Fast Foto – der Quicktipp

Ich habe für Dich einen schnellen Fototipp:

Lege Dir eine Rettungsdecke in Deine Fototasche!

Sie bietet viel Vorteile auf einmal.

  1. Sie hält Deine Klamotten sauber. Wenn Du Dich zum fotografieren auf den Boden legen möchtest, dann lege Dich einfach darauf.
  2. Sie dient als Reflektor. Wenn Du Dinge aufhellen möchtest, dann nutze sie zum umleiten des Lichtes. Da eine Rettungsdecke eine goldene und eine silberne Seite hat, kannst Du sogar die Lichtfarbe ein wenig beeinflussen.
  3. Sie ist ein prima Hintergrund. Du kannst sie etwas weiter hinter Deinem Motiv platzieren. Wenn Du sie vorher knüllst und wieder auffaltest, kannst Du schöne Bokehkreise in den Hintergrund Deines Bildes zaubern.
  4. Sie ist ein Low-Budget-Hack! Du bekommst sie teilweise für unter einen Euro in Drogerien und Apotheken.
  5. Zusammengefaltet nimmt sie kaum Platz weg und sie wiegt auch fast nichts. Das ist unterwegs sehr praktisch.

Leider gibt es auch drei Nachteile:

  1. Durch ihr geringes Gewicht lässt sie sich schlecht platzieren. Beim kleinsten Windzug weht sie davon. Du brauchst also gegebenenfalls eine zweite Person, wenn Du sie als Reflektor nutzen möchtest.
  2. Sie raschelt. Daher ist sie für Wildtierfotografen eher ungeeignet.
  3. Einmal genutzt ist sie nur sehr schwer wieder zusammenfaltbar. Sie ist als Wegwerfartikel für Notfälle konzipiert.

Mein Pilzfoto habe ich mit Hilfe einer Rettungsdecke aufgehellt. Das Sonnenlicht kam von hinten als Gegenlicht. Ich wollte aber die Maserung des Stiels zur Geltung bringen. Für das Bild habe ich die goldene Seite genutzt und das Licht auf den Pilz zurück geworfen.

Wenn Dir dieser Tipp gefallen hat, dann hilft Dir sicher auch mein Artikel zur Bildgestaltung.

 

 

 

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Willkommen September!

Nach dem heißen und trockenen Dauersommer begrüßt uns der September mit trüben Wetter und Regen. Endlich! Ich mag hohe Temperaturen. Aber die Wärme über so lange Zeit machte mich schon ein wenig mürbe. Vorhin war ich einmal kurz im Garten zum fotografieren. Ich muss sagen: Der Herbst hält unmissverständlich Einzug! Ich liebe diese Jahreszeit mit ihren bunten Farben. Und wie ich auch schon in meinem Beitrag Motive gibt es bei jedem Wetter! schrieb, gelang es mir, ein paar schöne Impressionen für Dich einzufangen.

Mein Fototipp für Fotos bei Regen

Es gibt kein schlechtes Wetter. Nur falsche Kleidung. Und es gibt auch keinen Grund, bei ein paar Tröpfchen Regen die Kamera in ihrer Tasche zu lassen! Sollte es allerdings zu nass von oben werden, denke an einen Schutz für Deine Ausrüstung. Eine Gefriertüte, die Du am Boden aufschneidest, leistet gute Dienste und ist preiswert. Ist der Schauer zu stark, schone lieber Deine Kamera. Nach einem Regenguss sind dann ganz bestimmt wieder tolle Tropfenbilder möglich!

Also: Raus mit Dir!

Hast Du auch schon einmal im Regen fotografiert? Zeige gerne Deine Fotos in meiner Facebook-Gruppe Fotografie – Tipps (nicht nur) für Anfänger.

Hier habe ich noch ein paar andere Tropfenbilder aus meinem Garten für Dich!

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotoregeln kombinieren

Ich habe schon einige Artikel geschrieben, in denen ich Dir Fototipps gegeben habe. In diesem Beitrag erfährst Du, wie ich diese Regeln kombiniere. Die Ratschläge gelten besonders für die Naturfotografie und sind gut auf Makrofotos von Blüten und Insekten anwendbar.

1. Bestimme Deinen Bildausschnitt BEVOR das Insekt erscheint

In meinem Artikel Wollschweber an Lungenkraut habe ich Dir schon einmal erklärt, warum das sinnvoll ist. Du kannst Dein Bild schon „komponieren“ und einen Schärfebereich wählen, bevor ein Insekt angeflogen kommt. Das vermeidet Hektik und schont dadurch Deine Nerven.

2. Fokussiere auf die Augen

Im Beitrag 7 Fototipps für Blütenbilder habe ich Dir den Tipp gegeben, auf die Staubgefäße, also „das Gesicht“ von Blumen zu fokussieren. So ist es auch bei Menschen- und Tierportraits. Die Augen sollten immer der schärfste Bereich im Foto sein. Das schmeichelt unseren Sehgewohnheiten, die auf das fixieren des Gegenübers programmiert sind.

3. Beachte die Drittelregel

Wenn Du Dein Hauptmotiv mittig im Bild platzierst, wirkt das Foto oft langweilig. Positioniere Dein Objekt besser auf den gedachten Linien, die beim Dritteln des Bildes entstehen würden. Das erzeugt Interesse und Spannung. Es gibt Kameras, bei denen man diese Hilfslinien im Sucher einblenden kann. Vielleicht hilft das Dir?

4. Vordergrund macht Bild gesund

Das Hummelchen scheint in einem Meer von Blüten zu baden. Das sieht sehr malerisch aus. In meinem Artikel Wie verträumte Fotos schon in der Kamera entstehen… habe ich Dir aufgeschrieben, wie Du diesen Effekt ganz natürlich ohne künstlichen Weichzeichner in der Nachbearbeitung erzielst. Ich habe das Insekt durch Blüten hindurch fotografiert, die sich vor meiner „Hauptblume“ befanden. Du musst dazu eine große Blendenöffnung wählen (die Blendenzahl ist also klein) und manuell fokussieren, denn Deine Kamera wird immer auf den Vordergrund scharf stellen wollen.

Ich finde, wenn man mehrere Regeln der Fotografie miteinander kombiniert, ist das wie eine gut gewürzte Mahlzeit beim Kochen. Die einzelnen Geschmacksträger müssen sich untereinander verstärken und abrunden, damit der Gesamteindruck stimmig ist. Nur ein einzelnes Gewürz oder die Anwendung nur einer Fotoregel ist meist zu wenig. Zu viele verschiedene Komponenten verwirren aber den Gaumen oder das Auge.

Meine Tipps habe ich Dir noch einmal visuell dargestellt:

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Die Pflanze heißt übrigens Purpursonnenhut (Echinacea purpurea). Es ist eine blühfreudige winterharte Staude. Sie ist sehr beliebt bei Insekten. Ich mag die tolle Farbkombination aus lila und orange besonders gern.

Wie schon ganz oben geschrieben, gibt es auf meinem Blog ganz viele Fototipps zu entdecken. Schau sie Dir gerne an!

Fast Food aus der Nordsee

Diese Collage beweist: Möwen brauchen keinen Sternekoch. Sie sind auch mit dem Speiseangebot der Nordsee sehr zufrieden und angeln sich ihre Sterne einfach selbst.

Ich fertige sehr selten Collagen aus meinen Fotos an. Hier hat es sich aber super angeboten, oder was sagst Du? Aus den zwei Bildern ist eine kleine Geschichte geworden.

Erstellt habe ich mein Werk mit der Online-Bildbearbeitungssoftware Picmonkey.

Warum ich meine Fotos verschenke

In diesem Artikel erfährst Du etwas über die Bilderseite Pixabay, Stockfotografie und Nutzungsrechte bei Fotos. Und natürlich, warum ich ein paar Fotos von mir verschenke.

Vorige Woche las ich einen Blogartikel mit dem Titel „Fotos: Meine Bilder gratis auf Pixabay – Bin ich jetzt endgültig verrückt?“ vom Blog-Pirat. Das machte mich neugierig.

Der Autor stellte die Bilderplattform Pixabay vor. Ich hatte in der Vergangenheit schon Kontakt mit dem Stockfotoportal fotolia, was eine ähnliche Fotoseite ist. Dort lud ich zwei Fotos hoch. Man konnte pro Download 2 Cent verdienen oder so. Ich verdiente vielleicht 4 Cent, die mir nie ausgezahlt wurden, weil die Summe zu gering war.

Was sind eigentlich Stockfotos?

Stockfotos sind massenkompatible Bilder, die man sich meist gegen ein geringes Entgelt herunterladen kann, um sie dann für sein eigenes Marketing verwenden zu können. Wenn also beispielsweise ein Eiscafe werben möchte, kann der Betreiber sich bei Stockfotoportalen ein paar nett lächelnde Menschenportraits und ein paar Bilder mit Eisbechern downloaden. Anschließend werden die Fotos dann für den Druck der Eiskarte und der Gestaltung der Webseite genutzt. Wenn man Bilder von solchen Fotobörsen kauft, kann man sich weitestgehend sicher sein, dass man keine Lizenzen verletzt, oder Bilderklau betreibt.

Toll, aber…

Es gibt auch viele Kritiker von solchen Portalen. Die Fotos sind häufig Massenware. Sie sind zwar technisch perfekt, aber seelenlos. Auch Berufsfotografen stehen Stockfotos oft ablehnend gegenüber. Fotos werden zu Ramschartikeln und drücken die Preise der Fotobranche nach unten.

Was gibt es für Nutzungslizenzen bei Fotos?

Vielleicht hast Du schon einmal von Creative Commons Lizenzen oder dem Copyright gehört. Man kann einem Bild verschiedene Nutzungsrechte einräumen. Die schärfste oder härteste Stufe ist das ©. Es bedeutet auch „all rights reserved“. Das Foto darf nicht anderweitig verbreitet werden. Bei Wikipedia kannst Du Dir alle möglichen Lizenzen zur Fotonutzung anschauen. Die schwächste oder offenste Rechtsform ist CC0. Sie räumt dem Nutzer die meisten Nutzungsmöglichkeiten ein. Diese Lizenz haben die Bilder der Fotoplattform Pixabay.

Was ist Pixabay?

Pixabay ist eine Mischung aus Foto Community und Stockfotoagentur. Man richtet sich einen Account ein und kann Bilder hochladen. Bildsichter und Mitglieder entscheiden dann, ob die Fotos den Ansprüchen genügen und auf der Webseite bleiben dürfen. Das sichert die Qualität. Wenn man Fotos hochläd, muss man sich allerdings im klaren sein, dass die Bilder gratis heruntergeladen und für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke von anderen genutzt werden dürfen. Dabei muss nicht mal der Name des Fotografen genannt werden. Wie oben beschrieben ist das die Lizenz CC0. Man verschenkt also seine Werke. Die Nutzer dürfen aber freiwillig spenden. Zusätzlich ist es möglich, anderen Fotografen bei pixabay zu folgen und deren Werke zu liken und zu kommentieren.

Warum mache ich da mit?

Ich muss doch verrückt sein! Vielleicht.

Ich fotografiere seit 2006. Es sind in dieser Zeit sehr viele Fotos entstanden. Die meisten fristen ihr Dasein im Festplattengrab. Warum soll ich sie dann nicht der Öffentlichkeit zugänglich machen? Das ist meiner Meinung nach besser, als sie ungenutzt zu lassen. Ich lade Bilder in hoher Qualität hoch (sonst würde man sie ablehnen), die die B-Seiten meiner Arbeit ausmachen, oder einfach als Stockbild oder Blogfoto taugen. Beispielsweise sind das Bilder mit viel freier Fläche zum Schrift einfügen.

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Oder Fotos, die schon alt sind und kaum ideellen Wert mehr für mich besitzen.

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Diese Bilder sind weniger wertvoll für mich, oder extra als Hintergrundbild fotografiert. Ich würde aber nie Fotos kostenlos zur Verfügung stellen, die mir sehr wichtig sind. Denn ehrlich gesagt…

Es tut ein bisschen weh!

Ich habe kein Problem damit, die Fotos gratis zugänglich zu machen. Meine bevorzugte Nutzungslizenz wäre aber die zwingende Nennung des Fotografen und das Ausschließen einer kommerziellen Verwendung. Auch eine weitere Bildbearbeitung sollte man unterbinden können. Kurz: die Lizenz

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by-nc-nd wäre meine erste Wahl. Übrigens haben wir in Deutschland noch das Urheberrecht, was man nicht abgeben kann. Das bedeutet, trotz freier Nutzbarkeit der Bilder, kann man mit meinen Fotos beispielsweise nicht an Fotowettbewerben teilnehmen.

Ich bin wie gesagt erst sehr kurz bei pixabay dabei. Ich bin gespannt, wozu andere Leute meine Bilder nutzen und wo sie so im Netz auftauchen. Mein erfolgreichstes Bild hat schon 731 Downloads und ist erst sechs Tage online.

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Zusätzlich bringt mir meine Aktivität bei Pixabay noch ein paar Klicks hier auf diesen Blog, da ich ihn auf meinem Pixabay-Profil verlinkt habe.

Wie stehst Du zu Stockfotos? Nutzt Du sie, oder stellst Du selbst Deine Bilder zur Verfügung? Oder findest Du, solche Agenturen schädigen die Fotobranche?

Fischerboote im Mondschein

… oder vom Blutmond, der keiner ist.

… oder wie der Weißabgleich die Bildstimmung beeinflusst.

Du siehst, ich hätte viele Titel für diesen Beitrag wählen können.

Die letzten zwei Wochen verbrachte ich meinen Urlaub in Dänemark. Genauer gesagt in der Jammerbucht in Norddänemark. Zum Jammern waren die Ferientage aber keinesfalls. Meine Familie und ich verbrachten eine wunderschöne Zeit in unserem Herzensland. Es war bereits der achte Urlaub in Dänemark.

Wir wohnten in Thorup Strand, einem kleinen Fischerort. Selbstverständlich bekam auch ich die Berichterstattung des Blutmond-Ereignisses durch die Medien mit. Ich hatte nicht vor, ihn zu fotografieren. Als ich am Abend vorher allerdings den Fast-Vollmond so wunderbar über den gestrandeten Booten aufgehen sah, war es um mich geschehen! Ich machte ein paar Probeschüsse und freute mich auf das „Event“ am nächsten Tag!

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… Aber Pustekuchen! Am besagten Blutmondtag erschien der Erdtrabent nicht, oder nur schemenhaft. Da es im Norden von Dänemark zur Ereigniszeit noch relativ hell war und der Mond durch die Verfinsterung viel schwächer als üblich leuchtete, konnte man ihn kaum erkennen. Zusätzlich gab es noch ein paar dünne Schleierwolken. Deshalb habe ich für Dich leider nur die Fast-Vollmondbilder vom Vortag.

Damit wäre die erste und die zweite Version der möglichen Titel geklärt.

… oder wie der Weißabgleich die Bildstimmung beeinflusst.

Was glaubst Du, wieviel Zeit zwischen den beiden Aufnahmen vergangen ist?

Keine! Beide Fotos entstanden um 22:18, direkt nach dem Sonnenuntergang. Eigentlich logisch, der Mond wäre ja sonst gewandert.

Was beide Bilder unterscheidet, ist der Weißabgleich. Im ersten Foto ist er kühl eingestellt, im zweiten Bild warm. Er beeinflusst maßgeblich die Wirkung eines Fotos und wird mit „WB“ für „White Balance“ abgekürzt. Dafür gibt es an der Kamera eine Taste, oder/und einen Menüpunkt. Im Normalfall erkennt Deine Kamera automatisch die Lichtstimmung. Deshalb ist der Weißabgleich meist voreingestellt. Natürlich kann der Fotograf ihn aber jederzeit ändern. So ist es z.B. möglich, die Stimmung des Lichtes zu unterstreichen, oder bewusst abzuändern. Auch im Nachhinein ist dies bei einer RAW-Datei während der Bearbeitung noch möglich. Bei der Bildbearbeitung von JPGs ist eine Änderung der Farben nur noch bedingt machbar.

Normalerweise ist das Licht zur blauen Stunde, also ca. eine Stunde nach Sonnenuntergang eher bläulich. Darum heißt diese Zeitspanne so. Zusätzlich ist blau eine kalte Farbe und nachts sinken die Temperaturen. Die kühle Blaufärbung im ersten Bild unterstreicht daher den Einbruch der Dunkelheit und passt besser zu einer Vollmondnacht.

Tatsächlich war die Sonne aber gerade erst am Horizont des Meeres untergegangen. Sie tauchte den Himmel und die Umgebung noch in ein rötliches Licht. Das zweite Foto kommt der wirklichen Farbstimmung also deutlich näher, als Bild Nummer eins.

Hier siehst Du den Strand und das Licht in der entgegengesetzten Richtung:

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Beide Fotos sind also fast identisch. Ich habe meinen Standpunkt nicht verändert. Trotzdem haben sie ganz unterschiedliche Wirkungen. Manchmal ist es also durchaus sinnvoll, seiner Kamera nicht alle Entscheidungen abzunehmen.

Nun bist Du gefragt. Welches der beiden Bootsbilder gefällt Dir besser? Ich bin sehr gespannt auf Deine Meinung, denn ich kann mich nicht entscheiden.

Todsünden bei der Erntefotografie

Ich fotografiere unglaublich gerne landwirtschaftliche Fahrzeuge zur Erntezeit. Damit bin ich auch nicht alleine. Das ganze Jahr über wird so viel über die Landwirtschaft geschimpft. Aber wenn die Ernte eingefahren wird, gibt es viele interessierte Gäste am Feldrand.

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Zum Thema Erntefotografie habe ich aber kaum Beiträge im Netz gefunden. Darum möchte ich Dir in diesem Artikel ein paar Tipps für gute Erntebilder geben. Oder anders herum: Ich sage Dir, was Du unbedingt bei der Erntefotografie vermeiden solltest:

1. Du bringst Dich in Gefahr

Mähdrescher fahren recht langsam und ändern in der Regel nicht abrupt die Richtung. Du solltest Dich aber trotzdem nicht dazu verleiten lassen, den Fahrzeugen zu Nahe zu kommen. Die Fahrer rechnen nicht mit Fußgängern auf den Feldern. Außerdem gibt es oft noch andere landwirtschaftliche Fahrzeuge (zum Beispiel Abfahrer), die ebenfalls auf den Feldern herum fahren. Wenn Du durch den Sucher schaust, bist Du abgelenkt. Sie könnten Dich übersehen und Du merkst es zu spät. Bleibe deshalb unbedingt am Feldrand stehen. Sicher ist sicher.

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So nicht!

2. Du behinderst die Erntefahrzeuge

Die angrenzenden Feldwege werden von Traktoren befahren, die das Getreide abholen. Du solltest also weder im Weg rumstehen, noch Dein eigenes Auto darauf parken.

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3. Du musst das Objektiv wechseln

Ich kenne kaum einen staubigeren Ort, als Felder während der Ernte. Wenn Du dort Deine Kamera öffnest, um das Objektiv zu wechseln, sind Verschmutzungen im Inneren fast schon vorprogrammiert. Du wirst Sensorflecken auf Deinen Bildern sehen und Deine Kamera reinigen müssen.

Um das zu verhindern, nutze ich ein Telezoomobjektiv. Damit kann ich ohne Objektivwechsel sowohl nähere Aufnahmen machen, als auch entfernte Mähdrescher heranholen. Kleiner Nebeneffekt: ich brauche das Feld nicht betreten (siehe Punkt 1).

Wenn Du Dein Objektiv trotzdem wechseln möchtest, setze Dich dazu am besten ins Auto und verschließe Deine Fototasche gut, wenn Du sie mit raus nimmst.

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4. Du hast keine Zeit und Geduld

Nicht immer „passt“ alles auf Anhieb. Obwohl ich des öfteren die Möglichkeit habe Erntemaschinen zu fotografieren (An dieser Stelle danke ich meinem Partner. Er arbeitet in der Branche und nimmt mich immer mal mit), „läuft“ es manchmal nicht so gut.

Vielleicht hast Du dir eingebildet, den Sonnenuntergang mit auf das Bild zu bannen und Klärchen versteckt sich im entscheidenden Moment hinter den Wolken. Oder die Drescher machen soviel Staub, dass Du sie kaum sehen kannst. Manchmal leeren sie den Bunker auch gerade weit entfernt am anderen Feldrand. Oder die Luft flimmert durch die Hitze so stark, dass Du kein scharfes Bild bekommst.

Deshalb ist es besser, wenn Du viel Zeit mitbringst. Manchmal muss man auf DAS Bild einfach warten. Manchmal wartet man vergeblich. Schließlich sind die Bilder ja nicht gestellt.

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5. Du bist schlecht vorbereitet

Du stehst ohne Kopfbedeckung den ganzen Nachmittag in Deinem dunklen T-Shirt in der Sonne. Zu trinken hast Du vergessen. Kurz: Du kannst Deine Fotosafari gar nicht genießen. Wenn Du selbst unzufrieden und genervt bist, wirst Du auch keine Geduld für gute Fotos aufbringen und damit Punkt 4 nicht beachten können. So einfach das klingt: Denke nicht nur an Deine intakte Fotoausrüstung, sondern auch an Dich! Bequeme Kleidung, Sonnenschutz, Essen und Trinken und vielleicht sogar ein Mückenspray sind Pflicht!

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Wenn Du diese Basics beachtest, hast Du schon einmal die Grundlagen für gute Erntebilder geschaffen. Im nächsten Artikel gebe ich Dir bald noch ein paar Tipps, die Du bei der Motivwahl beachten solltest. Schau unbedingt rein!

Hummelschwärmer

Derzeit summt und brummt es nur so in der Natur und in meinem Garten. Nachdem letzte Woche ein kamerascheuer Schwalbenschwanz beim Anblick meines Fotoapparates das Weite suchte, hatte ich heute mehr Glück! Ein seltener Hummelschwärmer ließ genau drei schnelle Aufnahmen zu, bevor er verschwand. Hier ist ein Wikipedia-Link zum zu den Schmetterlingen gehörenden Insekt. Ich habe mich riesig über seinen Besuch gefreut. Siehst Du, wie transparent seine Flügel sind?

Wenn Dich ein schneller Tipp für gute Insektenfotos interessiert, lies bitte diesen Artikel von mir.

Fototipps fürs Schmetterlingshaus

Im Mai ging es zum Betriebsausflug ins wunderschöne Schmetterlingshaus nach Jonsdorf. Ich konnte viele gute Fotos machen. Nun möchte ich gerne meine Erfahrungen, die ich an diesem Tag machen konnte, mit Dir teilen. In diesem Tropenhaus gibt es nicht nur Schmetterlinge, sondern auch Reptilien, Äffchen und Fische. Ich möchte mich in meinem Beitrag aber nur auf die Insekten fokussieren.

Tipp 1: Trage luftige, helle Kleidung!

In Schmetterlingshäusern herrschen tropische Temperaturen. Es ist feuchtwarm. Ziehe Dich also nicht zu warm an, schließlich möchtest Du Dich ja wohl fühlen und Deinen Besuch genießen können. Helle Kleidung reflektiert Licht, dunkle Kleidung schluckt es. Trage also helle Töne.

Schmetterlinge mögen übrigens rot. Da Du die kleinen Flatterer aber schlecht fotografieren kannst, wenn Sie auf Deinem Rücken sitzen, oder auf Deinem Arm, verzichte lieber auf diesen Farbton.

Tipp 2: Plane den Tag und die Uhrzeit Deines Besuchs!

Meide wenn möglich Zeiten, an denen viele Besucher die Location besuchen. Das zeigt teilweise auch Google an. Du hast dann einfach mehr Ruhe und musst keine Rücksicht auf andere Leute nehmen.  Besonders hoch frequentiert sind die Wochenenden, Feiertage und Schulferien. Da Du auf Blitzlicht verzichten musst, wähle einen sonnigen Tag für eine hohe Lichtausbeute.

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Tipp 3: Nimm Dir Zeit!

Das hat mehrere Gründe. Solltest Du an einem kühlen Tag das Schmetterlingshaus besuchen, wird Dein Objektiv erst einmal anlaufen. Du fotografierst also wie durch eine Nebelwand. Warte also erst einmal ab, bis sich Dein Equipment aklimatisiert hat.

In dieser Zeit kannst Du Dir gemütlich einen Überblick verschaffen. Wo sitzen die faszinierenden Insekten? Wo sind ihre Futterplätze? Wo gibt es schönes Licht und hübsche Pflanzen?

Du wirst weniger Erfolg haben, wenn Du selbst unter Zeitdruck stehst und hektisch umhergehst. Sicher scheuchst Du damit die sensiblen Tiere auf. Bringe also genügend Zeit mit, um die Schmetterlinge beobachten zu können und vermeide schnelle Bewegungen.

Tipp 4: Nehme Dir ein Tuch zum putzen des Objektivs mit!

Wie ich oben schon geschrieben habe, werden Deine Linsen eventuell durch die hohe Luftfeuchte anlaufen. Ein weiches und fusselfreies Reinigungstuch hilft ungemein beim säubern der Gläser.

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Tipp 5: Störe die Tiere nicht und vermeide Blitzlicht!

Du bist Gast im Lebensraum der Flatterer! Störe die Insekten bitte nicht. Versuche sie weder aufzuscheuchen, noch zu berühren. Wenn die Tiere vor Dir wegfliegen, bekommst Du ohnehin keine Gelegenheit, sie zu fotografieren. Auch das Blitzlicht irritiert die Schmetterlinge.

Tipp 6: Wähle das richtige Objektiv!

Ich hatte mein Makroobjektiv und mein Teleobjektiv dabei. Ein Teleobjektiv bietet Dir die Möglichkeit, Fotos von weiter entfernten Insekten zu machen, ohne sie zu stören. Manchmal wirst Du, da Du die Wege nicht verlassen darfst, dadurch unerreichbare Schmetterlinge vor die Linse bekommen. Das Makrobjektiv bietet sich für entspannte und in Deiner Nähe sitzende Tiere an. Ich würde Dir eher zu längeren Brennweiten ab 50 mm raten.

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Tipp 7: Fokussiere auf die Augen!

Wie auch bei Menschenportraits solltest Du den Fokus auf die Augen der Tiere legen. Unsere Sehgewohnheiten fixieren automatisch die Augen von Mensch und Tier. Sie sollten deshalb scharf abgebildet werden.

Tipp 8: Wähle die richtige Kombination von Blende, Belichtungszeit und Iso!

Die größte Schwierigkeit ist es, die richtigen Einstellungen Deiner Kamera zu wählen. Es empfiehlt sich eine höhere Blendenzahl zu wählen. Du möchtest ja so viel Schmetterling wie möglich scharf abgebildet haben. Je kleiner die Blende, desto größer der Schärfebereich.

Leider wird Dein Bild dadurch aber dunkler, weil weniger Licht auf den Sensor trifft. Du musst also die Belichtungszeit erhöhen. Das bedeutet aber wiederrum, dass Dein Fotomotiv möglichst still sitzen muss und Du selbst eine ruhige Hand haben musst. Sonst wird Dein Bild trotz richtigem Fokus matschig durch die Bewegungsunschärfe.

Deine eigene Unruhe kannst Du durch Nutzung eines Stativs verhindern. Allerdings bist Du damit sehr unflexibel. Wenn Du Dein Dreibein endlich richtig positioniert und eingestellt hast, ist der Schmetterling vielleicht schon wieder weggeflogen.

Bleibt noch der Iso. Wenn Du einen hohen Wert wählst, erhälst Du ein helleres Bild, trotz kleiner Blende und längerer Belichtungszeit. Problem? -Ja, richtig! Das Foto rauscht. Zumindest, wenn Du wie ich eine preiswerte Einsteigerkamera benutzt. Meine Canon 700d beginnt schon bei ISO 400 deutlich zu rauschen. Das stört mich sehr!

Du siehst also, es ist ein kleiner Drahtseilakt und Du musst eine Kompromisslösung für die optimale Kameraeinstellungen finden. Wenn Du die vorangehenden Tipps umsetzt, kannst Du Deine Ergebnisse aber günstig beeinflussen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Ausflug in ein Schmetterlingshaus. Wenn Dir der Artikel gefallen hat, empfehle ihn gern weiter!

Hier habe ich noch einen Tipp für Insektenfotos für Dich!

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Dieser Beitrag nimmt an einer Blogparade von Frau Schweizer zum Thema „Tipps“ teil.

 

 

 

 

7 Fototipps für Blütenbilder

Dies ist der Beitrag zu meiner Blogparade Mein Bild – Deine Bearbeitung.

Für die Gärtner unter Euch: Die Pflanze heißt Geum „Tequila Sunrise“. Zu deutsch: Nelkenwurz.

Ich möchte das Bild gleich nutzen, um Dir ein paar Tipps zu geben, die Deine Blütenbilder verbessern können. Diese Tricks sind mit jeder Kamera anwendbar. Sie sind leicht umsetzbar und auch für Anfänger geeignet. Du brauchst dafür kein Grundwissen zu Blende, Belichtungszeit und co. Los geht´s!

1. Begebe Dich mit der Blüte auf Augenhöhe!

Blumen wachsen am Boden. Zumindest wenn sie sich nicht in einem Balkonkasten oder dergleichen befinden. Wir sehen sie also normalerweise von oben. Diese Perspektive führt daher nicht zum gewünschten Aha-Effekt, denn sie ist alltäglich. Begebe Dich also auf die Knie, setze Dich auf die Erde oder lege Dich sogar auf den Bauch. Du erhälst so einen außergewöhnlichen Blickwinkel, der Interesse weckt.

2. Fokussiere auf den Blütenstempel und die Pollen!

In der Portraitfotografie von Mensch und Tier sollte man die Kamera auf die Augen scharf stellen. Für mich sind die Staubgefäße die Augen der Blüte. Es irritiert mich meist, wenn auf Blumenfotos die Blütenblätter scharf abgebildet sind und der „Kern“der Pflanze im Unscharfen versinkt. Nur Ausnahmen bestätigen diese Regel.

3. Achte auf die Bildkomposition!

Ich nehme eine Blüte gerne seitlich auf. In jedem Fall sollte die Blume aber „ins Bild schauen“. Im Beitragsbild siehst Du sehr gut, was ich meine. Es ist dabei egal, ob die Pflanze links oder rechts im Bild ist. Die Hauptsache ist, sie schaut nicht zum Rand. Oft ist es auch vorteilhaft, wenn die Blüte nicht mittig im Bild ist, sondern hauptsächlich in einem der zwei äußeren Bilddrittel. Das erzeugt Spannung. Und noch ein Tipp: Meist ist es von Vorteil, wenn die gesamte Blüte auf dem Bild ist. Schneide also keine Blütenblätter fotografisch ab.

4. Gestalte die Bildumgebung bewusst!

Dein Hauptmotiv ist die Blume. Es sollte nichts davon ablenken. Ein unruhiger Hintergrund lenkt die Augen des Betrachters von Deiner hübschen Blüte weg. Manchmal reicht es schon, wenn Du im Hintergrund ein bisschen aufräumst (weil dort vielleicht das Sandspielzeug im Garten steht, oder Du wartest, bis Menschen mit auffälliger Kleidung aus dem Bild gelaufen sind. Vielleicht kannst Du Dich auch einfach ein bisschen nach links oder rechts bewegen, um eine ablenkungsärmere Perspektive zu erhalten. Liegen unfotogene Dinge im Bild (das können beispielsweise auch welke Blätter sein), dann entferne sie.

5. Gehe nah ran!

Je näher Du die Blüte fotografierst, desto mehr verschwimmt der Hintergrund. Das funktioniert sogar mit Handykameras. Wenn Du eine Blüte formatfüllend aufnimmst, ist außerdem die Gefahr geringer, dass irgend etwas von der Blume ablenkt. Aber Vorsicht: Wenn Du die Naheinstellgrenze Deines Objektivs oder Deines Handys unterschreitest, wir Dein Bild unscharf. Übertreibe es also nicht!

6. Vermeide Wind!

Wind ist Dein Feind! Zu leicht wird das Foto durch die wackelnde Blume unscharf. Du kannst aber ein wenig tricksen, indem Du Dein Objekt zum Beispiel durch einen Schirm vor dem Wind schützt. Oder Du nutzt eine kleine Blumenklemme, die man normalerweise zur Fixierung von Orchideen nimmt. Damit kannst Du die Pflanze eventuell an einem anderen Stengel ein wenig abstützen.

7. Nutze Wasser zum besprühen!

Ein besonders schöner und romantischer Effekt entsteht, wenn Du Deine Blüte zusätzlich mit Wassertropfen betonst. Das ist ein Hingucker. Du kannst entweder warten, bis es regnet, oder Du nimmst dazu eine Sprühflasche. Vielleicht entstehen sogar ein paar Glitzereffekte, wenn das Sonnenlicht auf die Tröpfchen fällt?

Wenn Du noch ein paar Tipps benötigst, wie Du weiße Blüten besser fotografieren kannst und was es beim Licht zu beachten gibt, dann lies gerne hier weiter. Wie Du einen verträumten Look ganz ohne Bildbearbeitung zauberst, erfährst Du hier. Warum Du den Hintergrund bewusst wählen solltest, habe ich hier noch einmal genauer erklärt.

Hat Dir der Beitrag geholfen und gefallen? Empfehle ihn gerne weiter! Vielen Dank!