Wollschweber an Lungenkraut

Jedes Jahr im Frühjahr kann man Wollschweber beobachten. Sie sehen aus wie Hummeln, gehören aber zu den Fliegen. Sie sind geschickte Insekten und haben einen langen Rüssel. Mit dem sammeln sie Nektar.

Schon seit vielen Jahren versuche ich diese Tiere zu fotografieren. Jedes Jahr von Neuem bin ich erstaunt und überrumpelt, wie flink und emsig sie von Blüte zu Blüte summseln. Kaum hat man einen Wollschweber entdeckt und die Kamera im Anschlag, ist er auch schon wieder fort. Ein scharfes Makro? Fehlanzeige!

Dieses Jahr habe ich es anders gemacht…

Es war ein sehr reges Treiben auch von anderen fliegenden Nahrungssuchern. Ich fokusierte einfach das Blümchen an und wartete, bis sich Bombylius major kurz niederließ. Eine klassische Photobomb sozusagen. Vielleicht wird er ja deshalb im lateinischen so bezeichnet? 😉

Mein kleiner Quicktipp…

… für nervenschonende Insektenfotos ist also folgender: Fokussiere erst in Ruhe eine umschwirrte Blüte an. Du kannst sogar ein Stativ nutzen und gemütlich Deine Kameraeinstellungen überprüfen. Mach ruhig ein paar Probeaufnahmen, dann siehst Du, ob Deine Belichtung stimmt. Nun kannst Du in Ruhe und mit Geduld auf ein Insekt warten. Setzt es sich nieder, drücke entspannt auf den Auslöser!

Wie Du diesen Fototipp mit anderen Regeln der Fotografie verbinden kannst, erfährst Du in meinem Blogbeitrag Fotoregeln kombinieren.

Die Pflanze heißt übrigens geflecktes Lungenkraut oder Pulmonaria officinalis. Ich mag sie sehr. Sie hat hübsch gemusterte und behaarte Blätter und die Blüten sind oft zweifarbig. Rosa- und lilafarbene Blüten wachsen gleichzeitig an einer Pflanze. Sie wurde früher als Heilkraut bei Lungenerkrankungen angewandt.

16 Gedanken zu “Wollschweber an Lungenkraut

  1. allimo93

    tatsächlich habe ich für sowas keine Geduld 😀 Oder zumindestens setzten sie sich dann nie dahin, wo eben bestes Licht herrscht und ich hin fokussiere 😀 Da fotografiere ich lieber früh morgens 🙂

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  2. Pingback: Hummelschwärmer – Steflei Fotografie – der Blog

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