Warum Du niemals mit der Hobbyfotografie erfolgreich sein wirst!

1. Du denkst, den manuellen Modus verstehst Du sowieso nie…

… weil Du Dich einschüchtern lässt! Blende, Belichtungszeit und Iso sind für Dich rote Tücher. Du hast zwar schon viele fortgeschrittenene Fotografen darüber fachsimpeln gehört und vielleicht sogar schon einmal versucht, die Theorie zu verstehen. Aber eigentlich denkst Du, Du wirst das nie kapieren und stehst Dir damit selber im Weg.

2. Du konsumierst passiv und handelst nicht aktiv.

Du liest das halbe Internet durch und weißt theoretisch, was der goldene Schnitt bedeutet. Du folgst vielen Fotografen und bewunderst ihre Bilder, aber Du fragst sie nie um Rat. Du hast Dir schon oft vorgenommen, endlich mal Dein Wissen umzusetzen. Aber Du tust es nicht. Vor dem Smartphone oder Rechner ist es ja auch viel gemütlicher.

3. Du findest die Bildbearbeitung doof.

Aber nur, weil Du Dich noch nie richtig damit auseinander gesetzt hast. In Wirklichkeit bist Du zu faul, Bildbearbeitung zu erlernen. Vielleicht hast Du auch Angst davor. Damit entgeht Dir aber viel!

4. Du hast ständig Ausreden, warum Du Dich der Fotografie nicht genug widmen kannst.

Du hast kein Geld für eine gute Kamera und das Bildbearbeitungsprogramm. Du hast keine Zeit für die Fotografie. Du weißt nicht, wie man am effektivsten im Internet recherchiert. Das Wetter ist zu schlecht, um Fotos zu machen. Der manuelle Modus und RAWs sind was für Angeber. Bearbeitete Fotos sehen viel zu unnatürlich aus…

Dabei vergisst Du, dass man nicht unbedingt eine Profiausrüstung braucht. Du glaubst, andere Leute haben viel mehr Zeit als Du. Du verstehst nicht, dass ein Hobby mit Lernen und echter Arbeit verbunden ist. Das Einzige was Dir wirklich fehlt, ist die Leidenschaft! Das möchtest Du aber nicht wahrhaben!

5. Du kannst nicht mit Kritik umgehen.

Du hast schon einmal ein Foto online gestellt und negatives Feedback bekommen? Du hast daraufhin entweder das Bild gelöscht, oder geantwortet, dass Du Deine Bearbeitung genau so beabsichtigt hast? In jedem Fall hast Du Dich sehr darüber geärgert. Aber nichts daraus gelernt.

Wahrscheinlich hat Dich dieser Artikel hier sehr getroffen und geärgert. Aber nicht, weil er absoluter Bullshit ist. Sondern weil Du Dir eingestehen musst, dass ich in einigen Punkten recht habe.

Vielleicht habe ich ja doch nicht recht, denn Du möchtest Dich aktiv weiter entwickeln?

Wenn Du wissen möchtest, wie Du Deine Fotografie verbessern kannst, lese diesen Artikel.

Wenn Du Feedback zu Deinen Fotos und Input zur Fotografie bekommen möchtest, trete auf Facebook meiner Gruppe bei und bringe Dich dort aktiv ein!

Was bedeutet Erfolg in der Hobbyfotografie für mich? Lies hier!

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Facebook-Gruppe „Fotografie – Tipps (nicht nur) für Anfänger“

Wie Du vielleicht schon gemerkt hast, liebe ich Fotografie-Tipps und gebe auch gerne welche. Ich mag den Austausch mit anderen Fotografen. Das inspiriert mich, mich selbst zu verbessern und neue Motive zu finden. Gleichzeitig mag ich auch den Kontakt mit Anfängern der Fotografie.

Für diese Zwecke gibt es jetzt eine Fotografie-Gruppe bei Facebook. Sie nennt sich „Fotografie – Tipps (nicht nur) für Anfänger“ und ist hier zu finden.

Ich freue mich, wenn Du dieser Gruppe beitrittst und ich Dich bei Facebook begrüßen darf!

Gleichzeitig möchte ich Dich an die Blogparade – Meine besten Fotografie-Tipps erinnern, die noch bis zum 01.05.2018 läuft. Vielleicht möchtest Du den ein oder anderen Fotografietipp teilen? Dann freue ich mich über Deinen Beitrag!

Frühblüher in schwarz-weiß. Geht das?

Jetzt wo alle Menschen froh sind, dass die tristen Winterfarben vom bunten Frühling abgelöst werden, lade ich ein schwarz-weißes Foto hoch. Wie findest Du das?

Warum habe ich die Farben entfernt?

Ich gehe mal stark davon aus, dass Du weißt, dass ein Winterling oben gelb und unten grün ist. Wie Rührei mit Spinat. Ich traue dem Betrachter also zu, dass er sich die Farbgebung denken kann. Das Foto entstand gestern Mittag in der prallen Mittagssonne. Also nicht die besten Voraussetzungen. Ich habe mir nicht die Zeit genommen, das Licht ein wenig abzumildern. Für das Bild lag ich vor der Anpflanzung eines Altenheims und mir war es etwas peinlich. Außerdem hatte ich in dem Moment auch gar nichts zum Schatten spenden dabei. Dafür nutze ich zum Beispiel gerne dünne Tücher. Bei der Bildbearbeitung viel mir dann auf, dass das grelle Licht das Schneckenhaus und die dünnen Blütenblätter toll beschien. Die farblose Variante betont diesen Umstand sehr gut. Deshalb habe ich die Farbe weggelassen.

Eine interessante Sichtweise…

beschreibt Annett in ihrem Blogartikel. Sie hat beobachtet, dass in der heutigen Fotografie „Alles […] schärfer, bunter und – ganz wichtig – anders als tatsächlich gesehen, abgebildet“ wird. Da dieses Phänomen der realitätsferneren Bearbeitung für viele Fotografen zutrifft, verschwimmt für Annett die Individualität zum Einheitsbrei.

Ich finde diesen Augenöffner sehr inspirierend. Auch ich mag die knalligen Farben. Ich möchte mich damit aber nicht abheben und individuell sein, sondern ich sehe mich einfach nicht als Dokumentarfotografin. Bei der Bildbearbeitung kann ich mich kreativ ausleben. Ich möchte, dass die Fotos für mich schön aussehen. ich möchte, dass der Betrachter staunt und mein Bild auch als schön empfindet. Die Farbe erzeugt Aufmerksamkeit. Natürliche Fotos empfinde ich oft als beliebig oder austauschbar. Jeder Mensch sieht jeden Tag natürliche Farben in der Natur. Das brauche ich doch nicht noch abzubilden! Ich mag Eyecatcher!

Trotzdem gebe ich Annett insofern recht, dass wir durch die Übersättigung mit Farben und Kontrasten das Natürliche schneller als langweilig empfinden. Wir haben den Blick für die Schönheit der realen Natur verloren. Wir sind abgestumpft. Das ist schade. „Leise“ Bilder gehen unter und werden nicht so sehr beachtet.

Ich bin sehr gespannt auf Deine Gedanken zu diesem Thema. Außerdem hoffe ich, dass Dir der bewusst farblos gestaltete Frühblüher trotz seiner Natürlichkeit ins Auge fällt. Schau Dir gerne den kompletten Artikel von Annett an. Er ist sehr interessant.

Du bist gerade auf der Suche nach Deinem Fotografie-Stil? Dazu habe ich einen Artikel geschrieben: So findest Du Deinen Fotografie-Stil.

 

 

So findest Du Deinen Fotografie-Stil

Irgendwann fragt sich fast jeder Hobbyfotograf: „Was ist eigentlich mein Stil?“ Ich habe schon viele Diskussionen in Fotografiegruppen darüber gelesen. Es scheint also ein ziemlich wichtiges Thema zu sein.

Möchtest Du auch Deinen Stil finden?

Ich habe mir irgendwann auch die Frage gestellt, ob ich einen Stil habe und wie er denn nun aussieht.

Aber was ist damit eigentlich gemeint?

Ich denke, der eigene Fotografie-Stil ist der Charakter der Bilder. Etwas, dass sie unverwechselbar macht. Wenn man einen Stapel unbeschrifteter Fotos von verschiedenen Fotografen hätte, könnte man die Bilder den jeweiligen Künstlern zuordnen. Es ist ein Stück weit die persönliche Handschrift.

Wozu braucht man ihn?

Ich bin der Meinung, diese Frage ist ein Phänomen der Neuzeit. Früher galt die Fotografie als Handwerk. Individualität hatte keinen so hohen Stellenwert wie heute. Die Qualität musste stimmen. Natürlich gab es auch damals schon Ikonen, die sich abhebten. Heutzutage hat man aber vielfältigere Möglichkeiten mit der digitalen Bildbearbeitung. Das gibt viel Raum für den künstlerischen Aspekt.

Hinzu kommt der Marketing-Singsang diverser Social media- und Fotografiegurus: „Du musst Dich abheben! Du musst Deine Nische finden! Sei unverwechselbar!“

Dritter Grund ist der geradewegs inflationäre Einsatz von Presets. Presets sind Voreinstellungspakete in Lightroom und Photoshop, die einen bestimmten Look ganz schnell auf viele Bilder anwendbar machen. Wenn man sich dann die Fotostreams der Presetnutzer anschaut, ähneln die Bilder sich stark. Sie fallen zum Beispiel durch eine gleiche Tonung auf, haben immer den gleichen Kontrast und so weiter.

Fotografen verkaufen solche Presets gerne und werben damit. Der Stil wird damit zur Handelsware und wird als wichtig angepriesen. Das erhöht den Druck auf Fotografieneulinge. Prima! Das hilft beim verkaufen! Und Zack – schon ist das Produkt im Warenkorb. Man will ja, dass seine Fotos genauso aussehen, wie die vom Idol. Voll individuell. Genauso individuell wie die Fotos der 20.000 anderen Käufer des gleichen Presets. …Merkst Du was? Mit dem Stil lässt sich Geld verdienen. Die Werbung hat den Zweck, Bedürfnisse zu wecken, die man vorher gar nicht kannte.

Ist der Fotografie-Stil also etwas schlechtes?

Nein, natürlich nicht. Im Gegenteil. Ein Stück weit ist es sogar gut, sein eigenes Markenzeichen zu entwickeln. Gerade Berufsfotografen sollten eine eigene Fotografie-Handschrift haben. Deren Kunden möchten verlässlich wissen, wie die zukünftigen Bilder in etwa aussehen werden. Auch für Hobbyfotografen ist es nicht schlecht, einen Wiedererkennungswert zu haben. Schließlich gibt es ja eine große Masse von ihnen. Aber es ist wirklich wichtig, seinen EIGENEN Stil zu verfolgen und nicht einfach einen anderen zu kopieren.

Wie finde ich meinen eigenen Stil?

Vermutlich hast Du ihn schon. Du weißt es nur noch nicht. Deshalb möchte ich Dir ein paar Tipps geben. Sie sollen Dir dabei helfen, Deinen eigenen Stil zu erkennen und zu definieren. Los geht´s!

Tipp 1: Betrachte Deine Werke!

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Suche Dir 8 bis 12 Fotos aus Deinem Archiv aus, die Dir richtig gut gefallen. Schau sie Dir genau an und nimm Dir dabei Zeit. Entweder Du legst Sie Dir in gedruckter Form zurecht, oder Du fasst Sie auf dem Bildschirm zusammen. Wichtig ist, dass Du sie gleichzeitig betrachten kannst. Notiere Dir zu den folgenden Punkten Deine Beobachtungen. Findest Du Ähnlichkeiten?

Was sind Deine Hauptmotive? Hast Du Dir Portraits heraus gesucht, oder Landschaften? Magst Du lieber Blumenmakros, oder Tierfotos? Sind Deine Fotos vielleicht abstrakt, oder fotografierst Du Architektur?

Hast Du Lieblingsfarben und Farbkombinationen, die sich wiederholen? Sind Deine Bilder eher knallig bunt, pastellig oder schwarz-weiß? Magst Du bestimmte Farben überhaupt nicht?

Verfolgst Du einen bestimmten Bildaufbau? Befindet sich das Hauptmotiv eher in der Mitte, oder im goldenen Schnitt? Haben Deine Bilder klar definierte Bereiche? Legst Du beispielsweise Wert auf einen Vordergrund? Oder nimmt der Hintergrund viel Platz ein? Hast Du viel Raum um Deine Hauptmotive, oder beschneidest Du sie stark? Bevorzugst Du Composings?

-Wie kontrastreich und scharf sind Deine Werke? Legst Du viel Wert auf Schärfe, oder ist Dir das nicht so wichtig? Magst Du eher softe Schattierungen, oder hebt sich Dein Hauptmotiv stark vom Hintergrund ab?

Welches Format nutzt Du am meisten? Hoch- oder Querformat? Nutzt Du lieber Panoramen oder das Quadrat? Setzt Du Rahmen ein? Gestaltest Du gerne Collagen?

Was möchtest Du mit Deinen Werken ausdrücken? Bist Du ein Dokumentarfotograf, der wach rütteln möchte? Sind Deine Fotos eher beruhigend? Möchtest Du die Betrachter zum Staunen bringen?

Was gibt es sonst noch für Gemeinsamkeiten? Hast Du vielleicht eine Lieblingsperspektive? Benutzt Du bestimmte Bearbeitungsschritte/Presets/Overlays? Magst Du lieber Offenblende mit softem Bokeh, oder sind Deine Bilder von vorne bis hinten scharf? Sind Deine Bilder perfekt inszeniert, oder retuschierst Du sehr viel?

-Wenn Dir zu den Punkten nichts mehr einfällt, dann lehne Dich noch einmal zurück. Schaue Deine Bilder an und versetze Dich in die Lage eines fremden Betrachters. Was würde er spontan für Gemeinsamkeiten entdecken? Was würde er fühlen, beim Betrachten Deiner Bilder?

Du hast jetzt zu allen acht Punkten Deine Beobachtungen notiert. Nimm nun einen Stift und markiere Dir fünf bis acht Wörter oder Stichpunkte, auf die Du bei Deinen Bildern nicht verzichten möchtest? Was ist Dir besonders wichtig?

Bilde ein bis vier kurze Sätze, die Deine markierten Worte beinhalten. (Beispiel: Ich fotografiere am liebsten Kopfportraits in Polaroidrahmen. Am liebsten mag ich hübsche weibliche Models. Sie müssen perfekt geschminkt sein und ich lege viel Wert auf blasse Farben.)

Hier kannst Du Dir zum Tipp 1 ein kostenloses Worksheet herunterladen.

Tipp 2: Frage Deine Community, wie sie Deinen Stil beschreiben würde!

Sicherlich bist Du bei irgendeiner Fotoplattform oder bei einem Social-Media-Dienst angemeldet. Frage doch Deine Fans einmal, wie sie Deine Fotos beschreiben würden! Welche Gemeinsamkeiten fallen ihnen bei Deinen Bildern auf? Sicherlich helfen sie Dir gerne bei Deiner Suche!

Tipp 3: Schaue Dir die Bilder Deiner Lieblingsfotografen an!

Du kennst bestimmt viele verschiedene Fotografen im world-wide-web. Tendenziell folgt man eher Menschen mit ähnlichen Interessen. Sieh Dir ihre Bilder an! In welchen Bereichen ähneln sie Deinen Fotos? Warum bewunderst Du sie? Vielleicht gelingt es Dir, über diesen Umweg Deinen Stil zu definieren.

Extratipp, wenn Du Deinen Stil bis jetzt noch nicht gefunden hast

Warst Du schon einmal im Wald Pilze suchen? Um welche finden zu können, müssen logischerweise erst einmal welche gewachsen sein. Genauso ist es mit Deinem Fotografie-Stil. Wenn Du ihn noch gar nicht entwickelt hast, kannst Du ihn auch nicht finden. Dir haben meine drei Tipps nicht geholfen? Es kann sein, dass sich Dein persönlicher Stil ganz einfach noch nicht ausgeprägt hat. Ja, richtig! Er prägt sich von ganz alleine aus.

Und wann macht er das?

Wenn Du loslässt. Ich habe lange Zeit keinen eigenen Stil gehabt. Das hat mich geärgert. Ich bewunderte insgeheim die vielen Fotografen, deren Fotos so unverwechselbar waren. Bis ich verstand, dass ich mich einfach noch auf einer langen und spannenden Entdeckungsreise befand. Mit jedem Fotoexperiment und jedem neuen Bearbeitungstrick den ich anwendete und übernahm, entwickelte sich mein Stil. Er kristallisierte sich erst heraus, als ich mir keinen Druck mehr machte und ihn unbedingt finden wollte. Diese Beobachtung teilen im übrigen auch andere Fotografen, die ich auf meiner Facebookseite befragte. Druck und Zwang hemmen Deine Kreativität. Du kopierst vielleicht sogar den Fotografie- Stil von anderen, nur um schneller mit Deiner Suche fertig zu werden. Aber es gibt keine Abkürzung! Habe Spaß an Deinem Hobby. Sei geduldig mit Dir. Probiere Dich aus. Du wirst von ganz alleine Vorlieben entdecken, die Du beibehältst. Aus diesen Gewohnheiten wird sich dann Dein eigener Fotografie-Stil entwickeln. Ganz bestimmt!

Übrigens…

Ich habe 2006 mit dem fotografieren begonnen. Mein Stil hat sich so ungefähr im Jahr 2015 herausgebildet.

Meine besten Fotografie-Tipps

Noch bis zum 01.05.2018 läuft meine Blogparade rund um Deine besten Fotografie-Tipps. Ich freue mich über Deinen Beitrag!

Natürlich möchte auch ich es nicht versäumen, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Mein Tipps richten sich an Fotografie-Anfänger und sind allgemeiner Natur. Trotzdem sind sie sehr wichtig.

Tipp 1 – Suche Dir ehrliche Kritiker!

Deine Freunde und Deine Familienmitglieder finden Deine Bilder toll? Prima. freue Dich über ihre Komplimente! Suche Dir aber unbedingt auch unparteiische Kritiker. Warum? Ganz einfach – Deine Familie kennt Dich als Person und möchte Dich nicht verletzen. Sie findet Deine Fotos vermutlich schon alleine deswegen besser, als sie sind. Wenn Du Dich wirklich weiter entwickeln möchtest, solltest Du Gleichgesinnte fragen, die sich mit der Fotografie auskennen. Sie können Dir gezielte Fragen beantworten und sehen Bildfehler, die einem Laien gar nicht auffallen. Ganz wichtig dabei: Du solltest bei berechtigter negativer Kritik nicht beleidigt sein, sondern daraus lernen.

Wo finde ich ehrliche Kritiker?

Vielleicht hast Du es schon gemerkt. Wenn Du ein Bild auf den Social media Plattformen hochlädst, bekommst Du Likes und Kommentare wie: „Schön!“ „Ich habe auch einen Hund/Ich war dort auch schon“ und so weiter. Kommentare die Dir zeigen, dass Dein Bild gesehen und beachtet wird. Das ist gut. Sie sagen aber eigentlich nichts aus. Erntest Du negative Kritik, kommt sie oft von Menschen, die noch schlechtere Fotos machen als Du.

Wo findest Du nun ehrliche Kritiker? Ich gebe zu, das ist gar nicht so einfach. Hilfreiche Kritik bekommst Du am besten, wenn Du direkte Fragen stellst. Suche Dir Fotografie-Gruppen bei Facebook  (zum Beipiel diese) oder stelle gezielte Fragen unter Dein Bild bei instagram. Falls Du bei reinen Fotoplattformen wie flickr oder der fotocommunity registriert bist, findest Du viele Gleichgesinnte. Dort gibt es extra Kritikgruppen, wo Du Dein Werk zur Diskussion stellen kannst.

Ein weiterer Weg, ehrliche Hilfe und Hinweise zu bekommen, ist der direkte Kontakt. Vielleicht gibt es in Deinem Wohnort einen Fotostammtisch oder einen Fotoclub? Oder Du bewunderst einen bestimmten Fotografen, dem Du einfach mal eine liebe E-Mail schreibst?

Welche Fragen könnte ich stellen?

-Warum ist mein Bild zu unscharf/zu dunkel/zu verwirrend…? Wenn Du selbst schon die Bildfehler erkennst, aber nicht weißt, warum sie Dir passiert sind.

-Was könnte ich an meinem Foto verbessern?

-Gefällt Dir das Foto? Warum oder warum nicht?

Du kannst natürlich auch einfach eine Aufforderung formulieren. „Ich bitte um ehrliche Kritik!“

WICHTIG! Unter Umständen bekommst Du richtig harte Meinungen. Darüber solltest Du Dir schon vorher bewusst sein. Die Kritik betrifft Dein Foto und ist keine Kritik an Deiner Person. Solltest Du doch einmal fiese persönliche Kommentare ernten, dann blende sie aus.

Tipp 2 – Lass Dich nicht verführen!

Um gute Fotos zu machen, brauchst Du nicht unbedingt eine Topkamera. Bezeihungsweise: Man kann auch mit einer Profikamera richtig schlechte Bilder machen!

Die Werbung unterbreitet Dir ständig Angebote, die Du unbedingt nicht wirklich brauchst. Das Must-have-Objektiv, der tollste Ringblitz, das stabilste Stativ, der geräumigste Fotorucksack und die sexyste Bildbearbeitungs-DVD. Lass Dich nicht verführen! Du brauchst den ganzen Kram erst einmal nicht. Lerne die Basics der Bildgestaltung. Mache Dich mit Deiner Einsteigerkamera vertraut! Wenn Du Deine Fähigkeiten ausgelotet hast, wirst Du von alleine merken, welches Equipment Du benötigst. Gehe dabei Step-by-step vor und kaufe nicht den ganzen Laden oder das ganze Internet leer! Ich spreche da aus Erfahrung. Ich kaufte zum Beispiel Fotolampen und ein kleines Homestudiozelt. Die Dinge habe ich noch nie genutzt.

Tipp 3 – Fotografiere!

Na klar, wirst Du denken. Ist ja logisch! Ohne zu fotografieren, kann man das Fotografieren nicht lernen!

Aber: Wie lange konsumierst Du Fotografievideos auf youtube? Wie viele Stunden klickst Du Dich durch die Fotostreams und Facebookstreams anderer Fotografen? Wie viele Rezensionen zu Fotografieprodukten liest Du im World-wide-web?

Noch nie war es so einfach, sich hilfreiche Informationen zu beschaffen. Es gibt an jeder Ecke Tutorials, Leitfäden und inspiriernde Bilder zu bestaunen. Diese Ressourcen sollte man auch nutzen. Aber Du darfst nicht vergessen, Deine neu gewonnenen Erkenntnisse auch umzusetzen! Genauso wenig wie man schlank wird, wenn man sich Sportsendungen im Fernsehen anschaut, lernt man das Fotografieren vom bloßen zusehen.

Du hast Dich zur Theorie von Blende, Belichtungszeit und ISO belesen? Prima! Fotografiere ein Objekt mit verschiedenen Blenden und schaue, was passiert! Du hast ein Video geschaut, was Dir den goldenen Schnitt erklärt? Super! Fotografiere einen Gegenstand einmal mittig und einmal im goldenen Schnitt und überlege, welches Bild Dir besser gefällt!

Die digitalen Speichermedien geben uns die Möglichkeit, verschwenderisch oft auf den Auslöser zu drücken. Das ist großartig, denn so kann man vergleichende Studien erstellen. Es ist nicht schlimm, wenn ein Bild verwackelt, oder zu dunkel ist. Man kann es ja löschen. Ich habe früher sehr viel experimentiert, bis ich den manuellen Modus meiner Kamera sicher beherrschte. Und ich habe Blumen aus sämtlichen Perspektiven und Richtungen fotografiert, um mir dann später am Rechner das beste Foto heraus suchen zu können. Nur so lernt man die Technik und den „fotografischen Blick“.

Tipp 4  – Setze Dich nicht unter Druck!

Es ist DEIN Hobby! An Hobbys sollte man Spaß haben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es leider fortgeschrittene Fotografen gibt, die sich über Anfänger lustig machen. Es gibt zum Beispiel das HDR und den color-key. Beides sind Fototechniken, die unter Anfängern beliebt sind und von „Profis“ belächelt werden. Ich bin der Meinung, dass fast jeder Hobbyfotograf Experimentierphasen hat. Und das ist gut so. Sonst findet keine Weiterentwicklung statt. Du bist also kein schlechter Hobbyfotograf, wenn Du Dinge ausprobierst. Aus Fehlern lernt man. Wenn Du mal daneben haust und Dein Bild von anderen Fotografen nieder gemacht wird, dann lass Dich nicht beirren. Jeder hat mal klein angefangen.

Folgst Du Fotografen, die ähnlich lange wie Du fotografieren? Wirken deren Fotos schon viel professioneller als Deine? Freue Dich mit ihnen und lerne von ihnen! Sei nicht neidisch. Vielleicht haben sie viel mehr Zeit für ihr Hobby? Oder einen guten Mentor? Vielleicht sind sie talentierter als Du? Das sollte Dich anspornen. Mehr aber auch nicht. Die Fotografie ist kein Sport. Es gibt nichts zu gewinnen!

Ein weiterer Punkt, der Druck erzeugen kann: Die Followerzahlen! Vergleichst Du Deine Like- und Fanzahlen mit denen der anderen? Lass das! 1. Kann man Follower heutzutage kaufen. Und 2. sagt diese Zahl nichts über die tatsächliche Qualität der Community aus. Meine Facebook-Seite hat derzeit 1111 Fans. Sie wächst recht langsam. Dafür habe ich wunderbare kommunikative Follower. Es gibt viele größere Seiten als meine. Wenn man dann aber mal schaut, wie wenig dort kommentiert wird, kommt die Ernüchterung.

Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst und vergleiche Dich nicht zu sehr mit den anderen. Es ist viel wichtiger, dass Du den Spaß an der Fotografie behälst, als das Du in Schallgeschwindigkeit zum Profi mutierst!

Das waren meine vier Tipps für Fotografieanfänger. Hast Du ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Schreibe es mir gerne! Hat Dir dieser Beitrag weiter geholfen? Empfehle ihn bitte weiter. Vielen Dank!

 

 

 

Blogparade – Meine besten Fotografie-Tipps

Ich möchte hiermit zu einer Blogparade aufrufen! Diese richtet sich an alle Fotografie-Begeisterten. Gesucht werden Fototipps und -tricks, die Du gerne mit anderen teilen möchtest. Es ist dabei ganz egal, mit welcher Kamera Du fotografierst. Es ist auch völlig schnuppe, ob Du Anfänger oder Profi bist. Es ist ganz gleich, ob Du Blogfotos machst, Makros, Portraits, Architektur oder Deinen Dackel fotografierst!

Wichtig ist, dass Du Tipps für uns hast.

Diese Hinweise können die Fotografie allgemein betreffen, Erfahrungen zu Equipment und Low-Budget beinhalten, oder sich mit der Bildbearbeitung beschäftigen. Vielleicht möchtest Du auch einfach „nur“ Fotografie-Anfänger motivieren, oder bedienst eine interessante Nische? Oder Du hast eine Step-by-Step-Anleitung für die Umsetzung einer interessanten Fotoidee? Möchtest Du uns über Deine größten Anfängerfehler berichten? Prima! Immer her damit!

Wie kannst Du mitmachen?

  1. Schreibe bis zum 01.05.2018 einen Artikel zum Thema „Meine Fotografie-Tipps“ und verlinke diesen Beitrag hier in Deinem Text.
  2. Verlinke Deinen Bericht in einem Kommentar unter meinem Beitrag hier.

Wie geht es weiter?

Ich werde zum Abschluss in einem gesonderten Artikel alle Beiträge verlinken und besonders informative Texte hervorheben.

Ich freue mich sehr auf Deine Fotografie-Tipps und bin schon sehr gespannt darauf!

Ich habe natürlich auch einen Artikel zum Thema geschrieben: Meine besten Fotografie-Tipps.