt, dass diese magische Landzunge ein sehr beliebter Ort bei Touristen ist. Dementsprechend wusste ich, dass dort viel Trubel herrscht. Trotzdem hat man, nicht zuletzt von tollen Fotos aus Hochglanzmagazinen und Werbebroschüren, gewisse romantisierte Vorstellungen.

Das Bild im Kopf und im Herzen VOR dem Besuch

Wir fahren gerne nach Dänemark. Hauptgrund dafür ist die Einamkeit und Ruhe, die man in diesem entschleunigten Land erleben kann. Dänemark hat so viele Kilometer Strand zu bieten und ist so dünn besiedelt, dass man auch in der Hauptsaison die Natur alleine genießen kann. Wir lieben zudem, dass man kaum irgendwo Parkgebühren zahlen muss. Saubere öffentliche Toiletten und genügend Parkplätze findet man fast überall. Das trägt maßgeblich zum unbeschwerten Urlaubsfeeling bei.

Auch dieses Jahr waren wir die ersten Ferientage wieder ordentlich mit Einsamkeit verwöhnt worden. Gespannt machten wir uns auf den Weg an den nördlichsten Punkt von Dänemark. Wir konnten uns schon gar nicht mehr vorstellen, wie es ist, auf eine Vielzahl von Artgenossen zu treffen. Es würde schon nicht so schlimm werden!

Das Bild, was uns suggeriert wird…

… ist geprägt von einsamen Stränden

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und dem dazugehörigen Leuchtturm.

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Von Ferne hört man das Rauschen der Wellen und das Tuckern des Linientraktors „Sandormen“, der gemächlich über den verlassenen, ruhigen Strand fährt.

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Schließlich sieht man den faszinierenden Zusammenschluss von Nord- und Ostsee direkt zu seinen Füßen. Was für ein magischer Ort!

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Wie es wirklich ist

Zum ersten Mal stießen wir in Dänemark auf Parkautomaten. Das fanden wir nicht schlimm, es erstaunte uns nur. Das doofe war aber: Die Parkautomaten akzeptierten ausschließlich Kreditkarten. Hatten wir nicht! Wir stellten uns dann kostenfrei an den Straßenrand der langen Zufahrtsstrecke. Problem gelöst!

Der Weg entlang der Ostsee zum Ende der Landzunge war nicht einsam. Ganz im Gegenteil. Wir wurden zum Teil einer nicht enden wollenden Karawane von Touristen.

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Am allernördlichsten Zipfel stoppte der Menschenzug. Das folgende Foto entstand nach einer 180° Drehung vom Bild mit den zusammentreffenden Wellen oben:

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Es herrschte ein ziemlicher Trubel und Lärm und es war gar nicht so einfach, die Reisefotos ohne Menschenmassen zu realisieren. Der Clou war jedoch ein Pärchen, dessen Hund sein großes Geschäft direkt an der Wasserkante verrichtete. Die Wellen verstreuten die Würstchen großflächig. Mehrere Leute liefen barfuss hindurch. Die Krönung war jedoch eine Mutter, die ihr Kleinkind, was gerade stehen konnte direkt in so ein Häufchen hinein stellte, um es zu fotografieren. Ein wahrlich magischer Ort!

Fazit

Grenen gehört zu den wenigen Orten in Dänemark, die wir sicherlich nicht noch einmal besuchen werden. So spektakulär wie es einen suggeriert wird, ist das Zusammentreffen der beiden Meere nicht. Die Menschenmassen tragen auch nicht gerade zum Wohlgefühl bei. Magisch und faszinierend ist der Ort zumindest in der Hochsaison keinesfalls!

Über die Fotos

Es gibt nicht die eine Realität. Alle Bilder sind real. Auch bei den oberen Fotos habe ich keine Personen heraus retuschiert. Die Bildausschnitte und Blickwinkel sind nur so gewählt, dass sie die typischen Reisefotos widerspiegeln. So möchte man den Ort gerne in Erinnerung behalten. Bilder für das Album eben. Fotos, für die man im Internet gelobt wird, weil sie die Betrachter als schön empfinden.

Die unteren Fotos haben dokumentarischen Charakter. Die „reale Realität“ sozusagen. Solche Bilder mache ich normalerweise nicht. Ich hatte im Vorfeld unseres Ausflugs allerdings von der Blogparade: Die schönsten Fotospots der Welt – und die Wahrheit dahinter gelesen. Dies ist mein Beitrag dazu. Nur deshalb fanden die Bilder einen Platz auf meiner Speicherkarte.

Schau gerne einmal bei dieser Fotoparade vorbei. Es gibt noch andere Fotospots zu entdecken!

Ich freue mich sehr über Feedback und Deine Gedanken zu dem Thema. Warst Du schon einmal in Grenen? Wie hast Du diesen Ort empfunden? Versuchst Du auch Postkartenfotos zu machen, oder fotografierst Du eher dokumentarisch? Schreibe es gerne in die Kommentare!

Warum die Fotografie ein großartiges Hobby ist

Melanie und Thomas vom Blog Reisen-Fotografie haben zu einer Blogparade aufgerufen. Sie möchten wissen, warum die Fotografie ein großartiges Hobby ist.

1. Ich kann Dinge entdecken und sichtbar machen, die man mit bloßem Auge gar nicht sehen kann.

Ich liebe die Makrofotografie. Dabei werden kleine Dinge wie Blüten und Insekten in einem Maßstab von mindesten 1:1 dargestellt. Dadurch kann man winzige Details besser und genauer betrachten, als das normal möglich ist. Ich liebe ebenfalls die Natur. Sie bietet soviel bewundernswertes. Mit Hilfe der Nahaufnahmen kann ich diese kleinen Wunder sichtbar machen. Oftmals gibt es Erstaunliches zu entdecken. Das möchte ich gerne zeigen.

Libelle
Libelle in der Abendsonne

2. Ich kann die Zeit anhalten oder verlängern

Ich mag es, mit den Belichtungszeiten zu spielen. Es ist mir möglich, Dinge darzustellen, die man ohne die Aufnahme gar nicht sehen könnte. Ich kann den Augenblick einfrieren:

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Bunker bei Agger, Dänemark

oder verlängern (hier sind es 65 Sekunden):

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Bunker in Vigsø, Dänemark

3. Ich kann mit Licht malen

Ich bin kein sonderlich guter Maler. Mit Hilfe der Fotografie ist es trotzdem möglich, mich visuell auszudrücken. Sieht dieses Bild mit dem soften Hintergrund nicht aus, wie ein Gemälde von Monet?

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Nicht nur während der Aufnahme kann ich entspannen und mich ausleben. Ein wichtiger Baustein der Fotografie ist für mich ebenfalls die Bildbearbeitung. Warum ich meine Bilder gerne stark bearbeite, erfährst Du hier.

4. Ich kann Erinnerungen sammeln

Es gibt (dokumentarische) Bilder, die für mich einfach dazu gehören. Das sind Fotos, die mein Leben und das meiner Familie dokumentieren. (Verstorbene) Verwandte geraten nicht in Vergessenheit, wenn man sie auf alten Bildern betrachten kann. Entwicklungsschritte von Menschen, oftmals verbunden mit Ereignissen wie Geburtstagsfeiern, Schulanfang usw., sind dokumentiert. Das ist mir sehr wichtig. Es hilft, die Erinnerung daran frisch zu halten.

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5. Ich kann Dinge teilen, die mir wichtig sind

… und an denen ich mich selbst erfreue. Ich mag es zum Beispiel, Urlaubsfotos zu zeigen, Erntefotos und Bilder der Heimat. Es ist mir ein Anliegen, meine Freude über die schönen Landschaften zu teilen. Es gefällt mir, wenn ich Fotos von Insekten und Blüten zeigen kann. Vielleicht kann ich damit ja auch den einen oder anderen Betrachter auf die Schönheit der Natur aufmerksam machen?

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Fasanenschlösschen, Moritzburg

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6. Ich bin ortsunabhängig und kann mich ausprobieren

Es gibt viele Hobbys, die man entweder draußen machen kann (wie angeln). Oder drinnen (wie töpfern). Die Fotografie ist innen wie außen möglich. Bei schlechtem Wetter weiche ich einfach in die Wohnung aus. Durch diese räumliche Beschränkung habe ich dann häufig kreative Motivideen.

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Kristall, von zwei Lichtquellen beleuchtet, mit Diaprojektorobjektiv fotografiert

Pailletten
Pailletten in Öl/Wasser, auf einer CD

Sicherlich gibt es noch viele andere Gründe, warum die Fotografie ein großartiges Hobby ist. Ich bin schon ganz gespannt auf die Blogbeiträge der anderen.

Wenn Du wissen möchtest, wie sich mein Hobby entwickelt hat, lies meine Fotografie-Biografie.

Wie alles im Leben, hat auch mein Hobby eine Kehrseite der Medaille. Hier erfährst Du deshalb drei Dinge, die ich an der Fotografie NICHT mag.

 

 

 

 

 

 

Fotoparade 1-2018 – meine schönsten Reisefotos

Michael betreibt den Blog Erkunde die Welt und ruft zwei Mal im Jahr zu einer Fotoblogparade unter dem Hashtag #FopaNet auf. Die Aufgabe besteht darin, sechs gut gelungene (Reise)fotos der vergangenen sechs Monate zu suchen. Zusätzlich sollen diese Bilder noch vorgegebenen Kategorien zugeteilt werden. Hier geht es zum Artikel, in dem alles weitere beschrieben wird.

Da es meinen Blog erst seit Anfang des Jahres gibt, beteilige ich mich das erste Mal an dieser Blogparade. Aufmerksam wurde ich durch einen Artikel der ReiseEule.

Los geht´s!

Nahaufnahme

Nichts leichter als das! Ich liebe die Makrofotografie! Dieses Bild entstand im Schmetterlingshaus Jonsdorf in der Oberlausitz. Ein tolles Ausflugsziel für alle, die Schmetterlinge mögen. Ich habe noch viele Fotos mehr von diesem Besuch mitgebracht. Schau hier! Wenn Du einen Tipp möchtest, wie Du flinke Insekten nervenschonend fotografieren kannst, lies bitte diesen Artikel. Darin beschreibe ich Dir eine einfach umzusetzende Strategie.

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Nachts

Zu dieser Kategorie möchte ich Dir gerne eine Abendaufnahme der Albrechtsburg in Meißen, Sachsen zeigen. Meißen hat eine wirklich wunderschöne Altstadt und ist eine Reise wert. Sicherlich werde ich zu meinem Wochenendausflug in dieses Kleinod noch einen ausführlichen Artikel schreiben. Wenn Du Dich über die Burg informieren möchtest, schau hier vorbei.

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Nass

Die Moritzburg. Das Märchenschloss von August dem Starken ist ein wahrer Touristenmagnet. Umgeben von Wasser ist dieses Barockschloss schon ein wenig kitschig. Deshalb habe ich mein Foto auch dementsprechend bearbeitet. Mittels Tilt-shift sieht es nun aus, wie aus dem Modellbau. Hier geht es zur Webseite des sächsischen Schlosses.

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Kontrast

Blau und Gelb bilden Komplementärfarben, stehen also im Kontrast zueinander. Aus diesem Grund habe ich das Foto der des Berges „Landeskrone“ bei Görlitz zur Kategorie „Kontrast“ ausgewählt. Ist diese Landschaft nicht wunderschön? Wenn ich leuchtend-gelbe Rapsfelder sehe, bekomme ich sofort gute Laune. Wenn Du Dich über die Farbgebung bei Bildern informieren möchtest, lies gerne meinen Gastartikel auf dem Mitmachblog. Leider ist dieser Blog mittlerweile privat. Aber auf Wunsch erhälst Du dort Zugang.

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Farbtupfer

Dieser Binnenleuchtturm steht nicht weit von der Moritzburg entfernt am Fasanenschlösschen. Er diente Ausgust dem Starken als Kulisse für nachgespielte Seeschlachten. Er bietet einen schönen Farbtupfer im trüben Wasser.

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Schönstes Foto

In dieser Kategorie möchte ich Dir eine Aufnahme der Nelkenwurz (Geum) aus meinem Garten zeigen. Ich liebe dieses Bild, weil es eine wunderschöne Blüte ist. Zu diesem Foto gab es auch eine Blogparade. Neun Fotografen bearbeiteten die Raw-Datei. Wenn Du Dir die tollen Ergebnisse anschauen möchtest, empfehle ich Dir die Auswertung meiner Blogparade.

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Zusatz

Ein Bild möchte ich Dir unbedingt noch zeigen. Es entstand eines Morgens im Winter. Wir haben noch die alten Doppelfenster im Schlafzimmer. Väterchen Frost zauberte wunderschöne Eisblumen daran. Im Hintergrund siehst Du die aufgehende Sonne. So steht man doch gerne früh auf, oder?

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Das war mein kleiner Halbjahresrückblick. Ich bin schon sehr gepannt auf die Beiträge der anderen Teilnehmer. Die letzten Male haben über 100 Blogger mitgemacht. Das bietet interessanten Lesestoff, denke ich!

Vielen Dank an Michael für seine großartige Idee und die Organisation!

Ich möchte es mir nicht nehmen lassen und Dir ein paar Blogbeiträge der anderen Teilnehmer zeigen, die mir besonders gefallen (wird fortlaufend aktualisiert):

Bilder von Rügen und Stralsund. Eine klare „aufgeräumte“ Linie zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bilder: https://www.pixelwo.de/schoenste-reisefotos-1-2018

Atemberaubende eiskalte Landschaftsaufnahmen: https://www.reisewut.com/2018/06/fotoparade-1-2018-unsere-schoensten-bilder/

Traumhaft schöne Landschaften: https://www.smilesfromabroad.at/fotoparade-1-2018/

Bilder von Bergen: https://www.moosbrugger-climbing.com/fopanet-fotoparade-2018/

Bilder von Florida in hoher Qualität: https://aiseetheworld.de/bilder-florida-rundreise/

Norwegische Aufnahmen bunt gemischt: 8-meine-schoensten-reisefotos/

Hochwertige Landschaftsfotos: http://wanderlust.team/2018/06/fotoparade-1-2018/#

Besonders vielfältige Aufnahmen: https://natworldwild.com/2018/06/17/fotoparade-01-2018/

„Bleiben-im-Kopf-Fotos“: https://paleica.com/2018/06/18/fotoparade-1-2018-meine-schoensten-reisefotos/

Tolle Fotospots: https://www.borboletameetsworld.de/fotoparade1-2018/

Fernwehauslösend: https://www.feeistmeinname.de/2018/06/meine-schoensten-reisefotos-yeah-fotoparade/

Sehr professionelle Bilder: https://www.hikelust.de/fotoparade2018-1/