Facebook Pro und Contra

Kürzlich berichtete ich Dir über meine Erfahrungen mit Instagram. Es entwickelten sich nach der Veröffentlichung interessante Diskussionen, für die ich sehr dankbar bin.

In diesem Beitrag möchte ich Dir ein bisschen über meine Erlebnisse bei Facebook erzählen. Auf dieser Plattform bin ich schon länger aktiv. Neben meinem privaten Profil betreibe ich dort eine eigene Fotoseite seit 2014.

Mich begeisterte in der Anfangsphase vor allem die Reichweite. Fast jeder schien dort ein aktives Profil zu besitzen. Wenn man ein wenig stöberte, fand man die Accounts von alten Schulfreuden und entfernten Bekannten. Wenn ich online war, hing ich meistens bei Facebook rum. Leider hat diese Plattform für mich ein wenig von dieser Magie verloren, obwohl ich mich dort nach wie vor wohl fühle.

Das finde ich gut bei Facebook

  1. Nach wie vor gehört (vor allem für Firmen) eine eigene Facebookseite fast schon zum guten Ton. Insbesondere die Altersgruppe zwischen Ende 20 und Mitte 40 (zu der ich auch gehöre) ist bei Facebook stark vertreten. Man findet also viele Gleichgesinnte, wenn man will.
  2. Man kann andere Seiten und Firmen häufig bewerten, oder öffentliche Beiträge an deren Pinnwände schreiben. Durch diese Nutzererfahrungen kann man sich schnell ein Bild über den Service eines Unternehmens machen.
  3. Es gibt richtig aktive Gruppen bei Facebook. Derzeit hole ich mir beispielsweise viele Tipps und Inspirationen zu unserer anstehenden Hochzeit in verschiedenen Gruppen, wo sich andere Bräute treffen. Auch Blogger- und Fotografiegruppen gibt es bei Facebook reichlich. Wenn man eine Frage hat, bekommt man in der Regel schnell geholfen. Manchmal entstehen dabei richtig tolle Diskussionen. Klar gibt es auch immer mal Streit. Aber den gibt es auf anderen Plattformen wahrscheinlich auch.
  4. Ich hege für Facebook ein wenig „Heimatgefühle“. durch meine langjährige Mitgliedschaft fühle ich mich dort sehr wohl und ich finde mich gut zurecht.

Das mag ich nicht bei Facebook

  1. Facebook wird (wie Instagram eigentlich auch) immer mehr zu einer Werbeplattform. Man bekommt häufig gesponsorte Beiträge angezeigt. Artikel, die man eigentlich viel interessanter finden würde, fallen dann hinten runter.
  2. Diese Plattform hat viele Bugs. Beispielsweise wurde einmal ein total harmloser Post von mir nicht veröffentlicht, weil er angeblich gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen hat. Ich bekomme von meiner eigenen Gruppe Fotografie – Tipps (nicht nur) für Anfänger keine Benachrichtigungen, wenn jemand neues dieser Community beitreten möchte. Eine zeitlang konnte ich in Gruppen keine Kommentare schreiben. Das ist echt ärgerlich und verdirbt mir den Spaß!
  3. Jüngere Menschen nutzen vermehrt Instagram. Da ich insbesondere mit meinen Fototipps Fotografieanfänger ansprechen möchte, erreiche ich sie über Facebook nicht.
  4. Es findet eine Beschränkung der Reichweite statt. Das hat zwei Gründe: Man soll als Seiteninhaber Geld bezahlen, um die Reichweite zu erhöhen. Und viele Menschen folgen so vielen interessanten Seiten, dass Facebook gar nicht mehr alles anzeigen KANN. Man hätte eine ellenlange und unübersichtliche Timeline. Für mich als Hobbybloggerin, die keinerlei einnahmen hat und demzufolge auch keine Werbung schaltet, ist das natürlich besonders bitter. Ich „lebe“ von Likes, Kommentaren und Teilungen. Wenn meine Beiträge aber nur noch wenigen Menschen angezeigt werden, werden diese Interaktionen weniger. Die Folge: Noch weniger Leute sehen meine Artikel. Ein Teufelskreis!

 

  1. Screenshot (1)

Hier ist ein Beispiel: Da auf meiner Seite bei Facebook immer weniger los ist, nahm ich an, dass die meisten Follower mir auch über andere Medien folgen. Ich startete deshalb eine Umfrage. Ergebnis: Von 1320 Abonennten sahen nur 269 Menschen diese Umfrage. Das ist eine Reichweite von nur 20 %. Es wurden 25 Stimmen abgegeben. Das sind traurigerweise nur 1,89% aller Follower und unter 10 % aller Menschen, die die Umfrage überhaupt gesehen haben. Das macht mich als Betreiber der Facebookseite schon ein bisschen nachdenklich! Lohnt es sich überhaupt noch, bei Facebook eine Fanpage anzubieten? Und was passiert, wenn alle „kleinen“ Seiten, die sich keine Reichweite erkaufen möchten, Facebook verlassen? Dann wird diese Community eine reine Werbeplattform und auch die privaten User werden sich früher oder später abmelden…

Eine kleine Überraschung gab es dann doch! Immerhin 56% der Menschen, die sich an meiner Umfrage beteiligten, folgen mir tatsächlich ausschließlich über Facebook. Ich werde aus diesem Grund dort bleiben. Wenn diese Nutzer meine Beiträge aber aufgrund der Reichweitebeschränkung nicht mehr angezeigt bekommen, nutzt mein Engagement dort auch nichts.

Das beste ist also, Du abonnierst diesen Blog hier einfach. So bekommst Du bei jedem neu veröffentichten Beitrag eine E-Mail von mir.

Erzähle mir gerne von Deinen Erfahrungen und Beobachtungen bei Facebook! Bist Du dort (noch) registriert? Warum/Warum nicht?

 

 

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7 Gedanken zu “Facebook Pro und Contra

  1. kunzfrau

    Hi Steffi,
    ja auch ich bin bei FB registriert. Ich betreibe dort jedoch keine eigene Seite und habe uach keine eigene Gruppe. Meine Aktivität bei FB hat sich sehr minimiert. Zum einen stören mich auch die immer mehr werdenen Werbeanzeigen. Zudem habe ich das Gefühl, dass mit von den Personen, sie ieigentlich in meiner Freundesliste habe immer nur ganz wenige angezeigt werden. Warum auch immer das so ist.

    Gruß Marion

    Gefällt 1 Person

  2. Ich liebe Facebook, dort kann ich, auch über meine Seite, diskutieren. Da ist ein total lebendiger Austausch, Werbung bekomme ich ganz wenig, weil ich die auch nicht anklicke. Meine Seite läuft super gut und sie bringt mir massenhaft Traffic.
    Alles was für meinen Blog relevant ist, erfahre ich auch aus Facebook. Klar, Datenschutz ist miserabel, aber das ist mir bisher wurscht, was meine Person angeht.
    Liebe Grüße
    Elke

    Gefällt 1 Person

    1. Das stimmt. Als Diskussionsforum ist Facebook gut. Bei Instagram ist ein intensiver Austausch sehr selten. Ich klicke Werbung auch nicht an. Trotzdem bekomme ich häufig Artikel angezeigt, wo ganz klein „gesponsert“ drüber steht. Das sind beworbene Beiträge.

      Gefällt 1 Person

  3. Hallo Steffi, auch ich bin bei FB registriert, mit meinem privates Account („fahre“ ich aber so langsam runter) und einer FB-Seite. Die FB-Seite habe ich speziell für meine Freunde / Familienmitglieder eingerichtet, die mich, aus was für welchen Gründen auch immer, nicht auf meinem Blog oder Komoot erreichen.
    Das wirklich positive für mich an FB sind die einzelnen Gruppen. Hier habe ich bis dato nur Positives erlebt. Speziell meine Kanada-Reise, wurde dank der Kanada-Gruppe zu einem riesen Erfolg. Bei den Foto-Gruppen sehe ich das etwas mit gemischten Gefühlen. Auch hier bekommt man gute Ideen und Informationen, teilweise habe ich aber auch den Eindruck, das nicht jeder Kommentar angebracht ist und das mit der „Like“-Vergabe vergessen wir mal.
    Also alles im allem, FB ist nicht mehr das, was es früher einmal war, auch geschuldet durch die zahlreichen neuen Social Media Möglichkeiten.

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