Mein Nicht-Fotografie-Gefühl

„Du fotografierst ja gar nicht mehr!“, mahnte mich meine innere Stimme. Woran liegt das bloß?

Ich muss sagen, ich genieße dieses Jahr den Frühling im Garten sehr intensiv. Jahrelang nahm ich die Natur quasi nur durch den Sucher wahr. Immer wenn ich mir Zeit nahm, durch den Garten zu streifen, hatte ich auch die Kamera in der Hand. Ich „dachte“ in Bildern. Wenn ich eine Blüte sah, fragte ich mich sofort, ob sie fotogen genug ist. Und wenn ja, von welcher Seite sie wohl am besten abzulichten sei. Über die flinken Bienchen ärgerte ich mich oft, wenn ich es nicht schaffte, schnell genug abzudrücken.

Dieses Jahr ist das anders. Ich hatte gar kein Verlangen, die wunderschönen lilafarbenen Krokusse zu fotografieren. Ich bestaunte sie einfach nur. Ich lasse die Natur und die Motive auf mich wirken, ohne sie in fotografierenswert oder belanglos einzuteilen.

Obwohl für mich die Fotografie der Entspannung diente, bin ich jetzt nicht unentspannter. Im Gegenteil. Das Fotografieren hat in mir auch Druck aufgebaut. Du MUSST mal wieder ein wirklich außergewönliches Foto machen. Du MUSST mal wieder die neuen Fotos auf der Speicherkarte bearbeiten. Du MUSST mal wieder einen neuen Blogartikel schreiben.

All das habe ich im Moment abgelegt. Ich fühle mich freier. Mir ist es auch egal, dass dadurch die Zugriffszahlen auf diesem Blog hier nicht mehr wachsen. Ich bin sehr froh, dass ich mich von diesem Druck lösen konnte.

Vorgestern allerdings hatte ich echte Lust, die Kamera zur Hand zu nehmen. Ich liebe Buschwindröschen. Dieses Jahr gibt es besonders viele davon in meinem Garten. Also fotografierte ich sie. Gestern hatte ich dann auch spontan Freude daran, die beste Aufnahme zu bearbeiten.

TADAA! Hier ist mein neuestes Foto!

buwirö2020logosk

Zur Bearbeitung habe ich ein selbst erstelltes Overlay genutzt, um das Blümchen zarter wirken zu lassen. In einem älteren Artikel hatte ich schon mal beschrieben, wie Du Overlays und Texturen selbst erstellen kannst. Dort findest Du auch einen Link zu Overlays und Texturen von mir, die Du gerne nutzen kannst.

So sah das Bild ohne Bearbeitung aus:

buwirö2020ooclogosk(1)

Benötigst Du noch Tipps, für die Blütenfotografie? Hier findest Du zwei Beiträge dazu:

7 Fototipps für Blütenbilder und Helle Blumen fotografieren

Lass es dir gut gehen und genieße den Frühling. Ich hoffe, dass Dir das trotz der derzeitigen Beschränkungen gelingt!

Fotografierst Du derzeit intensiv, oder lässt Du es auch ruhiger angehen?

5 Gedanken zu “Mein Nicht-Fotografie-Gefühl

  1. Hi Steffi,
    Ich fotografiere aktuell ab und an Makros. Ein paar sind auch schon auf meinem instagram Kanal.
    Aber wie du sagst, setzte ich mich auch nicht (mehr) so unter Druck. Es gibt Tage, da habe ich die Kamera dabei und mache kein einziges Bild. Aber das ist dann in Ordnung.
    Ich denke auch, dass man in der Zeit ganz gut lernt, was wichtig ist und was nicht. Und es ist eben nicht wichtig, die ganze Zeit in Bildern zu denken, sondern das ganze auch mal zu genießen.
    Wünsche dir weiterhin, dass du so entspannt bleibst 😊
    Liebe Grüße und bleib gesund
    Katharina

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  2. Petra

    Hi Steffi, bei mir ist es ähnlich. Ich habe mich in letzter Zeit viel mit Bildbearbeitung beschäftigt. Die Festplatte durchgekramt, mal wieder alte Bilder angeschaut und ein Fotobuch erstellt – hatte ich schon länger vor- Meine Fotoprojekte sind etwas größer geworden was die Bildbearbeitung angeht und da kommt mir die „Mehrzeit“ ganz recht. Pass auf dich auf und viele Grüße aus der Pfalz

    Gefällt 1 Person

  3. rolf28hb

    Moin Steffi
    Es freut mich, dass Du Druck abbauen/ablegen konntest. Nichts ist schlimmer, als etwas tun zu müssen.
    Das schätze ich so an meinem Hobbyfotografen-Dasein: Ich kann fotografieren, muss es aber nicht.
    Momentan fotografiere ich sehr viel Makro, die Motive sind direkt vor der Haustür und, da man bis vor kurzem ja nicht reisen durfte, bietet sich dieser Bereich geradezu an.
    Und nebenbei werden ältere Aufnahmen bearbeitet, die noch im Archiv schlummern.
    Aber alles ganz ruhig und entspannt.
    Und arbeiten muss ich auch noch ;-).
    Als Ausgleich für die Arbeit im Krankenhaus haben wir 2 Hunde, die bespaßt werden wollen. Als Belohnung für mich spielen sie dann Model für mich.
    LG Rolf

    Gefällt 1 Person

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