Begrenze Deine Möglichkeiten und werde kreativ!

Manchmal stelle ich mir selbst kleine Fotoaufgaben. Das macht Spaß und weckt die Kreativität. Gestern war mal wieder so ein Tag. Das warme Herbstlicht schien durch die lichter werdenden Bäume. Ich bekam Lust auf einen Gartenrundgang. Ich schnappte mir die Kamera und erlegte mir folgende Limitationen auf: meine Fotos sollten alle mit einem einzigen Objektiv mit Festbrennweite bei Offenblende erstellt werden und ich durfte den Garten nicht verlassen. Ein Zeitlimit gab ich mir nicht, aber meine Challenge sollte nicht all zu lange dauern. Es war schon recht spät und ich musste noch das Abendbrot vorbereiten. Wahllos griff ich in meine Vitrine mit den alten analogen Flohmarktobjektiven. Das Domiplan 2.8 50mm bekam ich zuerst in die Finger.
Mit dem Handy habe ich es Dir mal abgelichtet.

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Es passt natürlich normalerweise nicht an meine Canonkamera, denn es ist ein altes DDR- Objektiv. Ich weiß gar nicht mehr, wieviel es gekostet hat. Mehr als 50 Euro bestimmt nicht. Um es auf meine Kamera schrauben zu können, habe ich mir einen Adapter aus Metall gekauft, den ich einfach zwischen Body und Altglas anbringe. So sieht dieser Ring aus:

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Los ging es! Zuerst viel mir eine Sonnenblume ins Auge. Sie wiegte sich im Wind und ich fotografierte sie gegen das Licht. Sie sollte ihrem Namen alle Ehre machen. Das hübsche kreisförmige Bokeh des Domiplan kommt bei Gegenlichtaufnahmen besonders gut zur Geltung.

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Dann entdeckte ich die Hagebutten. Auch hier durfte das Obi zeigen, was es konnte. Bubbles ohne Ende!

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Doch auch im Schatten zeigten sich die roten Samenstände von ihrer schönsten Seite. Ich rahmte sie grün ein, indem ich durch die belaubten Zweige hindurch fotografierte.

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Dann leuchteten mich zwei Birnen an. Im Hintergrund brach wieder das Sonnenlicht durch einen anderen Baum. Dahingetupfte Bokehkreise schmücken deshalb das Obst.

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Weiter ging es mit dicht stehenden ,verblühten Senf. Ich fokussierte auf eine Pflanze. Der Rest versank dank fehlender Streulichtblende in der Sonne.

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Mein letztes Motiv waren noch einmal Hagebutten. Dieser Strauch besaß besonders viele rote Früchtchen. Ich nahm bewusst zwei Störer im Vordergrund mit ins Bild. Sie rahmen die scharfen Hagebutten ein und lassen das Bild dadurch räumlicher wirken.

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Innerhalb von ungefähr 20 Minuten hatte ich so viele hübsche Motive gefunden. Meine selbst auferlegten Begrenzungen hatten mich umdenken lassen. Ich durfte nicht das Objektiv wechseln und war gezwungen, dass beste daraus zu machen. So konnte ich mich besser auf die Bildgestaltung konzentrieren. Cool oder? Probiere es doch selbst einmal aus, Deine Möglichkeiten bewusst einzuschränken!

Wie gefallen Dir die Fotos? Magst Du solche kleinen Challenges? Hast Du vielleicht sogar Bock auf eine Blogparade, bei der ich uns eine kleine Fotoaufgabe stelle? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

Hier findest Du meine anderen Beiträge mit Fototipps.

Holunderblütengelee

Ich kann vom Duft und Geschmack der Holunderblüten nicht genug bekommen und deshalb muss ich dieses Aroma auch für den Frühstückstisch konservieren. So bereite ich Holunderblütengelee zu:

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Zutaten

15-20 Holunderblütendolden, 1 Bio-Zitrone, eventuell einen Spritzer Zitronensäure, 1 Vanillestange, 700ml Apfelsaft 100%, 300ml Weißwein, 500g Gelierzucker 2:1

Zubereitung

Die Holunderblütendolden bei Sonnenschein pflücken, da das Aroma dann am besten ist. Die Dolden leicht schütteln und auf Verunreinigungen (alte Blüten, Läuse…) kontrollieren, möglichst nicht waschen. Die Dolden kopfüber über eine Schüssel halten und mit einer Schere die Stengel kurz unter den Blüten abschneiden. Die Blüten mit den kleineren Stengeln fallen dann in die Schüssel. Ein einzelnes Abzupfen der Blüten ist nicht notwendig. Die Zitrone waschen, in Scheiben schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben. Wenn die Zitrone nur klein ist, einen Spritze Zitronensäure hinzufügen. Das Vanillemark aus der Stange kratzen und die Stange klein schneiden. Mark und Vanillestangenstückchen in die Schüssel geben. Mit Apfelsaft (ich habe naturtrüben genommen) und Weißwein auffüllen und alles vermischen. Die Blüten dabei ruhig ein bisschen nach unten drücken, damit sie von der Flüssigkeit bedeckt sind. Die Schüssel abdecken und 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, dabei hin und wieder umrühren. Am nächsten Tag die Mischung durch ein sauberes Geschirrtuch filtern. Das Geschirrtuch mit der Mischung ruhig kräftig auswringen. 1 Liter Flüssigkeit abmessen, mit dem Gelierzucker mischen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, Gelierprobe machen und dann die ausgekochten Marmeladengläser randvoll füllen. Die Deckel gut verschließen und die Gläser auf den Kopf stellen. Der Optik wegen kann man vor dem Befüllen noch ein paar einzelne Holunderblüten in die Gläser geben und dann erst den Gelee einfüllen.

Ich wünsche Dir gutes Gelingen und guten Appetit!

PS: Hast Du schon mein Rezept für Holunderblütenlikör probiert?

Holunderblütenlikör

Ich liebe den Duft und Geschmack von Holunderblüten und die Zeit ist gerade günstig, um daraus ein paar Leckereien herzustellen. Deshalb gibt es wieder ein Rezept. Heute wird es hochprozentig!

Zutaten


30 Holunderblütendolden
1 Liter Wodka oder Korn je nach Vorliebe
250g Kandiszucker
2 Biozitronen


Zubereitung


In ein sauberes, möglichst ausgekochtes großes (ich habe ein sehr großes Gurkenglas genommen) Einmachglas schichtet man immer abwechsend ein paar Holunderblütendolden, ein paar dünn geschnittene Zitronenscheiben und ein paar Stückchen Kandiszucker. Die letzte Schicht sollte zum Beschweren aus Zitronenscheiben bestehen. Die Holunderblütendolden habe ich an einem sonnigen, trockenen Tag geschnitten, da haben sie am meisten Aroma. Die Dolden sollte man nicht waschen, aber von Insekten befreien. Die großen Stiele habe ich entfernt, es macht aber nichts, wenn sich kleinere Stielchen im Glas befinden. Nach der Schichterei wird alles mit dem Wodka oder Korn übergossen. Man sollte darauf achten, dass wirklich alle Zutaten mit dem Alkohol bedeckt sind.

Nun wird das Glas fest verschlossen und 6-8 Wochen bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Man kann es von Zeit zu Zeit ein wenig schütteln, damit auch wirklich alle Zutaten mit Alkohol in Kontakt kommen und sich der Kandis gut verteilt.

Ist die Wartezeit um, wird alles durch ein sauberes Geschirrtuch (oder eine saubere Stoffwindel) gefiltert und in verschließbare Flaschen gefüllt. Der Likör ist dann ca. ein Jahr haltbar. Zum Wohl!

Hier ist mein Rezept für Holunderblütengelee. Auch sehr lecker!

Rezept für Löwenzahn Blütengelee

Rezept für Löwenzahnblütengelee

Ich wohne auf dem Land. Zu unserem Haus (von uns liebevoll „Murkelhäuschen“ genannt) gehört ein großer Garten mit Unmengen von Obstbäumen und Beerensträuchern. Ein wenig Grünzeug bauen wir auch noch an. Klar, dass ich aus den Gaben der Natur auch die ein oder andere Leckerei zaubere. Es geht doch nichts über die Verwertung von selbst geenteten Früchten und Gemüse! Fruchtaufstriche, Chutneys, Liköre und sogar Ketchup habe ich schon hergestellt.

Ich mag es sehr, meine gärtnerisch-kulinarischen Schätze fotografisch abzulichten. So kann ich beide Leidenschaften prima miteinander verbinden. Es ist quasi meine Art der Food-photography. Da sich für meine Rezepte kein eigener Blog lohnt, bekommst Du hier deshalb in Zukunft immer mal eine kleine Köstlichkeit virtuell serviert. Los geht’s!

Von mehreren Seiten bekam ich den Tipp, einmal Löwenzahnblütengelee herzustellen. Das musste ich natürlich ausprobieren! Er wächst ja sowieso und ich musste ihn nicht extra anbauen.
Hier ist das Rezept zum Nachmachen, falls Du noch eine Beschäftigung suchst.

Zutaten

Löwenzahnblüten, 1 Liter Wasser, 1 Zitrone, 500g Gelierzucker 2:1

Zubereitung

Löwenzahnblüten sammeln (am besten aus dem Garten oder von einer ungedüngten Wiese) und die Blütenblätter heraustrennen (also quasi nur das nehmen, was später mal die Schirmchen werden würden). Danach 200g abwiegen (man braucht ziemlich viele Blüten und viel Geduld, bis man die 200g zusammen hat!), mit dem Wasser aufkochen und 5 Minuten kochen lassen. Bitte wundere Dich nicht über den Heugeruch. Das Endergebnis wird nicht so schmecken, wie es nun riecht. Das Ganze lässt man nun 24 Stunden stehen. Danach alles durch ein Tuch oder einen Kaffeefilter gießen und ausdrücken.

Zu dem gewonnenen Sud den Saft der Zitrone und den Gelierzucker geben, unter Rühren aufkochen und 4 Minuten kochen lassen. Danach den noch heißen Gelee in sterilisierte (ausgekochte) Gläser geben. Sofort die Gefäße verschließen und auf den Kopf stellen.

Der Geschmack erinnert ein wenig an Honig. Ich wünsche Dir gutes Gelingen und besten Appetit!