Meine besten Fotografie-Tipps

Noch bis zum 01.05.2018 läuft meine Blogparade rund um Deine besten Fotografie-Tipps. Ich freue mich über Deinen Beitrag!

Natürlich möchte auch ich es nicht versäumen, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Mein Tipps richten sich an Fotografie-Anfänger und sind allgemeiner Natur. Trotzdem sind sie sehr wichtig.

Tipp 1 – Suche Dir ehrliche Kritiker!

Deine Freunde und Deine Familienmitglieder finden Deine Bilder toll? Prima. freue Dich über ihre Komplimente! Suche Dir aber unbedingt auch unparteiische Kritiker. Warum? Ganz einfach – Deine Familie kennt Dich als Person und möchte Dich nicht verletzen. Sie findet Deine Fotos vermutlich schon alleine deswegen besser, als sie sind. Wenn Du Dich wirklich weiter entwickeln möchtest, solltest Du Gleichgesinnte fragen, die sich mit der Fotografie auskennen. Sie können Dir gezielte Fragen beantworten und sehen Bildfehler, die einem Laien gar nicht auffallen. Ganz wichtig dabei: Du solltest bei berechtigter negativer Kritik nicht beleidigt sein, sondern daraus lernen.

Wo finde ich ehrliche Kritiker?

Vielleicht hast Du es schon gemerkt. Wenn Du ein Bild auf den Social media Plattformen hochlädst, bekommst Du Likes und Kommentare wie: „Schön!“ „Ich habe auch einen Hund/Ich war dort auch schon“ und so weiter. Kommentare die Dir zeigen, dass Dein Bild gesehen und beachtet wird. Das ist gut. Sie sagen aber eigentlich nichts aus. Erntest Du negative Kritik, kommt sie oft von Menschen, die noch schlechtere Fotos machen als Du.

Wo findest Du nun ehrliche Kritiker? Ich gebe zu, das ist gar nicht so einfach. Hilfreiche Kritik bekommst Du am besten, wenn Du direkte Fragen stellst. Suche Dir Fotografie-Gruppen bei Facebook  (zum Beipiel diese) oder stelle gezielte Fragen unter Dein Bild bei instagram. Falls Du bei reinen Fotoplattformen wie flickr oder der fotocommunity registriert bist, findest Du viele Gleichgesinnte. Dort gibt es extra Kritikgruppen, wo Du Dein Werk zur Diskussion stellen kannst.

Ein weiterer Weg, ehrliche Hilfe und Hinweise zu bekommen, ist der direkte Kontakt. Vielleicht gibt es in Deinem Wohnort einen Fotostammtisch oder einen Fotoclub? Oder Du bewunderst einen bestimmten Fotografen, dem Du einfach mal eine liebe E-Mail schreibst?

Welche Fragen könnte ich stellen?

-Warum ist mein Bild zu unscharf/zu dunkel/zu verwirrend…? Wenn Du selbst schon die Bildfehler erkennst, aber nicht weißt, warum sie Dir passiert sind.

-Was könnte ich an meinem Foto verbessern?

-Gefällt Dir das Foto? Warum oder warum nicht?

Du kannst natürlich auch einfach eine Aufforderung formulieren. „Ich bitte um ehrliche Kritik!“

WICHTIG! Unter Umständen bekommst Du richtig harte Meinungen. Darüber solltest Du Dir schon vorher bewusst sein. Die Kritik betrifft Dein Foto und ist keine Kritik an Deiner Person. Solltest Du doch einmal fiese persönliche Kommentare ernten, dann blende sie aus.

Tipp 2 – Lass Dich nicht verführen!

Um gute Fotos zu machen, brauchst Du nicht unbedingt eine Topkamera. Bezeihungsweise: Man kann auch mit einer Profikamera richtig schlechte Bilder machen!

Die Werbung unterbreitet Dir ständig Angebote, die Du unbedingt nicht wirklich brauchst. Das Must-have-Objektiv, der tollste Ringblitz, das stabilste Stativ, der geräumigste Fotorucksack und die sexyste Bildbearbeitungs-DVD. Lass Dich nicht verführen! Du brauchst den ganzen Kram erst einmal nicht. Lerne die Basics der Bildgestaltung. Mache Dich mit Deiner Einsteigerkamera vertraut! Wenn Du Deine Fähigkeiten ausgelotet hast, wirst Du von alleine merken, welches Equipment Du benötigst. Gehe dabei Step-by-step vor und kaufe nicht den ganzen Laden oder das ganze Internet leer! Ich spreche da aus Erfahrung. Ich kaufte zum Beispiel Fotolampen und ein kleines Homestudiozelt. Die Dinge habe ich noch nie genutzt.

Tipp 3 – Fotografiere!

Na klar, wirst Du denken. Ist ja logisch! Ohne zu fotografieren, kann man das Fotografieren nicht lernen!

Aber: Wie lange konsumierst Du Fotografievideos auf youtube? Wie viele Stunden klickst Du Dich durch die Fotostreams und Facebookstreams anderer Fotografen? Wie viele Rezensionen zu Fotografieprodukten liest Du im World-wide-web?

Noch nie war es so einfach, sich hilfreiche Informationen zu beschaffen. Es gibt an jeder Ecke Tutorials, Leitfäden und inspiriernde Bilder zu bestaunen. Diese Ressourcen sollte man auch nutzen. Aber Du darfst nicht vergessen, Deine neu gewonnenen Erkenntnisse auch umzusetzen! Genauso wenig wie man schlank wird, wenn man sich Sportsendungen im Fernsehen anschaut, lernt man das Fotografieren vom bloßen zusehen.

Du hast Dich zur Theorie von Blende, Belichtungszeit und ISO belesen? Prima! Fotografiere ein Objekt mit verschiedenen Blenden und schaue, was passiert! Du hast ein Video geschaut, was Dir den goldenen Schnitt erklärt? Super! Fotografiere einen Gegenstand einmal mittig und einmal im goldenen Schnitt und überlege, welches Bild Dir besser gefällt!

Die digitalen Speichermedien geben uns die Möglichkeit, verschwenderisch oft auf den Auslöser zu drücken. Das ist großartig, denn so kann man vergleichende Studien erstellen. Es ist nicht schlimm, wenn ein Bild verwackelt, oder zu dunkel ist. Man kann es ja löschen. Ich habe früher sehr viel experimentiert, bis ich den manuellen Modus meiner Kamera sicher beherrschte. Und ich habe Blumen aus sämtlichen Perspektiven und Richtungen fotografiert, um mir dann später am Rechner das beste Foto heraus suchen zu können. Nur so lernt man die Technik und den „fotografischen Blick“.

Tipp 4  – Setze Dich nicht unter Druck!

Es ist DEIN Hobby! An Hobbys sollte man Spaß haben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es leider fortgeschrittene Fotografen gibt, die sich über Anfänger lustig machen. Es gibt zum Beispiel das HDR und den color-key. Beides sind Fototechniken, die unter Anfängern beliebt sind und von „Profis“ belächelt werden. Ich bin der Meinung, dass fast jeder Hobbyfotograf Experimentierphasen hat. Und das ist gut so. Sonst findet keine Weiterentwicklung statt. Du bist also kein schlechter Hobbyfotograf, wenn Du Dinge ausprobierst. Aus Fehlern lernt man. Wenn Du mal daneben haust und Dein Bild von anderen Fotografen nieder gemacht wird, dann lass Dich nicht beirren. Jeder hat mal klein angefangen.

Folgst Du Fotografen, die ähnlich lange wie Du fotografieren? Wirken deren Fotos schon viel professioneller als Deine? Freue Dich mit ihnen und lerne von ihnen! Sei nicht neidisch. Vielleicht haben sie viel mehr Zeit für ihr Hobby? Oder einen guten Mentor? Vielleicht sind sie talentierter als Du? Das sollte Dich anspornen. Mehr aber auch nicht. Die Fotografie ist kein Sport. Es gibt nichts zu gewinnen!

Ein weiterer Punkt, der Druck erzeugen kann: Die Followerzahlen! Vergleichst Du Deine Like- und Fanzahlen mit denen der anderen? Lass das! 1. Kann man Follower heutzutage kaufen. Und 2. sagt diese Zahl nichts über die tatsächliche Qualität der Community aus. Meine Facebook-Seite hat derzeit 1111 Fans. Sie wächst recht langsam. Dafür habe ich wunderbare kommunikative Follower. Es gibt viele größere Seiten als meine. Wenn man dann aber mal schaut, wie wenig dort kommentiert wird, kommt die Ernüchterung.

Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst und vergleiche Dich nicht zu sehr mit den anderen. Es ist viel wichtiger, dass Du den Spaß an der Fotografie behälst, als das Du in Schallgeschwindigkeit zum Profi mutierst!

Das waren meine vier Tipps für Fotografieanfänger. Hast Du ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Schreibe es mir gerne! Hat Dir dieser Beitrag weiter geholfen? Empfehle ihn bitte weiter. Vielen Dank!

 

 

 

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6 Gedanken zu “Meine besten Fotografie-Tipps

  1. Insbesondere deine letzten Punkte sprechen mich an. Ich bin auch erst seit einem Jahr dabei und habe echt Spaß an der Fotografie, aber es gibt so viel zu lernen! Du hast Recht, es gibt nichts zu gewinnen, man sollte einfach kreativ sein, sich austoben und nicht an Follower denken, die kommen und gehen. Danke für diese tollen Tipps!

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  2. Ehrliche Kritik ist völlig richtig. Aber ist Fotografie nicht eigentlich Kunst und darf somit völlig unterschiedlich und subjektiv bewertet werden? Ein Bild kann einem doch Eigentlich nur gefallen oder eben nicht. Entweder es macht etwas mit dir aus den unterschiedlichsten Gründen, oder eben nicht. Ich ertappe mich selbst gerade, wie ich es empfinde, wann mich ein Bild berührt und wann nicht.
    Ich spreche jetzt von Menschen, die bewusst fotografieren und etwas damit ausdrücken wollen, das ist klar. Und diese Menschen fotografieren und entwickeln ihre Bildmotive aus den unterschiedlichsten Gründen, finden diese selber wunderschön und bewegend.
    Nur weil es mir nicht so geht, ist das berechtigte Kritik? Darf/Soll ich Kritik üben? Was genau soll ich kritisieren? Ich habe keine Antwort darauf, aber ein Empfinden. Viele Grüße!

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  3. Dave Hellbardt

    Hallo,
    vielen Dank für den Beitrag.
    Ich bin in den Anfängen der Fotografie und versuche vom knipsen zum fotografieren zu kommen. Ich freue mich über Fotografen, die Ihr wissen teilen, um mir/uns Tipps für unser Hobby zu geben. Hier fand ich toll, dass viele Sichtweisen von verschiedenen Fotografen gesammelt wurden, das war hilfreich und inspirierend. Ich versuche auch durch eine andere Perspektive ein schönes Foto zu erstellen.
    Für mich war Dein Blog wertvoll. Vielen Dank.

    Gefällt 1 Person

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